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-   -   Bodenbelag im hochgelobten Audionet Hörraum (http://www.open-end-music.de/vb3/showthread.php?t=4558)

matze81479 16.06.2012 00:52

Bodenbelag im hochgelobten Audionet Hörraum
 
Hallo zusammen,

bei meiner Suche nach einem geeigneten Bodenbelag zwischen LS und Hörplatz bin ich auf den Audionet Hörraum gestoßen: http://www.av-magazin.de/Wie_sollte_...en.2930.0.html

Auf dem Foto sieht man eine schwarze Matte zur Absorption der ersten Reflexionen. Und auf Seite 5 wird ausgeführt: "Vor der Anlage befindet sich entlang der Basisbreite der Lautsprecher ausgelegt eine Matte aus speziell aufgeschäumtem Kautschuk, die wie eine Entspannungsmatte aussieht, bei Audionet jedoch – wie mir nachdrücklich versichert wurde - ausschließlich dazu dient, frühe Reflexionen vom Boden zu absorbieren."

Hat jemand eine Idee, was das genau sein könnte bzw. wo man sowas bekommt? Wäre mir eigentlich auch lieber als immer nur Teppiche, die meist auch noch zuviel Hochton schlucken.

Gruß
Matthias

matze81479 16.06.2012 01:03

Vielleicht sowas hier?

http://gummishop24.com/00000098ef0c1...8ef0ca6949.php

kdrkdr 16.06.2012 08:45

Hallo Matthias....ich hab meine Wohnung mit Teppichfliesen der Marke Heugafeld ausgelegt. Das besondere daran ist die Rückseite , sieht aus wie Bitumen also schwarz und ziemlich schwer eine Fliese.
Habe bei meinem Sohn der Laminat verlegt hat nur eine Fliese unter seine Standboxen gelegt und der zugewinn an Klang war sofort hörbar.

Eine ganz fette empfehlung wie ich meine:teach:

:prost:klaus

Superflor S nennt sich meine Ware:teach:

boxworld 16.06.2012 12:17

Zitat:

Zitat von matze81479 (Beitrag 101937)
...Wäre mir eigentlich auch lieber als immer nur Teppiche, die meist auch noch zuviel Hochton schlucken.

Gruß
Matthias

Hallo Matthias,

das ist doch der Sinn des Ganzen.
Ich habe den "Audionet Raum" gehört (mit Myro Ocean und...) und der lebt gerade davon das im Hochtonbereich ein sehr hoher Direktschallanteil eine sehr genaue Bühne bildet. Hochtonreflektionen habe ich nicht vernehmen können. Besonders beeindruckt hat mich die Tatsache das der Moderator (Cheffe von Audionet) beim Sprechen im Raum herumwandert und seine Stimme an jeder Stelle des Raumes die gleiche Klangfarbe hat, es gibt in diesem Raum keine "Zonen".
Ich würde es zu Hause auch mit Teppichfliesen machen oder hiermit (gehört in einem Messeraum):

http://www.neckermann.de/Hochflor-Te...rack=175601990

Gruss Marc

Replace_Hz 16.06.2012 12:31

ich würde jede Art von Teppich aus dem Hörraum fernhalten, zumindest zwischen LS und Hörplatz (sehen die meisten Akustiker auch so), die Folge ist eine Absorbtion des Hochtones, der wird aber in den allermeisten Fällen von der Möbelierung ausreichend geschluckt. Ob Teppiche in einer Stärke von mm oder wenigen Zentimetern ausreichen die Reflektion verhindern, kann man schon in Frage stellen, um im Mittenbereich Reflektionen zu vermeiden, darfs gern ein bisschen mehr sein.
Ich persönlich setze da auf die Decke.. hier würde ich für ausreichende Diffusion sorgen

viele Grüße
Reinhard

P.S. kann natürlich jeder so machen wie er will..

KSTR 16.06.2012 12:56

Es ist doch recht einfach :
1) Man behandelt zuerst die Decke, weil man dort Platz hat, mit Diffusoren/Absorbern.
2) Man läßt weisses oder rosa Rauschen laufen und verändert die Ohrhöhe am Hörplatz "in Echtzeit", sprich man federt stehend in den Knien um seine typische Ohrhöhe um +-20cm zu variieren. Es werden, bei glattem Bodem, sehr starke Kammfilter ("Phasing") zu hören sein.
3) Man legt je eine gefaltete Bettdecke oÄ (ca 1x1m) so vor die LS, dass sie genau im Reflexionweg liegen (vorher mit liegendem Spiegel die genauen Punkte suchen).
4) Die mE stark störenden Kammfilter im Hochton sind damit praktisch weg, damit verschwindet die "Ortbarkeit" des LS mEn in bedeutendem Maße (weil wir über diese Kammfilter die Höhe/Position von realen Schallquellen eben auch ermitteln).
5) Ändern von Dicke und Material bis man einen guten Kompromiss hat
6) Wer genug freien Platz hat der nicht begehbar sein muss, nimmt noch besser Diffusoren.

EDIT: Das "HF-Refexionsverhalten der Bettdecke oder was auch immer prüft man dadurch dass man sie senkrecht vor sich hin hält -- auf Ohrhöhe -- und den Abstand variiert wärend man ein gedehntes "sch" oder ein rauschendes "ffff" oder "sss" artikuliert. Zum Vergleich mit einem Brett oder eine Schallplattenhülle (bzw, es reich sogar die eigene Handfläche). Danach mit einem gleich großen Stück Basotect oÄ. Der Unterschied ist äusserst illustrativ.

Babak 16.06.2012 14:55

Hallo

Nun, diese Ausbildung von Kammfiltereffekten durch Bodenreflexionen ist abhängig vom Abstrahlverhalten des Lautsprechers.

Dazu eine Grafik aus Floyd Tooles Buch "Sound Reproduction - Loudspeakers and Rooms"


Quelle: eetimes.com

Der ganze Ausschnitt aus dem Buch, zum Thema "Loudspeakers: Objective evaluations - Sound source radiation patterns":
http://www.eetimes.com/design/audio-...ation-patterns


Zusätzlich wird der Kammfiltereffekt deutlich reduziert, wenn der Raumschall mit Diffusoren möglichst diffus gestaltet wird.


Also sind die Fragen mal:
Wie strahlen die Lautsprecher ab?
Wie ist der Raum gestaltet.


LG

Babak

matze81479 17.06.2012 01:10

Zitat:

Zitat von Hörzone (Beitrag 101944)
ich würde jede Art von Teppich aus dem Hörraum fernhalten, zumindest zwischen LS und Hörplatz (sehen die meisten Akustiker auch so), die Folge ist eine Absorbtion des Hochtones, der wird aber in den allermeisten Fällen von der Möbelierung ausreichend geschluckt. Ob Teppiche in einer Stärke von mm oder wenigen Zentimetern ausreichen die Reflektion verhindern, kann man schon in Frage stellen, um im Mittenbereich Reflektionen zu vermeiden, darfs gern ein bisschen mehr sein.
Ich persönlich setze da auf die Decke.. hier würde ich für ausreichende Diffusion sorgen

viele Grüße
Reinhard

P.S. kann natürlich jeder so machen wie er will..

Hallo Reinhard,

wie du weißt, habe ich ja auch genau das vor (wenn das nötige Kleingeld da ist): Vicoustic DC2 überm Hörplatz großräumig an die Decke, restliche Decke vorn und hinten Mischung aus DC2 und WaveWood. An den Wänden habe ich ja großflächig (über 20qm) VPRs. Davor kommen dann noch weitere Breitband-Absorber und Diffusoren, und danach wird der ganze Wand-Sandwich (ca. 23cm an allen Wänden) schön mit akustisch neutralem Stoff verkleidet.

Nur zwischen dem Hörplatz und den LS habe ich derzeit noch nen dicken Teppich, der mich nicht so glücklich macht. Aber ich dachte halt, irgendwas braucht man für die ersten Reflexionen. Und da kam mir die Audionet Variante halt wie gerufen.

matze81479 17.06.2012 01:15

Kennt jemand das Zeug: http://gummishop24.com/00000098ef0c1...8ef0ca6949.php ??

Kann man das als Teppich-Ersatz nehmen? Bekommt das darunter liegende Parkett Schlieren (ist ja ne Art Gummi)? Und ist Zellkautschuk stabil genug, oder reißt das gleich aus?

Gruß
Matthias

KSTR 17.06.2012 11:14

Wenn der "Teppichbereich" zwingend begehbar bleiben muss, könnte man ja über eine ambulante Lösung nachdenken : Nur zum Hören positioniert man zwei Absorber/Diffusorkästen an der passenden Stelle.

Ausser hochflorigem dicken Teppich gibt es mEn keine begehbaren und gleichzeitig gut funktionierenden Absorber von der Stange (in einem Studio habe ich schon durchgehende und flächenbelastbare Absorber/Diffusorböden gesehen, die waren oben mit stabilen Metall-Lochblechen, darunter Metall-Gitterrahmen, darunter das Absorbermaterial. Alles Edelstahl, Custom-Made und damit unbezahlbar).

Auf Bakaks Fragen wurde noch nicht eingegangen, ebenso noch kein "Bettdecken-Test"?


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