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Elektrisches Room-Tuning Dieses Forum befasst sich mit den elektrischen Möglichkeiten des Room-Tunings

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  #1  
Alt 05.02.2012, 19:32
matze81479 matze81479 ist offline
 
Registriert seit: 05.12.2009
Beiträge: 328
Standard Erste Messungen mit Acourate - Bräuchte eure Hilfe!!

Hallo zusammen,

so, habe heute mal die ersten Messungen mit AcourateLSR2 gemacht.

Messequipment: EMU-0404 USB und Behringer MM1
Hifi-Kette: MEG RL 922K, Accustic Arts CD-Player 1 MK2, Cambridge Azur 840E Vorstufe

Da ich im Bereich der Messungen noch recht wacklig auf den Beinen bin, wäre ich für eure Unterstützung sehr dankbar. Hier mal die ersten Screenshots:

Ausgangsmessung:



Geglättet mit Macro 1:



IACC:



Nachhallzeit:




Nun meine Fragen:

(1) Was haben diese ganzen Peaks im HT zu bedeuten? Phasenfehler? Wenn ja, wodurch kommt sowas zustande? MEGs verpolt, Elektronik verpolt, mein Gehirn verpolt, ...?!

(2) Was könnt ihr noch heraus lesen?

(3) Fehlen weitere Diagramme?

Ach so, die NHZ kommen durch die zahlreichen VPRs an den Wänden (ca. 20qm) und dicke porösen Absorber in den Ecken zustande. Möchte aber ein wenig die dünneren Absorber aus dem Raum schmeißen, um oberhalb 200 Hz eher 0,3s zu bekommen.

Viele Grüße
Matthias

Geändert von matze81479 (05.02.2012 um 19:48 Uhr).
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  #2  
Alt 05.02.2012, 22:57
matze81479 matze81479 ist offline
 
Registriert seit: 05.12.2009
Beiträge: 328
Standard

Hallo zusammen,

hat denn keiner Anmerkungen zu den Diagrammen? Ist das starke Auf und Ab im Hochton normal?

Viele Grüße
Matthias
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  #3  
Alt 05.02.2012, 23:32
boxworld boxworld ist gerade online
 
Registriert seit: 23.06.2010
Beiträge: 4.173
Standard

Hallo Matthias,

das "Gezappel" im Hochtonbereich ist bei Fernfeldmessungen ungeglaettet normal, wenn auch bei diesem Tool extrem ausgepraegt.
Halte Dich mehr an die geglaettete Messung, die ist erst mal einfacher zu deuten.
Was mich mehr irritiert ist die Impulsmessung mit einem deutlichen Peak nach unten. Ist bei der MEG der Hochtoener verpolt (hier sind wohl die Kenner der MEG´s gefragt)?
Im Mittel sieht das ganze aber scchon sehr gut aus und bedarf wenn dann nur geringer Korrekturen.

Gruss Marc
__________________
Windspiel-Audio
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  #4  
Alt 05.02.2012, 23:50
matze81479 matze81479 ist offline
 
Registriert seit: 05.12.2009
Beiträge: 328
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Hier noch die Sprungantwort:



Gruß
Matthias
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  #5  
Alt 06.02.2012, 00:33
nihil.sine.causa nihil.sine.causa ist offline
 
Registriert seit: 21.08.2011
Beiträge: 46
Standard

Hallo Matthias,

das "Gezappel" in den Höhen ist bei dieser Art der logarithmischen Darstellung normal.

Was ich jetzt noch nicht verstanden habe: was willst Du denn erreichen mit (((acourate)))? Willst du FIR Filter rechnen und dann falten, um gewissen Unzulänglichkeiten der Raumsituation auszugleichen?

Falls ja, wäre es interessant zu wissen, welche Einstellungen für Macro 2 vor hast.

Gruß
Harald
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  #6  
Alt 06.02.2012, 09:42
matze81479 matze81479 ist offline
 
Registriert seit: 05.12.2009
Beiträge: 328
Standard

Hallo Harald,

meine "Motivation" für Acourate?! ... Das sind gleich mehrere Gründe:

(1) Ich habe seit längerem ein Mess-Tool gesucht, das einfache aber zuverlässige Raumakustik Messungen erlaubt, leicht zu bedienen ist, und für das man deutschen Support bekommt, wenn man doch mal nicht weiter kommt. Arta war mir irgendwie überladen und komplex, REW brachte jedesmal andere Ergebnisse, wäre aber noch der nächste Kandidat gewesen. Die Bedienung von Acourate und auch die Oberfläche scheint mir aber am durchdachtesten.

(2) Ja, ich möchte Filter erstellen und so noch die letzten Welligkeiten sowie v.a. auch das Zeitverhalten optimieren. Ich habe AcourateNAS gleich dazu geordert, da ich vorerst nur mit der SW bzw. dem Falten spielen und gefaltete CDs brennen möchte (nein, ich hör i.d.R. nur 10-20 CDs immer wieder, insofern kein Problem). Da ich nen sehr hochwertigen CDP habe, scheint mir dieses Vorgehen das vorerst einfachste und hochwertigste. Später wird es dann aber wohl eine selbstgebaute Streaming-Variante mit lüfterlosem PC neben dem Hörplatz, externem Highend-DAC (mein CDP hat leider keinen Digital-Eingang), und nem UpnP-Server in nem anderen Raum.

(3) Mit den Messungen möchte ich aber auch meinen Raum mit all den vergangenen Optimierungen besser verstehen lernen. Die VPRs wirken nur <= 150 Hz, und wenn ich sie an den Seiten noch mit Folie überziehe, auch nicht mehr im Grundton. Dann habe ich in den hinteren Ecken noch 4 Billy's in der neuen Tiefe 39cm mit ner Lochplatte auf der Front, dahinter eine Folie mit berechneter Stärke, den Innenraum locker mit Mineralwolle gefüllt, und hinten wieder abgedichtet mit Folie damit keine Mineralwolle durch den Raum fliegt. Die Billy's stehen in den Ecken vor den Eck-VPRs. Zusätzlich liegt aber noch jede Menge restlicher Kantenabsorber, Teppiche, Breitbandabsorber usw rum. Das soll durch Diffusoren ersetzt werden. So erhoffe ich mir etwas höhere NHZ von ca. 0,3s ab 150 Hz und einen noch glatteren FG. Das alles soll mit Acourate gemessen und unterstützt werden.

(4) Und ich möchte gerne wissen, ob die Sprungantwort bzw. Impulsantwort auf irgendwelche Phasenfehler schließen lässt (was ich jedoch bei den MEGs nicht glauben kann, oder??). Vielleicht kann jemand hierzu was sagen??

Ach so, welche Einstellungen für Macro 2 sollte ich denn deines Erachtens nehmen (weil du gefragt hattest)?

Gruß
Matthias
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  #7  
Alt 06.02.2012, 10:54
uli brueggemann uli brueggemann ist offline
 
Registriert seit: 13.12.2009
Beiträge: 114
Standard

Hallo Matthias,

1. der ungeglättete Frequenzgang zeigt all die Spitzen speziell zu höheren einfach aufgrund der Anzahl der Schwingungen in der Zeiteinheit. Also es liegt eine Pulsantwort von ca. 1.4 sek vor. Bei 10 kHz macht das 14000 Schwingungen. Mit all den Raumeigenschaften kommt schlichtweg so ein Ergebnis aus der Fouriertransformation heraus.

Nun wird aber anschliessend gefenstert und zwar frequenzabhängig. In Makro1 wird dafür der FDW-Wert angegeben, ein praktischer richtwert ist m.E. 15. Das heisst dass ein Fenster mit 15 Schwingungen vor bzw. nach dem Puls verwendet wird. Das macht bi 10 kHz eben ein Zeitfenster von +-1,5 ms und bei 100 Hz von +-150 ms.

Die daraufhin entstandene "glatte" Kurve ist nicht das Ergebnis einer Glättung, sondern das Ergebnis eben dieser Fensterung. Es wird also dem Direktschall seine herausragende Bedeutung zugemessen.

2. Der glatte Frequenzgang zeigt Schwankungen von +- 5 dB. Das wird sicher besser nach Korrektur.

3. Um das Zeitverhalten der MEGs besser zu sehen, macht es Sinn max. 10 ms in der Sprungantwort zu zeigen, der Ausschnitt von 130 ms ist zu gross.

4. Die Pulsantwort zeigt schön Reflektionen auf. Es wäre sinnvoll, diese soweit als möglich zu bedämpfen. Die Zeit zwischen Hauptpuls und Reflektion entspricht einem verlängerten Schallweg minus dem Direktschallweg. Mit einer Schnur der Länge Direktschallweg plus Differenzzeit mal Schallgeschwindigkeit, angebracht zwischen Hochtöner und Mikrospitze, lassen sich die Reflektionspunkte unter Berücksichtigung Einfallswinkel=Ausfallswinkel gut abschätzen.
__________________
Viele Grüsse,
Uli Brüggemann
---------------------------------------
AudioVero e.K., www.audiovero.de
Gewerblicher Teilnehmer
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  #8  
Alt 06.02.2012, 11:15
KSTR KSTR ist offline
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 1.476
Standard

Zitat:
Zitat von matze81479 Beitrag anzeigen
(4) Und ich möchte gerne wissen, ob die Sprungantwort bzw. Impulsantwort auf irgendwelche Phasenfehler schließen lässt (was ich jedoch bei den MEGs nicht glauben kann, oder??). Vielleicht kann jemand hierzu was sagen??
Ein -- bzw das zu 99.9% übliche -- Allpassverhalten eines LS sollte man jetzt nicht gleich als Fehler (im Sinne von "falsch") auslegen. Im Gegenteil, das ist eine gute wenn nicht die beste Stelle für einen Kompromiss, weil man es eben als einziges hinterher jederzeit noch richten kann, ebenso den Amplitudenfrequenzgang. Alles andere an einem LS, zB vergurktes Abstrahlverhalten oder zu etwas gezwungene Chassis kann man nicht nachträglich hinbiegen.
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  #9  
Alt 06.02.2012, 11:50
nihil.sine.causa nihil.sine.causa ist offline
 
Registriert seit: 21.08.2011
Beiträge: 46
Standard

Zitat:
Zitat von matze81479 Beitrag anzeigen
Ach so, welche Einstellungen für Macro 2 sollte ich denn deines Erachtens nehmen (weil du gefragt hattest)?
Hallo Matthias,

ich würde versuchen, dem geglätteten Frequenzverlauf, der sich aus Macro 1 ergibt, weitestgehend zu folgen. Also eine Gerade unter den Verlauf legen mit einem leichten Abfall zu den Höhen hin.

Das "Loch" bei ca. 30 Hz würde ich tendenziell ignorieren.

Aber ein allzu großer Experte bin ich leider nicht. Ich habe in meiner Hörumgebung viele Experimente gemacht, bis es dann für mich gepasst hat.

Gruß
Harald
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  #10  
Alt 06.02.2012, 13:37
matze81479 matze81479 ist offline
 
Registriert seit: 05.12.2009
Beiträge: 328
Standard

Zitat:
Zitat von uli brueggemann Beitrag anzeigen
3. Um das Zeitverhalten der MEGs besser zu sehen, macht es Sinn max. 10 ms in der Sprungantwort zu zeigen, der Ausschnitt von 130 ms ist zu gross.
Hallo Uli,

hier nochmal der kleinere Ausschnitt der Impulsantwort:



Und die Sprungantwort mit kleinerem Ausschnitt:




Ok, aus der Impulsantwort kann ich v.a. die zahlreichen Reflexionen erkennen. Ja, das ist korrekt. Und da möchte ich auch noch mit Diffusoren etc. ran. Natürlich erst mal berechnen, was da an der Impulsantwort so reflektiert und das abstellen ...

Aber was sagt mir denn die Sprungantwort? Ich kann das ehrlich gesagt gar nichts heraus lesen. Gibt es irgendwo gute Einführgungs-Links, wie man Impuls- und Sprungantworten richtig interpretiert (oder Buch-Tipps)? Und natürlich wäre v.a. eine Analyse meiner o.g. Sprungantwort sehr interessant.

Gruß
Matthias
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