open-end-music-professional  

Zurück   open-end-music-professional > Audiotechnik und Hörkultur > Geräte zur Klangmanipulation
Startseite Registrieren Hilfe Benutzerliste Kalender Alle Foren als gelesen markieren

Geräte zur Klangmanipulation In diesem Forum geht es um Hardware zur Klangbeeinflussung

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 21.10.2015, 21:23
fidelio fidelio ist offline
 
Registriert seit: 18.10.2015
Beiträge: 403
Standard Audioquest Jitterbug, Oppo HA2, Grado PS1000e

Hallo zusammen,

heute habe ich erstmalig Klangeindrücke mit dem Audioquest Jitterbug in Verbindung mit einem Oppo HA2 und dem Grado PS1000e gewinnen können.

Nachdem ich bereits vor einigen Tagen den Jitterbug in Kombination mit meinem iMac, einem Chord-USB Kabel, dem Meridian Director DAC, Nordost White Lightning Kabel, Questyle CMA800R und dem Sennheiser HD800 getestet hatte, viel das Ergebnis doch eher ernüchternd aus: Klangunterschiede waren zwar feststellbar, bewegten sich aber eher in kleinen Dimensionen und waren zudem mit einigen Vor- und Nachteilen verbunden.

Der räumliche Eindruck nahm zwar leicht zu, leider bei einem gleichzeitigen Verlust an Basspräzision und einem ausgedünnten Grundton. Dazu gesellte sich eine leicht diffuse Abbildungsschärfe, was mich schlussendlich dazu veranlasste, die „Versuche“ relativ schnell wieder abzubrechen. Sollte es das schon gewesen sein?

Aber gut möglich, dass für dieses doch eher bescheidenen Ergebnis der verwendete DAC verantwortlich war. Die speziellen Apodizing Filter von Meridian könnten vielleicht die Ursache dafür sein. Also doch noch eine Chance für den kleinen Jitterkiller?

Ich entschloss mich, das Experiment zu wiederholen. Aber jetzt mit einer „mobilen“ Ausrüstung.

Als „Abhörmonitor“ schien mir diesmal der PS1000e von meinen Hörern am Besten geeignet. Denn diese wahre Meisterleistung von Grado fungiert geradezu als „akustische Lupe“. Mobile Zuspieler waren ein iPad3 verbunden über ein Audioquest Cinnamon Digitalkabel und dem Oppo HA2 DAC/KHV.

Der Oppo ist tendenziell, bedingt durch den zur Analytik tendierenden Sabre-Chip, eher hell timbriert, harmoniert im Normalfall also nicht optimal mit dem PS1000e. Denn dieser Kopfhörer ist in der Lage, sowohl schlecht aufgenommene Musikkonserven, als auch jegliche Schwäche in der Wiedergabekette gnadenlos aufzudecken.

Umso überraschter war ich über das „Zwischenschalten“ des Jitterbugs!

Die Räumlichkeit, welche man nicht unbedingt als Stärke von mobilen KHV bezeichnen kann, nimmt deutlich zu. Beteiligte Instrumente und Personen werden in ein realistischeres Größenverhältnis zueinander gesetzt. Gesangsstimmen werden nicht zu groß dargestellt und können in der Mitte besser lokalisiert werden, besitzen so mehr Fokussierung. Sibilanten sind außerdem frei von jeglicher Schärfe. Die Wiedergabe erhält eine insgesamt wärmere Abstimmung, perfekt in der Kombination mit dem großen Grado.

Überhaupt „entspannt“ sich das gesamte Klangbild, wodurch meiner Meinung nach ein wesentlich stressfreieres Langzeithören ermöglicht wird. Für einen „Klangoptimierer“ zum Preis von gerade einmal 50 Euronen geradezu ein Schnäppchen.

Klare Empfehlung also von meiner Seite!

Ich hoffe, ich konnte vielleicht den Einen oder Anderen zu einem "Selbstversuch" bewegen...
Miniaturansicht angehängter Grafiken
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Versuchsaufbau.jpg
Hits:	194
Größe:	70,0 KB
ID:	10918  

Geändert von fidelio (21.10.2015 um 21:59 Uhr).
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 22.10.2015, 07:09
LOSAMOL
 
Beiträge: n/a
Standard

Servus...wo bitte schön, gibt es einen PS1000e mit schwarzen Metallgehäuse? Leider geil...Lg. Christoph
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 22.10.2015, 11:02
fidelio fidelio ist offline
 
Registriert seit: 18.10.2015
Beiträge: 403
Standard

Hallo Christoph,

...liegt (leider) nur an der Belichtung, er hat das bekannte Chromfinish...

LG
Wolfgang
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 22.10.2015, 11:37
Lausch_Apparat Lausch_Apparat ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 12.07.2015
Beiträge: 127
Standard

Da ich auch mit dem Gedanken spiele, dieses Kästchen einmal auszuprobieren - danke für den interessanten Test.

Konntest Du auch Quervergleiche mit den Kopfhörern machen? Wie klingt der Grado in deiner ersten Konstellation bzw der Senni in der zweiten?
Liegen die unterschiedlichen Ergebnisse wirklich im dac begründet oder eher in der unterschiedlichen Klangstruktur der Kopfhörer?

LG
Chris

Geändert von Lausch_Apparat (22.10.2015 um 11:40 Uhr).
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 22.10.2015, 21:30
fidelio fidelio ist offline
 
Registriert seit: 18.10.2015
Beiträge: 403
Standard

Hallo Chris,

dass erstgenannte Problem scheint tatsächlich seine Ursache in der Arbeitsweise des Meridian DAC zu haben, bei einem vergleichsweise angeschlossenen Moon 300d v.2 war die sehr viel entspanntere Wiedergabe über den Audioquest wieder zu beobachten.

Die positiven Effekte machen sich im Übrigen bei allen Hörern bemerkbar. Aber natürlich spielen de Klangsignaturen auch eine entscheidende Rolle. Bei meinem LCD2F waren die Veränderungen aufgrund der eher dunkleren Abstimmung weniger stark ausgeprägt wie beim PS1000e.

Ich denke, dass insbesondere Hörer mit einem helleren Timbre vom Jitterbug profitieren können.

LG
Wolfgang
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 30.12.2015, 13:34
Lebensgeist Lebensgeist ist offline
 
Registriert seit: 29.12.2014
Beiträge: 406
Standard

Heute ist bei mir der Jitterbug nun endgültig aus der Kette geflogen. Das war bei mir so in etwa eine On/Off-Beziehung. Elektronische Musik (und auch Pop) macht er spürbar weicher. In den letzten Tagen habe ich viel Prog-Rock gehört. Erst habe ich gedacht, der T1.2 hat sich nun auf eine mir unangenehme Art eingespielt und betont nun Becken und Hi-Hat besonders stark. Das war so stark, dass es, sobald Becken und (offene) Hi-Hats zusammen einen Song dominieren, sehr unangenehm wurde. Auch an eine stark verjitterte Kette hatte ich gedacht. Zum Test habe ich mal wieder mit meinem N-50 gehört. Der wird direkt per LAN-Kabel, komplett ohne USB, gefüttert. Und siehe da: Alles wieder ok. Becken und Hi-Hats spielen wieder harmonisch. Dann bin ich auf die (USB) Kette mit dem Aries zurück gewechselt; nun aber wieder ohne Jitterbug. Auch alles wieder in Ordnung. Der Jitterbug kommt mir nicht mehr in die Kette. 50 Euro als Experiment aus dem Fenster geworfen (immerhin "nur"). Muss nicht für alle Ketten und Genres gelten, aber bei mir passt der Jitterbug einfach nicht. Mich würde aber mal interessieren, ob andere Forenuser Ähnliches festgestellt haben.

Grüße

Carsten
__________________
DynaVox X4000B | Pioneer A-70, N-50(K) | KEF LS 50 | Music Hall mmf 2.2 | Synology DS214+ | Auralic Aries LE + Ultra Low Noise Lineal Netzteil |
KH: Sennheiser: HD 800, Momentum (Over Ear)| Beyerdynamic: T1 (2G), T5p (2G), T70p| Audeze LCD-3 (282… F/Alcantara) |
DAC/KHV: Marantz HD-DAC1| ifi micro iDSD | Auralic Taurus MK II | Beyerdynamic A200p | Chord Mojo | Pioneer XDP-300R(S) |
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 30.12.2015, 16:15
Sam Sam ist offline
 
Registriert seit: 03.12.2008
Beiträge: 2.678
Standard

Hallo Carsten,
Auf die Art der Veränderung wie Sie mit dem Jitterbug erzeugt wird reagiere ich höchst allergisch weil dies ein auseinander reißen der Töne bedeutet. Auch werden Aussagen wie alles spiele vor einem schwärzeren Hintergrund und wird einfacher lokalisierbar und wirkt dadurch entspannter etc. etc .
Es ist die Typische Schlinge in die viele immer wieder reintreten. Klingt Ultrapräzise heißt es dann, nur die Musik selbst ist kaputt. Ein Tivoli Radio macht dann mehr Musik als die hochgezüchtete teure Anlage.
Das ist übrigens die Hauptschwierigkeit bei einer hochwertigen Kette. Die musikalische Bindung darf niemals verloren gehen, wird die angetastet kann die Kette noch so hochwertig sein das eigentliche Ziel nämlich die Wiedergabe von Musik ist dann verfehlt. Es spielen nur mehr Töne nur keine Musik.
Also sobald irgendetwas herrausgeschält wird um so in den Focus zu geraten ist immer irgendetwas faul. Oft wird dann ein Einzelschallereignis benannt welches nun angeblich deutlicher oder präziser dargestellt würde. So entstehen dann die Fehler in einer Anlage die wiederum andere Fehler nach sich ziehen bis es irgendwann heist...
Ich gabe meine teure highendanlage verkauft und mir statt dessen ein tivoli angeschafft. Endlich kann ich wieder Musik so wie früher hören.

Natürlich könnte so ein Teil in einer anderen Umgebung auch passen obwohl ich von dem Konzept nicht überzeugt bin. Fehler sollten grundsätzlich dort korrigiert werden wo Sie entstehen. alles andere ist immer Flickschusterei.

Geändert von Sam (30.12.2015 um 16:55 Uhr).
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 30.12.2015, 18:06
Lebensgeist Lebensgeist ist offline
 
Registriert seit: 29.12.2014
Beiträge: 406
Standard

Hallo Sam,

ja, man muss seine Erfahrungen machen.

Zitat:
Zitat von Sam Beitrag anzeigen
Natürlich könnte so ein Teil in einer anderen Umgebung auch passen obwohl ich von dem Konzept nicht überzeugt bin. Fehler sollten grundsätzlich dort korrigiert werden wo Sie entstehen. alles andere ist immer Flickschusterei.
Ich könnte mir vorstellen, dass User, die über zu starke Höhen z.B. aufgrund schlechter Stromversorgung klagen, durch den Jitterbug ein auf den ersten Blick verbessertes Klangbild erhalten. Aber da wären wir wieder an dem Punkt wie oben zitiert.

Grüße

Carsten
__________________
DynaVox X4000B | Pioneer A-70, N-50(K) | KEF LS 50 | Music Hall mmf 2.2 | Synology DS214+ | Auralic Aries LE + Ultra Low Noise Lineal Netzteil |
KH: Sennheiser: HD 800, Momentum (Over Ear)| Beyerdynamic: T1 (2G), T5p (2G), T70p| Audeze LCD-3 (282… F/Alcantara) |
DAC/KHV: Marantz HD-DAC1| ifi micro iDSD | Auralic Taurus MK II | Beyerdynamic A200p | Chord Mojo | Pioneer XDP-300R(S) |
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 23.04.2017, 16:50
remue remue ist offline
 
Registriert seit: 05.10.2010
Beiträge: 446
Standard Audioquest Jitterbug

meine Erfahrungen mit dem Audioquest Jitterbug waren anfänglich sehr ernüchternd, beschnitt dieser doch das Klangbild bezüglich der Höhen und Auflösung sehr extrem. Daher entfernte ich den Jidderbug vom USB-Kabel und steckte ihn in einen freinen USB-Anschluß. Negative Auswirkungen auf das Klangbild hatte dies erstmal keine, positive jedoch auch nicht. Nach ca. 200 Std. Einspielzeit wurde dann eine Verbesserung des Klangbildes hörbar, wobei ich diese auf maximal 5% einstufen würde.

Gruß, remue
__________________
Equịpment:
Myro Xamboo, Sauermann-Endstufen, M2 Tech Young, PC Win 10, Jplay, Fidelizer 7.6, Silberkabel in eigener Herstellung. Modifikation mit Biophotone.

http://remue-audio.de/

http://remue-audio.de/kopfhoerer-modifikation/
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 24.04.2017, 09:31
molto molto ist offline
 
Registriert seit: 17.11.2015
Beiträge: 288
Standard

was ihr alles so hört
Mit Zitat antworten
Antwort


Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Biete: Audioquest Jitterbug (2x) Fujak Audiogeräte und Zubehör 1 18.07.2016 21:01
Biete: Audioquest Jitterbug, 30€ HenSch Audiogeräte und Zubehör 1 04.04.2016 20:36
Grado PS1000e Sam Audiogeräte und Zubehör 1 11.03.2016 18:56
Grado Ps1000e, Oppo HA2 und Audioquest Jitterbug fidelio Audiophile Kopfhörer 14 14.11.2015 19:42
[T/V] Grado PS1000e Bestimmer Audiogeräte und Zubehör 22 19.04.2015 21:35



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 16:42 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.6.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
Powered by vBCMS® 1.2.1 ©2002 - 2017 vbdesigns.de