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Alt 26.07.2014, 15:08
mannitheear mannitheear ist offline
 
Registriert seit: 23.10.2011
Beiträge: 1.361
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Hallo Volkhart,

interessant, diese Analogie zum Barfußlaufen, das ich auch sehr gerne mache. Man spürt eine besondere, energetisch kraftvolle Verbindung zur Erde, wenn keine Schuhe dazwischen sind.

Unterschiedliche Hörempfindungen habe ich eigentlich so gar nie wirklich erlebt. Wenn es auf dieses Thema kommt, dann habe ich meistens mit Menschen zu tun, die einen ähnlichen Musikgeschmack haben und die auch im Bezug auf Anlagenklang erstaunlich ähnliche Wahrnehmungen haben. Das heißt nicht, daß die Anlagen dann gleich klingen, aber über das Gehörte ist man sich oft einig. Wie einzelne Aspekte dann jeder für sich gewichtet ist wieder eine andere Sache.

Ich habe zum Beispiel herausgefunden, daß für mich eine Ausgewogenheit zwischen tiefen und hohen Frequenzen wichtig ist. Eine Anlage, bei es am Fundament fehlt, nervt mich auf Dauer und erzeugt Streß.

Wobei ich auch sagen muß, daß ich zwar sensitiv auf Klangänderungen reagiere, aber analytisch schnell die Unterschiede zu benennen fällt mir oft schwer. Unter Druck in einer Gruppe kann ich das nicht gut, dazu brauche ich oft Tage und Wochen, dann schält es sich aber klar heraus. Als Audio Entwickler könnte ich jedenfalls nicht sehr effizient arbeiten.

Es gibt allerdings auch Ausnahmen, wie zum Beispiel mein PhonoPre, bei dem mir die klangliche Klasse unmittelbar klar war und an dem ich bis heute keinerlei Fehler oder Nachteile finden konnte.

Ob man Musik hören lernen kann? Man kann immer was dazu lernen, aber die tiefe Begeisterung dafür und die Sehnsucht danach ist angelegt, und kann höchstens geweckt werden. Sensitivität ist aber sicher eine gute Voraussetzung.

LG
Manfred
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