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Audiophile Kopfhörer In diesem Forum geht es um jegliche Kopfhörer

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  #21  
Alt 11.01.2017, 15:49
Janus525 Janus525 ist offline
 
Registriert seit: 14.08.2015
Beiträge: 842
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Zitat:
Zitat von HearTheTruth Beitrag anzeigen
Mir reichts auch, ziemlich nahe ans Mögliche heranzukommen, die meisten Kopfhörermodell der Gegenwart sind sowieso schon dermaßen was von Gut und Perfekt, das man es manchmal wirklich nicht versteht, das ein 500EUR.Kopfhörer klanglich so nahe an ein 3000EUR. Modell herankommt. und für diesen minimal Unterschied kann ich gut mit leben, nur den Zweitbesten Kopfhörer am Markt mein Eigen zu nennen, wenn ich dadurch 2500EUR. sparen kann, und mir am Frequenzende nur ein paar Dezibel fehlen,mal methaforisch ausgedrückt. Rolli
Hallo Rolli,

Deine Überlegungen kann ich gut nachvollziehen. Gut sind sicherlich viele Kopfhörer..., auf die eine oder andere Weise. Um den einen oder anderen "Makel" auszugleichen muss es m.E. nicht unbedingt ein besserer oder teurerer Kopfhörer sein. Als Beispiel kann ich von zwei Kopfhörern berichten die ich hier stets im Einsatz habe, dem STAX SR-L700 am Versorgungsteil SRM-006t und dem (relativ betrachtet spottbilligen) AKG-K702.

Der STAX ist dem AKG in praktisch allen Belangen haushoch überlegen, sowohl den Tragekomfort, die Auflösung, die Räumlichkeit usw. betreffend...,eigentlich in jeder Hinsicht. Allerdings gibt es einen Aspekt, bei dem ich den AKG vorziehe, und das ist die Tonalität. Klingt seltsam, nicht wahr, aber ich nehme es so wahr. Der AKG klingt einfach für mich eine Spur frischer, heller, im Gegensatz zum STAX, den ich immer eine Spur zu zurückhaltend, vor allem im unteren Mittenbereich als minimal zu voll, zu warm empfinde.

Was also tun...? Nach einem tonal etwas anders abgestimmten, ebenfalls sehr teuren KH suchen...? Ich habe das Problem anders gelöst. Mein Wandler ist mit seinem symmetrischen Ausgang durch erstklassige NF-Kabel direkt mit dem symmetrischen Eingang des STAX Versorgungsteils (Eingang 3) verbunden. Wähle ich diesen Eingang, klingt der Kopfhörer genau so wie seine Entwickler es sich vorgestellt haben und wie es vielen Hörern scheinbar gefällt.

Zusätzlich ist der Wandler asymmetrisch an das STAX-Versorgungsteil angeschlossen, ebenfalls mit erstklassigen NF-Kabeln (Eingang 1). In diese Zuleitung habe ich ein aktives Modul eingeschleift, mit dem sich der gesamte Frequenzgang um einen Drehpunkt bei etwa 60Hz. in beide Richtungen - nach oben und nach unten - sozusagen "kippen" lässt. Die typische STAX-Abstimmung bleibt dabei unveränder bestehen. Bei einer leichten "Drehung" des Frequenzganges nach oben (Anhebung bei 20kHz ca. 2dB, bei niedrigeren Frequenzen -linear- entsprechend weniger) ist der STAX tonal praktisch nicht mehr vom AKG zu unterscheiden, behält aber ansonsten alle positiven Attribute die ihm den enormen Vorsprung vor dem AKG sichern. Eine (denkbare) Klangverschlechterung durch das Modul kann ich ehrlich gesagt nicht feststellen. Zumindest ist sie - falls vorhanden - derart geringfügig, dass die tonalen Vorteile für mich überwiegen.

Mir scheint dies eine (preiswerte) Alternative zum sehr hohen Invest bei der Anschaffung eines zusätzlichen, jedoch anders abgestimmten Kopfhörers, der mit dem STAX-Hörer ansonsten qualitativ vergleichbar ist.

Viele Grüße: Janus...
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  #22  
Alt 11.01.2017, 16:40
neo171170 neo171170 ist gerade online
 
Registriert seit: 16.08.2016
Beiträge: 113
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Hallo Janus,

was ist denn das für ein Modul, von dem Du sprichst?

VG Martin
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Astell&Kern AK320 & AK380 Amp, hifiman HE1000 v2, AKG K872 (defoamed), Audeze sine & cipher Kabel, Primare I22, Totem Acoustic forest
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  #23  
Alt 11.01.2017, 17:36
maibuN maibuN ist offline
 
Registriert seit: 01.04.2013
Beiträge: 500
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Ich denke, das Phänomen ist rein psychologisch bedingt. Wenn man viel Geld für das neuste gehypte Produkt ausgibt wird es auch erstmal gut klingen. Nach einiger Zeit wird man dann aber von der Realität eingeholt. Noch mehr ist dieser Effekt bei Elektronik der Fall. Am Anfang klingt die teure Elektronik erstmal Klassen besser aber gerade wieder im Blindtest konnte ich mit mehreren Leuten nicht den allergeringsten Unterschied zwischen 20€ und 800€ Elektronik ausmachen. (Was nicht heißt, dass es keine Unterschiede gibt, möglicherweise sind wir einfach hörbehindert, will hier keinen anzweifeln der Unterschiede hört).

Zitat:
Zitat von TheDuke Beitrag anzeigen
Unterschiedliche Klangeindrücke rein aus der Erinnerung heraus zu vergleichen halte ich für extrem schwierig.

Einen Kopfhörer nach 5 Minuten zu beurteilen macht aber auch keinen Sinn. Eine Meinung/Eindruck kann sich erst langsam bilden. Gerade für die Prüfung auf Langzeittauglichkeit (Nervfaktor) bedarf es mehrere Stunden/Tage.
Grundsätzlich würde ich dir zustimmen, bin aber immer wieder zu der Erfahrung gelangt, dass der Eindruck, den ich in der ersten Minute mit einem Hörer hatte, sich auch im Langzeittest letztlich bestätigt hat. Wenn man in ruhiger Umgebung mit bekannter Musik hört, nicht auf einem Treffen oder Messe oder ähnliches und nicht vorher einen anderen Kopfhörer gehört hat, würde ich auf das Urteil in der ersten Minute extrem viel geben. Zum Beispiel beim Elear wusste ich nach ca. 15 Sekunden, dass der hier im Forum landen wird. Aber wenn ich dann wieder die ganzen positiven Berichte lese kaufe ich ihn sicher irgendwann ein zweites mal, höre ihn länger, nur um dann am Ende zum gleichen Ergebnis zu kommen
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  #24  
Alt 11.01.2017, 18:51
Chrisi65 Chrisi65 ist offline
 
Registriert seit: 01.02.2015
Beiträge: 686
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Zitat:
Zitat von TheDuke Beitrag anzeigen
Weil es sie für rund 800 bis 850€ niegelnagelneu gibt. Für manche ist das sehr wichtig. Mir wäre das egal. Lieber einen gebrauchten zu einem guten Preis kaufen und das ersparte in Musik investieren.

Kommt drauf an, Mike!
Wenn es sich um einen mehrjährigen Gebrauchten handelt, sollte der Preis doch um einiges unter dem momentanen Neupreis liegen (wen interessiert, was der Hörer vor Jahren gekostet hat)!

Bei einem "neuen Gebrauchten", wie ihn Didi gerade anbietet, würde ich bei Bedarf allerdings sofort zuschlagen.......
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  #25  
Alt 11.01.2017, 19:47
worf666 worf666 ist gerade online
 
Registriert seit: 23.11.2016
Beiträge: 115
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Ich hatte mehrere KH schon mehrmals verkauft und später wieder gekauft. Und dann wieder verkauft. Ich bin da nicht der Einzige. Es soll ja weiter gehen, immer weiter. Stehen wir still, zB am Ziel, dann wäre das ganze Hobby bedroht. Weiter weiter weiter. Anfangs wollte ich nur einen geilen KH, nun mag ich auch das ganze drumherum.

Aber nicht alle hypen, man liest auch oft gemäßigte Stimmen wie jetzt beim Focal: Abwarten, locker bleiben, mal sehen was in einem Jahr bleibt.
Ich vermute auch, dass Hersteller den Hype in Foren reintragen, bringt ja viel Geld. Letzlich verdienen die KH Begeisterung, die über Jahre hinweg begeistern. Aber über die wird ja auch immer noch geschrieben, hier im Forum zum Beispiel.
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  #26  
Alt 11.01.2017, 20:34
HearTheTruth HearTheTruth ist gerade online
 
Registriert seit: 04.09.2008
Beiträge: 2.120
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Zitat:
Zitat von worf666 Beitrag anzeigen

Aber nicht alle hypen, man liest auch oft gemäßigte Stimmen wie jetzt beim Focal: Abwarten, locker bleiben, mal sehen was in einem Jahr bleibt.
.
Das ist glaub ich eine ganz vernünftige Einstellung
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  #27  
Alt 11.01.2017, 20:42
patrykb patrykb ist offline
 
Registriert seit: 12.12.2013
Beiträge: 527
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Ziele setzen und zu entscheiden ab welchem Punkt und ab wann es soweit ist am Ziel angekommen zu sein ist schwer, aber machbar.
Eine finanzielle Grenze zu setzen halte ich für genauso wichtig, .....und auch machbar.
Abwarten, einige KH zu Hause zu testen und erst dann zu entscheiden, .....ist möglich.

Ab einem gewissen Moment ist Musikgenuss sogar mit weniger Geld (unter 999€) möglich.
Ich sage nur so als Beispiel:

"Fiio X5 und AQ Nighthawk"
__________________
AKG 812/FinalAudio VI/Audioquest Nighthawk
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  #28  
Alt 11.01.2017, 21:09
worf666 worf666 ist gerade online
 
Registriert seit: 23.11.2016
Beiträge: 115
Standard

Andererseits ist der Hype auch gut, wenn man sich sein Gegenteil vorstellt: Wenn keiner mehr begeisterungsfähig ist und allen alles egal ist oder alle ihren KH gefunden haben. Wie öde wäre das. Dann doch lieber Hypen, runterkommen, hypen, runterkommen. Schöner Kreislauf. Wir können Hype ja mehr oder weniger einordnen.
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  #29  
Alt 11.01.2017, 21:42
Janus525 Janus525 ist offline
 
Registriert seit: 14.08.2015
Beiträge: 842
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Zitat:
Zitat von neo171170 Beitrag anzeigen
...was ist denn das für ein Modul, von dem Du sprichst? VG Martin
Hallo Martin,

ursprünglich wurden solche Module für Lautsprecher entwickelt, sie haben die Aufgabe:

1. Den frühen Bassabfall (-3dB Punkt) kleinerer Kompakt- oder Standboxen um etwa eine Oktave weiter nach unten zu verschieben, indem sie dem natürlichen "Roll off" der Lautsprecher einen spiegelbildlich ansteigenden Frequenzgang zwecks Kompensation gegenüberstellen. Im subsonischen Bereich wird der Tiefton dann steilflankig begrenzt, um zu hohe Membranauslenkungen zu vermeiden. Diese Funktion lässt sich beim Kopfhörerbetrieb komplett abschalten, man kann sie natürlich nutzen, sollte es aber nach meiner Auffassung nicht, um die empfindlichen Memranen - bei allem "Tiefbass-Spaß" - nicht zu weit auszulenken....

2. Mit einem weiteren Regler wird das "Kippen" des Frequenzganges bewirkt, wodurch eine - warum auch immer - zu hell oder zu dunkel klingende Anlage feinfühlig dem eigenen Hörgeschmack angepasst werden kann. Diese Funktion macht praktisch aus jedem tendenziell zu hell oder zu dunkel klingenden Kopfhörer einen solchen, der dem eigenen Gusto, den eigenen Vorlieben entspricht. Nur diese Funktion halte ich bei einem Kopfhörer für sinnvoll.

Unten siehst Du das Modul selber, seine (ausgezeichneten) technischen Daten und seine Wirkungsweise (absolut rauschfrei, praktisch keinerlei Verzerrungen, linealgerader Frequenzgang wenn man die Tieftonanhebung abschaltet) im Hinblick auf die sensible Beeinflussung des Frequenzganges, ohne diesen "in sich" zu verbiegen. Die etwas aufwändigeren, mit mehreren schaltbaren Eingängen versehenen Modul kostet neu 280,- Euro. Gebraucht bekommt man sie um oder knapp über hundert Euro, sehr wenig Geld, den sie angesichts ihrer Möglichkeiten bei der Wiedergabe über Kopfhörer bieten. Welches der verschiedenen erhältlichen Module man für seinen Kopfhörer wählt ist nicht so wichtig, da sich diese nur bei der Tiefbassanhebung unterscheiden.

Viele Grüße: Janus...
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Geändert von Janus525 (11.01.2017 um 21:45 Uhr).
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  #30  
Alt 11.01.2017, 21:54
maibuN maibuN ist offline
 
Registriert seit: 01.04.2013
Beiträge: 500
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Ich hatte so ein Nubert-ATM auch mal, früher als ich mal Nubert Lautsprecher hatte und noch nicht Kopfhörer für mich entdeckt hatte.

Du benutzt das Teil also mit Kopfhörern? Warum benutzt du nicht einfach einen EQ? Hat das einen Vorteil?
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