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Hörempfindung Wie werden Musik und Geräusche empfunden

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  #11  
Alt 21.07.2014, 15:51
OpenEnd OpenEnd ist offline
OpenEnd Admin
 
Registriert seit: 27.11.2007
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Hallo Freunde,

es ging jetzt nicht darum, was man nun gerne mag und was nicht. Es geht einfach darum, das ab bestimmten Schalldrücken über eine bestimmte Einwirkungsdauer die Nervenhärchen im Gehör nachhaltig geschädigt werden. Denen ist es egal, ob es sich um angenehm empfundene Musik oder Lärm handelt. Die Druckwellen werden zu stark und machen die Härchen platt.

In Erinnerung habe ich einen integralen Mittelwert über 8 Stunden von 85dB als Limit. Problematisch ist, wenn man direkt vor den Lautsprechern steht, bzw. auf der Tanzfläche unter den Lautsprechern tanzt ... Stunden lang. Auch Kopfhörer überschreiten sehr schnell den Maximalpegel.

In Diskotheken besteht das Problem oftmals darin, dass unbegabte DJs versuchen, ihre Unbegabung mit Schalldruck zu überspielen. Die Besucher auf der Tanzfläche wissen oftmals garnicht, was sie sich da antun lassen.

Grüßle vom Charly
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  #12  
Alt 21.07.2014, 16:02
Florat Florat ist offline
 
Registriert seit: 07.11.2008
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Ein Klassik-Konzert ist auch nicht grade "leise"
Ein vorbeifahrender Zug am Bahnsteig auch nicht.
Eine Harley ..
Feuerwehr ..Krankenwagen..Polizeiautos .. ?
..oder mal im Stadion ..wenn alle laut singen oder Pfeiffen ..ganz schnell gehen da die Pegel weit über 120 dB..
Sylvesterböller ?

einigem davon setzt man sich ja nicht freiwillig aus.. also Achselzucken "ist halt so!"

Aber Wer ist denn bitte so bescheuert und stellt sich freiwillig neben ein Düsentriebwerk ? ..zumal das ein Ereignis ist , welches man eben nicht mal eben so haben kann ..
anstatt mal all diese Schallereignisse nach Frequenzlage in Verbindung mit dem sensiblen Bereich des Gehörs zu bringen..

Ein greller und agressiver Ton in den Mitten/ Höhen ist weit schlimmer und schädlicher als 120 dB reiner Bass ..

Gruß, Florat
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  #13  
Alt 21.07.2014, 16:03
Replace-Kellerkind Replace-Kellerkind ist offline
 
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Hallo Freunde,

das mit den Zeitangaben ist eh Humbug in Bezug auf Musik - ein Ohr geht durch DAUERFREQUENZEN viel schneller kaputt.

Hör dir mal auf Stubenlautstärke eine Stunde lang 1000 hertz an -

hinterher gehste am Krückstock und es pfeift.

Daher hasse ich AUTOS wie die Pest!

Bin mal in etlichen Kisten (sogar in Roberts Mercedes) mit Pegelmesser rein, was einem die Automobilindustrie da zumutet ist die HÖLLE!

Die leisesten Kisten liegen schon im Standgas im Cockpit jenseits der 80 db Dauerbelastung - auf der Autobahn bei Tempo 100 ist kaum eine unter 95db!

Da verstehe ich nicht, wie Leute 5 Stunden irgendwohin fahren können und dann bei einem Händler Boxen beurteilen - mit völlig zugedröhnten Ohren.

Das Hirn blendet bei vielen Menschen die Fahrgeräusche aus - andere übertönen es mit Radio und selten liegen unter 100 db im Auto an.

Die meisten Menschen dürften schon berufsbedingt mehr in Autos und Bussen und Bahnen zubringen, als vor der Anlage -

das sind für mich die Krankmacher Nr. 1.

Dauerbelastung auf relativ gleichen Frequenzen macht taub auf diesen Frequenzen.

Die Mainzer Uni Klinik nutzt das seit vielen Jahren in der Tinnitus - Behandlung.

Die finden die Frequenz des Pfeiftones des Patienten raus und setzen dem dann Kopfhörer auf und geben stundenlang Vollgas bis der Patient auf dieser Frequenz taub ist und den Tinnitus nicht mehr hört - zieht man aber die Arschkarte, kams von der Durchblutung und es pfeift weiter und das Gehör ist hinüber.

Ein Bekannter von mit, der früher bei Radio Brehm in Hechtsheim arbeitete wurde jedoch mit der Uni Klinik Methode vomTinnitus befreit, den Gehöreinbruch auf der Frequenz kriegte er nicht mit.

Ich selber vertrage nix, was Dauergeräusche sind-
Dunstabzugshauben, Autos, Fitneßgeräte-insbesondere Laufband - ohne Gehörschutz bei mir NO GO!

Kriege sonst Schweißausbrüche und Übelkeit und Panik - und im Extremfall nachts auch Tinnitus - und das schon so lange ich denken kann.


Geändert von Replace-Kellerkind (21.07.2014 um 16:13 Uhr).
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  #14  
Alt 21.07.2014, 16:06
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
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Mein Hausarzt machte mal zu mir eine Bemerkung, als wir vor Jahren einmal über Hörschäden durch Lärm redeten, daß es eine interessante Studie gäbe, wonach Autofahrer auf dem linken Ohr schlechter hören könnten als mit dem rechten Ohr. Der Grund dafür sei, daß sehr viele mit geöffnetem Fenster führen. Man macht sich über soviel Alltägliches kaum Gedanken...

Zitat:
Ich bin immer für "gefühlt naturnah".
Dann mal viel Hörspaß, wenn eine Blechkapelle durchs Musikzimmer marschiert, so wie hierauf:



Gruß
Franz
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  #15  
Alt 21.07.2014, 16:16
Replace-Kellerkind Replace-Kellerkind ist offline
 
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Zitat:
Bei sämtlichen Konzerten habe ich fortan Watte o.ä. mitgeführt und auch mit Beginn der jeweiligen Veranstaltung vor dem Gehörgang appliziert. Ausnahme natürlich klassiche Konzerte in der Bonner Beethovenhalle bzw. in der Kölner Philharmonie etc. .

Besonders krass in Erinnerung geblieben ist mir übrigens ein Konzert der Band INXS, bei welchem ich als Sanitäter (Ersatzdienstzeit) eingeteilt war. Selbst mit dicken Knubbeln Papiertaschentuch in den Ohren eigentlich nicht auszuhalten. Bei diesen Pegeln klirrt das Gehör womöglich mehr als die PA.
Hallo Eberhard,

Watte und Papiertaschentücher bringen fast nichts!
Greifen lediglich e bissel im Hochton

Gescheiter Gehörschutz kannste rund 30 db abwürgen - ohne- klangliche Einbrüche. Kostet halt ein paar Euro.

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  #16  
Alt 21.07.2014, 16:16
Florat Florat ist offline
 
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Zitat:
Zitat von FranzK Beitrag anzeigen
Mein Hausarzt machte mal zu mir eine Bemerkung, als wir vor Jahren einmal über Hörschäden durch Lärm redeten, daß es eine interessante Studie gäbe, wonach Autofahrer auf dem linken Ohr schlechter hören könnten als mit dem rechten Ohr. Der Grund dafür sei, daß sehr viele mit geöffnetem Fenster führen. Man macht sich über soviel Alltägliches kaum Gedanken...



Dann mal viel Hörspaß, wenn eine Blechkapelle durchs Musikzimmer marschiert, so wie hierauf:



Gruß
Franz
Hallo Franz .. ganz sooo verrückt wird hoffentlich niemand sein ..aber hey , wenns einem so gefällt ..hau rein

Die ganzen Musik-Kapellen die an Karneval durch die Strassen pauken und trompeten sind schon klasse ..aber im Zimmer wollt ich das so nicht haben ..

Gruß, Florat
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Geändert von Florat (21.07.2014 um 16:20 Uhr).
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  #17  
Alt 21.07.2014, 16:17
Franz Franz ist offline
 
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Zitat:
es ging jetzt nicht darum, was man nun gerne mag und was nicht. Es geht einfach darum, das ab bestimmten Schalldrücken über eine bestimmte Einwirkungsdauer die Nervenhärchen im Gehör nachhaltig geschädigt werden. Denen ist es egal, ob es sich um angenehm empfundene Musik oder Lärm handelt. Die Druckwellen werden zu stark und machen die Härchen platt.
Das ist - zusammengefaßt - die Quintessenz der verlinkten Broschüre. Sie gibt auch Hilfen an, wie man Überlastung und dauerhafte Schädigung mindern bzw. vermeiden kann. Man kann sich das zu Herzen nehmen oder sein lassen, jeder ist da völlig frei in seinem Handeln. Mir war die Möglichkeit, auch leise schon sehr gut abhören zu können ohne das Gefühl zu haben, mir fehle da was in der Darbietung, sehr wichtig. Ich denke, man kann bei der Wahl der Lautsprecher da schon einiges bewirken. Und ganz wichtig ist und bleibt natürlich die Aufnahmequalität. Damit steht und fällt im Grunde alles .Das ist dann wieder ein anderes Thema.

Gruß
Franz
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  #18  
Alt 21.07.2014, 16:48
Replace-Kellerkind Replace-Kellerkind ist offline
 
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Zitat:
Und ganz wichtig ist und bleibt natürlich die Aufnahmequalität. Damit steht und fällt im Grunde alles .Das ist dann wieder ein anderes Thema.
Hallo Franz,

ist die Aufnahmequalität optimal - kannst dus nur richtig hören, wenn möglichst in Naturlautstärke abgespielt.

-------

Teilweise wird es deine speaker bei einer guten Aufnahme von der Dynamik her killen und Punkt.

Florat kann da ein Lied von singen, als ich ihn kennenlernte und mit unkomprimierten und ungemasterten Eigenrecords kam - flogen die Membranen davon.

Damit man zu Hause in den trauten 4 Wänden realistisch hören kann auf moderaten und gesunden Pegeln - ist ein MASTERING erforderlich, daß es in sich hat.

Da kriegt man selbst Rock wohnzimmertauglich.

Die eigentliche Kunst ist das Mastering.

Ich selber hatte noch nie Probleme zu recorden und zu mischen -
am Mastering habe ich mir hingegen oftmals die Zähne ausgebissen

Daher sind das im Busineß die bestbezahlte Leute - rar gesät! - und oft auf Jahre im Voraus ausgebucht



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  #19  
Alt 21.07.2014, 16:50
OLDIE-WERNER OLDIE-WERNER ist offline
 
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Zitat:
Zitat von hifiaktiv Beitrag anzeigen
Ausnahmsweise bin ich einmal mit Florat einer Meinung. Unter optimalen (Raum-) Bedingungen und perfekt gemachten Aufnahmen sind auch sehr hohe Pegel möglich und auch nicht nicht unangenehm.

Ich bin immer für "gefühlt naturnah". Eine Rockband mit 80-85dB anhören, das macht einfach keinen Spass (nur beispielsweise).

Gruß
David


Da Stimme ich dir zu, optimaler Raum und perfekt gemachte Aufnahmen da

kannst du mal die Sau rauslassen,ohne das es Pfeift und schmerzt. Aber auf

dauer muss man sich nicht antun.


Der Oldie....
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Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.
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  #20  
Alt 21.07.2014, 16:56
OpenEnd OpenEnd ist offline
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Hallo Franz,

trotz besseren Wissens lasse ich es bei mir ab und zu auch mal richtig kesseln. Meine Geithains schieben in der Spitze auch schon mal über 120db hervor. Allerdings tue ich das nicht dauerhaft. Macht mir aber Spaß. Habe früher Disco-Anlagen gebaut und natürlich auch entsprechend ausprobiert. Im PAF in Marburg hatte ich ELECTRO-VOICE und CREST installiert. Da habe ich 136dB in Ohrhöhe auf der Tanzfläche gemessen. Dann habe ich für die DJs einen Pegelmesser im Sichtbereich installiert, der ihnen das Ende des grünen Bereiches bei 110dB signalisierte. Die Herren DJs sind aber lieber bis ans Ende des roten Bereiches gegangen.

Es ist schon schlimm genug, das es Geräuschentwicklungen gibt, denen man nicht auskommt. Natürlich schädigen die auch das Gehör. Allerdings kann man lautstarken Musikdarbietungen normalerweise entkommen, wenn einem an seinem Gehör etwas liegt.

Dem Gehör ist es ziemlich wurscht, was für ein Geräusch ankommt. Das Gehör wertet quasi spectral nur die jeweilige Frequenz und deren Pegel aus. Im Hirn werden die Frequenzen dann zu einem Höreindruck zusammengefasst. Wenn jetzt eine Frequenz stark im Spektrum mit hohem Pegel enthalten ist, dann gehen die Nervenhaare dieser Frequenz in die Knie. Wenn das dauerhaft geschieht, erholen sie sich nicht mehr von dieser Niederlage.

Jeder hat es selbst in der Hand, wie laut er hört. Wenn es irgendwann soweit ist, das man in einer Kneipe mit Hintergrundlärm sein Gegenüber nicht mehr versteht, dann hat die 4kHz Senke schon angegriffen. dann ist es aber schon zu spät. Es gibt aber inzwischen schon relativ niedliche Hörgeräte. Wie gut man damit Musik hören kann, weiß ich allerdings nicht. Da geht es oftmals eher darum, das man wieder die gesprochenen Worte anderer Menschen versteht und nicht vereinsamen muß.

Fakt ist, das zu hohe Schalldruck-Pegel über längere Zeit zu Schädigungen des Gehörs führen. Das hat nichts mit mit mehr oder weniger Klirr zu tun.

Grüßle vom Charly
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