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Elektrisches Room-Tuning Dieses Forum befasst sich mit den elektrischen Möglichkeiten des Room-Tunings

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  #11  
Alt 11.03.2014, 23:03
KSTR KSTR ist offline
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 1.430
Standard

Zitat:
Zitat von CompEx Beitrag anzeigen
Sprich: können Korrekturen den Klang zum Zeitpunkt T0 unbeeinflusst lassen und ihre direkte Wirkung auf den Zeitpunkt T1 „verschieben“?
Ja, das ist möglich, aber leider nur für einen (winzigen) Punkt im Raum und auch ansonsten ziemlich idealisierten Bedingungen : http://www.regonaudio.com/Digital%20...Part%20II.html
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  #12  
Alt 11.03.2014, 23:44
boxworld boxworld ist offline
 
Registriert seit: 23.06.2010
Beiträge: 3.774
Standard

Zitat:
Zitat von KSTR Beitrag anzeigen
Keineswegs. Der LS muss am Hörplatz gemessen werden um eine Hörplatz-Korrektur vornehmen zu können. "Raumkorrektur" gibt es nicht und ist schon als Begriff falsch (auch wenn er oft verwendet wird).
Möchte ich nur den Raum ausblenden, den Grundcharakter des Lautsprechers aber beibehalten, benötige ich dazu den Frequenzgang unter Freifeldbedingungen sonst korrigiere ich nicht den Raum sondern Raum UND Lautsprecher.
Da ist die Frage ob das gewünscht ist denn damit verändere ich den kompletten Charakter des Systems.
Es ist natürlich jedem selbst überlassen was gewünscht ist jedoch ist es eben genau wie Du schon sagtest, es ist keine Raumkorrektur sondern eine "über alles Korrektur" die nicht isoliert betrachtet werden kann.


Gruss Marc
__________________
Am Ende einer langen HiFi Entdeckungsreise landet jeder entweder bei einem Breitbänder oder einem Hornsystem
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  #13  
Alt 12.03.2014, 01:26
Ted Ted ist offline
 
Registriert seit: 30.10.2013
Beiträge: 1.810
Standard

Zitat:
Zitat von boxworld Beitrag anzeigen
Möchte ich nur den Raum ausblenden, den Grundcharakter des Lautsprechers aber beibehalten, benötige ich dazu den Frequenzgang unter Freifeldbedingungen sonst korrigiere ich nicht den Raum sondern Raum UND Lautsprecher.
Das Wort Raumkorrektur ist meiner Meinung nach in diesem Zusammenhang völliger Unsinn. Fehler im Raum lassen sich nicht per Elektronik beheben. Da muss am Raum gearbeitet werden (Absorber usw.).

Das Zusammenspiel von Raum und Lautsprecher lässt sich natürlich optimieren (korrigieren wäre auch falsch formuliert). Ob man dann am Hörplatz misst (was ich für sinnvoller halte) oder den LS im Freifeld misst, muss jeder für sich entscheiden.

LG
Jörg
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  #14  
Alt 12.03.2014, 02:20
Babak Babak ist offline
 
Registriert seit: 24.01.2008
Beiträge: 526
Standard

Hallo

Ich sehe es ähnlich wie der Thread Ersteller.

Eine elektronische Korrektur manipuliert immer den Direktschall.
Ein vom Hersteller im Rar linear abgestimmter LS ist nach der Korrektur nimmer linear.

Der Ansatz,den Betriebsschall (also die Summe aus direktem und indirektem Schall am Hörplatz) zu linearisieren,ist in meinen Augen auch falsch.

Wenn die Raumantwort nicht gleichmäßig, also linear ist, muss der Direktschall komplementär nicht -linear sein, damit die Summe linear wird.

So können unendlich viele Kombinationen aus nicht linearem Raumschall mit nicht linearem Direktschall zum selben linearen Betriebsschall führen.
Erwartet jemand, dass die alle gleich klingen???

----------------------

Das Gehör kann aber zwischen Direktschall und Raumschall unterscheiden - ganz anders als ein Messmikrophon.

Somit wird der verbogene Direktschall hörbar.

---------------------

Daher empfehlen ja alle, inklusive Floyd Toole, Everest und auch EBU und ITU folgende Vorgehensweise, um zu möglichst neutralen Bedingungen zu kommen :
  1. LS mit linearem Frequenzgang hernehmen.
  2. Die LS sollen eine regelmäßige Direktivität haben (über den ganzen Frequenzgang gleichmäßiger Abfall der Pegel abseits der Achse)
  3. Toole empfiehlt eine günstige Aufstellung der LS und des Hörplatzes in Hinsicht auf Anregung und Auswirkung der Moden)
  4. Gleichmäßige Nachhallzeiten des Raums (RT30 oder RT60)
  5. Erst dann, wenn es immer noch Probleme mit Moden gibt, schmalbandige Reduktion der Frequenzen der störenden Moden

LG
Babak
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  #15  
Alt 12.03.2014, 10:14
AIR AIR ist offline
-
 
Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.063
Standard

..........

Zitat:
Zitat von Babak Beitrag anzeigen
So können unendlich viele Kombinationen aus nicht linearem Raumschall mit nicht linearem Direktschall zum selben linearen Betriebsschall führen.
Erwartet jemand, dass die alle gleich klingen???
__________________
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www.weidlich-audio.de
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  #16  
Alt 12.03.2014, 11:08
AIR AIR ist offline
-
 
Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.063
Standard weiter gedacht

.
Der lineare Frequenzgang eines Lautsprechers und eine regelmäßige Direktivität reichen ebenso keinesfalls aus.

So können unendlich viele Kombinationen aus nicht linearem Einschwingen mit nicht linearem eingeschwungenen Zuständen zum selben linearen Betriebsschall führen.
Erwartet jemand, dass die alle gleich klingen???

Daher bedarf es Lautsprechern, die zumindest minimalphasig sind, zu sehen an einer dementsprechenden Sprungantwort.




Unter dieser Voraussetzung klingen nicht nur der Direktschall sondern auch ein großer Teil der Reflexionen originalgetreu.

Beste Grüße
AIR

__________________
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  #17  
Alt 12.03.2014, 11:17
bruce
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Der lineare Frequenzgang eines Lautsprechers und eine regelmäßige Direktivität reichen ebenso keinesfalls aus.

So können unendlich viele Kombinationen aus nicht linearem Einschwingen mit nicht linearem eingeschwungenen Zuständen zum selben linearen Betriebsschall führen.
Erwartet jemand, dass die alle gleich klingen???


Jepp, in weiten Grenzen. Den Tiefbass mal ausgenommen.

Zitat:
Daher bedarf es Lautsprechern, die zumindest minimalphasig sind, zu sehen an einer dementsprechenden Sprungantwort.
Wie würdest Du den Anteil am Gesamtbetriebsschall am Hörplatz quantifizieren, für den diese Sprungantwort gilt? Anders gefragt, wie viele Wege vom Lautsprecher mit verteilten Quellen gibt es, für die die Einzelstrecken von den Quellen zum Ohr exakt identisch sind, insbesondere im Vergleich mit denen, wo genau das nicht der Fall ist und wie ist das im Zusammenhang mit dem Thread zu sehen, wo es um Raumentzerrung geht?
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  #18  
Alt 12.03.2014, 11:27
Speedy Speedy ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2009
Beiträge: 1.156
Standard

Hallo Air,

Zitat:
Zitat von AIR Beitrag anzeigen

Zwischen dem Startpunkt des Schall-Ereignisses und dem Eintreffen der ersten Raumeinflüsse (early reflections) vergeht eine bestimmte Zeit, in der bei hohen und mittleren Frequenzen komplette Anschlaggeräusche ohne Raumeinfluss ans Ohr gelangen.
Ja, und diese Zeit ist abhängig vom Raum. Das meinte ich und war ungeschickt ausgedrückt. Abhängig von dieser Zeitspanne kann unser Hörsinn nämlich evtl. nicht mehr (genau) differenzieren zwischen Direktschall und ER.


Zitat:
Zitat von AIR Beitrag anzeigen
Meiner Erfahrung nach sind die ersten Reflexionen die störendsten Raumeinflüsse, gefolgt von den sich aufschwingenden Reflexionen (Resonanzen).
Die Nachhallzeit hat meines Erachtens demgegenüber eine geringere Bedeutung.
Kann man auch nicht verallgemeinern. Ein Raum mit einer üblen NHZ und keinerlei ER ist auch nicht angenehm.

Wie auch immer, die Antwort auf die Frage im Threadtitel lautet Ja.

Beste Grüße
Speedy
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  #19  
Alt 12.03.2014, 12:53
AIR AIR ist offline
-
 
Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.063
Standard

Zitat:
Zitat von Speedy Beitrag anzeigen
Kann man auch nicht verallgemeinern. Ein Raum mit einer üblen NHZ und keinerlei ER ist auch nicht angenehm.
Hallo Speedy,

ohne erste Reflexionen gibt es keinerlei Nachhall.

Es kann aber niemals Nachhall ohne erste Reflexionen geben.

__________________
gewerblicher Teilnehmer
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  #20  
Alt 12.03.2014, 13:11
AIR AIR ist offline
-
 
Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.063
Standard

Zitat:
Zitat von bruce Beitrag anzeigen
[font=Verdana][color=Navy]
Wie würdest Du den Anteil am Gesamtbetriebsschall am Hörplatz quantifizieren, für den diese Sprungantwort gilt? Anders gefragt, wie viele Wege vom Lautsprecher mit verteilten Quellen gibt es, für die die Einzelstrecken von den Quellen zum Ohr exakt identisch sind, insbesondere im Vergleich mit denen, wo genau das nicht der Fall ist und wie ist das im Zusammenhang mit dem Thread zu sehen, wo es um Raumentzerrung geht?
Hallo Bruce,

exakt diese Sprungantwort gibt es nur an exakt einem Punkt im Raum, nämlich dort wo das Mikrofon stand.
Das ist ein Hinweis darauf, dass der Direktschallanteil nahezu perfekt ist und Reflexionen, die auf dem Wege dieser Abstrahlrichtung folgen sind es auch, insofern die reflektierende Fläche kein Frequenzfilter darstellt.
Bei dem dargestellten Lautsprecher entsprechen die horizontalen Sprungantworten weithin einem sehr guten Minimalphasensystem.
Die von den seitlichen Wänden/Flächen reflektierten Schallanteile sind entsprechend und erreichen den Zuhörer auf Sitzposition.
Die Verständlichkeit des Reflexionsschalls ist in einer relevanten Größenordnung einwandfrei.
In Richtung Decke (nach oben abgestrahlt) sieht die Sprungantwort dann auch nicht besser aus als bei allen üblichen Konstruktionen. In Richtung Fußboden erkennt nur der Fachmann, dass es nicht wirklich idealtypisch ist.
Alles in allem ist der Anteil der nahezu originalgetreuen Reflexionen erheblich.
Ob es nun 25 oder 45 % o.ä. sind, hängt zuletzt vom Raum ab.

Beste Grüße
AIR

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