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Hörempfindung Wie werden Musik und Geräusche empfunden

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  #1  
Alt 21.07.2014, 09:00
Franz Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 6.870
Standard Die tägliche Dröhnung - Gehörschäden durch Musik

Alle mal herhören!
Würdest du den Samstagabend in der Nähe eines
laufenden Düsentriebwerks verbringen? Vermutlich
nicht. Schließlich sind 120 dB(A) kein Pappenstil
und sorgen für ein wahrlich schmerzhaftes und
ohrenbetäubendes Hörerlebnis. Aber wie steht’s
mit Clubs, Raves und Konzerten? Hier sind die
Geräuschpegel manchmal nicht viel niedriger – und
dennoch sind solche Veranstaltungen absolut an -
gesagt. Ist ja auch klar – das eine ist Lärm, das an-
dere ist Musik. Das Problem dabei: Unser Gehör
macht diesen Unterschied nicht. Die Folge: Irgend-
wann stoßen die mächtigen Beats nur noch auf
taube Ohren. Schon 25 % aller 16- bis 24-Jährigen,
so schätzt die Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung, haben bereits einen Hörschaden, ein
Drittel der aktuell Jugendlichen wird vermutlich spä-
testens mit 50 ein Hörgerät brauchen.
Diese Broschüre möchte nicht den Spaß an lauter
Musik vermiesen.
Sie möchte nicht nerven. Und sie möchte schon
gar nichts vorschreiben.
Diese Broschüre möchte nur ein paar Zusammen-
hänge erläutern, zum Nachdenken anregen und
Entscheidungshilfen geben. Wie du dich dann ent-
scheidest, ob du es in Zukunft ab und zu ein wenig
ruhiger angehen lässt – deine Sache. Allerdings soll-
test du wissen, wofür du dich entscheidest, wenn
du dich entscheidest. Und dabei kann dir diese Bro-
schüre helfen.

Bite hier weiterlesen: http://www.baua.de/de/Publikationen/...cationFile&v=7

Das Thema ist ernst, und in dieser Broschüre wird gute Aufklärungsarbeit geleistet.

Gruß
Franz
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  #2  
Alt 21.07.2014, 12:27
Replace-Kellerkind Replace-Kellerkind ist offline
 
Registriert seit: 12.05.2010
Beiträge: 14.174
Standard

Franz,

das hast du alles schon mal verlinkt und versucht die Leute zu missionieren.

Ist doch schön, wenn du es leise magst,
ich mittlerweile auch immer öfter,

aber ich habe mich nie verrückt machen lassen und das getan, was Seele und Körper fordern.

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  #3  
Alt 21.07.2014, 12:57
AIR AIR ist offline
-
 
Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.069
Standard Brain-Jitter

Zitat:
Zitat von Kellerkind Beitrag anzeigen

aber ich habe mich nie verrückt machen lassen und das getan, was Seele und Körper fordern.


Was könnte einen höheren Stellenwert haben als Gesundheit?

Seele und Körper fordern keinen Hörschaden!

Seele und Körper fordern gesunde aufmerksame Sinne!



Der Geist tickt anscheinend oftmals nicht im Einklang . . .






PS: Die Natur braucht keine Missionare, - die Evolution erledigt das von ganz allein
Wir brauchen Missionare, damit wir nicht zu Lasten der anderen Menschen und Lebewesen dahinsiechen und zerstören!
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  #4  
Alt 21.07.2014, 13:03
Franz Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 6.870
Standard

Ich will niemanden hier missionieren, sorry, wenn das bei dir so rüberkommt, Werner. Meinetwegen kann jeder so hören, wie er möchte, ist seine eigene Verantwortung. Ich wollte nur auf etwas aufmerksam machen, was vor allem jüngere Menschen betrifft.

Richtig gute Anlagen - das ist meine Meinung - benötigen auch keine gesundheitsschädigende Abhörlautstärken, sie können auch bei gemäßigten Pegeln voll überzeugen.

Gruß
Franz
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  #5  
Alt 21.07.2014, 13:15
AIR AIR ist offline
-
 
Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.069
Standard

Zitat:
Zitat von FranzK Beitrag anzeigen
Richtig gute Anlagen - das ist meine Meinung - benötigen auch keine gesundheitsschädigende Abhörlautstärken, sie können auch bei gemäßigten Pegeln voll überzeugen.

Gruß
Franz

Hallo Franz,

ich stimme Dir voll und ganz zu!

Impulsdynamik ist in der Musik das vorrangige Stilmittel für den Erlebnis-Kick! - Nicht die Dauer-Lärm-Dröhnung!

Die "Dröhnung" verlangt man erst, wenn die Impulsdynamik schlapp und verzerrt ist.
Irgendwann wird es dann zum Selbstläufer. Die Ohren hören nicht mehr richtig und es muss immer lauter werden.

Gruß
AIR

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  #6  
Alt 21.07.2014, 13:22
Franz Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 6.870
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Ja, da sind wir einer Meinung. Impulsdynamik ist das, worauf es in erster Linie ankommt. Ist die gut, kommt erst gar kein Wunsch nach erhöhter Lautstärke auf. Das Gefühl des Livehaften stellt sich dann schon bei verträglichen Pegeln ein, außerdem ein Gefühl, man höre echte Musik und nicht den Lautsprecher. Führt hier aber zu weit...

Gruß
Franz
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  #7  
Alt 21.07.2014, 13:25
Florat Florat ist offline
 
Registriert seit: 07.11.2008
Beiträge: 2.558
Standard

Es sind immer die gleichen Beispiele ..

dabei würde ein Düsenjägertriebwerk schon bei 90 dB übelst nerven und als sehr laut empfunden werden.
dazu ist es ein Geräusch ohne nennenswerte Schwankungen.
Ich erlebe das ja jedes Wochenende .. wenns wehtut "musses wohl sehr laut sein!" .. dabei sind grade mal 96 dB die aber dermassen verzerrt sind, dass eben wehtut.

Spielt ein System aber durchgehend Klirrarm und sauber kanns auch viel lauter sein ohne dass es schmerzt oder man ein Pfeiffen oder ein Drähnen im Ohr hat.

Ein durchgängis Hintergrund "Rauschen" mit ca. 85 dB wie in Fabriken ..kann das Ohr weit übler schädigen als ein Clubbesuch wo eine gute Anlage spielt.
Leider sind die meisten Anlagen echte Kreissägen für die Ohren.

Einfach nur Laut gefällt mir selber nicht.

Gruß , Florat
__________________
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  #8  
Alt 21.07.2014, 14:09
AIR AIR ist offline
-
 
Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.069
Standard Laut ist laut

.
Den Zilien ist es egal, ob sie von wunderbarer Musik oder von einem Presslufthammer geplättet werden.

Platt ist platt!

Das Gehirn unterscheidet, ob es uns gefällt oder nicht.
Hörstress entsteht durch zu viel oder zu wenig Lautstärke, verzerrten Klang oder Klänge, die wir grundsätzlich nicht mögen oder durch ein zu komplexes Klang-Gemisch.

Die Schädigung des Sinnesorganes müssen wir aber von der Hör-Wahrnehmung/-Auswertung im Gehirn unterscheiden.

Nicht alles was gefällt ist unschädlich!

__________________
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  #9  
Alt 21.07.2014, 14:16
Zwodoppelvier Zwodoppelvier ist offline
inaktiv
 
Registriert seit: 08.12.2010
Beiträge: 942
Standard

Hallo Florat,
Mitleser,

wenn ich die Info richtig verstanden habe, geht es eben nicht darum, daß die Musik nur unverzerrt sein muß:

Zitat:
...ist es völlig egal, ob
es von einem lauten Winkelschleifer oder lauter
Musik malträtiert wird – Schallwelle ist Schallwelle!
Entscheidend ist nur der Schalldruck ... und wie lange die Schallwellen in die Ohrmuschel
schwappen, also die Einwirkungsdauer.
und

Zitat:
Ob wir ein Geräusch als störend oder angenehm,
als beruhigend oder anregend empfinden, ist reine
Geschmackssache.
Kleine Erfahrung aus meiner Jugend (da war ich bereits Hifi- und Musik-begeistert):
hier im Ort wurde im damaligen Jugendzentrum oft am Samstagabend eine Disko veranstaltet. So zwei-drei mal bin ich wohl auch dagewesen. Schon nach Verlassen der Veranstaltung gegen 0 Uhr bemerkte ich ein deutliches Pfeiffen in den Ohren, sehr unangenehm, vor allem, wenn man einschlafen möchte.
Am nächsten Morgen war das zwar weg, aber als ich meine Anlage einschaltete, wunderte ich mich über den Mißklang auf dem Niveau eines kaputten Taschenradios. Es dauerte bis zum nächsten Tag, daß die Klangwahrnehmung wieder wie gewohnt war...

Bei sämtlichen Konzerten habe ich fortan Watte o.ä. mitgeführt und auch mit Beginn der jeweiligen Veranstaltung vor dem Gehörgang appliziert. Ausnahme natürlich klassiche Konzerte in der Bonner Beethovenhalle bzw. in der Kölner Philharmonie etc. .

Besonders krass in Erinnerung geblieben ist mir übrigens ein Konzert der Band INXS, bei welchem ich als Sanitäter (Ersatzdienstzeit) eingeteilt war. Selbst mit dicken Knubbeln Papiertaschentuch in den Ohren eigentlich nicht auszuhalten. Bei diesen Pegeln klirrt das Gehör womöglich mehr als die PA.

Gruß Eberhard

P.S.: irgendwo habe ich mal (bei einer Radiosendung zum Thema Lärm, evtl. am Tag des Lärms) aufgeschnappt, daß sich in den zurückliegenden Jahrzehnten die Lärmbelastung je Dekade verdoppelt hat. Es ist vielleicht nicht ganz leicht, sich genau zu erinnern, aber ich habe auch das Gefühl, daß früher - 60er/70er Jahre - alles noch deutlich ruhiger zuging, nicht nur vom Tempo her...

Geändert von Zwodoppelvier (21.07.2014 um 14:21 Uhr).
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  #10  
Alt 21.07.2014, 15:39
Replace_David Replace_David ist offline
 
Registriert seit: 16.11.2008
Beiträge: 1.038
Standard

Ausnahmsweise bin ich einmal mit Florat einer Meinung. Unter optimalen (Raum-) Bedingungen und perfekt gemachten Aufnahmen sind auch sehr hohe Pegel möglich und auch nicht nicht unangenehm.

Ich bin immer für "gefühlt naturnah". Eine Rockband mit 80-85dB anhören, das macht einfach keinen Spass (nur beispielsweise).

Gruß
David
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