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Alt 17.12.2009, 16:55
lotusblüte lotusblüte ist gerade online
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Registriert seit: 10.07.2008
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Standard AW: B.M.C. CD-Laufwerk / Player mit Riemen-Antrieb

Hallo,

So, gestern traf dann mein BMC BDCD1 ein und verrichtet ab da seine Arbeit. Ich fahre ihn im Moment noch per RCA am KHV CEC HD53N und mein lieber Specht, das geht ab von den leisesten Tönen bis zu lauten Tönen. Da ich ja meinen HD53N Netzteilmäßig aufgerüstet hatte, kommt dies nun verstärkt im Lautsprecherbetrieb der Dynaudio zu gute. Mehr Kontrolle und definiertes Fundament untenrum, einfach mehr Schwärze.

Hatte grad Sara K mit ihrer Klampfe live abgefeuert und es ist unwahrscheinlich, wie kontrolliert das Ganze abläuft und gleichzeitig wie locker. Selbst bei für meinem Zimmer überhöhter Lautstärke bleibt es ein Hochgenuß fürs Ohr, kein Gramm Stress, obwohl die Gitarrenriffs mit einer Griffigkeit abgezogen werden, daß es nicht mehr feierlich ist. Pure Energie macht sich da im Zimmer breit. Es ist, wie wenn die gute Sara mit ihrer Klampfe im Zimmer zu Werke geht.

Mann, ich mag das so, das hat was von live, von Direktheit, unverblümt und dennoch in sich völlig streßfrei und angenehm. Ich würde sowas als "glaubwürdig stattfindende Aktion" bezeichnen. Und der BDCD1 ist verdammt schnell, rhytmisch präzise - im Hintergrund läuft dieses Schweizer Uhrwerk. Das hatte mich von Anbeginn an fasziniert. Ich weiß nicht, wie Candeias das hinbekommen hat. Dieses Uhrwerk ist genau das, was man vom Standard CD Betrieb so nicht bekommt. Der spielt so locker aus einer irren Ruhe heraus mit absolut stabilem Fundament, daß es mich wieder einmal um so mehr an klasse analoge Dreher erinnert. Dies ist eben auch der Punkt, der richtig gute analoge Dreher vom Standard Laufwerk unterscheidet, die weit mehr Zappelligkeit ins Klangbild bringen.

Kräftige Paukenanschläge bis hin zur großen Trommel zeigen sich mit einer in sich geballten Ladung für den Moment, das explodiert ganz kurz, um im nächsten Moment auch schon wieder weg zu sein.

Ne, ich kann nur sagen, aus jedem Blickwinkel heraus, über das Tonale braucht man gar nicht zu reden, da völlig im Lot, wenn sich jemand für seine CD Wiedergabe etwas gutes tun will, dieses Thema für alle Musik angefangen von dreckigem 60er Jahre Rock, über triefendsten Blues, bis hin zum ganz komplexen Orchesterwerk als erledigt sehen will, dann soll er zu dieser Maschine greifen. Bei den ersten drei Takten ist das Ganze sowas von klar, schlüssig in sich, daß auf Anhieb das Gefühl entsteht, Fragen jedweder Art, die werden niemehr entstehen.

Es ist einfach schlechthin eine Musikmaschine, das trifft das Ganze am besten.

Nun werde ich noch den Player per XLR mit dem HD53N verbandeln und gleichzeitig aus ihm per RCA in den beyerdynamic A1 gehen, da ich auch dort das Frontendsignal für den KH Betrieb am A1 benötige. Man kann mit dem BDCD1 beide Ausgänge gleichzeitig nutzen - bedeutet keinerlei verluste. Mir hilft es super, da ich gleichzeitig zwei Verstärker anzusteuern habe. Ich hatte dieser Sache auch auf den Zahn gefühlt, ob sich durch den betrieb nicht doch ein klanglicher Verlust bieldet. Nichts - der BDCD1 macht das ganz souverän mit seinen Ausgängen.

Gruß,
Otwin
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