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KH - Otwins Kopfhörer Olymp Hier ist der Bereich, in dem sich IKL freie Hörer über höchstwertiges Equipment austauschen können.

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  #161  
Alt 28.07.2017, 13:56
goodnews goodnews ist offline
 
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Janus

Welche Bezugsgrösse ist der Massstab , der auf der Aufnahme
oder die des eigenen Hörraumes .

Mit sehenden Auge unterleigt man der Suggestion
schon das Abspielen eines Live Mitschnitt, ohne oder mit Bild , suggeriert eine andere Dimension die in keinsterwesie der Realität entspricht.

Die von dir propagierte Konditionierung unterliegt der Willkür.

Für den Sehsinn ist es völlig irrelavant ob ich von 3 m auf einen 65" TV oder in 30 cm Abstand auf ein iPad , den Film schaue.

Es gibt was das räumliche Hören betrifft von Dabringhaus & Grimm tolle CD Aufnahmen , in der die Position der einezlenen Instrumente erläutert wird und diese " Krücke " sollte völlig ausreichen .

Einmal gelesen und Augen geschlossen
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  #162  
Alt 28.07.2017, 15:06
lotusblüte lotusblüte ist gerade online
 
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Zitat:
Zitat von Janus525 Beitrag anzeigen

Das Hören über KH mit geschlossenen Augen halte ich für nicht zweckmäßig, vor allem wegen des (ich erwähnte es schon) fehlenden Bezugsrahmens. Das Gehirn konstruiert dann irgendwelche Größen und Abstände, und wer einfach nur versucht sich vorzustellen dort vorne wäre eine große Bühne wird meist scheitern; das Gehirn durchschaut diesen Schwindel...

Warum also nicht mit offenen Augen hören und auf das schauen worauf wir beim Hören über Lautsprecher auch sehen...? Und hier liegt die eigentliche Krux: Denn das, was die allermeisten HiFi-freunde dabei sehen - also im Regelfall eine Wand mit einer davorstehenden HiFi-Anlage - ist alles andere als dazu geeignet, eine Kollision zwischen dem was gesehen und dem was gehört wird zu vermeiden. Um die Vermeidung dieser Kollision geht es mir. Aber wie gesagt, das wird Gegenstand eines eigenen Threads werden.



Viele Grüße: Janus...
.
Das sehe ich nicht so, unabhängig davon, ob mit geschlossenen Augen vor der Anlage oder per KH. Das Hören mit geschlossenen Augen vor einer Anlage funktioniert, was die Ortung anbelangt, genau so gut, wie mit geöffneten Augen. Das liegt einfach daran, dass das zu Lokalisierende (Stimme, Instrument) vor einem entsteht. Es ist auch ganz egal, ob das Ereignis vor einem dabei eine tatsächlich existierende Person ist oder selbige Person als Kanalmix zwischen rechts und links beispielsweise in der Mitte hinter den LSP auftaucht. Lass doch mal eine Person in einem Raum 2m vor dir sprechen. Ist die Lokalisation dieser Quelle dann mit geschlossenen Augen ein Problem? Wir reden an der Stelle jetzt nicht davon, was bei der echten Person alles tonal nochmals echter wirkt - es geht um's Prinzip. Ich habe mein Leben lang vor meinen LSP-Anlagen beim Hören die Augen geschlossen, nicht weil ich das Geschehen hinter den LSP mit geöffneten Augen schlechter am Punkt festmachen könnte sondern, weil mit geschlossenen Augen der Ablenkungsprozess kleiner wird - die Augen versuchen automatisch immer "auf Reisen zu gehen" sprich, alles zu verarbeiten, was sie erspähen. Das bedeutet dann, dass nicht nur das vor einem auftauchende Orchester erfasst wird sondern auch die Zimmereinrichtung (Bilder, Pflanzen, Gegenstände, die Gerätschaft der Anlage selbst usw.)

Wenn "du" als Schallquelle ein Ereignis hast, das bereits real vor dir passiert, was ja sowohl bei einem echten Instrument genau so gegeben wäre, wie beim Impuls der Anlage - Beides passiert in Entfernung vor einem - ist das Hören mit geöffneten Augen völlig problemlos. Es entspricht der natürlichen Wahrnehmung.

Per KH ist das eine ganz andere Hausnummer, weil es zunächst dieses reale von vorne so nicht gibt. Rein physikalisch gesehen, gibt es da zunächst keinen Kontrabass, der real vor einem steht. Bei der Anlage stünde der vor einem - demnach kann man auch da drauf schauen.

Was nützt es mir denn nun, wenn ich parallel zur Musik per KH vor mir auf einen Bildschirm schaue? Was läuft denn dann vor mir visuell ab? Das gleiche, wie das, was ich höre?

Sieh mal, IKL frei Hören, bedeutet in unserem Fall schon, dass es sich dabei um die jeweilige Aufnahme handelt. Wenn ich Bruckner's Erste höre, dann möchte ich auch genau diese Aufnahme aus dem Kopf bekommen. Genau deren Konzertraum + Orchester soll sich vor mir aufbauen. Es geht doch nicht darum, dass ich eine Orchesteraufnahme per KH höre und vor mir läuft dann irgendwas anderes auf einem Bildschirm ab, dass mir lediglich helfen sollte, generell Impulse aus dem Kopf heraus mit etwas in Einklang räumlich zu bringen, was dem Gehörten in keinster Weise entspricht. Manchmal glaube ich, dass es einigen Personen gar nicht darauf ankommt, ob sich per KH am Ende ein Orchester genau vor einem so greifbar wahrnehmen lässt, wie das Ganze bei wirklich guter Anlage und gutem Raum möglich ist sondern dass es nur darum geht, Impulse zunächst aus dem Kopf zu bekommen, egal ob die dann von oben her schwirren oder von hinten ...

Bleiben wir doch mal bei unserem geliebten Clapton unplugged, weil es recht einfach ist. Der sitzt nun mit seiner Klampfe von mir aus mittig vor einem, ein Stück hinter den Lautsprechern. Wie viel da räumlich umgesetzt wird, hängt von der Anlagegüte komplett und dem Raum ab. Unabhängig davon ist klar, um was es geht. Man kann bei wirklich guter Umsetzung also locker dem Herrn die Hand reichen, weil man sieht (egal, ob mit geöffneten oder geschlossenen Augen), wo er seinen Platz hat.

Wenn ich nun das Ganze per KH gebe, dann sollte die Wiedergabe räumlich prinzipiell genau das Gleiche machen. Hier auch wieder was die Dimensionen anbelangt abhängig von Anlage und natürlich KH-Modell, KH-Prinzip. Es geht mir dabei nicht darum, ob je nach Anlage Clapton 1,5m hinter den LSP auftaucht oder 2m. Das wird je nach Raum und LSP immer etwas unterschiedlich ausfallen. Auch beim KH wird die Entfernung vor der Stirn bis zu ihm unterschiedlich je nach Modell ausfallen. Das ist alles zu verkraften - ich kann mich ja auch bei einem Konzert in die fünfte - oder zehnte Reihe sitzen und damit für mich gewisse Dinge von der Dimension her etwas verändern. Das alles ändert jedoch am Prinzip nichts, um das es geht.

Insofern hat der User goodnews mit seiner Bemerkung "Um den Bezugspunkt des Lautsprecher Stereodreiecks , zum Headphone hören , geht es." aus meiner Sicht nicht unrecht. Genau darum geht es.

Ein Orchester, je nach Raum, Anlagegüte habe ich in seiner Breite und in einer gut nachvollziehbaren Tiefenstaffelung vor mir - klar bei entsprechender Aufnahme. Da gibt es genügend Klassik-Aufnahmen unserer guten Label's, die das locker darstellen. Ich sehe also, wo die Musiker sitzen - ich bekomme die Hörner super platziert, Flöte, Oboe, Fagott genau so, Trompeten, Posaunen zeigen mir ihren Platz und auch ihren größeren Abstand nach hinten, ich habe deutlich den Pulk der Kontrabässe sichtbar oder greifbar vor mir usw.

Bei ziemlich optimaler Umsetzung alles kein Problem - das geht locker erkennbar, ob mit offenen oder geschlossenen Augen.

Und genau so soll sich das dann auch vor einem mit guter Distanz zum Kopf hin aufbauen. Auch dort müßte ich die einzelnen Instrumente an ihren Plätzen genau so erkennen, wie mit der Anlage. Nicht irgendein Wirrwarr am Ende - eine Oboe erklingt plötzlich von oben oder die Bässe spielen hinter dem Kopf. Nein. IKL frei Hören bedeutet nichts anderes, als den Eins zu Eins Aufbau, so, wie man ihn gemäß meinem Anlagebeispiel vor sich hat.

Wem das so gelingt, der kann sich auch den Hörer aufziehen, legt sich ein Orchesterwerk ein, lässt sich die Bühne darstellen und schaltet zwischendurch mal, wenn die Möglichkeit besteht, zwischen LSP-Betrieb und Kopfhörer um. Er wird schnell merken, dass der Aufbau per LSP genau der gleiche ist, wie der, der per KH vor einem entsteht. Es geht schließlich um die gleiche Aufnahme und damit um die gleiche Information, die der Aufnahme zu Grunde liegt.

Das einzige, was zu tun ist, ist gemäß den ganzen vorliegenden Informationen, per KH, das gesamte Orchester samt Konzertraum vor einen zu bekommen.

Bei der Aufnahme, egal ob per Kunstkopf oder mit zwei Mikrofonen (lassen wir die Unterstützung mal außer acht) sind wir im Prinzip diese Mikrofone. Auch bei einem Kunstkopfverfahren, dass das Außenohr, die Kopfseite sowie die Schultern mit einbezieht, gelangt der Schall am Ende per KH genau so direkt seitlich ins Gehör wie ohne Kunstkopf. Der Kopf wird also anhand von Informationen am Ende immer mit der Aufgabe bemüht werden, aus diesen Informationen heraus das eigentliche Geschehen nach vorne zu transportieren bzw. noch besser, es dort entstehen zu lassen. Es muss dann aber auch komplett vor einem stattfinden, eben wie mit gleicher Aufnahme über die Lautsprecheranlage vor einem im Zimmer. Nur wenn das so gänzlich locker funktioniert, hat man, was den Aufbau anbelangt, eine 1 zu 1 Darstellung.

Und da bin ich halt laut meiner Erfahrung der Meinung, dass das am besten mit geschlossenen Augen funktioniert, wenn möglich sogar im abgedunkelten Raum, beispielsweise abends mit wenigstens dezenter Beleuchtung. Je weniger das Auge bemüht wird, um so besser die Konzentration. Der nötige Bezug, um das zu schaffen, liegt meiner Meinung nach nicht darin, dass jedesmal vor einem etwas visuell passieren muss, sonst wäre ein Orten mit geschlossenen Augen unmöglich sondern darin, aus der vorhandenen Information unserer Software das visuell entstehen zu lassen, was bereits da ist.

Gruß,
Otwin
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Geändert von lotusblüte (28.07.2017 um 15:32 Uhr).
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  #163  
Alt 28.07.2017, 17:10
lotusblüte lotusblüte ist gerade online
 
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Zitat von Janus525 Beitrag anzeigen

Das Hören über KH mit geschlossenen Augen halte ich für nicht zweckmäßig, vor allem wegen des (ich erwähnte es schon) fehlenden Bezugsrahmens. Das Gehirn konstruiert dann irgendwelche Größen und Abstände, und wer einfach nur versucht sich vorzustellen dort vorne wäre eine große Bühne wird meist scheitern; das Gehirn durchschaut diesen Schwindel...

Viele Grüße: Janus...
.
Hi,

Da will ich noch mal drauf eingehen. Das Gehirn konstruiert m.M nach nicht irgendwelche Größen und Abstände und es geht auch nicht darum, sich irgend eine Bühne dort vorne vorzustellen. Alles, was Größe, Abstände, Zeiten anbelangt, befindet sich bereits auf der Aufnahme. Das ist auch nicht anders in Bezug auf die LSP-Wiedergabe zu sehen. Klar kann ich je nach Raumgröße, Lautsprechergröße, eine größere Bühne erzeugen, die Instrumente körperlich größer gestalten - der Schnitt jedoch oder das Verhältnis ändert sich dadurch nicht. Habe ich es mit einem "kleinen" Monitor zu tun, wird eine Jennifer Warnes in ihrer wahrgenommen Größe kleiner oder zwergenhafter ausfallen, als über eine mannshohe Standbox. Das ist ja bekannter alter Kaffee. Ein Kopfhörer aus der unteren Liga wird ebenfalls weniger Erwachsensein demonstrieren als ein erstklassiges Produkt.

Das sind aber alles Dinge, die begreifbar und nachvollziehbar sind. Der Verfechter eines kleineren, dennoch qualitativ erstklassigen 2 Wege Monitor's wird es wissen, aber ohne Probleme mit dem physikalisch kleineren leben können, weil der Rest sich nicht verändert. Der Aufbau (beispielsweise: Sänger, Piano, Schlagzeug, Kontrabass) bleibt vor ihm der gleiche, nur alles etwas kleiner.

Setz dich doch mal vor das Orchester in die erste Reihe. Dann werden die 15m Breite gigantisch - du hast sie direkt vor der Nase. Nun setz dich 20m vom Orchester weg. Dann könntest du mit ausgestreckten Armen ein relativ kleines Dreieck bilden, um das gesamte Orchester in seiner Breite zu umfassen.

Es gibt Nahfeldhörer, die sehr dicht an der Grundlinie sitzen und es gibt Leute, die 3m oder 4m weg von ihren LSP sitzen. Das alles sind ganz unterschiedliche Positionen, aber ich hätte dennoch in beiden Fällen immer das gleiche Orchester und den gleichen Aufbau vor mir. Ich entscheide mich lediglich dafür, was mir persönlich mehr bringt.

Bei entsprechender Anlagegüte und einer entsprechenden Erfahrung mit ernster Musik braucht das Gehirn nichts zu konstruieren sondern wird sich dem bedienen, was die Aufnahme an Information bietet. Und dann wird es sich auch bezüglich Konzertraum-Größe, Orchester-Größe der Info bedienen, die bereits gegeben ist und sich dem widmen, was der jeweilige KH daraus dimensional macht. Nichts anderes passiert nämlich bei der LSP-Wiedergabe.

Es gibt hier kein Zufallsprodukt oder irgendwas, was man sich zurechtspinnt. Und es gibt auch keinen Schwindel. Es gibt Information für den Kopf und die auszuwerten ist die Aufgabe.

Gruß,
Otwin
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Geändert von lotusblüte (28.07.2017 um 17:19 Uhr).
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  #164  
Alt 28.07.2017, 17:43
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Hallo Otwin

zwei Begriffe wollen nicht so recht bei mir auf die Verständniss Ebene kommen .

Ernste Musik und die Raum ( Hörraum ) in Raum (vermeintlich auf dem Tonträger ) Projektion .
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  #165  
Alt 28.07.2017, 18:11
lotusblüte lotusblüte ist gerade online
 
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Zitat:
Zitat von goodnews Beitrag anzeigen
Hallo Otwin

zwei Begriffe wollen nicht so recht bei mir auf die Verständniss Ebene kommen .

Ernste Musik und die Raum ( Hörraum ) in Raum (vermeintlich auf dem Tonträger ) Projektion .
Hallo,

Sei mir da nicht böse, aber bezüglich dem ersten Teil mit der ernsten Musik, ist es mir echt zu zeitaufwendig, das Ganze weiter zu erörtern. Ich denke, im Sinne eines Eigen-Konsums wie auch dem inneren Streben danach, sich im Sinne schöner Musik wie auch audiophil ausgelegter Musik, sich der Sachen anzunähern, die am Ende auch etwas mit der Fähigkeit zu tun haben, IKL frei zu hören, erörtert sich das Ganze von allein. Das noch weiter zu erörtern, warum, weshalb und wie das eine mit dem anderen zusammenhängt, führt zu weit, wird am Ende falsch verstanden, da solch eine Ausführung zu tief in das persönliche eingreift. Das lassen wir lieber des guten Frieden Willen.

Weißt du, man kann niemanden zur Klassik verdammen - das muss schon freiwillig aus einem selbst raus wachsen. Man kann niemanden dazu verdammen, in einer KH-Wiedergabe grundsätzlich eine größere Ausbeute gegenüber LSP-Wiedergabe zu sehen - das muss sich schon selbst entwickeln. Wie oft hört man das Argument: Wenn ich abends nicht mehr laut machen kann, greife ich zum Kopfhörer. Was ist das, außer dem Bekenntnis, dass der Lautsprecher doch noch die Nummer 1 darstellt.

Wenn wir uns dann über ein Thema der IKL freien Wiedergabe unterhalten, müßte man erst mal klären, mit wem man es als Gesprächspartner zu tun hat und wie wichtig ihm wirklich KH-Hören ist. Genau so verhält es sich auch mit dem Begehr auf E- oder U-Musik. Wo liegen denn wirklich die Gene, was erreicht einen am meisten, ungezwungen, frei aus der Seele? Und wie wichtig ist einem eine Wiedergabe, der natürliche Instrumente zu Grunde liegen?

Das alles ist so komplex und wird durch die unzähligen Sound-Vorlieben einer breiten Schicht nicht gerade positiv unterstützt, was den wirklichen Begehr spiegelt. Soll ich jemandem sagen, dass, wenn er seine Sinne in den Jahren nicht über E-Musik geschärft hat, er ungeeignet ist, um an ein solch schwieriges Thema eines IKL freien Hören heran zu gehen? Das geht nicht, weil im selben Moment ein Streit entsteht. Deshalb lassen wir das. Da soll jeder für sich entscheiden, wie wichtig ihm das ist und was er für sich als KH-Wiedergabe-Highlight wahrnimmt. Ich hab da einfach keinen Bock mehr auf die Hunderste Erklärung, wie das eine mit dem anderen zusammenhängt.

Bezüglich der zweiten Bemerkung, formuliere das bitte anders. Ich kann so nicht verstehen, was deine eigentliche Frage ist bzw. zitiere die Stelle in meinen Zeilen, die dir Probleme bereitet. Dann kann ich das sicher besser verstehen.

Gruß,
Otwin
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Geändert von lotusblüte (28.07.2017 um 22:26 Uhr).
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  #166  
Alt 28.07.2017, 22:33
Janus525 Janus525 ist offline
 
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Zitat:
Zitat von lotusblüte Beitrag anzeigen
Setz dich doch mal vor das Orchester in die erste Reihe. Dann werden die 15m Breite gigantisch - du hast sie direkt vor der Nase. Nun setz dich 20m vom Orchester weg. Dann könntest du mit ausgestreckten Armen ein relativ kleines Dreieck bilden, um das gesamte Orchester in seiner Breite zu umfassen....()...Es gibt hier kein Zufallsprodukt oder irgendwas, was man sich zurechtspinnt. Und es gibt auch keinen Schwindel. Es gibt Information für den Kopf und die auszuwerten ist die Aufgabe. Gruß, Otwin
Richtig Otwin...! Es gibt Informationen für den Kopf, und die auszuwerten ist die Aufgabe (des Gehirns). Und genau das angemessen zu bewerkstelligen gelingt jenen Hörern nicht, bei denen sich die Musik im Kopf abspielt. Ist man nämlich beim Konzert zugegen ergibt sich das von Dir beschriebene Dreieck in erster Linie durch die Platzwahl. Hörer die unter IKL leiden können sich diesen Platz aber nicht aussuchen. Sie hören von dem Platz aus der ihnen von ihrem Gehirn zugewiesen wird. Sich davon zu befreien ist Ziel und Aufgabe des von mir beschriebenen Trainings. Und zwar so lange bis das Gehirn meinen Willen akzeptiert in welcher Reihe ich sitzen möchte..., und nicht welchen Platz es mir aufzwingt.

Viele Grüße: Janus...
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  #167  
Alt 28.07.2017, 22:55
Janus525 Janus525 ist offline
 
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Die von dir propagierte Konditionierung unterliegt der Willkür.
Genau genommen ja, nämlich meiner Willkür..., oder besser gesagt meinem Willen. Wenn ein realer Sänger 5 Meter vor mir singt, dann habe ich eine klare Vorstellung davon wie groß er (in etwa) ist und wie laut er (in etwa) singt. Da, genau an der Stelle, will ich ihn auch bei der Wiedergabe über Kopfhörer bei vergleichbarer Lautstärke haben.

Wenn dort gar kein Sänger steht, und sich die Wiedergabe bei manchen plötzlich wieder im Kopf abspielt, dann ist das Gehirn für diese Art von Wiedergabe per KH "falsch" oder nicht konditioniert. Es interpretiert wie es ihm beliebt, und nicht wie es der Realität entsprechen würde.

Würde sich bei genau derselben Aufnahme und bei identischer Lautstärke der Sänger dort vorne hinstellen und nur tonlos mitsingen, wäre es für den Hörer mit dem KH unmöglich ihn im Kopf zu orten. Seine Augen sagen ihm unmissverständlich wo genau der Sänger steht und singt. Das Gehirn hätte gar keine Chance ihm einen anderen Platz als jenen dort vorne zuzuweisen. Warum...? Weil der Sehsinn den Hörsinn massiv dominiert.

Schließt der Hörer beim Hören über KH nun die Augen, dann schwupps..., entsteht die Stimme plötzlich wieder in seinem Kopf statt mehrere Meter vor ihm. Das Gehirn ist also (für diese Situation) falsch programmiert, es kommt zu unschönen Fehlinterpretationen die beseitigt werden müssen wenn jemand seine IKL verlieren will. Und das geht nun mal nicht von heute auf morgen, sondern ist ein Prozess in dem das Gehirn zunächst einmal lernen muss Interpreten dort zu verorten, wo sie üblicherweise agieren, nämlich auf einer Bühne oder in einem Studio, mehrere bis etliche Meter vor dem Hörer.

Viele Grüße: Janus...
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  #168  
Alt 28.07.2017, 23:24
lotusblüte lotusblüte ist gerade online
 
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Hallo Janus,

super. Das ist genau das, was ich liebe. Nun sind wir nicht der gleichen Meinung, aber du du bringst richtig gute Argumente. Und genau das ist das Salz in der Suppe für ein wichtiges Thema. Kontrovers diskutieren, ruhig unterschiedlicher Meinung sein, am Ende aber etwas wichtiges zu einem wichtigen, schönen Thema beizutragen.

So sollte es immer laufen. Weiter so.



Gruß,
Otwin
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Geändert von lotusblüte (28.07.2017 um 23:32 Uhr).
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  #169  
Alt 28.07.2017, 23:36
Janus525 Janus525 ist offline
 
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Zitat von lotusblüte Beitrag anzeigen
1.)...weil mit geschlossenen Augen der Ablenkungsprozess kleiner wird - die Augen versuchen automatisch immer "auf Reisen zu gehen" sprich, alles zu verarbeiten, was sie erspähen. Das bedeutet dann, dass nicht nur das vor einem auftauchende Orchester erfasst wird sondern auch die Zimmereinrichtung (Bilder, Pflanzen, Gegenstände, die Gerätschaft der Anlage selbst usw.)..

2.)... Was nützt es mir denn nun, wenn ich parallel zur Musik per KH vor mir auf einen Bildschirm schaue? Was läuft denn dann vor mir visuell ab? Das gleiche, wie das, was ich höre?

3.) Wenn ich nun das Ganze per KH gebe, dann sollte die Wiedergabe räumlich prinzipiell genau das Gleiche machen. Hier auch wieder was die Dimensionen anbelangt abhängig von Anlage und natürlich KH-Modell, KH-Prinzip. Es geht mir dabei nicht darum, ob je nach Anlage Clapton 1,5m hinter den LSP auftaucht oder 2m. Das wird je nach Raum und LSP immer etwas unterschiedlich ausfallen. Auch beim KH wird die Entfernung vor der Stirn bis zu ihm unterschiedlich je nach Modell ausfallen. Das ist alles zu verkraften - ich kann mich ja auch bei einem Konzert in die fünfte - oder zehnte Reihe sitzen und damit für mich gewisse Dinge von der Dimension her etwas verändern. Das alles ändert jedoch am Prinzip nichts, um das es geht. Gruß, Otwin
Zu 1.) Völlig richtig...! Deshalb gehören da weder Bilder, Pflanzen, irgendwelche Gegenstände, die Gerätschaft, und erst recht keine Wand ins Blickfeld, hinter der die Interpreten scheinbar agieren. Sich alles Störende/Ablenkende "wegzudenken" zu müssen ist für das Gehirn eine enorme Anstrengung bei der Imagination des angestrebten musikalischen "Bildes". Trotzdem sollte mMn der grundsätzliche Bezugsrahmen durch den Raum bestehen bleiben, so wie er nun einmal ist. Warum dann im anderen Thread, wird aber noch etwas dauern.

Zu 2.) Aber nur bei einem Menschen der nicht unter IKL leidet unterscheidet es sich nicht. Für IKL-Betroffene macht es einen gewaltigen Unterschied in ihrer Wahrnehmung (im Sinne von Lokalisation) ob sie auf den Bildschirm schauen oder nicht. Sie hören grundsätzlich dasselbe..., aber an einem völlig anderen Ort der ihnen von der visuellen Wahrnehmung aufgeprägt wird.

Zu 3.) Das wird für Dich bestimmt so zutreffen und für mich gilt es auch. Das ändert allerdings für einen IKL-Betroffenen alles, weil seine IKL ihn zwingt die Dinge an einem Ort zu hören den es realiter nicht gibt: Innerhalb des eigenen Kopfen.

Aber ich denke diese Hinweise sollten erstmal reichen. Was ich vorgeschlagen habe (Nachrichtensprecher, Fernseher oder Laptop, Lautsprecher etwas abseits stehend, kann ja jeder für sich selber ausprobieren und herausfinden, wie sehr sein Hören vom Gesichtssinn dominiert wird oder nicht. Verortet er die Stimme des Nachrichtensprechers immer bei dessen Mund, ganz gleich wo sich die Lautsprecher tatsächlich befinden und wo die Stimme eigentlich verortet werden müsste, dann kann ich ihm nur dringend empfehlen sich mit der Thematik: "Das Auge hört mit..." intensiv zu beschäftigen.

Viele Grüße: Janus...
.
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  #170  
Alt 28.07.2017, 23:43
Janus525 Janus525 ist offline
 
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Zitat:
Zitat von lotusblüte Beitrag anzeigen
Und genau das ist das Salz in der Suppe für ein wichtiges Thema. Kontrovers diskutieren, ruhig unterschiedlicher Meinung sein, am Ende aber etwas wichtiges zu einem wichtigen, schönen Thema beizutragen.Gruß, Otwin
So konstruktiv wie Du das ja auch machst... Und nein, man muss nicht immer einer Meinung sein, man kann sich auch "zweinigen". Zu 100% Deiner Meinung...!

Viele Grüße: Janus...
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