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Hörempfindung Wie werden Musik und Geräusche empfunden

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  #1  
Alt 01.06.2009, 11:48
Titian Titian ist offline
 
Registriert seit: 27.03.2009
Beiträge: 673
Standard Meine erste Erfahrungen mit Mundorf

Ich habe seit einiger Zeit drei Paare Röhrenverstärker der Firma Nestorovic Labs.



Das erstes Paar kaufte ich gebraucht Anfang 1990. Dieses habe ich voll belastet (6-8 Stunden am Tag) bis vor ein paar Jahren. Vor fünf Jahren bekam ich von Nestorovic ein zweites Paar als Ersatz. Leider bekam er einen Hirnschlag als er dran war, den zweiten Monoblock für mich bereitzumachen (vor zwei Wochen verstarb er). Dieses Paar lag bei ihm seit langen und sie waren nicht für den Verkauf gedacht. Ich nahm sie, obwohl ich wüsste, ein war nicht optimal.
Das dritte Paar kaufte ich ganz billig von einem 73 jährigen Herr in New York, der nicht mehr gut hören konnte. Dieses Paar war in besten Zustand, obwohl die letzten Updates nicht durchgeführt wurden. Ich habe sie fast vollständig gemacht.

Das erste Paar ist das, welches am "schlechtesten" klingt, obwohl vor 3 Jahren die grossen Elkos ersetzt wurden. Ich höre mehr Verzerrungen mit diesem Paar als mit den anderen.

Nach dem ich so viel gutes von den Teilen der Firma Mundorf gehört habe, beschliesse ich ein Experiment zu machen: alle Kondensatoren im Signal-Weg durch Mundorf Oil-Gold-Silber-Kondensatoren zu ersetzen.
Ende letztes Jahrhunderts hat Nestorovic einen Upgrade angeboten, nähmlich auf MultiCaps-Kondensatoren der Typen PPM umzusteigen.
Also eine Änderung der Kondensatoren im Signalweg als möglicher Gewinn der Klangqualität liegt in der Philosophie von Nestorovic.

Hier sieht man die Kondensatoren im Signalweg:



Es sind 7:
- 4 x .47 uF
- 2 x 1.0 uF
- 1 x 8.0 uF

Das grosste Problem war die Grösse der Mundorf Kondensatoren. Ich müsste ziemlich viel Zeit nehmen, sie im Gerät einzubauen. Da auch die Drähte grösser sind als die von MultiCap müsste ich mit einem Dremel die Löcher auf der Platine vergrössern mit der Risiko die Metall-Führungen(?) kaputtzumachen, da sie über 20 Jahren alt sind.
Ich habe die Lötstellen mit dem Silver/Gold Lötzinn von Mundorf.

Seit ungefähr 15-20 Stunden laufen die NA-1 mit Mundorf-Kondensatoren und meine Höreindrücke sind:

1) keine grosse Änderung im Klang sind zu hören. Bei der Basswiedergabe, allgemeiner Klangfarbe und Dynamik: kein hörbarer Unterschied von mir.

2) Ich habe den Eindruck, dass der Klang sauberer ist, vor allem im Hochtonbereich. Ich will im Moment keine Vergleiche mit den anderen Paare aber ich könnte meinen, dass die Mundorf-Version klingen auch im Vergleich zu den anderen sauberer im Hochtonbereich.

3) Bei der 5. Sinfonie von Mahler empfinde ich die Geigen vielleicht seidiger aber die Flöten, Oboen und Klarinetten scharf und Hochton-betont jedoch nicht schrill.

4) Allgemein finde ich, der Klang hat ein Bisschen an Transparenz verloren, was mir sehr Leid tut.

5) Das Klangbild klingt stabiler bzw ruhiger, was n.m.M. als Folge des sauberen Hochtonbereichs zu betrachten ist.

6) Bei 2-3 CDs hatte ich den Eindruck, dass die Auflösung höher war wenn schon auf jedem Fall nicht viel.

7) der Nachklang bei den Instrumenten (in diesem Beispiel vom Klavier) ist kleiner. Vielleicht liegt es daran, dass ich den Hochtonbereich weniger offen empfinde. Der Klang ist aber nicht dumpf.

Im Moment bin mir noch nicht sicher, ob diese Änderungen für mich einen Vorschritt bedeutet. Ich werde noch einige Wochen mit diesen modifizierten Endstufen hören. Die Preis-Unterschiede zwischen den Mundorf-Kondensatoren und die MultiCap sind riesig (ungefähr Faktor 10).


Gruss

titian

Geändert von Titian (01.06.2009 um 11:56 Uhr).
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  #2  
Alt 01.06.2009, 12:33
OpenEnd OpenEnd ist offline
OpenEnd Admin
 
Registriert seit: 27.11.2007
Beiträge: 6.950
Standard AW: Meine erste Erfahrungen mit Mundorf

Hallo Titian,

die richtigen Kondensatoren für die entsprechende Position zu finden, ist nicht trivial.
Daher ist nicht garantiert, dass der Austausch auf die Mundorf Typen endeffektlich positiv verläuft.
Die Gründe dafür können vielfältig sein.
Bei Wickelkondensatoren spielt es schon eine Rolle, mit welchem Wickelsinn sie eingebaut werden.
Desweiteren muß man darauf achten, dass möglichst keine elektromagnetischen Störfelder auf den Kondensator wirken können.
Dies ist bei stark vergrößerten Kondensatoren nur schwer zu gewährleisten.

Grundsätzlich müssen die Kondensatoren in der neuen Position einspielen. Das kann bei kleinen Strömen lange dauern.
Daher macht es Sinn, die Änderung erst nach einiger Zeit zu bewerten.

Grüßle vom Charly
__________________
Andersdenkende denken oftmals anders als man denkt
Wohnort: Obertraubling bei Regensburg
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  #3  
Alt 01.06.2009, 16:18
Titian Titian ist offline
 
Registriert seit: 27.03.2009
Beiträge: 673
Standard AW: Meine erste Erfahrungen mit Mundorf

Zitat:
Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen
Grundsätzlich müssen die Kondensatoren in der neuen Position einspielen. Das kann bei kleinen Strömen lange dauern.
Hat man Erfahrungswerte bei Mundorf-Kondensatoren?
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  #4  
Alt 01.06.2009, 16:52
OpenEnd OpenEnd ist offline
OpenEnd Admin
 
Registriert seit: 27.11.2007
Beiträge: 6.950
Standard AW: Meine erste Erfahrungen mit Mundorf

Zitat:
Zitat von Titian Beitrag anzeigen
Hat man Erfahrungswerte bei Mundorf-Kondensatoren?
Persönlich habe ich keine Erfahrungen mit Mundorf Kondensatoren. Kannst dich an Dirk wenden.

Grüßle vom Charly
__________________
Andersdenkende denken oftmals anders als man denkt
Wohnort: Obertraubling bei Regensburg
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  #5  
Alt 07.06.2009, 03:10
Titian Titian ist offline
 
Registriert seit: 27.03.2009
Beiträge: 673
Standard AW: Meine erste Erfahrungen mit Mundorf

Heute Abend habe ich weitere zwei Änderungen durchgeführt:
- neue Kaltgeräteeinbaustecker von Furutech
- neue WBT Chinchbüchse

Der Klang hat sich weiterentwickelt:
- ich empfinde keine Probleme mit den Flöten, Oboen und Klarinetten
- das Klangbild ist wesentlich klarer und präziser als ohne Mundorf-Kondensatoren. CDs welche ich vorher Mühe gehabt habe, sie laut zu hören, habe ich jetzt keine Probleme. Ohne A/B-Tests kann ich schon jetzt behaupten, dass diese Tatsache zeigt mir, dass die Unterschiede frappant sind. Vor kurz habe ich die 3. Sinfonie von Bruckner dirigiert von Wand (ältere Aufnahme). Vorher konnte ich sie fast nicht hören mit Konzertsaal-Lautstärke, weil ich einige Verzerrungen hörte. Heute ging das absolut problemlos, eigentlich ich hätte auch lauter hören können und alles erstaunlich klar und transparent.
- der Klang ist transparenter geworden. Vielleicht noch nicht genug für mich aber mehr als durchschnittlich
- bei der 3ten Sinfonie von Bruckner empfand ich, dass die Bläser präsenter waren. Da ich keine A/B-Tests gemacht habe, bin ich mir nicht sicher.

Allgemein finde ich ganz gut, dass ich diese Änderungen gemacht habe. Der Aufwand war gross, weil alle neue Teile nicht gleich gross, wie die vorherigen waren. Ich müsste auch die Löcher für die Stecker im Metall-Chassis vergrössern.
So habe ich die dritte von Bruckner nie erlebt. Morgen werde ich weiter hören, wie andere CDs klingen. In einem Monat entscheide ich, ob ich auch die anderen zwei Paare NA-1 ändern werde.

Gruss
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  #6  
Alt 07.06.2009, 09:21
wirbeide wirbeide ist offline
it´s only m.a.e.-admin
 
Registriert seit: 29.11.2007
Beiträge: 5.334
Standard AW: Meine erste Erfahrungen mit Mundorf

Titian,

hast du die Werte der Kondensatoren, 1:1 übernommen?

Bei meiner Endstufen-Aufwertung habe ich in etwa
10-20% des Wertes vom Elko gewählt.

Allerdings habe ich keine mundorf´sche Elektronik eingebaut, sondern alte Bestände von Siemens (diese hat mir ein Freund geschenkt)

Es handelt sich da um MKL und MKT- Kondensatoren...

Ich habe noch ein paar übrig, könnten für dich wirklich interessant sein...

Ich mach mal ein Päckchen fertig, und überlasse dir diese...

Mir gefällt sowieso dieses "Spiel" > ältere Geräte aufzuwerten > man lernt dazu, und es geht einen Schritt nach vorne > klanglich

Volkhart
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  #7  
Alt 07.06.2009, 10:05
Replace DEZ Replace DEZ ist offline
 
Registriert seit: 03.06.2009
Beiträge: 227
Standard AW: Meine erste Erfahrungen mit Mundorf

Hallo Titian !

Wenn du an weiteren Experimenten mit HighEnd-Kondensatoren interessiert bist:
http://www.bt-vertrieb.de/productsit...enFrameset.htm
und
http://www.thel-audioworld.de/bautei...mmX/glimmx.htm

Ich habe Mundorf Kondensatopren in der FW meiner Lautsprecher verbaut - ausgetauscht. Im Hochtonzweig sitzt ein Silver/Gold. Nach anfänglicher Überbetonung des unteren Hochtonbereiches war nach einer Einspielzeit von ca. 100 Stunden (teilweise mit XLO Burn In CD) nichts mehr zu hören. Der Hochtonbereich klingt nicht mehr scharf sondern angenehm, frei jeder Schärfe und ungeheuer fein auflösend.

Grüße, dB
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  #8  
Alt 07.06.2009, 10:57
Titian Titian ist offline
 
Registriert seit: 27.03.2009
Beiträge: 673
Standard AW: Meine erste Erfahrungen mit Mundorf

Bis auf die 8.2 uF welche 8.0 uF Kondensatoren ersetzen, habe ich die Werte nicht geändert.
Ich brauche keine Kondensatoren mehr, da ich habe alle im Signalweg ersetzt.
Danke für den Angebot, Volkhart.

Dezibel, danke für die Links. Interessant wäre schon die anderen zwei Paar NA-1 abzuändern.
Es ist gut, wenn ich Links von anderen Kondensatoren-Hersteller bekomme.
Ich habe auch mit Aesthetix darüber gesprochen. Sie benützen für die neueste Upgrade (Version Eclipse) ich glaube neu entwickelte Kondensatoren (Stealth Caps von Peter Moncrieff). Ich habe versucht ein bisschen zu googeln, aber fand nichts.
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  #9  
Alt 08.06.2009, 21:23
replace_03 replace_03 ist offline
 
Registriert seit: 30.11.2007
Beiträge: 1.070
Standard AW: Meine erste Erfahrungen mit Mundorf

Hasllo Titian,

Nehme zu den 8,2 µf einen etwa 0,082µf kleinen MCap Supreme Silber Gold oder Silber/Gold/Oil dazu, dann stimmt das Ganze wieder.

Zum Burn in: Die Öl Sorten brauchen schon etwas länger als die "nicht" Oil Typen, aber nicht so lange wie z.B. Jensen Oil/Paper.

Ich selber brenne die so ein, dass ich die Caps zwischen +/- der 230Volt Leitung klemme und mind. 24Std bei den nicht Oil und mind. 48 bis 100Std. bei den Oil Typen ein-brennen lasse. Achtung "Lebensgefahr" nur für erfahrene Leute!!!

Aber dann sind die eingebrannt und klingen schon zu 95% so wie die später klingen können.

Machst du das nicht, kann es gerade bei den Oil Typen sehr lange dauern, Ergebnis: Etwas dunkel nicht so fein auflösend und etwas harsch / nicht geschmeidig im Klang.


Gruss,

Dirk
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  #10  
Alt 08.06.2009, 22:18
Titian Titian ist offline
 
Registriert seit: 27.03.2009
Beiträge: 673
Standard AW: Meine erste Erfahrungen mit Mundorf

Danke Dirk für die Informationen.
Es ist zu spät jetzt, alle Caps mit 220V einzubrennen. Sie klingen im Moment ganz gut (vielleicht mehr Transparenz wäre noch besser).
8.2 uF ist nicht so schlimm, weil die 8.0 uF von vorher hatten eine Abweichung +-10%. 8.2 liegt völlig drin.

Wie lange ist "sehr lange"?

Wenn ich die anderen Endstufen ändere, werde ich die Caps zuerst mit 220V einbrennen. Die Frage ist, ob ich wieder die Mundorf Gold/silver/oil, Jensen, Stealth Caps oder etwas anderes ausprobieren.
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