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  #11  
Alt 21.11.2010, 15:12
jakob jakob ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 978
Standard AW: Schallplatten naßfahren

Ich kann es hier nur wiederholen, die richtige Lösung muß lauten, Plattenwaschmaschine _und_ Naßabspielung.

Natürlich hängt es im Einzelfall von vielen Randbedingungen ab, hauptsächlich von der Anzahl der gehörten Schallplatten mit dem jeweiligen Tonabnehmer, aber grundsätzlich ist der Nadelverschleiß bei Trockenabspielung schon nach einigen Hundert Plattenabspielungen erkennbar, hingegen bei Naßabspielung vernachlässigbar gering.

Gruß
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Gewerblicher Teilnehmer;
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  #12  
Alt 21.11.2010, 16:03
Sam Sam ist offline
 
Registriert seit: 03.12.2008
Beiträge: 2.688
Standard AW: Schallplatten naßfahren

Zitat:
Ich kann es hier nur wiederholen, die richtige Lösung muß lauten, Plattenwaschmaschine _und_ Naßabspielung.
Das sehe ich völlig anders. Ich sehe überhaupt keinen Grund meine Platten nass zu fahren .

Eine Plattenwaschmaschine mit Absaugung mehr braucht es nicht um störungsfrei und Equipmentschonend zu hören sofern die Platte nicht mechanisch beschädigt ist.

Was den Nadelverschleiß angeht so ist dieser eh zu vernachlässigen weil allein der normale Systemverschleiß (Nadelträgeraufhängung) egal ob nass oder trocken abgespielt es notwendig macht so spätestens nach 1-2 Jahren ein neues System einzusetzen (zumindest wenn man immer 100% hören möchte).
__________________
Gruß
Sam
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  #13  
Alt 21.11.2010, 16:25
finest-mastering finest-mastering ist offline
 
Registriert seit: 12.10.2009
Beiträge: 1.668
Standard AW: Schallplatten naßfahren

„Ich kann es hier nur wiederholen, die richtige Lösung muß lauten, Plattenwaschmaschine _und_ Naßabspielung.“

Deckt sich zu 100% mit meinen Erfahrungen!!!

Gruss, Dirk
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Vertraut euren Ohren und eurem Gefühl.
Wenn ihr testen müsst macht es so wie es weltweit Profis tun die jeden Tag unzählige und klangrelevante Entscheidungen treffen müssen und nicht so wie es ein „schrulliger“ Wiener BT fordert und ihr kommt schnell und zuverlässig zu weiterführende Ergebnisse, die auch noch untrüglich sind.
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  #14  
Alt 21.11.2010, 18:13
Höhlenmaler Höhlenmaler ist gerade online
 
Registriert seit: 29.11.2007
Beiträge: 3.512
Standard AW: Schallplatten naßfahren

Zitat:
Zitat von jakob Beitrag anzeigen
Ich kann es hier nur wiederholen, die richtige Lösung muß lauten, Plattenwaschmaschine _und_ Naßabspielung.

.... aber grundsätzlich ist der Nadelverschleiß bei Trockenabspielung schon nach einigen Hundert Plattenabspielungen erkennbar, hingegen bei Naßabspielung vernachlässigbar gering.
Das ist ja entsetzlich


Ich habe gar keinen Nassläufer! Vor dreissig Jahren, damals, ja damals. Da war einer zur Hand. Wirklich sehr beruhigend fand ich den Umgang mit dem Röhrchen auch schon zu der Zeit nicht wirklich. Einmal 'ne Platte damit abgespielt, dann immer. Ohne Nassfahren knisterte es von Mal zu Mal stärker. Die Alternative, die ich dann angewendet habe, möchte ich den empfindsamen Seelen der verbliebenen Nassfahrer aber lieber vorenthalten. Käme dabei auf ihre Wasserhärtetoleranz an ... Was mich immer störte, war die Neigung des Lenco-Clean oftmals schneller zur Mitte zu kommen als der Arm mit dem Tonabnehmer. Das wechselte zwar von Platte zu Platte, nicht immer ist die Rille auch schon abgetrocknet gewesen, aber weil sie doch immer wieder schon trocken war, wenn die Nadel endlich in dem zuvor angefeuchteten Bereich angekommen war, knisterte es. Daraufhin ging ich zu meiner Alternative über.

Deswegen befürchtete ich dann später, also quasie Heute, das Schlimmste: noch mehr Knistern. Glücklicherweise bin ich davon verschont geblieben. Schallplatten sind tolerant, selbst die, die unverpackt mal aneinandergelehnt am Boden gegen die Wand standen, trugen keine schwerwiegenden Schäden davon. Nur die, die ich praktisch pausenlos abgespielt habe, die hören sich heute stellenweise ein wenig versehrt an.

Eine Behandlung, zum Beispiel mit einem langfaserigen, feuchten Microfasertuch, oder besser natürlich mit einer Knosti, wirkt Wunder. Aber dann, ist die Rille abgetrocknet, kann es wieder knistern. Manch eine Rille verlangt nach besonderer Aufmerksamkeit und tiefgehenderer Pflege. Eine halbe Stunde, wie ab und zu zu lesen ist und wie es anscheinend der eine oder andere Mensch macht, habe ich meine Platten noch nie eingeweicht. Sicher, damit sich der tiefersitzende Dreck wirklich zuverlässig lösen kann, damit er auch von der Reinigungsflüssigkleit erreicht werden kann und benetzt wird, muss man wahrscheinlich mehr als nur wenige Minuten Geduld haben.

Wenns diese Röhrchen in g u t e r Qualität gäbe, wären möglicherweise mehr Schallplattenhörer an einer Nutzung interessiert. Aber diese Lenco-Clean Ersatz Teile zu 30 € machen schon beim Hinschauen einen verdächtig labilen Eindruck.

So muss es reichen mit der OkkiNokki die Platten zu reinigen, sie ein paar Minuten auf dem Teller einzuweichen und mit der Bürste immer wieder die Reinigungsflüssigkeit in der Rille zu verteilen und dann absaugen. Wenns denn unbedingt sein muss auch mal mit einem Mikrofasertuch und ein wenig Glasreiniger die Plattenoberfläche behandeln, auch das funktioniert gut. Mit Mikrofasertüchern die kaum oder fast keine Fasern haben, geht das natürlich nicht.

Der Staub, hier an meinem Wohnort im Braunkohlentagebaurevier ist das gar nicht so wenig, bleibt nach dem Nassfahren ja auch in der Rille. Er mag zwar in der Flüssigkeit des Lenco-Clean aufgewirbelt werden und erstmal der Nadel kaum Widerstand bedeuten, aber, sollte die Platte dann monatelang nicht mehr gespielt werden auch irgendwie fester in der Rille verbacken. Ein wenig Dreck bleibt sicher auch am Lenco-Clean hängen. (oder an der Nadel)

Eben hab' ich 'ne selten gehörte Platte aufgelegt die nicht knistert. Die nass abzuspielen käm' mit nicht in den Sinn. Jimmy Smith - Back At The Chicken Shack.

Eine andere, von Tomita, die wurde hier nochmal erwähnt, muss ich mal waschen! Die knistert leider ein wenig, kommt vom Flohmarkt. Das stört in den Rillen dieser Platte sehr. Diese Mucke verträgt knistern weniger als andere Musik. Ich höre so 'ne Musik eher selten, hab' die Heute morgen mal aufgelegt weil ich im Thread wieder darauf gestossen worden bin. Umgehauen hat 'se mich nicht, das knistern hat aber doch sehr gestört...und das ist nun nach ein paar Runden auf der OkkiNokki weg. Heute morgen lief die erste Seite trocken ein wenig knisternd unter dem DL103 und nun, gewaschen, zweite Seite unter dem G1042 knisterfrey. Die Musik passt zu diesem Tonabnehmer. Der hat mir mit klassischer Musik schon immer gut gefallen.

Wer hätte denn mal einen Erfahrungsbericht zu dem Lenco-Clean Ersatzrohr? Irgendwas!

.



.
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Gruß Ingo . . . . . . . . . . .. . . die letzten gehörten Tracks
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  #15  
Alt 21.11.2010, 19:08
jakob jakob ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 978
Standard AW: Schallplatten naßfahren

Ich möchte selbstverständlich keinesfalls zu weiterem Erschrecken Höhlenmalers beitragen, aber bislang konnte ich keine bestätigenden Mikroskopieaufnahmen zur Abnutzungsverringerung anderer Pflegemittel auftreiben.

Deshalb bleibt eine gewisse Skepsis, aber ich wäre ebenfalls glücklich, wenn das Naßabspielen sich in jeglicher Hinsicht erübrigen würde, denn ohne Zweifel ist es ein bißchen lästig resp. aufwändiger.

Hinsichtlich der (sowieso) mindestends gleichschnellen Abnutzung/Versprödung der Aufhängung (oder Dämpfungsgummis? ) hätte ich Zweifel, denn die hängt von den Rahmenbedingungen (verwendetem Gummi, Temperatur usw.) ab sowie nicht zuletzt von der täglichen Nutzungsdauer, die darüber entschiede, welche Grenze zuerst erreicht würde.

Aber ich werde versuchen, da weiteres Material zu finden.

Gruß
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  #16  
Alt 21.11.2010, 19:13
finest-mastering finest-mastering ist offline
 
Registriert seit: 12.10.2009
Beiträge: 1.668
Standard AW: Schallplatten naßfahren

Wo liegt eigentlich das Problem wieder so etwas zu bauen und / oder zu entwickeln / weiter zu entwickeln?

Materialtechnisch und chemisch hat sich einiges getan, dürfte also kein Problem sein, nicht nur in der Präzision sowie Haltbarkeit!

Oder sind es rein „rechtliche“ Dinge sprich: Patente?

Gruss, Dirk
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Geändert von finest-mastering (21.11.2010 um 19:16 Uhr).
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  #17  
Alt 21.11.2010, 22:03
Claus B Claus B ist offline
 
Registriert seit: 27.11.2007
Beiträge: 2.127
Standard AW: Schallplatten naßfahren

Hallo Thomas,

Zitat:
Was

auch noch für das Nassabspielen spricht ist die deutliche Verringerung der Abtastreibung .
Die Reibung beim Nassabspielen sinkt => veränderliche, von der Modulation abhängige Skatingkraft sinkt => geringere aber konstante Antiskating Kraft notwendig => eine Ursache weniger für Abtastfehler .
Es spricht außer der Bequemlichkeit alles für das Nassabspielen .

Das ist richtig!

aber das ist in der Praxis das Problem

Zitat:
Unbequem , teure Flüssigkeit, viele Nassläufer funktionierten schlecht.
Gruß

Claus
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  #18  
Alt 21.11.2010, 22:26
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 7.615
Standard AW: Schallplatten naßfahren

Ich hab früher auch nur naß abgespielt mit dem Lenco-Clean. Hat immer prima funktioniert. Der einzige Nachteil dabei: Einmal naß, immer naß, außerdem war mir das irgendwann zuviel mit dem Gefummel. Kann aber Winfried schon verstehen. Der ist noch vom alten Schlag - was ich nur positiv verstanden wissen möchte - und hält am Bewährten fest. Warum auch nicht?

Gruß
Franz
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  #19  
Alt 21.11.2010, 23:29
Sam Sam ist offline
 
Registriert seit: 03.12.2008
Beiträge: 2.688
Standard AW: Schallplatten naßfahren

Zitat:
Ich bin von einem klanglichen Vorteil in der Praxis immer noch nicht überzeugt. Sondern sehe im Gegenteil weitere Probleme. Die Gefahr einer Beschädigung des Tonabnehmers durch über den Nadelträger einziehenden Alkohol könnte durchaus größer sein als der Nutzen eines vermeintlich geringeren Nadelverschleißes. Davon abgesehen haben neben dem vom Tonarm geführten Tonabnehmer irgendwelche weiteren während des Abspielvorgangs mit der Platte in Kontakt stehenden "Mitläufer" meiner Meinung nach auf einem Laufwerk nichts zu suchen.
Wenn ich lese, welche Gedanken sich manche Entwickler über diverse Resonanzen oder abspielbedingte Mikroschwankungen machen, dann werden solche Überlegungen durch Mitlaufbesen und ähnliche Vorrichtungen vollständig konterkariert.

Genau so ist es Markus.

Ich bin auch der Meinung dass Nass abspielen klanglich wohl eher Nachteile als Vorteile bringt.

Schön ist auch wenn mehrfach nass gespielte Scheiben mal ein Jahr oder so nicht gespielt werden.....da hilft dann auch kein erneutes nass spielen mehr.

Was den Verschleiß angeht so empfehle ich vor jedem abspielen einer Platte den Diamanten mit geeigneter Bürste sauber zu halten, und seine Platten gründlich zu waschen. Nach dem Waschen gehört eine solche Platte in eine neue Hülle etc..... Das sind alles Dinge die beachtet werden sollten. Dann klappts auch trocken hervorragend.



Ich kenne heute keinen einzigen Vinylliebhaber der nass abspielt!!!

So etwas tut man seinen wertvollen Schätzchen einfach nicht an.

Ist bei richtigem professionellem Umgang aus meiner Sicht auch überhaupt nicht notwendig.

Ich verstehe bei den heutigen Möglichkeiten seine Platten sauber zu halten auch ohne ein Vermögen los zu werden (man erinnere sich an Keith Monk Waschmaschine) die Gründe zum Nassabspielen nicht. Bei mir prasselt da nix und selbst wenn dennoch mal ein Knaxer zu hören ist...Na und? Ist die Scheibe auch mit Waschen nicht mehr zu retten dann sehe ich zu, dass ich die Platte wenn möglich nochmal besorge. In der Regel ist dies auch kein Problem allerdings sollte man darauf achten nicht unbedingt ein Reissue zu erstehen, denn wenn ich wie vorgestern geschehen ein neues Reissue des Albums "Paris Texas" auf 180 gramm HQ-Vinyl hören muss welches klanglich nichts mehr mit den genialen früheren Pressungen zu tun hat dann
__________________
Gruß
Sam
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  #20  
Alt 21.11.2010, 23:31
Sam Sam ist offline
 
Registriert seit: 03.12.2008
Beiträge: 2.688
Standard AW: Schallplatten naßfahren

Zitat:
Alles was dämpft nutzt !
Was für ein Unsinn!!!
__________________
Gruß
Sam
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