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Otwins Kopfhörer Olymp Hier ist der Bereich, in dem sich IKL freie Hörer über höchstwertiges Equipment austauschen können.

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  #1  
Alt 22.03.2014, 18:07
lotusblüte lotusblüte ist offline
 
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Beiträge: 5.279
Standard AKG K712 PRO mit ein wenig Rückblick



Hallo,

Während den vergangenen drei Monate hatte ich nebst dem schönen Betrieb mit dem Flaggschiff K812 auch das Vergnügen, mich ausführlich mit dem kleineren Bruder, dem K712 PRO zu beschäftigen, einem Kopfhörer, der sich als das bis dato letzte Modell der 7er-Serie damit zu einem K701, K702, Q701 und dem K702 Anniversary gesellt.



Und auch er ist es wert, ihm reichlich Zeit zu widmen. Außerdem kann oder möchte nicht jeder den für das Topmodell aufgerufenen Preis hinlegen, manch einer sieht seine KH seitigen Klangwünsche vielleicht sogar im eher mittleren Preisfeld bereits voll befriedigt, was dann den K712 direkt in den Fokus rückt. Für rund 440€ ist er im Handel erhältlich.

Wenn man nun den großen Bruder zum Vergleich hat, ist dies zwar eine wunderbare Sache, da sich so recht gut die Gesamtqualität des K712 PRO zuordnen lässt, etwas prickelnder oder spannender stellt sich jedoch der Vergleich mit einem K701 dar - immerhin läutete selbiger 2005 die 7er-Serie ein. Und noch interessanter wird das Ganze dann, wenn sich zusätzlich ein echtes Urgestein vom Schlage eines K501 mit an Bord befindet.



Rund 18 Jahre ist es nun her, seit das damalige ohrumschließende Topmodell quasi als Nachfolger des 1991 entwickelten K500 gebaut wurde und ab da für reichlich Hörgenuss sorgte. Mich jedenfalls zog es neben einem K1000 oder meinen Stax-Modellen immer wieder auch zu Hörsessions mit diesem klanglich sehr ausgewogenen Kopfhörer, der gerade für Klassik super einzusetzen war. Mit einem K1000, einem Jecklin Float oder auch mit den erwähnten Staxens als elektrostatische Vertreter, konnte ein K501 logisch nicht mithalten. Er war der Star im Bereich darunter, genau so, wie heute ein K712 im Verhältnis zum K812.







Sehr interessant ist es auch, wenn man sich bezüglich einem K500 mal wieder die Einstufung der damaligen Presse anschaut. In der Hifi Vision aus 1991 beispielsweise führte der K1000 das Feld an und ein K500 landete hinter Stax und einem Jecklin Float auf Platz 2 der Spitzenklasse. Und setzt man dessen Preis in Höhe von 330 DM ins Verhältnis zum K1000, so hat sich an dieser Situation bis zum heutigen Tage gar nicht so viel geändert. Mit 300€ zahlt man für einen K702 in etwa ein fünftel des Preises eines K812.


Quelle: Hifi Vision Zeitschrift 1/ 1991

Auch heute im direkten Vergleich mit einem K701, K702, K712 bleibt der K501 zwar immer noch ein beachtliches Stück ausgewogene Klangkunst, aber eine wirkliche Chance, an die zeitgemäßen Modelle heran zu kommen, besteht nicht. Deren Klang stellt sich nicht nur feinsinniger und räumlich ausladender dar sondern auch eine ganze Ecke potenter, einfach erwachsener, weshalb man zwar nach wie vor seinen Spass mit dem grauen Teil hat, gleichsam dieses Kapitel damit aber auch als geschlossen betrachten kann. Also, dem K712 fair einen Hörer zum Vergleich an die Seite zu stellen, bedeutet somit im eigenen Hause sich eher eines 2005 in Serie gegangenen K701 zu bedienen.









Zwischen einem K701 und einem K501 gibt es im Prinzip nicht viel zu überlegen, was den Gewinner anbelangt. Neun dazwischen liegende Jahre mit der Möglichkeit versehen, bessere Technik einzusetzen, haben ihre Spuren hinterlassen, weshalb ein K701 dieses Rennen klar für sich entscheidet. Wie sieht es aber nun innerhalb der 7er Reihe aus im Vergleich mit einem K712 Pro, der etliche Jahre später auf den Markt kommt und bei dem es sich um einen Studiohörer handelt? Eine optisch gute Figur macht er zweifelsohne:









Ohne sich nun im Stil einer ganz ausführlichen Beschreibung an Hand von bestimmten Musikerwähnungen der Sache zu widmen, lässt sich für mich sagen, dass der Vergleich zwar am Ende zu Gunsten des K712 ausgeht, aber die Sache längst nicht so einfach ist, wie im Falle des K501. Dafür wurde der weiße Riese, wie er oft liebevoll genannt wird, bereits zu gut gemacht, der ja zudem nochmals klanglich gewinnt, wenn man ihn symmetrisch an den KHV anschließt. Bei ihm ist das symmetrische Konfektionieren dank vier getrennt geführter Adern recht einfach - Klinkenstecker ab und Vierpol dran. Der K712 ist als Studiohörer dreiadrig ausgelegt mit gemeinsamer Masserückleitung, weshalb hier ein Umbau ohne Eingriff in den KH selbst nicht möglich ist. Also musste er letztlich an der Klinke einem auf Symmetrie hin ausgelegten K701 Paroli bieten, was er nicht nur konnte sondern darüber hinaus aufzeigte, dass ein K701 quasi schon in Symmetrie arbeiten muss, um bei diesem direkten Vergleich soweit mithalten zu können. Rein im Klinkenbetrieb verlor er das Rennen nach bereits kurzen Musikeindrücken.

Und das liegt gar nicht mal an der tonalen Balance. Die ist beim "Weißen" bereits gut ausgeführt sondern vielmehr an den glaubwürdigen Gewichten in der Musik und natürlich auch ein Stück weit am Vermögen, der Komplexität gerecht zu werden. Im hiesigen Fall bedeutet das, dass ein K701 das etwas grobere Strickmuster zeigt. Nicht sehr viel zugegeben, man muss schon hinhören, aber auch nicht zu verleugnen. Das bleibt auch im symmetrischen Betrieb als Unterschied feststellbar. Für die Klassik oder den Klassikfreund bedeutet genau das mitunter das Tüpfelchen auf dem i.

Wenn man beiden Hörern lauscht, kommt es einem so vor, als würde der K701 das leicht sauberere Bild bieten, was ein falscher Eindruck ist, der da schnell zustande kommt und dem Umstand geschuldet ist, dass der K701 nicht des K712 Dämpfung gleichermaßen bedient, auch nicht ganz dessen Fundament hat und sich bei ihm das tonale Konstrukt auf der etwas glatteren Seite befindet. Solch ein Eindruck resultiert zumeist aus einem weniger erdigen Auftreten gepaart mit einem Stück weniger an Auflösung sowie komplexem Verhalten, was auch letztlich dazu führt, dass die Farbpalette nicht ganz bedient wird. Er klingt damit leicht oberflächlicher, weniger tiefgründig als der K712, weshalb ich von "auf der tonal glatteren Seite" sprach.

Und genau das war beispielsweise für mich schon damals der Grund weshalb ich einem K701 zwar im Mittelfeld seinen verdienten Spitzenplatz einräumte, vor allem im symmetrischen Betrieb, den ich bei diesem Modell sogar als notwendig erachte, ich ihm aber das letzte Stück an ausgereiftem Klang oder anders gesagt, an fertig zu Ende gestrickter Klangsignatur nicht ganz glauben konnte. Und das führt eben dazu, dass man öfters zum Topmodell greift, egal ob im eigenen Hause oder bei einer anderen Schmiede, die ein entsprechendes Flaggschiff vorzuweisen hat.

Beim K712 läuft dieser Prozess etwas anders ab und bereits schon per Klinke. Wenn ich über ihn der Musik lausche, komme ich nicht zwingend dahin, eine mir noch wichtige, fehlende Information, sowohl tonaler als auch musikalischer Art, über das Topmodell mal schnell mit an Bord nehmen zu müssen. Das bedeutet nicht, dass einem der Unterschied zwischen einem K712 und einem K812 deshalb nicht bewußt wäre - der ist nicht ohne - sondern, dass man zunächst einmal weiter über den K712 hört, ohne, dass es zum erwähnten handeln kommt. Man lässt sich auf seine Darbietung einfach beruhigter oder zufriedener ein. Mithin gibt es auch in seiner Strickart mehr Aufschluss jeglicher Art, sonst würde sich das beruhigte Weiterhören so nicht von selbst einstellen. Dafür sind wir nämlich zu sensibel im Umgang mit diesen Dingen.

Er bringt also etwas mehr Gewicht in den Klang, etwas mehr Fundament und bietet den etwas feineren Zwirn, wovon beispielsweise die Orgel- und Gesangspassagen auf einer Cantate Domino gut profitieren. Höre ich mir gleiche Szenen über den K701 an, ist auch das nicht von schlechten Eltern, aber, egal, wie ich es drehe, am Ende fehlt ein Stück Komplexität und damit auch Facettenreichtum sowie Klangfarbe. Kraft genug haben beide Hörer, hier sehe ich keinen Vorteil beim K712 und beide sind auch grundsätzlich tonal auf Linie bzw. recht ausbalanciert, weshalb bei beiden klassische Musik nicht das geringste Problem darstellt. Man glaubt auf Anhieb der Darstellung oder den Tönen von natürlichen Instrumenten. Den tieferen Bass bietet der K812 und auch auf der komplett anderen Seite des Frequenzbandes bekomme ich im Prinzip von ihm ein Stückchen mehr Aussage. Er lässt anders herum gesagt ganz da oben die Sternchen noch etwas klarer funkeln. Dies hat aber auch zu einem Teil sicherlich mit mehr gefühlt als belegbar zu tun. Vielleicht entsteht dieser Eindruck deshalb, weil der K712 insgesamt eine leicht höhere Auflösung bietet. Was die Stimmen anbelangt, könnte man vom generellen Einbinden her in das Gesamte zweierlei Eindrücken Platz machen: Beide binden die Stimmen sauber mit ein, allerdings stellt sie der K701 etwas vordergründiger dar, während der K712 diese Aufgabe aus meiner Sicht mit einer besseren Balance löst und facettenreicher agiert. Das ist jedoch bereits meckern auf hohem Niveau, wenn man so will. Super klarkommen könnte man mit beider Stimmenwiedergabe.

Was die räumliche Darstellung anbelangt, geht mit dem komplexeren Verhalten eines K712 auch eine leicht besser dargestellte Tiefenstaffelung einher. Aber auch hier gilt: Nicht direkt auf Anhieb durch die etwas heller, offene Darstellung eines K701 täuschen lassen sondern mal den zweiten akustischen Blick riskieren. Dann wird schon von selbst klar, dass er im Prinzip die bessere Durchleuchtung ermöglicht. Die Bühnenbreite bewegt sich bei beiden Hörern auf Augenmaß, da schenkt keiner dem anderen etwas. Und auch bezüglich des Grades der erwachsenen Darstellung schenken sich beide nichts.



Besser fokussieren und separieren kann allerdings der K712. Beim K701 fällt das Ganze geringfügig mehr auseinander. Ich weiß, schwierige Formulierung. Aber es ist das, was passiert. Der "Weiße" lässt die äußeren Linien und Konturen etwas mehr verschwimmen bzw. verstrickt sie leicht.

Abschließend lässt sich für mich nun folgendes festhalten: Der K712 ist klanglich eine gute gelungene Weiterentwicklung (zu den weiteren Modellen aus der 7er-Serie, wie dem K702 Anniversary sowie dem Q701 kann ich nichts sagen) und insbesondere dem Klassikfreund dürfte er ein Stück mehr bedeuten als ein K701 und der normale K702 (nicht die Anniversary Version), weil er etwas filigraner, etwas komplexer und ein wenig farblicher zu Werke geht. Für mich ist es sogar so, dass er sich im Sinne einer klanglichen Geschlossenheit näher an den bereits guten Tugenden eines damaligen K500/ K501 befindet als der "Weiße". Denn klanglich geschlossen auftreten war eine Stärke des damaligen Modells. Sicherlich kann man diesen Qualitätsbereich, in dem sich ein K712 bewegt, nicht mit dem Flaggschiff im gleichen Hause vergleichen - das ist eine komplett andere Klasse - aber darum geht es ja auch nicht an dieser Stelle. Es geht darum, was man tun soll, wenn man einen gelungenen Kopfhörer sucht und bereit ist, rund ein Drittel des Preises eines K812 auszugeben und da kann ich aus meiner Überzeugung heraus eine klare Empfehlung für den "Schwarzen" mit seinem schönen orangenen Bügel aussprechen. Das passt!

Gruß,
Otwin


Geändert von lotusblüte (24.03.2014 um 11:14 Uhr).
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  #2  
Alt 30.10.2014, 09:35
Suedalpler Suedalpler ist offline
 
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Beiträge: 473
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Hallo Otwin,
eine schöne und sachliche Abhandlung, habe den K712 zur Zeit ganz oben auf der Liste.

Eigentlich habe ich den DT880 pro zum Favoriten erkoren zumal ich die Beyer-Modelle auch gut tragen kann. Aber man will ja immer auch ein bisschen mehr. Leider lebe ich Audio-mäßig in einer Diaspora, da sind Hörvergleiche so gut wie unmöglich. Mir bleibt da nur die Bestellung auf Risiko, und auf dein Urteil tät ich mich verlassen. Also, simple Frage - wie verhält er sich im Vergleich zum DT880pro? Was den Tragekomfort angeht sehe ich keine Probleme, die AKGs passen mir immer sehr gut.

Meine Musikrichtung - alles.
Einsatzzweck - Abmischen, Mastern und Musik geniessen
KH-V. - Funk LPA2 und Eigenbau (sym. Betrieb, Transistor)

Gruß

Matej
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  #3  
Alt 30.10.2014, 10:30
lotusblüte lotusblüte ist offline
 
Registriert seit: 10.07.2008
Beiträge: 5.279
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Zitat:
Zitat von Suedalpler Beitrag anzeigen
Hallo Otwin,
eine schöne und sachliche Abhandlung, habe den K712 zur Zeit ganz oben auf der Liste.

Eigentlich habe ich den DT880 pro zum Favoriten erkoren zumal ich die Beyer-Modelle auch gut tragen kann. Aber man will ja immer auch ein bisschen mehr. Leider lebe ich Audio-mäßig in einer Diaspora, da sind Hörvergleiche so gut wie unmöglich. Mir bleibt da nur die Bestellung auf Risiko, und auf dein Urteil tät ich mich verlassen. Also, simple Frage - wie verhält er sich im Vergleich zum DT880pro? Was den Tragekomfort angeht sehe ich keine Probleme, die AKGs passen mir immer sehr gut.

Meine Musikrichtung - alles.
Einsatzzweck - Abmischen, Mastern und Musik geniessen
KH-V. - Funk LPA2 und Eigenbau (sym. Betrieb, Transistor)

Gruß

Matej
Hallo Matej,

Das ist nicht wirklich einfach zu beantworten, weil es aus meiner Sicht keinen direkten Gewinner zwischen den beiden gibt. Jedenfalls keinen Gewinner in der Form, dass sich grad so auf die Schnelle ein Komplettvorteil herausschälen würde. Dafür war und ist der DT880 zu gut. Wenn man so möchte, ein Teil, frei von Sounding und jeglicher Effekthascherei, das erfolgreich Jahrzehnte hinter sich gebracht hat und nach wie vor qualitativ seine Interessenten findet. Solch eine Erfolgsgeschichte entsteht ja nicht aus dem Nichts. Das gelingt Firmen wie eben beyer, AKG oder Sennheiser.

Sicherlich gibt es zwischen einem K712 und einem DT880 Unterschiede. Die gibt es in der gesamten Klangsignatur und die dürften sich auch ein Stück weit im Bereich der Präzision sowie einer Entschlackung im positiven Sinne darstellen. Der K712 zeigt, wie bei AKG bekannt und üblich, einen hohen Grad an Präzision, Detailarbeit und kommt ebenfalls üblich mit einem Hochton daher, der soweit öffnet, um auch in Sachen Lebendigkeit anzusprechen. Man könnte vielleicht sagen, dass des K712 Wiedergabe einen Tacken lebendiger ist als die des DT880, vielleicht auch etwas besser aufgelöst. Der DT880 hingegen hat einen fetten Trumpf im Ärmel, wenn es um klangliche Geschlossenheit geht und die tonale Balance. Das waren für mich nämlich immer schon exakt die Gründe, weshalb ich ihn problemlos über die Jahre für alle ernste Musik einsetzen konnte, ohne dass beispielsweise bei Klassik Fragezeichen entstanden bezüglich der Tonalität.

Ein DT880 verhält sich bei solch ernster Musik ein Stück nüchterner als ein K712, der seinerseits für etwas mehr Faszination sorgt und damit die Musik etwas abwechslungsreicher bzw. kurzweiliger vermittelt.

Aus diesem Grund sehe ich ihn am Ende realistisch betrachtet insgesamt ein Stück vor dem DT880. Qualität in der tonalen Darstellung haben sie beide genügend - keiner lässt da etwas anbrennen. Jedenfalls nicht auf diese Kopfhörer-Klasse bezogen. Beide fahren keine unterbelichtete Mitte, auch keinen Grundton, der nicht genug Fleisch auf den Knochen hat, beide haben einen klaren Hochton, übertreiben es nicht (der K712 macht ein Stückelchen mehr auf) und bei beiden bekommt man Bässe nach unten soweit sauber mit Durchzeichnung vermittelt, dass man auf jeden Fall nichts zu meckern hätte.

Also, demnach grundsätzliche Qualität bei beiden ohne Fragezeichen.

Somit bleibt am Ende das Stück mehr aufmachen des K712, ein Stücken mehr an punktueller Darstellung und seine leicht lebendigere Art der Vermittlung. In Sachen Tonbalance hat der beyer aus meiner Sicht ein Stückchen zumindest das Näschen vorn. Nicht so viel, aber feststellbar.

Das sind so aus meiner Sicht die Unterschiede. Vielleicht konnte ich dir damit ein bißchen weiterhelfen. Anders kann ich es nicht formulieren.

Gruß,
Otwin
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Mysphere 3.1 from 1989 to 2016
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  #4  
Alt 30.10.2014, 11:35
Marco.Gebhart
 
Beiträge: n/a
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Hallo Matej,
der AKG K712 ist im Grunde ein K701 mit mehr Bass/Grundton, was ihm aber gut steht.
Den DT880 fand ich im Tiefton schon recht schlank und auch die Mitten sind eher distanziert/neutral.
Im Hochton hat der 880 (leider) diesen bekannten Beyer-Peak im Präsenzbereich, wo er bei stimmloses S-Lauten die Tendenz zum Zischeln hat (Sibilanten).
Insgesamt gefällt mir der AKG besser. Jedoch ist er mMn für Pop/Rock aufgrund seiner schon recht ausladenden Bühnendarstellung nicht der Hörer der Wahl. Da macht wiederum der Beyer eine bessere Figur, weil er auch insgesamt etwas "mitreißender"und eben auch kompakter spielt.

Marco.
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  #5  
Alt 30.10.2014, 11:43
music is my escape music is my escape ist offline
 
Registriert seit: 30.11.2013
Beiträge: 398
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Hallo,

Wenn sich früher über die Bühne der 7er Reihe beschwert wurde, konnte ich das nie so wirklich nachvollziehen.

Mittlerweile, ich höre fast ausschließlich nur noch mit Geschlossenen oder InEars, kann ich den 7er nicht mehr wirklich leiden. Und zwar genau wegen besagter Riesenbühne, die für mich inzwischen auch eher unecht und auseinanderreißend wirkt denn eine musikalische Einheit produziert.

Sicher ist das alles Geschmackssache und zu einem Großteil auch von der eigenen Prägung beeinflusst; wie gesagt hat sie mich früher ja auch nicht gestört.

Grüße,
Thomas
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  #6  
Alt 04.11.2014, 18:58
Suedalpler Suedalpler ist offline
 
Registriert seit: 15.09.2013
Beiträge: 473
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Hallo zusammen,
hallo Otwin,
danke für die Infos. Wie es aussieht werde ich mir einfach beide holen - den einen rein zur Kontrolle beim Mischen, den zweiten auch zum Gegen- und Spaßhören. Natürlich nicht beide auf einmal, schön der Reihe nach. Beginnen werde ich wohl mit dem Beyer.

Gruß

Matej
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  #7  
Alt 04.11.2014, 21:35
lotusblüte lotusblüte ist offline
 
Registriert seit: 10.07.2008
Beiträge: 5.279
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Zitat:
Zitat von Suedalpler Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,
hallo Otwin,
danke für die Infos. Wie es aussieht werde ich mir einfach beide holen - den einen rein zur Kontrolle beim Mischen, den zweiten auch zum Gegen- und Spaßhören. Natürlich nicht beide auf einmal, schön der Reihe nach. Beginnen werde ich wohl mit dem Beyer.

Gruß

Matej
Hallo Matej,

Gute Idee und falsch machen kannst du nichts. Der DT880 ist von beyer für die korrekte Wiedergabe von E-Musik entwickelt worden, entsprechend neutral verhält er sich. Für Klassik beispielsweise sehr zu empfehlen, genau genommen liegt dort sein Wirkungskreis. Er kann anderes genau so gut, ist aber eben für die Klassik, bei der man keine Verbiegung wirklich gebrauchen kann, ein sehr ernst zunehmender Kopfhörer. Tonale Schnitzer erlaubt er sich nicht.

Gruß,
Otwin
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  #8  
Alt 13.11.2014, 09:44
cucera cucera ist offline
 
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Beiträge: 1.075
Standard Die Grossen Drei

Als ich anfing in den Foren über Kopfhörer zu lesen galten diese noch als die Referenz schlechthin, japanische Exoten mal ausgenommen (die eh kaum einer der User gehört hatte). heute stehe ich an einem anderen Punkt, bis auf den Abyss fast jeden sonst diskutiertem High End Kopfhörer gehört, und viel gar besessen.

Und bis heute zieht es mich immer wieder zum HD600, DT 880 (600 Ohm) und vor allem K701 zurück. An leistungsfähigen Verstärkern kommen diese den neuen dynamischen Flaggschiffen oft gefährlich nahe.

Danke Ortwin für deinen Bericht, und auch den Artikel mit dem Ranking. dabei ist es interessant zu sehen wie sehr subjektive Eindrücke dieses beeinflussen. Der K501 ist in der Spitzenklasse 2 neben dem Sony MDR R-10 Der heute von vielen Enthusiasten als einer beste Kopfhörer aller Zeiten bezeichnet wird (siehe David Mahler Flagship thread).
__________________
Beste Grüße
Dan

----------------------------------------
parttime audiophile parttime sceptic
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  #9  
Alt 13.11.2014, 10:07
lotusblüte lotusblüte ist offline
 
Registriert seit: 10.07.2008
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Zitat:
Zitat von cucera Beitrag anzeigen
... und auch den Artikel mit dem Ranking. dabei ist es interessant zu sehen wie sehr subjektive Eindrücke dieses beeinflussen. Der K501 ist in der Spitzenklasse 2 neben dem Sony MDR R-10 Der heute von vielen Enthusiasten als einer beste Kopfhörer aller Zeiten bezeichnet wird (siehe David Mahler Flagship thread).
Hi Dan,

Das ist doch logisch. Unterschiedliche Ohrform, unterschiedliche Gehörkurve, mehr oder wenig stark ausgeprägter Sinn für einen virtuellen Zusammenbau eines Klangbildes außerhalb des Kopfes, das kanal-/seitengetrennt ankommt und zudem auch noch das persönliche empfinden, das entscheidend ist für die optimale Gewichtsverteilung im Klangbild. Bei so vielen beeinflussenden Faktoren ist es die normalste Sache der Welt, dass Bewertungen von Person zu Person unterschiedlich ausfallen.

Auf der anderen Seite ist für mich genau das aber das Salz in der Suppe, weil so automatisch Gesprächsstoff entsteht, der sehr interessant ist. Wenn das manierlich gemacht wird, entstehen sehr schöne Themen. Ich kann mich noch gut an etliche Gespräche erinnern, in denen es um die Gegenüberstellung des AKG Klanges und des Sennheiser Klanges ging, so ein bißchen grundsätzlich betrachtet. Das war interessant für mich. Wenn beispielsweise jemand für sich einen HD600 Klang genau einrastend erfährt, während einem anderen noch etwas zu viel Samt im Klang ist, er einen K 701 besser ausgelotet erfuhr, während dieser der ersten Person ein Stück zu analytisch erscheint.

Das ist doch klasse, dass es diese Dinge gibt und man sich darüber unterhalten kann. Hätten wir nur einen einzigen Hörer auf der Welt und jede Person die gleiche Kopfform, Ohrform, ... hier stoppe ich mal, weil mich der Gedanke schon ein bißchen gruselt - ich denke grad an I, Robot.

Dann lieber die Unterschiede, die Auswahl und die interessanten Gespräche.



Gruß,
Otwin
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  #10  
Alt 13.11.2014, 12:10
cucera cucera ist offline
 
Registriert seit: 21.04.2013
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Zitat:
Zitat von lotusblüte Beitrag anzeigen
Hi Dan,

Das ist doch logisch. Unterschiedliche Ohrform, unterschiedliche Gehörkurve, ... Faktoren ist es die normalste Sache der Welt, dass Bewertungen von Person zu Person unterschiedlich ausfallen.

...

Auf der anderen Seite ist für mich genau das aber das Salz in der Suppe, weil so automatisch Gesprächsstoff entsteht, der sehr interessant ist. Wenn das manierlich gemacht wird, entstehen sehr schöne Themen...
Hallo Otwin,

Vollste Zustimmung. Auch wenn wir uns von den technischen Qualitäten eines Kopfhörers meist einig sein werden sind es die Kleinigkeiten die gepaart mit der Hörkurve die darüber entscheiden ob wir musikalischen Nektar oder Essig trinken . So kann ich alle neuen Staxe (und ihr alle wisst was für ein fan der Marke ich bin, 009 soll ja jetzt repariert sein) nicht leiden, weil diese den Hochton haarscharf verfehlen und für mich unnatürlich klingen.
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Beste Grüße
Dan

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