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Geräte zur Klangmanipulation In diesem Forum geht es um Hardware zur Klangbeeinflussung

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  #1  
Alt 27.03.2014, 23:13
muk68 muk68 ist offline
 
Registriert seit: 04.01.2013
Beiträge: 39
Standard HiFi-Tuning günstig und trotzdem effektiv

Hallo, liebe Klanggemeinde,

als ich mir mal aus Spaß am Experimentieren zwei Türstopper auf jeden Lautsprecher stellte, war ich erstaunt, was sich tat: Das Klangbild wurde viel entspannter und wärmer. Menschliche Stimmen Gewannen an Charakter. Die Trennschärfe stieg. Die Impulswiedergabe legte zu. Anders gesagt, gewann das Klangbild deutlich an Authentizität. Mit Nuancen hätte ich ja gerechnet, aber dass es so deutlich wird, hätte ich nicht gedacht.

Auf die Idee für diesen Versuch kam ich, als ich einen 10Hz-Testton spielen ließ. Ich dachte, ich nehme die hintere Lautsprecherkante leicht verschwommen war....

Zwei Lautsprecherentwickler, Herr Rudolf von ACapella und Wolfgang Richter von Speakerheaven lieferten mir die Erklärung. Anders gesagt: Kraft ist Masse mal Beschleunigung, wobei der Tieftöner mehr Masse hat, während der Hochtöner mehr Beschleunigung besitzt. Sogar der Hochtöner bewegt also das Lautsprechergehäuse, selbst wenn man es nicht mit den Augen erkennen kann. Es kommt also zu Dopplereffekten und Interferenzen.

Demnach wären Gummidämpfer als Lautsprecherfüße eher ungeeignet, wärend Spikes optimal wären, um der resultierenden Taumelbewegung des Lautsprechergehäuses zu reduzieren.

Habt auch Ihr mit einfachen "Hausmittelchen" einen deutlichen Klanggewinn erzielt?

Viele Grüße
Thomas
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  #2  
Alt 27.03.2014, 23:25
Naimitter Naimitter ist gerade online
 
Registriert seit: 13.02.2014
Beiträge: 216
Standard

Hallo Thomas,

ein ebenso einfaches Wunder bei mir.

Ich hatte gestern eine Packung Leukoplast in den Mondschein gelegt, heute das magische Gebet auf dieselbe gesprochen und dann auf die Steckdosen geklebt. Ergebnis: Wohltuende Ruhe, kein Klirren, keine Tonschwankungen.

Problem war nur , dass ich die Netzstecker nicht mehr in die Dosen bekam, schade, nun hab ich halt kein Klirren und keine Tonschwankungen mehr.

Hosianna

Uwe
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  #3  
Alt 27.03.2014, 23:42
beci beci ist offline
 
Registriert seit: 04.02.2013
Beiträge: 508
Standard

Hallo Thomas,

eine Frage:

welche Boxen sind das? Sind das kleine Boxen mit wenig Masse?
Das würde den Effekt erklären.
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  #4  
Alt 28.03.2014, 00:38
muk68 muk68 ist offline
 
Registriert seit: 04.01.2013
Beiträge: 39
Standard

Hallo Zusammen!


@Naimitter:

Solche Reaktionen kenne ich, und mit Zauberei hat diese Maßnahme wirklich nichts zu tun. Es gibt sogar einen Zuhörer, der wollte, dass ich die schweren Dinger runter nahm, weil er das helle Aufklatschen der Finger auf dem Trommelfell besser fand, während ich lieber genau diesen Klatscher mit vollerem Spektrum hörte. Deine Reaktion nehme ich mit Humor.

Probier´s doch einfach aus. Enteder es funkioniert bei Dir, oder es funktioniert nicht.

Ich habe auch bis vor 4 Jahren Mikrofonieeffekte nicht so ernst genommen, biss ich relativ umfangreich entsprechende Maßnahmen unternahm.


@beci:

Ja, meine Speaker sind mit knapp über 20 Kg bei ca. 1m Höhe relativ leicht (19mm MDF).

Ich habe mir jedoch schon Gehäuseberuhigungsmaßnahmen schon bei wirklich schweren Boxen vorführen lassen, und es war deutlich zu hören. Wer in der Nähe von Duisburg wohnt kann es sich mal beispielsweise bei ACapella/Audioforum vorführen lassen. Der Entwickler, Herr Rudolf kennt sich mit Resonanzberuhigung hervorragend aus. Ach ja, die Speaker sind die AC 14 von Vossbeck. Ca. 40 Liter TL-Resonator, 20er Seas Polyprop Mitteltiefton und die alte 34er Kalotte wie in den alten BBC-Monitoren.



Allgemein kann ich nur sagen, dass mehrere Maßnahmen im Verbund sehr deutlich wirken: Sauberer Strom, Mikrofoniebedämpfung, Reduzierung von elektromagnetischen Einflüssen, Kontaktsicherheit.


Viele Grüße
Thomas

Geändert von muk68 (28.03.2014 um 01:05 Uhr).
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  #5  
Alt 28.03.2014, 08:45
Revival Revival ist offline
Gewerblicher Teilnehmer
 
Registriert seit: 20.12.2010
Beiträge: 715
Standard

Hallo Thomas, ider von dir beschriebene Effekt ist nachvollziehbar.

Man sollte allerdings sehr vorsichtig damit umgehen, da die Dinge nicht überall so wirken.

Ein Kunde von mir hat diese Türstopper auf seine Brystonvorstufe, zur Beschwerung gepackt.

Dort hatten sie eine verheerende Wirkung.Der ganze Klang wurde kaputtgemacht.

Der Kunde hatte dies mit mehr Wärme im Klangbild interpretiert, was mir verdächtig vorkam.

Ein Entfernen der Teile öffneten dann aber auch ihm die Augen, respektive Ohren.

Er hat die Veränderung als Verbesserung interpretiert.

Gruß Hagen
__________________
Gewerblicher Teilnehmer
HiFi im Pfarrhof
www.hifi-im-Pfarrhof.de
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  #6  
Alt 28.03.2014, 09:19
Zwodoppelvier Zwodoppelvier ist offline
inaktiv
 
Registriert seit: 08.12.2010
Beiträge: 930
Standard

Hallo Thomas,

solche preiswerten Tuning-Geschichten sind doch immer klasse, erst recht, wenn man dabei die eine oder andere Erkenntnis mitnimmt, welche Details beachtenswert sind.

Da mich die LS aufgrund Deiner Beschreibung interessiert haben, habe ich gerade mal im Netz geschaut. Leider wird die Präsenz wohl derzeit überarbeitet; die (mir bislang gänzlich unbekannte) Firma scheint es aber noch zu geben.

Hoffentlich dauert es nicht allzu lange, bis sie wieder am Start sind...

Viele Grüße
Eberhard
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  #7  
Alt 28.03.2014, 12:04
muk68 muk68 ist offline
 
Registriert seit: 04.01.2013
Beiträge: 39
Standard

Guten Morgen Zusammen!

@Revival:

Ja, Gewichtstuning ist nicht immer einfach. Auch ich habe bemerkt, dass es manchmal kein Gewinn ist, sondern nur ein Verschieben in Richtung einer Qualität, auf kosten einer anderen Qualtät. Ich habe auf jeden Fall mal die Kritik des Mithörers ernst genommen und weiter an der Gewichtsabstimmung gearbeitet. Das Ergebnis: Es klingt noch besser und freier, während der andere Qualitätgewinn bleibt. Es ist schon ein recht sensibles Thema.

Und ich denke, dass so eine hochwertige Vorstufe wie die Bryston schon resonanzmäßig gut austariert ist und eine weitere Beeinflussung in dieser Richtung nicht einfach ist.

Als ich die Gewichte wieder von den Lautsprechern nahm, schien es als ob dem Klangbild deutlich an Authentizität verloren ging.


@Zwodoppelvier:

Der Lautsprecherentwickler Ewald Vossbeck ist Tischler in Bottrop-Kirchhellen, Musiker (Schlagzeuger) und hat ein kleines HiFi-Studio. Ja, seine Seite hat er vorübergehend offline genommen.



Unten findet Ihr ein paar Fotos. Ach ja, der Emitter steht im Rack ungünstig, und die Türen dürfen niemals geschlossen sein, wenn er eingeschaltet ist. So werden die Kühlrippen nur etwas mehr als Handwarm.


Viele Grüße
Thomas
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Geändert von muk68 (28.03.2014 um 12:18 Uhr).
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  #8  
Alt 29.03.2014, 02:59
Revolutioner Revolutioner ist offline
 
Registriert seit: 14.10.2012
Beiträge: 123
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Hallo Thomas,

durch Low Budget Tuning lassen sich oft interessante Erkenntnisse für mögliche Klangsteigerungen gewinnen. Zumal dann, wenn man das Thema unbefangen angeht und offen ist für Experimente. Wer klanglich unzufrieden ist, wird vermutlich auch mit relativ hochpreisigem Zubehör nicht glücklich werden und das ganze Thema vorschnell als Humbug abtun.

Schön, dass Du einige Fotos eingestellt hast. Ich vermute mal, dass die Aufstellung der Lautsprecher dicht in den Raumecken vorwiegend den räumlichen Bedingungen geschuldet ist? Ansonsten wäre mein Tip, es mal mit einer freieren Positionierung zu versuchen. Kostet ja nix...
Einen Emitter hatte ich auch mal, lang ist's her. Den Acryldeckel großflächig zu beschweren, erscheint mir zumindest fraglich. Für mich hat es jedenfalls besser geklungen, wenn der Verstärker und auch das Netzteil auf Spikes standen. Vermutlich deshalb, weil dadurch Resonanzen aus dem ohnehin massearmen Gehäuse noch schneller abfließen können.
Wie dem auch sei, eine konkrete Idee hätte ich noch für Dich. Wenn ich das richtig sehe, liegen die Lautsprecherkabel direkt auf dem Parkett? Nimm doch mal ein paar zu einem "V" geknickte Bierdeckel und lifte so die Kabel weg vom Boden.

Weiterhin viel Spaß noch und gute N8.

Frank
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  #9  
Alt 29.03.2014, 13:06
Firefox1 Firefox1 ist gerade online
 
Registriert seit: 19.02.2012
Beiträge: 1.030
Standard

mal ne Frage....

Das sich eine Verminderung von Gehäuseresonanzen günstig auf ein Klangbild auswirkt, kann ich mir vorstellen.
Das eine Beruhigung des Gehäuses allerdings auch klangliche Nachteile mit sich führen kann , will mir noch nicht so ganz in den Kopf.
Das würde ja bedeuten, daß z.B. die genannte Bryston Vorstufe , eben solche Gehäuseresonanzen braucht, um "richtig" zu klingen.
Ich verstehe, daß es sich bei einem Lautsprecher , je nach Geschmack , manchmal günstig anhören kann, wenn im Klangbild noch eine Art "hölzerne Note" des Gehäuses mitspielt.
Dieser Effekt lässt sich dann mit diversen Resonanzkillern abschwächen.
So weit verstehe ich das, aber wie erkläre ich mir das bei Geräten?
Die Gehäuseresonanzen eines Gerätes werden ja nicht wie bei einem Lautsprecher direkt hörbar ans Ohr geleitet.
Hier muß man doch wohl von Schwingungen ausgehen , welche indirekt an die Bauteile weiter gegeben werden .
Und sowas kann sich günstig auswirken ?

Gruß,
Oliver

Geändert von Firefox1 (29.03.2014 um 13:09 Uhr).
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  #10  
Alt 29.03.2014, 13:50
wirbeide wirbeide ist offline
it´s only m.a.e.-admin
 
Registriert seit: 29.11.2007
Beiträge: 5.079
Standard

...ein Gehäuse "hat" einfach nicht mitzuschwingen,

das ist schon einmal Grundkonsens.
Lediglich die Aufgabe der verwendeten Chassis ist es Instrumente, wenigstens annäherungsweise, als solche darzustellen - mehr ist oftmals möglich.


me - save the breeding birds
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