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Klassiklauscher 29.09.2010 20:19

Teddy Pardo DAC
 
Hallo zusammen,

wer kennt ihn nicht? Teddy Pardo, seine Power-Supplies und sein neuestes Baby, den Teddy-DAC?:pfeif:

Zugegeben, ich kannte den israelischen Hersteller von HiFi-Netzteilen und Bauteilen für DIY´er bis vor wenigen Wochen auch nicht. Auf der Suche nach einer günstigen Aufwertung seines Naim-DACs mittels eines externen Netzteils war Carlos der Name "Teddy Pardo" untergekommen. Und da wir uns gern und häufig über HiFi und seine Nebenwirkungen austauschen, lernte auch ich diesen Hersteller kennen.

Teddy Pardo sieht seinen Teddy XPS -so nennt sich das Netzteil für den Naim- klanglich selbst vor dem wesentlich teureren Original von Naim. Soviel Selbstbewusstsein lässt natürlich aufhorchen.

So schaut der DAC (links) und der XPS (rechts) von innen aus:



Wie es der Zufall wollte, baut Teddy Pardo seit Kurzem auch einen DAC. Und dessen Stromversorgung übernehmen gleich zwei Power-Supplies. Eines für den analogen, eines für den digitalen Bereich des DAC. Da der Linn Majik DS seinem neuen Netzteil offensichtlich einen guten Teil seiner verbesserten Klang-Performance verdanken soll kam mir also der Gedanke mit dem Teddy-DAC zu probieren ob da nicht noch mehr geht. Baut der DAC, neben anderen Schmankerln, schliesslich auch auf dem Prinzip der optimierten Stromversorgung auf.

Da der Teddy-DAC noch verhältnismäßig günstig ist, wurde er kurzerhand bestellt und innerhalb einer Woche geliefert. Teddy ist auch stets für anfallende Fragen offen und antwortet nahezu postwendend.

Nun, wie schaut die rund handgrosse Kiste aus?

Schwarz, schlicht, aber hochwertig verarbeitet.


Auf der Rückseite gibt es Eingänge für Toslink, USB und zwei Cinch-Anschlüsse. Der Ausgang erfolgt über Cinch. Die Stecker sind über jeden Zweifel erhaben. Einmal an ihrem Platz braucht es nicht nur gutes Zureden, sondern auch Kraft, um den Cinchstecker wieder zu lösen. Sollte die ganze HiFi-Anlage bei einem Erdbeben einmal auseinanderfallen, die Stecker werden immer noch sicher an ihrem Platz hängen.:grinser:

Der DAC benötigt eine Einspielzeit von ca. drei Wochen. Normalerweise glaube ich ja nicht an Einspieltheorien, aber laut Teddy braucht es ungefähr so lange, bis die Kondensatoren voll geladen sind. Und erst dann wäre der Klang wirklich zu 100% abrufbar. Der Mann ist Combiuder-Ingenör, also werd ich ihm mal glauben.:zwink:

Nur, so lange wollte ich natürlich nicht warten! Deshalb hab ich das Ding unmittelbar nach dem Auspacken verdrahtet, eingeschaltet und dem neuen Klangerlebnis gelauscht.

Und, wie klingt Musik die über den DAC gespielt wird? Leider muss auch ich mich des schwülstig-blumigen HiFi-Vokabulars bedienen. Es fällt eben unheimlich schwer unfassbare Dinge in Worte zu fassen. Könnte ich das, wäre ich vermutlich Priester geworden. Wobei mir allein schon die fleischlichen Gelüste sicherlich einen Strich durch die Rechnung gemacht hätten. Sei´s drum. :grinser:

Vorweg muss ich erwähnen, dass bereits der Linn allein einen super Job macht und die Unterschiede (derzeit noch) sehr fein, aber dennoch klar wahrnehmbar sind. Wir sprechen aber nicht über Welten. Der Majik DS bietet ein wirklich hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis.

Nun aber zum Teddy-DAC.

Der Klang wird über den DAC homogener. Stimmen klingen weicher, fügen sich mehr in das Gesamtgeschehen ein. Violine und Klavier verlieren bei kritischen Stücken etwas von ihrer Schärfe. Allerdings geht das nicht zu Lasten der Ortungsschärfe, oder Auflösung. Hier glaube ich, ganz im Gegenteil, auch einen leichten Vorsprung für den Teddy-DAC wahrzunehmen. Vielleicht ist das aber auch der Einbildung geschuldet etwas heraushören zu wollen. Eindeutig ist aber, dass der Klang mehr Schmelz hat. Alles geht noch mehr in Richtung Authentizität. Und passt somit in meine Vorstellung vom optimalen Sound. Nun bin ich noch gespannt, ob der DAC nach ein paar Wochen tatsächlich zu noch höherer Leistung aufläuft.

Jedenfalls werde ich den DAC behalten und nicht vom Rückgaberecht Gebrauch machen. Die Unterschiede sind zwar klein, aber fein.

Viele Grüße
Klassiklauscher

Hans 19.10.2010 10:06

AW: Teddy Pardo DAC
 
Hallo Marcus, nachdem nun mehr als zwei Wochen vergangen sind, wuerde es mich doch sehr interessieren, ob der Teddy DAC noch zugelegt hat ? Kannst du mir zudem ein paar Daten ueber den DAC geben? Mich interessiert die mögliche Aufloesung (192khz?), auch des USB-Eingangs (96khz oder auch 192khz?). Danke und herzlichen Gruss :dank:

Hans

Seth 19.10.2010 11:40

AW: Teddy Pardo DAC
 
Hallo Hans,

Markus ist auf Reisen und wird erst am 26. wieder in Germanien sein.

Gruss, Carlos

Klassiklauscher 17.12.2010 11:01

AW: Teddy Pardo DAC
 
Auch wenn sich das Interesse am TeddyDAC in Grenzen hält, vielleicht interessiert ja doch noch jemanden noch einen anderen Hörberichte (englisch) zu lesen: http://www.pinkfishmedia.net/forum/s...ad.php?t=90741

Franz 17.12.2010 11:30

AW: Teddy Pardo DAC
 
Das scheint mir ein hochinteressantes Produkt zu sein. Macht alles einen sehr durchdachten Eindruck. Würde ich gern mal vergleichend hören wollen.:teach:

Gruß
Franz

Willi 17.12.2010 11:47

AW: Teddy Pardo DAC
 
Sieht gut aus, aber
Gott-sei-Dank brauch ich keine Wandler.
Bin rein analog.

Aber ne Frage hät ich schon, fehlen da auf der hübschen Heckansicht nicht einige Zertifikate?

Klassiklauscher 17.12.2010 12:42

AW: Teddy Pardo DAC
 
Zitat:

Zitat von Franz (Beitrag 60883)
Würde ich gern mal vergleichend hören wollen.

Die Möglichkeit werde ich im nächsten Frühjahr haben. Wir werden den TeddyDAC gegen den Naim DAC mit Power-Supply hören können. Ich bin schon sehr gespannt, denn der Naim gehört zweifelsfrei zur gehobenen Wandler-Klasse. Die Latte liegt also recht hoch.

Zitat:

Zitat von Willi (Beitrag 60884)
Aber ne Frage hät ich schon, fehlen da auf der hübschen Heckansicht nicht einige Zertifikate?

Das ist korrekt. Aber wer sieht sich den Kasten schon dauernd von hinten an?:zwink:

Willi 17.12.2010 15:05

AW: Teddy Pardo DAC
 
Zitat:

Zitat von Klassiklauscher (Beitrag 60886)
... sieht sich den Kasten schon dauernd von hinten an?:zwink:

Die Abmahnfraktion ...

HearTheTruth 17.12.2010 23:14

AW: Teddy Pardo DAC
 
Zitat:

Zitat von Klassiklauscher (Beitrag 60886)
Die Möglichkeit werde ich im nächsten Frühjahr haben. Wir werden den TeddyDAC gegen den Naim DAC mit Power-Supply hören können. Ich bin schon sehr gespannt, denn der Naim gehört zweifelsfrei zur gehobenen Wandler-Klasse. Die Latte liegt also recht hoch.

Hallo Zusammen

Leider haben sich bei meinen bisherigen DAC Hörvergleichen verschiedenster Geräte von 150EUR bis über 4000EUR. für mich keine signifikanten KLangunterschiede ergeben. Bin da, aber ehrlich gesagt, auch überhaupt nicht böse drum,weil, fantastisch haben se alle geklungen, der preiswerteste genau so toll, wie der teuerste. Wichtig ist mir persönlich bei der DAC Geschichte, das u.a. eine Lautstärkeregelung vorhanden ist, was eine Anbindung an Aktiv-Lautsrecherlösungen erleichtert,weil dann (für mich ) die Vorstufe auf jeden Fall wegfällt.
LG
Rolf

Klassiklauscher 18.12.2010 09:46

AW: Teddy Pardo DAC
 
Hallo Rolf,

Zitat:

Zitat von HearTheTruth (Beitrag 61004)
Leider haben sich bei meinen bisherigen DAC Hörvergleichen verschiedenster Geräte von 150EUR bis über 4000EUR. für mich keine signifikanten KLangunterschiede ergeben.

Diese Ansicht vertritt auch Teddy Pardo. Da Teddy Pardo in seinem DAC keine anderen Wandler einbaut als andere Hersteller, kann der Unterschied auch nicht so gross ausfallen, bzw. gibt es keinen. Sein Ansatz ist eine möglichst hochwertige Stromversorgung, ohne das -bin kein Elektroniker, darum kann ich es nicht richtig beschreiben- Grundrauschen, was minderwertigeren Netzteilen zu eigen ist.

Und das ist der Unterschied, den man hören kann. Der Klang wirkt bereinigt, allem entledigt, was nicht auf der CD abgemischt ist. Eine qualitätiv perfekt aufgenommene CD klingt praktisch genauso gut, wie ein hochauflösendes Format, wenn man sie über den TeddyDAC hört.
Anders bei der Wiedergabe über den Majik DS. Dort ist ein deutlicher Unterschied zwischen dem Klang einer CD und einer 24/192 Aufnahme zu hören. Da ich beim Majik den Unterschied klar vernehmen kann, denke ich nicht, dass es an meinen Holzohren liegt, wenn ich beim TeddyDAC kaum einen Unterschied höre. Sondern es tatsächlich dem TeddyDAC geschuldet ist, dass die Unterschiede kaum noch ins Gewicht fallen.

Das hat natürlich zum Vorteil, dass man weiter billige CD-Sammelboxen kaufen kann und nicht zwingend nur noch auf hochaufgelöste, teure Downloads sparen muss.:grinser:


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