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Replace_S Röhrenwelt Dieses Forum wird von Replace_S gestaltet und moderiert

 
 
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  #11  
Alt 13.08.2013, 21:26
Replace_S Replace_S ist offline
 
Registriert seit: 16.10.2012
Beiträge: 939
Daumen runter

Zitat:
Zitat von Dr.Seltsam Beitrag anzeigen
Ohne oberlehrerhaft klingen zu wollen - man darf nie vergessen welch menschliches Leid mit solch geschichtsträchtigen Orten verbunden ist - hier spreche ich nicht s 4 persönlich an - sondern uns ALLE ... die wir die Bilder gesehen haben.
Genau auf so einen schlauen Kommentar habe ich schon die ganze Zeit über gewartet.

Und genau solche Kommentare sind es, die mir die Lust an diesem Forum gründlich vermiesen. Vielen Dank auch!
  #12  
Alt 13.08.2013, 21:40
Höhlenmaler Höhlenmaler ist offline
 
Registriert seit: 29.11.2007
Beiträge: 3.471
Standard

Wer hat denn da gearbeitet ? Und was genau ist dort produziert worden?

Zitat:
Anlagen aus der Zeit 1944/45, in denen seinerzeit unterirdische Rüstungsfabriken errichtet wurden.
Bin 1953 im Westen geboren worden ... Rüstung ... aha.
Um sich von der braunen Pest zu befreien?
Oder haben sich dort etwa die braunen Drecksäcke gerüstet?
Naja, selbst waren die ja zu nix Gutem in der Lage.
Das muss man doch nicht aussparen, nein, sollte man nicht aussparen ... obwohl, sowas färbt leider auch heute noch auf farblose Schwachköpfe ab!
Also Obacht!
__________________
Gruß Ingo ... die letzten gehörten Tracks
  #13  
Alt 19.08.2013, 19:19
Replace_S Replace_S ist offline
 
Registriert seit: 16.10.2012
Beiträge: 939
Standard

Das nächste Bild zeigt den in der Bergmannssprache als "Hunt" bezeichneten Förderwagen, mit welchem das abgebaute Material transportiert wurde.



vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Hunt

Diese Förderwagen wurden mittels Schwerkraft von der sich über dem Stollen mit dem Hunt befindlichen Abbausohle aus befüllt. Dazu bediente ein Bergmann auf einer Arbeitsbühne stehend einen Schieber am Rollloch.



vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Rolle_(Bergbau)

Holz spielte im Bergbau immer eine große Rolle beim Ausbau der Strecken bzw. zum Abstützen des Gebirges. Die zumeist dafür verwendete Ausbauform wird als Türstock bezeichnet.



vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Türstock_(Bergbau)

Auf dem Foto sind auch mehrere jeweils um 90° gedrehte Lagen Rundhölzer erkennbar. Diese werden als Druckkasten bezeichnet. Sie wurden eingesetzt, um größere Störungen im Gebirge gegen die darunter liegende Sohle abzusichern bzw. den enormen Gebirgsdruck gleichmäßiger zu verteilen und abzuleiten.

- Fortsetzung folgt -

Geändert von Replace_S (30.12.2013 um 04:37 Uhr).
  #14  
Alt 19.08.2013, 19:50
Replace_WW Replace_WW ist offline
 
Registriert seit: 05.12.2008
Beiträge: 1.686
Standard

Super Micha weitermachen
  #15  
Alt 19.08.2013, 20:10
Replace_S Replace_S ist offline
 
Registriert seit: 16.10.2012
Beiträge: 939
Standard

Dankeschön Marco!
----------------------------
Damit ihr Euch das mit so einem Bergwerk besser vorstellen könnt habe ich mir eine prima Skizze eines Kupfererzbergwerks "ausgeliehen".





Quelle: „Die Gewinnung und Verarbeitung des Mansfelder Kupferschiefers“ (Herausgegeben vom VEB Mansfeld Kombinat)/Mansfelder Kupferspuren

Eine bessere Auflösung steht leider nicht zur Verfügung, ich hoffe aber, das ihr trotzdem etwas erkennen könnt.

Gruß
Michael
  #16  
Alt 19.08.2013, 20:27
Höhlenmaler Höhlenmaler ist offline
 
Registriert seit: 29.11.2007
Beiträge: 3.471
Standard

Zitat:
Zitat von wattwuermchen Beitrag anzeigen
Super Micha weitermachen
Ja Bitte weitermachen!
Meine gedanklichen Verknüpfungen bewegen sich
n i c h t
zwangsläufig in die von mir zuvor angesprochene Richtung!

In der Stadt aus der ich komme haben wir auch Höhlen.
In einer, Buchenloch, lebten Menschen - Neandertaler.
Eine andere ist eine seit der Eiszeit bis heute noch nicht aufgetaute, sogenannte
Eishöhle
und eine dritte, warme Höhle, die auch ein paar Meter zumindest begehbar ist.

Munterley in Gerolstein - Buchenloch



Diese Höhle ist ein paar Kilometer nordwestlich vom Buchenloch in Roth unmittelbar
n e b e n der Eishöhle.
__________________
Gruß Ingo ... die letzten gehörten Tracks
  #17  
Alt 19.08.2013, 20:41
Replace_S Replace_S ist offline
 
Registriert seit: 16.10.2012
Beiträge: 939
Standard

Das mit den Höhlen passt schon.

Bodenschätze baute der Mensch anfangs in Höhlen ab, weil sie dort relativ einfach zugänglich waren und teilweise an den Höhlenwänden sichtbar wurden. Das war damals sicher eine magische Angelegenheit, wenn man bläulich oder grünlich gefärbtes Gestein fand.

Irgendwann entwickelte sich das alles weiter und der Bergbau ging um.


Glückauf
Michael
  #18  
Alt 20.08.2013, 18:41
Replace_S Replace_S ist offline
 
Registriert seit: 16.10.2012
Beiträge: 939
Standard

Hier die letzten Bilder aus Gräfenthal, die ich Euch gerne zeigen wollte.



Anstelle des Ausbaues der Strecken mit Holz wurde auch der teurere Stahl verwendet. Man sieht man diese Ausbauform nicht sehr häufig, zumeist sind nur einige wenige (aber dafür sehr wichtige) Streckenteile so ausgebaut worden.



So sieht es aus, wenn das Gitter des Rolllochs dem Druck der Gesteinsmassen nicht mehr standhalten kann und etliche Kubikmeter in die Strecke fließen.



An diesem Füllort wurden pneumatische Rollen eingesetzt, um die Förderwagen zu befüllen. Wie wir auf die dazu notwendige Sohle über dem Aufnahmestandpunkt gelangen könnten, ist uns bislang nicht bekannt.


Gruß
Michael

Geändert von Replace_S (30.12.2013 um 04:37 Uhr).
  #19  
Alt 03.09.2013, 08:37
Replace_S Replace_S ist offline
 
Registriert seit: 16.10.2012
Beiträge: 939
Standard

Wie gelangen wir eigentlich in diese stillgelegten Bergwerke?

Recht vereinfacht ausgedrückt gelangen wir durch ein Mundloch (vgl. Wikipedia) unter die Tagesoberfläche.

Dazu sollte strapazierfähige Bekleidung getragen werden, die ruhig dreckig werden kann. Manchmal sind die Öffnungen nicht wirklich weit, wie auf den beiden Bildern zu sehen ist.


Da hatte der Kollege echt zu kämpfen, um von unten her wieder auszufahren.
Dieses Mundloch war zu dieser Zeit ziemlich eng.


Ein Jahr zuvor sah die gleiche Stelle viel besser aus und es war Platz genug, um mit aufgeschnalltem Rucksack das Mundloch zu passieren.


So sah dieses inzwischen vollständig verfüllte Mundloch übrigens von innen aus:


Gruß
Michael

Geändert von Replace_S (30.12.2013 um 04:37 Uhr).
  #20  
Alt 03.09.2013, 17:47
Replace_S Replace_S ist offline
 
Registriert seit: 16.10.2012
Beiträge: 939
Standard

Ähnlich wie dieses Mundloch sah das oben gezeigte auch einmal aus. Nachdem 1962 der dazugehörige Grubenbereich abgeworfen worden war, wurde es irgendwann mit Erdreich verfüllt. Anzunehmen sind eine Breite und Höhe von je ca. 5 m.


Wann dieses zur gleichen Grube gehörende Mundloch errichtet wurde ist leicht ablesbar. Es handelt sich hierbei um das inzwischen längst stillgelegte letzte Naturasphaltbergwerk Deutschlands, die Asphaltkalk-Lagerstätte bei Holzen/Ith auf der Südwestflanke der Hils-Mulde.


Abgebaut wurde hier so genannter Asphaltkalk, der u.a. zu Fußbodenplatten für die Industrie verarbeitet wurde.



Gruß
Michael

Geändert von Replace_S (30.12.2013 um 04:37 Uhr).
 


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