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Geräte zur Klangmanipulation In diesem Forum geht es um Hardware zur Klangbeeinflussung

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  #1  
Alt 05.11.2011, 15:43
boxworld boxworld ist offline
 
Registriert seit: 23.06.2010
Beiträge: 3.895
Standard Linearisierung durch DSP

Hallo zusammen,

es gibt News zu berichten die ich gerne mit Euch teilen moechte.
Angeregt durch einen privaten Kontakt mit Truesound und durch die Beschreibungen der Geithain Studio Lautsprecher wollte ich wissen wie viel Klang durch eine komplette Linearisierung rauszuholen ist.
Ich habe mir dazu (jetzt gehts hier wohl richtig los ) den Behringer DEQ2496 geholt.
Das hat mehrere Gründe, zum Einen natürlich der Preis und noch mehr die Möglichkeit der optischen Ein und Ausgaenge. Der DEQ wandelt also nichts und auch andere Fehlerquellen wie Brumm brauchten mich nicht zu sorgen.
An dem Geraet interessierte mich ausschliesslich der PEQ, andere Effekte sind mit an Bord, braucht aber Zuhause keiner.
Positiv auffallend ist schon mal das der Behringer im Auslieferungszustand (alles auf Null) nicht zu hören ist, der macht also nichts schlechter als "vorher".
Nachdem der richtig eingestellt war faengt es an richtig Spass zu machen, es klingt sehr neutral was sich in erster Linie daran bemerkbar macht das man lauter aufdrehen kann ohne das sich laestige Frequenzbaender bilden.
Wo vorher das eine oder andere falsche Toenchen eingeschlichen hat ist es nun wesentlich neutraler.
Was sich ebenfalls mit aendert ist die raeummliche Abbildung, alles ist noch eine Spur korrekter und aufgeraeumter.
Krass ist aber erst der Wechsel auf Bypass, das Messrauschen hoert sich dann sofort leicht verfaerbt an, Musik auch.
Die Gewoehnung auf neutral geht wesentlich schneller von statten als die Umgewoehnung zurueck auf leichte Einbussen im Frequenzgang. Ich wuerde sagen ohne Korrektur vermisst man sofort etwas in der Musik.
Da die Lautsprecher auch vorher schon gut linear waren ist hier die Korrektur fast nicht ablesbar oder ein Endergebniss vorhersehbar.
Sehr deutlich aber in der Sprungantwort die wesentlich feiner aufloesst (leider nur bei Zeitrichtigen Lautsprechern, bei Laufzeitdifferenzen der einzelnen Zweige wuerde man nichts sehen).
Ich haenge Euch die Messungen mal zum Vergleich an.

Gruss Marc
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  #2  
Alt 05.11.2011, 23:53
Florat Florat ist offline
 
Registriert seit: 07.11.2008
Beiträge: 2.558
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Hallo Marc,

Mit welchen Lautsprechern hast Du das Ganze gemacht ?

LG

FL0
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  #3  
Alt 06.11.2011, 00:53
wgh52 wgh52 ist offline
Aktiv-LS Fan
 
Registriert seit: 16.12.2007
Beiträge: 844
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Hallo Marc,

das ist ja sehr interessant! Mich würde interessieren wieviele PEQs Du für diese Linearisierung gebraucht hast. Vielleicht per Bild der Linearisierungscharakteristik?

Welche LS Du da "finetuned" hast würde mich auch interessieren.

Ich frage, weil ich etwas ähnliches mit Sony SRP-F300 an aktivierten B&W N804 recht erfolgreich gemacht habe; da brauchte ich nur einige wenige PEQs. In der Digitalen IIR Weichensektion wurde die Zeitoptimierung gemacht.

Ja, das brachte mehr Neutralität und Detailwiedergabe, aber auch bessere Li/Re Gleichheit und damit bessere Ortung und mehr räumliche Tiefenstaffelung.

Gruß,
Winfried
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  #4  
Alt 06.11.2011, 01:46
boxworld boxworld ist offline
 
Registriert seit: 23.06.2010
Beiträge: 3.895
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Hallo Flo und Winfried,

die Lautsprecher sind meine Eigenbauten, ich hänge mal ein Bild an.
Diese basieren auf die Idee der zeitrichtigen Lautsprecher vom Michael Weidlich (AIR).
Um das zu realisieren wird die abfallende Tieftonflanke durch Sperr oder Saugkreise realisiert. Mit dem "Werkzeug" DSP waere es nun moeglich die Filterfunktionen durch eben solche Kreise auch zu realisieren.
Dabei entstehen dann aber schon mal (wie in dem Fall hier) sieben Korrekturglieder. Passiv sind hier die Bafflestep Korrektur, die Ausblendung der 5kHz Reso und die Verrundung der abfallenden Flanke der Tief/Mitteltoener.
Die weitere Filterung (5 PEQ´s alle mit weniger als 3dB Korrektur) uebernimmt der DSP.
Es gibt zwei Anhebungen auf die ich passiv natuerlich verzichten muesste.
Ein weiterer Punkt ist das mir als "Privater" kein entsprechender Bauteilefundus zur Verfuegung steht um hier passiv zu experimentieren. Gehen wuerde das sicher auch.
Auch als Tool zur Weichentwicklung wuerde ich den DEQ nicht mehr missen wollen da der die Frequenz, Guete und Daempfung sehr genau anzeigt die behandelt werden muss.
Die Korrekturkurve ist exakt das Spiegelbild der in der Messung gezeigten Frequenzgangabweichung, ich mache morgen mal ein Foto davon.

Gruss Marc
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  #5  
Alt 06.11.2011, 05:46
Truesound Truesound ist offline
 
Registriert seit: 29.07.2011
Beiträge: 3.150
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Hallo Zusammen!

In der Aktivierung an sich guter "ehemaliger" Passivlautsprecher und digitaler Filterung steckt eine Menge Potential.

Grüße Truesound
__________________
Wer in Zukunft nur noch mit der Maus wild herumklickt und irgend etwas erzeugt, von dem er garnicht wissen will, wie es zu Stande kommt, ist leider nur ein Anfänger in einer Welt, in der alles schon einmal da war -auch Fachleute. (Karl-Hermann von Behren)
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  #6  
Alt 06.11.2011, 09:21
aston456 aston456 ist offline
 
Registriert seit: 18.12.2010
Beiträge: 95
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Moin Marc,

vielleicht habe ich da etwas übersehen, aber wenn die Frequenzschriebe vorher/nachher darstellen sollen, dann kann ich da keinen Unterschied erkennen.
Aber vielleicht ist der ja so subtil, daß sich der einem Grobkörner wie mir nicht eröffnet.

Ist die Software mit dabei oder kann man die Kiste nur direkt steuern?

Gruß,
Kai
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  #7  
Alt 06.11.2011, 11:01
wgh52 wgh52 ist offline
Aktiv-LS Fan
 
Registriert seit: 16.12.2007
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Hallo Marc,

danke für die Erklärung, mich würden noch die Meßbedingungen interessieren: Wo wurde gemessen, Meßabstand, Meßsoftware usw.

Kai,

mir kommen die Veränderungen auch eher klein vor, allerdings sind sie in der Sprungantwort schon deutlich. Im F-Gang scheint der Vergleich schwarz/rot vorher/nachher zu sein, aber das sollte Marc aufklären, vielleicht entsprechend vorher/nacher in rechts/links Diagrammen zeigen. falls möglich.

Der DEQ2496 ist ein Behringer Equalizer, welcher durch eine PC basierte Software eingestellt wird, oder auch am Gerät selbst (ist aber nicht so komfortabel). Im normalen Betrieb ist der PC dann nicht nötig.

Gruß,
Winfried
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  #8  
Alt 06.11.2011, 13:44
boxworld boxworld ist offline
 
Registriert seit: 23.06.2010
Beiträge: 3.895
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Hallo zusammen,

die Messoftware ist Hobbybox und gemessen wurde in 1,5m Entfernung.
Der Vergleich in dem Diagramm rot/schwarz ist wie Ihr ja gesehen habt ja sehr klein, aber da. Worum es mir hier mehr ging war die Sprungantwort, die eine feinere Aufloesung mitbringt. Wie Ihr gesehen habt sind die Unterschiede hier noch besser zu sehen. Nicht das es falsch verstanden wird, der Lautsprecher ist auch ohne DSP sehr gut und von mir auf maximale Linearitaet getrimmt. Nur passiv ist irgendwann Schluss und ich wollte noch mehr. Oder besser, ich wollte wissen ob das letzte bisschen noch hoerbar ist oder sogar massgeblich dazubeitraegt vollkommene Neutralitaet zu erreichen.
Und ja, das ist so, dort wo ich ein einem normalen Wohnraum messe (immerhin ja auch der Hoerraum) aendern kleinste Unterschiede der Uebertragungsfunktion den Klang massgeblich.

Der Behringer hat einen Mikrofonanschluss und kann selbst Messungen durchfuehren. Diese Funktion habe ich nicht benutzt da, wenn sowieso ein Mikro vorhanden ist, kostenlose Programme wie ARTA oder Hobbybox (kostenlos 30 Starts) wesentlich genauer sind.
Das Mikro war ein DBX Messmikro.
Ich werde heute neue Messungen mit einer geringeren Aufloesung und hoeherer Glaettung hier reinsetzten, da sieht man etwas mehr.
Mir ging es da eh um die Tendenzen im Frequenzgang da die "Zacken" der Raumreflektionen nicht korrigierbar sind.

Gruss Marc

P.S. Wenn man bedenkt das die meissten Lautsprecherkabel bei 200,- EURO anfangen sollte jeder mal selbst Erfahrungen mit einem DSP machen, es lohnt sich
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  #9  
Alt 06.11.2011, 14:37
aston456 aston456 ist offline
 
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Hallo Marc,

danke, für die Erhellung.

Das ist so nicht ganz korrekt:
Zitat:
...da die "Zacken" der Raumreflektionen nicht korrigierbar sind.
Mit Acourate schon.

Ich hatte gedacht, daß man die deutlichsten "Zacken" mit dem DEQ auch glattbügeln könnte.

Wie hast Du genau die Sprungantwort optimiert? Für die einzelnen Systeme das Delay verändert?

Gruß,
Kai
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  #10  
Alt 06.11.2011, 14:50
boxworld boxworld ist offline
 
Registriert seit: 23.06.2010
Beiträge: 3.895
Standard

Hallo Kai,

ich meinte nicht die deutlichen Zacken sondern die vielen kleinen.
Sicher bringt der Behringer eine Menge mehr Filter mit, ich habe es aber dann dabei belassen. Was ich wollte war den Lautsprecher zu linearisieren, nicht den Raum. Das darf nicht verwechselt werden. Aus diesem Grunde werden auch der l/r Kanal gleich gefiltert.

Gruss Marc
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