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  #1  
Alt 20.11.2016, 23:29
shakti shakti ist gerade online
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 853
Standard R2R DACs

Auf Grund meiner Erfahrungen mit NOS DACs, die auf klassische R2R Dac chips setzen, zb auf den PCM 1704 Chipsatz habe ich angefangen mich nach solchen DACs umzuschauen und mir diese anhoeren zu wollen.

In der Zwischenzeit habe ich die Moeglichkeit gehabt, viele dieser DACs zu hoeren und bin von keinem dieser DACs klanglich enttaeuscht worden, ob es sich um DACs mit NOS Chipsaetzen oder um diskret aufgebaute moderne R2R DACs, die mit solcherart Chipsaetzen ausgestattete DACs spielten immer sehr natuerlich und nahe an der Musik. Zumindest so, wie ich mir Musikwiedergabe vorstelle und wuensche.

In den letzten Tagen konnte ich die folgenden DACs im Vergleich bei mir hoeren:

- Shiit Gungnir Multibit (ca 1500,-eur)
- Aqua "La Scala" optologic MKIII (ca 6000,-eur)
- Aqua Formula (ca 12500,-eur)
- Audio Note Kanada 5.1 wide band silver silver signature (ca 12500,-eur)
- Lampizator DER7 (ca 7500,-eur)
- TotalDac D1 DualDac (ca 13000,-eur) (bewusst nicht die aktuell "six" Version)

Alle 5 DACs zeichneten sich durch eine sehr aehnliche Tonalitaet aus (deshalb hatte ich auf die Einbeziehung der aktuelle D1 Six version von TotalDAC verzichtet, diese klingt mir deutlich zu analytisch)

Eine Integration in meine Kette konnte also recht leicht erfolgen, da sich alle DACs einfach und schnell eingefuegt haben.

Folgend ein paar Eindruecke zu den gehoerten DACs, die ich mir beim hoeren notiert haben, die Eindruecke versuchen die wesentlichen Charaktereigenschaften des DACs zu skizzieren.


- Shiit Gungnir


Dieser DAC hat mich zu diesem Preispunkt absolut ueberrascht, eher analytisch abgestimmt, aber mit enormer Praezision und Durchschlagskraft fuers Geld. Deutlich besser als all die Mytecs oder Audio GD's zu diesem Preispunkt, unbedingt mal anhoeren, wenn man im Segment unter 3000,- eur einen DAC sucht!
Definitv mein Preis/Leistungsgewinner in diesem Vergleich!


- Aqua La Scala optologic MKIII


Den La Scala mit seinem PCM 1704 Chipsatz habe ich schon auf vielen Messen sehr gut gehoert, um so neugieriger war ich auf den Auftritt in meiner eigenen Anlage. Leider war ich etwas enttaeuscht, hatte ich mir vom La Scala doch mehr versprochen. Das Geraet war allerdings neu und mag sich nach weiteren 100h Stunden klanglich weiter oeffnen, aber so was es klanglich blass und farblos und konnte sich nur mit Muehen vom Shiit Gungnir absetzen. Das ist mir so fuer den Preispunkt einfach zu wenig...


- Lampizator DER7

Der Lampizator DER7 spielte gewohnt dynamisch, schnell und packend mit formidabler Aufloesung, ganz klar besser als Gungnir oder La Scala, da passt dann auch der Preis, an dieser Stelle haette der Vergleich eigentlich schon aufhoeren koennen, einfach mit dem DER7 weiter der Musik lauschen.


- Aqua Formula


Habe mich dennoch, auch nach der bescheidenen La Scala Erfahrung , an den Formula gemacht und habe diesen angeschlossen, bei einem mehr als doppelten Preis (diskreter R2R Wandler) war ich dann doch zu neugierig. Und ich muss sagen, das hat sich gelohnt, der Formula war in der Lage den DER7 in allen Parametern zu schlagen, damit hatte ich so nicht gerechnet, Aufloesung, Raemlichkeit und Dreidimensionalitaet der Instrumente und Stimmen war deutlich ausgepraegter, fein das hat Spass gemacht.



- TotalDac D1 DualDac


Mit dem TotalDac habe ich mich erst ein wenig schwer getan, es gab einfach nicht das gewohnte Ausschwingen der Toene, wie ich es bei einem grossen Fluegel gewohnt bin.
Doch da dem TotalDac sehr gute Kritiken vorauseilen, habe ich mich intensiver mit dem DAC beschaeftigt und muss nun sagen, dass das Gehaeuse mechanisch wohl nicht die perfekte Loesung ist, zumindest habe ich das Geraet in ein komplettes HRS Set up integrieren muessen, um eine Ausgangsbasis fuer einen
Vergleich zu haben.

Im Vergleich spielt der TotalDac sehr ruhig und mit eher zureckhaltender Gesamtdynamik und "Geschwindigkeit", der mit ca 200 diskreten Vishay Widerstaenden aufgebaute R2R DAC begeistert aber mit einer sehr feinsinnigen und hochaufgeloesten Basswiedergabe auf der sich die Musik ruhig aufbaut. Harte Anschlaege auf einem Fluegel kommen sehr ausdrucksstark und mit vielen Klangfarben , aber im Vergleich gebremst und mit reduzierter Dynamik.

Ein interessanter DAC, der im Neupreis (aus meiner Sicht ) im Vergleich leicht ueberhoet wirkt.

Wer aber im Bassbereich tief in die Aufnahme hineinhoeren mag und mit einer ruhigen und klangfarben starken Wiedergabe zufrieden ist, mag dies evtl anders sehen.


- Audio Note Kanada (kits) 5.1 wide band silver signature


Nun kam mein HausDAC, der dann wieder die Verhaeltnisse zurecht rueckte und mir klar machte, warum ich aktuell mit diesem DAC Musik geniesse. Ein musikalischer Fluss, der mich einfach packt und mich tief in die Musik eintauchen laesst. Ich habe mit diesem DAC deutlich laenger Musik gehhoert, als mit den vorherigen, mit dem ANK 5.1 habe zumindest ich aufgehoert, die Musik in Parameter zu unterteilen und zu bewerten, einfach Musik hoeren und gut!, schade, dass mir kein Lampizator Golden Gate zur Verfuegung stand, das haette ich gerne mal wieder im unmittelbaren Vergleich gehoert.


Freue mich auf jeden Fall, dass ich in den letzten Tagen in so viele sehr gut spielende DACs reinhoeren konnte!

Gruss
Juergen
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  #2  
Alt 21.11.2016, 14:20
jororupp jororupp ist gerade online
 
Registriert seit: 25.05.2014
Beiträge: 208
Standard Kabelage

Hallo Jürgen,

mein Eindruck hinsichtlich der Nutzung von DACs ist, das diese hinsichtlich Netz- und Interconnect-Kabeln recht sensibel reagieren und ihre Performance abhängig davon schwankt, wie gut die verwendeten Kabel zum Gerät bzw. zur Anlage insgesamt "passen".

Hast Du die genannten Geräte immer mit der gleichen Verkabelung betrieben?

Mich würde auch interessieren, welche Kabel Du verwendet hast.

Gruß

Jörg
__________________
Accuphase, Linn, Musical Fidelity, Auralic, B&W, Kimber
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  #3  
Alt 21.11.2016, 14:34
shakti shakti ist gerade online
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 853
Standard

Hallo Joerg,
als Kabel habe ich die High End Silberkabel von Solidcore, die Way Audio Silver 4, sowie NBS Omega 1 extreme zur Auswahl gehabt.
Denke, dass ich damit einen guten Bereich abgedeckt habe.
Gruss
Juergen
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  #4  
Alt 27.11.2016, 12:35
jororupp jororupp ist gerade online
 
Registriert seit: 25.05.2014
Beiträge: 208
Standard DAC und Kabel

Hallo Jürgen,

danke für Dein Feedback.

Hast Du denn den Eindruck, dass die von Dir getesteten DACs unterschiedlich performt haben, je nach verwendetem Kabel?

Gruß

Jörg
__________________
Accuphase, Linn, Musical Fidelity, Auralic, B&W, Kimber
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  #5  
Alt 27.11.2016, 16:23
shakti shakti ist gerade online
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 853
Standard

@Joerg
da jeder DAC auf Kabel reagiert, haben natuerlich auch die gehoerten DACs auf die unterschiedlichen Kabel reagiert. Allerdings haben die Kabel ihre Charakteristik beibehalten, so dass ich mich letztendlich fuer das Solidcore SilberKabel zum Vergleich entschlossen habe, da ich von diesem mehrere habe. Klanglich hat mir an den Roehrendacs ansonsten auch das WAY Audio Kabel gut gefallen, an den Transistor DACs mag ich das NBS Omega Extreme Kabel ganz gerne (hat etwas mehr Grundton)

Gruss
Juergen
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