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Audiophile Kopfhörer In diesem Forum geht es um jegliche Kopfhörer

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  #21  
Alt 10.01.2014, 21:59
Revival Revival ist offline
Gewerblicher Teilnehmer
 
Registriert seit: 20.12.2010
Beiträge: 715
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Hallo Dan und Olli,

Ich will den Thread nicht zulabern, nur meine große Hochachtung für eure Reviews aussprechen.Ich als Kopfhörerneuling kann damit richtig was anfangen.
Ihr habt sehr detailliert und das auch an Hand von bekannten Musikbeispielen, die verschiedenen Spielweisen der Hörer dargestellt.Große Klasse.
Das macht für mich ein Forum lesenswert.
Danke!

Gruß Hagen
__________________
Gewerblicher Teilnehmer
HiFi im Pfarrhof
www.hifi-im-Pfarrhof.de
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  #22  
Alt 11.01.2014, 01:00
headphone headphone ist offline
 
Registriert seit: 24.12.2011
Beiträge: 23
Lächeln AKG 812 auch bei mir Referenz

Ja. Auch bei mir gilt der AKG 812 nun als der Kopfhörer mit dem ich momentan leben werden. Ich wechsle ja oft meine Kopfhörer aus ( Verkauf.. ) und behalte immer einen. Es bleibt immer der da der mir am besten gefällt. Nun ist es zu meiner Ueberraschung der AKG 812, nachdem ich mehrer Jahre mit dem Senni 800 gearbeitet habe. Wieso obwohl ich vor allem Klassik höre und eben auch Grossklassik? Bei einem Wiener Walzer ist die Antwort einfach. Einfach lieblicher und tonal echter. Da gut aufgelöst und Instrumente trotz schmalerer Bühne gut differenziert und man hat trotzdem mehr Informationen die man vom Orchester erhält. Emotional zieht es mich mehr hin. Und bei aller anderen Art von Klassik ist es eh klar. Kammer Musik, Piano Solo usw.


Die Höhen finde ich BESSER als beim HD800 in meinem Setup. Etwas smoother und leicht leiser. Daher finde ich die Balance realistischer. Und diese Streicher. Ein Traum! Zudem sind auch die Höhen besser aufgelöst. Realstische Konturen wie ich sie noch nie gehört habe bei einem dynamischen Hörer. Und bei einer gut aufgenommenen Orchester CD wirkt der Raum auch sehr gross. In einem engen Studio halt etwas klein.

Die Entscheidung ist gefallen. Mein geliebter HD800 und separat die Hi-End Kabel werden verkauft in diversen Foren. Hatte Angst vor dem AKG 812 da ich den LCD 3 ja nur kurz hatte da mir die Darstellung von Grossklassik nicht ganz gefiel. ( Wohl gesagt bei meinem damaligen Setup, dass nicht optimal für LCD 3 war ) Nun sehe ich aber dass der vom Kopfhörer gemachte Raum nicht zwanghaft gross sein muss wenn in der Aufnahme ein guter Raum ausgemacht werden kann. In Kombination mit der für mich klar besseren Tonalität ne klare Sache. Der AKG bleibt da! Und zwar bis was BESSERES kommt. Warten wir bis zum LCD 4 oder Sennheiser HD1000...??? Momentan läuft wie gesagt das Neujahrskonzert 2014. Einfach süss wie die spielen. Nun bin ich in Wien währrend ich vorher nur meinte ich sei dort. Die die sich auskennen wissen was ich meine. Auf jeden FAll behalte ich Schachtel und Zubehör und Quittungen sorgfältig auf falls Senn plötzlich ne neue Bombe bringt. Man weiss ja nie.

So. Dann wäre ich momentan versorgt für die nächste Zeit. . Und noch was. Ich finde Eure Eindrücke ob sie mir nun passen oder auch nicht sehr spannend. Das mit den eher schrillen Höhen kann ich nicht ganz nachvollziehen. Allerdings habe ich ein eher leicht dünkleres NF Kabel und Stromleiste und Stromkabel mit 3 Filtern und nur gute Aufnahmen da neueren Datums und viele SACD.

Aber der HD800 ist immer noch ein Top Kopfhörer für mich. Gerade wenn es um Grossklassik geht ist die Bühne die er macht angebracht und man schaut zum Orchester hin. Bringt aber nicht soviel Emotionen für mich und weniger Informationen. Also Infos bezeichne ich die Summe der Töne und Gefühle in einem Orchester und die Anzahl der Klangpaletten die ein Instrument bringen kann. Je mehr von dieser Summe, desto besser für mich. Tönt etws komsich. Ist aber so. Beim LCD3 fehlt mir etwas Luftigkeit für Grossklassik in meinem Setup. Tonal aber gefile er mir besser als der HD800. Das Zeugs blieb aber eher an der Muschel hängen und ich hatte immer das Gefühl es ist eine Art Schleier drüber.

Ob HD800, LCD3 oder AKG 812 usw. Es ist auch Geschmacksache. Am Besten man hat alle drei. Aber aus Kostengründen geht immer einer weg. Leider..

Oder lustig ausgedrückt. Im Orchester höre ich mit dem HD800 4 Millionen Infos und mit dem AKG 812 4.5 Millionen trotz zu den Seiten hin schmälerer Bühne. Somit kann ich den AKG 812 auch ganz klar für Klassik Fans empfehlen. Und ich bin da sehr heikel.
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  #23  
Alt 11.01.2014, 01:09
Replace_S Replace_S ist offline
 
Registriert seit: 16.10.2012
Beiträge: 939
Standard

Was genau darf ich mir denn unter "Grossklassik" vorstellen? Carl Orff für den Hausgebrauch in Form von Carmina Burana oder etwas größeres wie z.B. die 9. Sinfonie in d-Moll op. 125 von Ludwig van ...?

Gruß
Michael
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  #24  
Alt 11.01.2014, 01:46
Firefox1 Firefox1 ist offline
 
Registriert seit: 19.02.2012
Beiträge: 1.030
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Hi.

Also ich konnte beim AKG 812 auch keinerlei Vorlieben erkennen.
Der spielt alles gleich genial.
Soll heißen , daß er aus jeder Aufnahme alle Informationen in den Raum stellt, gleich welcher Musik Stil , ohne erkennbare Frequenzüberhöhungen.
Die Art der Darstellung hängt also nicht davon ab ob Rock, Pop oder Klassik gespielt wird, sondern von der Qualität der Aufnahme.
Das ist eine ganz große Stärke des 812'ers.

Ich genieße ihn grade an einem Röhren KHV, um mir darüber auch noch ein Bild machen zu können.
Das klingt sehr , sehr gut.
Besonders im OTL Modus.
Was mir das Experiment allerdings auch ganz klar zeigt, ist das die Röhren sehr sorgsam gewählt sein müssen, damit der Schuss nicht nach hinten los geht.
Dieser KH honoriert nicht nur Stärken , sondern auch Schwächen , bzw. ein falsches Setup .
Es wird zwar nie schrecklich, aber es gibt da eine Menge Potenzial zu verschenken, worum es einfach zu schade wäre.
Ein Transistorverstärker scheint mir deshalb eher erste Wahl zu sein, da man damit auf der sichereren Seite ist.
Wie gesagt, bereits das IPad entlockt dem 812'er puren Genuß.
Ein kleiner feiner Transistor reicht dann sicherlich aus um den AKG in Hochform zu erleben.

Gruß,
Oliver

Geändert von Firefox1 (11.01.2014 um 01:59 Uhr).
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  #25  
Alt 11.01.2014, 04:37
Truesound Truesound ist offline
 
Registriert seit: 29.07.2011
Beiträge: 3.150
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Zitat:
Zitat von cucera Beitrag anzeigen
Ich hatte den AKG K812 von Hagen (Hifi im Pfarrhof ) im Rahmen seiner Testaktion freundlicherweise für 4 Tage zur Verfügung gestellt bekommen. Nochmals Danke für den tollen Service. Der Hörer hatte schon >100h und ich habe nun relativ viel Zeit mit ihm verbracht.

Zur Verarbeitung und Komfort kann ich nur den Eindruck der ersten Reviewer bestätigen dass beides Hervorragend ist. Die Aluteile sehen sehr wertig aus und das Design hat das Zeug zum Klassiker. Der meiner Meinung nach bestverarbeitete Kopfhörer mit sehr gutem Tragekomfort. Einzige Einschränkung ist, dass die Haptik des Kabels wie bei einem 50€ Kopfhörers wirkt und des aufgerufenen Preises unwürdig ist.

Der Schwerpunkt dieses Reviews werden Vergleiche zu den üblichen Verdächtigen der >1000€ Klasse sein, sein nämlich Sennheiser HD800, Hifiman HE-6 (unbedingt beachten Bewertungen beziehen sich auf High End Speaker Amp wie mein Pass Aleph J und nicht an Kopfhörerverstärker), Audeze LCD2 sowie meine persönliche Referenz ein Stax SR-X MK3 pro. Die Kopfhörer wurden alle von der Lautstärke auf ein 1/2 dB genau abgeglichen.

Direktvergleiche zu LCD3, TH900 und T1 habe ich nicht durchgeführt, aber aus der Erinnerung spielt der T1 deutlich darunter. Wobei der Fostex und Audeze zwar technisch sehr gut sind, aber in tonalen Echtheit und Detailauflösung vom K812 geschlagen werden. Und der Frequenzverlauf ist auch neutraler als alle Staxe (verschiedene KH und Verstärker Kombis getestet) unterhalb des SR009s und von der Luftigkeit und Auflösung zieht der K812 mit den Elektrostaten gleich. Leider ist der aktuelle Stax SR 007 MK2 tonal im Vergleich zum MK1 verhunzt wobei ich den alten an passendem Verstärker vor dem K812 sehe.
Entgegen der meisten Beschreibungen und AKGs eigener Ankündigung habe ich den AKG trotz hoher Empfindlichkeit als nicht sehr einfach anzutreiben erlebt. Am iPhone, iPod, iPad, Centrance Hifi M8, Objective2 wirkt er mir etwas zu spitz. Trotzdem übertrifft er qualitativ alle Bügelkopfhörer direkt am iPad. Am Bryston BHA-1 war es weit besser und am Violectric V200 gefiel er mir tonal am besten, aber die Bühne erreichte nicht den BHA-1.

Nun die allgemeinen Eindrücke:

Auflösung:
Die Auflösung ist absolute Weltklasse, auf Augenhöhe mit Elektrostaten und dem HE-6 und übertrifft den HD800 deutlich. Den Eindruck teile ich mit allen anderen Beschreibungen hier. Ich weiß nicht was Tyll Hertensens gehört hat als er in dem Punkt den HD800 vorn sah.
Tonalität: Sehr ausgeglichener Verlauf über das ganze Spektrum und meinem Stax SR-X MK3 pro äußerst ähnlich, dem besten und gnadenlos ehrlichsten Studiomonitor den ich bisher gehört habe. Also dickes Kompliment Stax hat sein Ziel professional Monitoring Headphone voll erreicht. Einzig die Höhen können insbesondere bei schlechten Aufnahmen oder unpassender Verstärkung spitz wirken.
Alle Instrumente wirken mit dem K812 sehr echt und Lebensnah, ganz gleich ob Stimme, Geige, Pauke, Becken oder Klavier.

Bass:
Sehr gut konturiert, und kräftiger als beim HD800. Er unterscheidet die einzelnen Bassnoten z.B. beim gezupften Kontrabass deutlich. Trotzdem erreicht er nicht den Tiefbass eines HE-6 oder LCD2. Unter 30Hz geht ihm auch am Bryston die Puste aus. Und der Bass der Magnetostaten wirkt trockener. Das könnte die klangliche Auswirkung des messtechnisch erfassten hohen Klirrs im Bass sein.

Mitten:
Die saubersten Mitten die ich bisher bei einem Dynamischen KH gehört habe. Er erreicht zwar nicht ganz die Neutralität des Stax SR-X MK3 pro und im Grundton ist auch der HE-6 minimal besser aber z.B. die Stimmen des HD800, LCD2 oder Denon AH-D5000 wirken gegen den K812 aufgedickt .

Höhen:
Der einzige kleine Minuspunkt den ich dem K812 ausstellen muss. Die Höhen im oberen Bereich ( >7kHz ) und der Superhochton sind superb. Die 8. Oktave ist nicht gut genug umgesetzt. Er hat nicht nur den auch bei Sennheiser oft kritisierten 6KHz peak sondern auch die unteren Höhen sind überbetont (3-4kHz). Der Vorteil dieser Überbetonung liegt darin, dass eine scheinbar noch höhere Auflösung und Ortbarkeit des Stimmbereichs erreicht wird. Das wird insbesondere zu in dem Bereich tonal richtigen Kopfhörern wie Ultimate Ears Reference Monitor oder Stax Sr-XMK3 deutlich. Der K812 klingt bei vielen Aufnahmen gerade noch richtig aber es fehlt nicht viel und er wirkt schnell spitzer als andere helle Hörer wie der HD800 und HE-6.

Ich teile hier Tyll Hertensens tizzy und übersetze es als etwas zu siblitante s und z Laute. Ich habe hier mit einem parametrischen Equalizer experimentiert. Als Basis diente mir dabei Beyonces genialer Song "Single Ladies". Eine Absenkung des 3,5KHz Bereichs um 3dB mit einer Bandweite von 0,3 Oktaven und des 6KHz Bereichs um 2dB mit 0,5 Okt. Bandbreite läßt alle Kritikpunkte für mich verschwinden. Allerdings wird von Mensch zu Mensch gerade dieser sensible 3KHz Bereich durch die Resonanz des Außenohrs sehr verschieden wahrgenommen.

Abbildung:
In dieser Disziplin ist der K812 König. Die Instrumente und Stimmen haben einen klar umrissenen Platz und der Raum um sie herum scheint größer als bei jedem anderen KH den ich kenne (knapp vor Stax SR-X MK3 pro). In dem Punkt verstehe ich warum manche den K812 als überlegen und besser als alles Bisherige unter 3000€ sehen.

Bühne:
Die Tiefenstaffelung ist mit dem HD800 gleichauf, doch in die Breite der Bühne hat der Sennheiser klar die Nase vorn. Insbesondere bei Großklassik verliert er diese Disziplin klar. Er zieht von der Bühne auch mit einem gut angetriebenen HE-6 gleich und läßt alle anderen Kopfhörer hinter sich.

Transparenz:
Der K812 zeigt Änderungen in der Kette davor sehr deutlich. Er ist deshalb der empfindlichste Kopfhörer den ich kenne insbesondere wenn der Dac oder Verstärker einen etwas helleren Klang haben. Und für alle Kritiker des Elektronik Klangs nochmal, die klanglichen Unterschiede sind natürlich minimal aber nach längerem Hören stellt sich ein Unwohlsein ein.

Euphonie:
Diese Eigenschaft fehlt dem K812 vollständig. Er ist ein Studio Monitor und schönt nichts. Deshalb werden Freunde des TH900, LCD3 oder auch der verschiedenen Stax Lambda immer etwas beim K812 vermissen. Selbst der von mir bisher als ehrlich beschriebene HD800 fügt etwas zusätzlichen Wohlklang in den Stimmen hinzu wenn man ihn Kopf an Kopf mit dem K812 vergleicht. Der HE-6 ist zwar ebenso neutral aber fühlt sich trotzdem irgendwie euphonischer an.

Aufnahmequaltät:
Der K812 deckt jeden Mastering Fehler gnadenlos auf und auch leichtes Hintergrundrauschen ist deutlicher zu vernehmen als bei allen anderen Kopfhörern außer meinen Stax SR-X MK3 pro. Schlechte Aufnahmen sind mit ihm eine Qual.
Es folgen Vergleiche an einigen Musikbeispielen:

Beethoven, Leonard Bernstein, Ode an die Freiheit

Wie vorher erwähnt ist der HD800 bei Großklassik vorne. Er rückt das Geschehen etwas weiter vom Hörer weg, so dass man das Gefühl hat aus einiger Entfernung auf die Bühne am Brandenburger Tor zu schauen. Das bekommt der K812 nicht hin, man befindet sich inmitten der Bühne. Tonal wirkt der AKG aber zusammen mit dem HE-6 echter. Außerdem kommt der K812 mit seiner hohen Auflösung dem Live Gefühl mit den unzähligen Menschen sehr nahe. Man hört vereinzeltes Husten Bewegungen, fallende Gegenstände und Ähnliches deutlich.

Miles Davis, Kind of Blue

Bei diesem Stück gewinnt der AKG die Disziplin Bühne und Imaging. Die etwas intimere Darstellung entspricht eher dem Original Setting (und ich kenne diese Platte sehr gut). Das Zupfen der Bass Seiten, Evans Klavieranschlag und selbst Davis Betätigung der Ventile sind mit dem K812 genauso gut auszumachen wie mit meinem Referenz Stax. Allein in der Tiefe der Bässe zieht diesmal der LCD2 den Trumpf und das Klavier wirkt beim HE-6 echter.

Kodo, Heartbeat Drummers of Japan

Bei dem Album sind die Bässe des LCD2s naturgemäß sehr beeindruckend und man spürt dabei geradezu die Größe der Trommeln, eine Qualität die der K812 nicht hat. Aber alle Nebengeräusche wie der Anschlag der Stöcke kommen beim AKG realistischer als bei der Konkurrenz. Und auch beim Raumdarstellung hat der K812 hier eine größere Ortungsschärfe als der HD800. Er zieht bei dem Album mit dem HE-6 gleich.

Kings of Leon, Mechanical Bull

Hier zieht der AKG erstaunlich deutlich am vermeintlichen Rocker LCD2 vorbei. Der wirkt nicht nur dumpf sondern auch langsam. Das war für mich die Überraschung der Hörsession. Einzig der HE-6 kann hier bei der gitarrenlastigen Musik mithalten und der Stax verweist mit seiner Schnelligkeit die anderen auf die Ränge.

Leonard Cohen, The Essential

Cohens Stimme ist für mich immer der Maßstab für Realität eines Kopfhörers, da sie bei jedem sehr anders klingt. Das macht der K812 sehr gut nur die Weiblichen Hintergrundstimmen sind öfters mal siblitant. Bei dem Album fällt immer wieder auf was einige als highendigen Schleier beim HD800 bezeichnet haben. Dieses Aufhübschen der Stimmen durch angehobenen Grundton (4-5 Oktave) ist dem K812 fremd. Trotzdem ist der HE-6 hier (max 1,5 dB) noch etwas ehrlicher.

Zusammenfassung:
Der K812 ist der insgesamt beste dynamische Kopfhörer den es derzeit zu kaufen gibt und er ist der König der Genre, egal welche Art Musik man spielt er kann es. Von bassgewaltigem Jazz über schnellen Rock bis hin zu Singer Songwriter oder Klassik er ist für alles geeignet solange die Aufnahme gut ist. Er ist auch dem HE-6 am Bryston BHA-1 deutlich überlegen allerdings legt dieser mit dem Pass Aleph J oder dem Class D Verstärker deutlich zu so dass er an einem High End Verstärker den K812 knapp besiegt.Und mein SR-X MK3 pro läuft eh außer Konkurenz.

Ich würde ihn aber nicht als einzigen KH empfehlen, für schlechtere Aufnahmen wäre als Ergänzung ein Audeze, Denon D5000/7000, Fostex TH900/600 oder HE500 bzw. ein HD650 empfehlenswert.
Hallo Dan!

Besten Dank für deinen Versuch der differenzierten KH-modellübergreifenden Einschätzung und der Detailschilderungen!! So stelle ich mir ein Review vor!

Grüße Truesound
__________________
Wer in Zukunft nur noch mit der Maus wild herumklickt und irgend etwas erzeugt, von dem er garnicht wissen will, wie es zu Stande kommt, ist leider nur ein Anfänger in einer Welt, in der alles schon einmal da war -auch Fachleute. (Karl-Hermann von Behren)
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  #26  
Alt 11.01.2014, 09:19
Inexxon Inexxon ist offline
 
Registriert seit: 20.10.2012
Beiträge: 1.284
Standard

Hallo,

schön das sich jetzt die Reviews mehren und die "Welt" ein genaueres Bild von dem AKG K812 Pro bekommt! In der ersten Reihe bzgl. Hörerfahrungen des K812 zu stehen war nicht gerade angenehm ... Danke dafür!

Nach nun mittlerweile etwas mehr als 3 Wochen Besitz des AKG´s hat es der K812 bei mir geschafft gleichzeitig Referenz und Dauerhörer zu werden. Egal welches Musikgenre der AKG spielt immer mit Höchstform und nervende Höhen kann ich bei mir auch nach direkten suchen nicht festellen. Außerdem, das sollte wirklich noch einmal erwähnt werden greife ich auch ab und zu einfach zu meinen kleinen Ipod und schließe den AKG an für mich das derzeit "kleinste" High End Kopfhörersetup.

Eigentlich habe ich den AKG nur gekauft aus Neugierde weil mal in einem Review Ähnlichkeiten zu Stax genannte wurden. Da war es für mich als Stax Fan klar den probierste einfach mal aus auch wenn der Preis eigentlich für mich sehr hoch war ... Nun hat er mich wirklich überrascht und ich sehe derzeit auf dem Markt bis vielleicht auf den Stax SR 009, den ich allerdings noch nicht kenne kein Modell was den K812 bei mir ablösen könnte.



Viele Grüße!

Sören

Geändert von Inexxon (11.01.2014 um 09:25 Uhr).
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  #27  
Alt 11.01.2014, 19:01
Jim Jim ist offline
 
Registriert seit: 23.12.2010
Beiträge: 71
Standard Hörbesuch

Hallo,

mit großem Interesse habe ich die gesamten Berichte über den AKG 812 hier verfolgt. In mir ist der Entschluss gereift mir so ein Teil auch mal an die Ohren zu bringen.

Da Hartmut Alt einen Rückläufer zum Verkauf hier eingestellt hat und mir der aufgerufene Verkaufspreis entgegenkam habe ich Heute die Gelegenheit am Schopf gepackt (den Geldbeutel gefüllt und das Konto erleichtert) und kurzfristig einen Hörtermin vereinbart (wohne ca. 50 Autominuten entfernt)

Nach einem sehr netten Empfang wurde ich ins Hör- und Wohnzimmer begleitet wo der AKG 812 schon auf mich wartete. Der Hörer hatte auch lt. Herrn Alt schon ca 200 Einspielstunden hinter sich.

Als KHV war der Bryston anwesend die Musik kam vom Apple Notebook über einen DAC von Play Back Design (wie der genau heißt ist mir gerade entfallen) und zum direkten Vergleich hatte Herr Alt seinen Audeze LCD 2 bereitgelegt. Nach einem anregenden Plausch über HiFi Geräte und Gemeinsamkeiten ging es dann zum Hörtest.

Herr Alt gewährte mir den Zugriff auf seine ITunes Bibliothek und verließ dann den Raum um mir ein unbeeinflusstes Hören und KH wechseln zu ermöglichen. Fand ich Prima.

Habe dann eine halbe Stunde intensiv verglichen und immer wieder den Hörer gewechselt. Da ich selbst im Besitz eines LCD 2 bin konnte ich das gut einordnen.

Klangbeschreibungen sind nicht meine Welt, bei mir muss es im Kopf "Klick" machen. Das hat es auch getan. Entweder bin ich mit dem LCD 2 schon so vertraut und "versaut" oder warum auch immer.

Mir PERSÖNLICH gefällt der LCD 2 besser. Der AKG löst zwar Gnadenlos auf aber das war mir einfach zuviel des Guten. Irgendwie war mir das alles zu nervös.

Anschließend hatt mir Herr Alt noch einen Opernauschnitt von La Traviata mit der Netrebkow über seine Geithain LS und Visuell auf dem MacBook vorgeführt.

Wow, als nicht Opernfan habe ich da Blut geleckt. Auch die Kombi aus Bild und Ton werde ich wohl bei mir mal nachverfolgen

Nach 2 Intensiven Stunden habe ich dann, um einige Eindrücke reicher und Kohlemäßig nicht ärmer, den Heimweg angetreten. Für Herr Alt war meine Kaufabstinenz auch überhaupt kein Problem, was ich als sehr entspannend Empfand.

Lieber Herr Alt auf diesem Weg nochmals vielen Dank für Ihre Zeit und die spannenden Einblicke in Ihr HiFi Leben.

Beste Grüße

Gerhard
__________________
Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. (Stand auf nem Frühstücksbrettchen)

Geändert von Jim (11.01.2014 um 19:08 Uhr). Grund: Ergänzung
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  #28  
Alt 11.01.2014, 19:18
cucera cucera ist offline
 
Registriert seit: 21.04.2013
Beiträge: 1.079
Standard

Danke Gerhard für den Bericht, ja in der Klasse kann jeder KH persönlich gewinnen. Ist halt Geschmacksache.
__________________
Beste Grüße
Dan

----------------------------------------
parttime audiophile parttime sceptic
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  #29  
Alt 12.01.2014, 00:31
Andre
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von Jim Beitrag anzeigen

Da Hartmut Alt einen Rückläufer zum Verkauf hier eingestellt hat und mir der aufgerufene Verkaufspreis entgegenkam habe ich Heute die Gelegenheit am Schopf gepackt (den Geldbeutel gefüllt und das Konto erleichtert) und kurzfristig einen Hörtermin vereinbart
Mir PERSÖNLICH gefällt der LCD 2 besser.


keine ahnung ob man nach ner weile probehören gehn kann... ich fand da schonmal nen denon d7100 geiler weil er soviel bass hatte..später hat man sich dann doch lieber auf die tugenden besinnt mit denen man dauerhaft leben möchte


warum also nicht für 1100 kaufen ..nen monat probehören und dann wieder zum selben preis verkaufen ? :-)

Geändert von Andre (12.01.2014 um 00:35 Uhr).
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  #30  
Alt 12.01.2014, 10:20
Lani Lani ist offline
 
Registriert seit: 30.12.2013
Beiträge: 1.100
Standard

>>Der K812 klingt bei vielen Aufnahmen gerade noch richtig aber es fehlt nicht viel und er wirkt schnell spitzer als andere helle Hörer wie der HD800 und HE-6.

@cucera
Vielleicht habe ich es überlesen, aber auf welchen KHV bezieht sich diese Aussage?
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