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  #11  
Alt 10.09.2014, 22:52
Replace-Kellerkind Replace-Kellerkind ist offline
 
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Zitat:
Zitat von Hurzel Beitrag anzeigen
Und natürlich noch Glückwunsch zum Droplet 5.0. Dann gehörst Du ja jetzt auch zum erlauchten Kreis der Chinalover

Hast Du ein normales Gerät geordert oder so ein Kunstwerk von Werner? Und welche Base hast Du bestellt? Die von Opera? Ich muss zugeben, die würde mir auch gefallen. Wenn Du irgendwann mal betrunken nachts gegen das Teil rennst, bleibt der CD Spieler ganz und dafür sind Bein und Fuß kaputt

An welcher Kette kommt das gute Stück denn eigentlich zum Einsatz?
Hallo Hurzel,

ich habs dir schon woanders geschrieben - ich kann die Droplet Base nicht stellen. Habe schon 3 Racks mir rund 4 Meter Breite nebeneinander auf der breiten Raumseite - und komme sonst auf der langen Raumseite einer Klipsch akustisch in den Weg.

Auf dem Boden neben dem Rack kann ichs aber stellen und ich habe da nur von Lovan eine Enstufenbase dazu bestellt.

Ich habe zwar in den Racks jede Menge leere Stellflächen, das Monsterteil würde aber nicht mehr mit CD s zu beladen gehen

Habe die Creaktiv Trend Serie.

Bilder gibts ja en masse im Forum.

Der Droplet kommt an den Emitter 1 von ASR und an den BSS 966 Opal EQ - und dann an die Klipsch RF 7 MK 2.

Nix sonderlich teures, ich habe mit dem ganzen High End Käse letztes Jahr aufgehört.

Hatte ja bis zu 6 Equipments im Haus unterhalten und eigenen Hörkeller ----das ganze Wahnprogramm.

In meinem Keller spielten jahrelang unter anderem die großen Tannoy Westminster und Tannoy Kingdom 15 an den großen Emitter 2 Exclusive Accus.

Ich brauch das alles nicht mehr. CD Player hatte ich früher immer die Flagschiffe von Esoteric.

Ach so, am Emitter 1 hängt bei mir auf der breiten Raumseite ein Set Tannoy DC 8 BS - auf die kann ich natürlich bei Bedarf umschalten.

Mußte das wegen dem TV splitten.

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  #12  
Alt 10.09.2014, 22:54
Replace-Kellerkind Replace-Kellerkind ist offline
 
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Zitat:
Zitat von Hurzel Beitrag anzeigen
Also, ich bin aus der Gegend von Bielefeld. Das ist nicht so geheim, dass dazu eine PM nötig wäre

Zu Audio sind aus Ogden, USA. Die sitzen nicht weit von Eminence weg, deshalb kooperieren sie auch gut. Die amerikanische Handwerkskunst ist ja weltberühmt und genauso sehen die Lautsprecher auch aus WLM kauft die Treiber auch in USA, macht die Gehäuse aber wohl selber in Wien.

Die audio physics Ende der 80er und Anfang der 90er waren noch große Klasse. Im Laufe der Zeit sind die Teile aber immer mainstreamiger geworden und heute nicht mehr zu ertragen. Aber sie treffen halt den allgemeinen Geschmack.

Bezüglich der RF7 hast Du mich neugierig gemacht. Eine waldstadionartige Bühne hätte ich gerne wieder zu hause
Schade, Bielefeld ist von mir ewig weg, ich bin ausm Mainzer Raum.

Aber wegen der RF 7 - kontakte einfach mal Werner Enge und mache mit ihm ein Date aus, der kommt mal samstags rübergerutscht und du kannst die mal nen Tag hören.

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  #13  
Alt 11.09.2014, 10:01
Hurzel
 
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Wenn ich richtig informiert bin, ist so ein Emitter doch auch alles andere als preiswert. Und den Droplet kann man auch in eine Preisklasse einordnen, bei der nur noch 0,5% der Verrückten mitmachen ;-) Da fällt eigentlich nur die RF7 nach unten raus, weil sie nach meinen Recherchen in einer ganz anderen preislichen Liga ist.

Insofern muss ich leider feststellen, dass man von diesem Hobby - dieser süßen Sucht - eigentlich nie wirklich loskommt. Bei mir war es nie ganz so extrem wie bei Dir, aber ich habe in der Vergangenheit Immobilien danach ausgesucht, ob sie perfekte Hörumgebungen haben. Dadurch wurde die Suche immer extrem aufwändig, denn wer baut schon ein Haus um ein Musikzimmer...

Allerdings intererssiert mich schon, warum Du die tollen Signale der Lectoren oder Droplets durch einen EQ schleust. Bleibt da nicht der ganze Spaß wieder auf der Strecke? Nutzt Du das zur Raumkorrektur, also wie ein Antimode 2.0 oder hast Du so spezielle Anforderungen an den Anlagensound, dass Du mit dem Teil nachhilfst?

Das finde ich jetzt wirklich spannend, weil ich irgendwie immer nach der Prämisse vorgegangen bin, so wenig wie möglich in den Signalweg einzuschalten.
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  #14  
Alt 11.09.2014, 13:15
Replace-Kellerkind Replace-Kellerkind ist offline
 
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Zitat:
Zitat von Hurzel Beitrag anzeigen
Wenn ich richtig informiert bin, ist so ein Emitter doch auch alles andere als preiswert. Und den Droplet kann man auch in eine Preisklasse einordnen, bei der nur noch 0,5% der Verrückten mitmachen ;-) Da fällt eigentlich nur die RF7 nach unten raus, weil sie nach meinen Recherchen in einer ganz anderen preislichen Liga ist.

Insofern muss ich leider feststellen, dass man von diesem Hobby - dieser süßen Sucht - eigentlich nie wirklich loskommt. Bei mir war es nie ganz so extrem wie bei Dir, aber ich habe in der Vergangenheit Immobilien danach ausgesucht, ob sie perfekte Hörumgebungen haben. Dadurch wurde die Suche immer extrem aufwändig, denn wer baut schon ein Haus um ein Musikzimmer...

Allerdings intererssiert mich schon, warum Du die tollen Signale der Lectoren oder Droplets durch einen EQ schleust. Bleibt da nicht der ganze Spaß wieder auf der Strecke? Nutzt Du das zur Raumkorrektur, also wie ein Antimode 2.0 oder hast Du so spezielle Anforderungen an den Anlagensound, dass Du mit dem Teil nachhilfst?

Das finde ich jetzt wirklich spannend, weil ich irgendwie immer nach der Prämisse vorgegangen bin, so wenig wie möglich in den Signalweg einzuschalten.
Hallöle,

ich komme aus der ganz krassen High Ender Ecke der alten Liga-

ja nix am Klang ändern -

habe dann - wie du - Immobilien nach KLANG und RÄUME ausgesucht........und mir einen Kellerraum mit Schallschutzdecke, Schallschutzfenstern, Schallschutztür usw. versehen und am Hörplatz mechanisch alles glattgebogen durch Helmholtz Resonatoren und Zupappen der Wände mit diversen Decken, Schaumstoffen blabla.......

......der ganz normale Wahnsinn eben........

Boxen fast 2 Meter freistehend im Raum etc.

Mit tollen Aufnahmen kam das ja auch immer toll rüber.

Aber wehe mein geliebtes Heavy Metal Geschrabbel wurde blutlos produziert - wie in den 90er Jahren üblich - war unerträglich - habe dann nur noch Jazz und Klassik gehört und die alten noch gut produzierten Rocksachen.

Das machte auf Dauer unglücklich - insbesondere, da ich selber Musiker war und eigenes recording betrieb und meine Heimrecords um Klassen besser waren als aktuelle Produktionen der 90er Jahre..........

However - so um 2006 wollte ich es dann mal heftig angehen und recordete ein Album der Superlative - und durch die Firma SPL stieß ich auf die sogenannten Vitalizer, denen ich sehr skeptisch begegnete.

Die beruhen eben auf der Fletcher Munson Hörkurve und sagen nix anderes wie , daß der Mensch verschiedene Frequenzen unterschiedlich laut wahrnimmt und man das korrigieren kann. Besonders bei leiser hören ist das EXTREM.

Ich hörte in meinem Schallschutzbunker samt 3 Meter Hörnern natürlich nur livehaftige Pegel von 100-120 db - je nach Mucke und Laune.

Die von mir belächelten Röhren-Vitalizer machten plötzlich alle records für mich zum Hochgenuß und ich fuhr voll drauf ab - ab da war mir Biegen recht.

Selbst mein damaliger Händler Graf von Hatzfeldt (reiner Klassikhörer) fiel aus allen Wolken als er die Dinger hörte - er hatte ebenso Riesenvorbehalte und nun wirklich in der Regel Ultrahighend verkauft, wo so ne Anlage schon mal ein paar hunderttausend kostet.

Seit etlichen Jahren benutzte ich die Vitalizer dann an allen Anlagen - jedoch in der Hifi Version SPL PSD 4000.

Irgendwann kamen die ersten Bekannten mit PC s hier an, oder Audiovolvern und son Kram - war alles für mich nix, brachte erstmal viel - hinterließ aber "tote Musik".

Könnte ganze Bücher schreiben, was ich probierte und erlebte ............
irgendwann hat dann Robert hier sich nen dicken Mc Intosh zugelegt - und der hatte einen Haufen Klangregler. Da konnte man echt viel mit anfangen, war schwer begeistert.

Wenn ich bedenke, an was die Tondruiden alles drehen im Studio - bin ja selber einer - und dann, daß der Kram hinterher in ganz anderen Räumen auf ganz anderen Abhöranlagen laufen soll.........es sei denn, du kaufst ne Chesky Scheibe............dann ist eh alles wurstig.

Gefallen muß es!

Was nützt es, wenn man den Großteil der Musik, die man liebt nicht mehr hören kann auf High End Anlagen, da es nervt!

In den meisten Studios wird heute auf 500 Euro Brüllhupen gemischt und gemastert! OK - gibt zum Glück rühmliche Ausnahmen, wie Sterling Sound - die da fette B u W s in Anspruch nehmen.........

Die Klangregelei macht einen einfach wesentlich flexibler.

Die Klipsch RF 7 MK 2 war jetzt im Wohnzimmer (Hörkeller löste ich vor 1,5 Jahre auf) der erste Speaker, der mit Klangregulierung via SPL nicht wirklich funzte, die kam ohne einfach besser rüber.

Aber - sie verursachte in meinem Zimmer (hatte da vorher die 38er Glenairs mit Supertweeter) eine lästige stehende 150 hertz Welle im Bass, die mir den letzten Nerv raubte. Les halt mal meinen Dauerthread über die RF 7, wie ich da wochenlang mit schwanger ging.

Ich wollte die RF 7 aber unbedingt behalten, da alles andere so genial rüber kam.

Insbesondere Klavier habe ich noch nie so authentisch gehört.

Und es ist endlich mal ne relativ große Box, die sich auch leise abgehört keine Schwächen erlaubt. Die meisten Boxen mit Hubraum klingen leise einfach nur langweilig - un fangen erst um 80 db an zu leben.

Digital korrigieren wollte ich nicht, haben hier schon einige im Forum probiert und sind gescheitert an den Billigwandlern von Behringer und KOnsorten - es sollte auch der röhrige Sound meines CDP erhalten bleiben (der zudem eh nichtmal nen Digi out besitzt).

Also wendete ich mich an Thomann, die mir einige TOP EQs nahelegten.

Ich landete (siehe seperate Threads) beim BSS 966 Opal - eine IRRSINNSMASCHINE!

Meine stehende Welle konnte ich damit einfach rausdrehen.

Das Ding ist voll analog und friß kein bißchen Klang weg, im Gegenteil es erscheint alles noch "analoger" noch schneller und frei atmender.

Habe mich dann nach einiger Zeit auch noch der einzigen kontruktionsbedingten Schäche der Klipsch angenommen, einer homöopathischen Senke im MIttelton(800-1200 hertz) - die zieht jetzt so was von lückenlos durch - da fehlen einem die Worte.

SPL s und Fletcher Munson Anpassung brauche ich nicht mehr. Seit dem die mit dem Raum perfekt "angepaßt" wurde am Hörplatz ist das einfach nur noch sensationell gut.

Wenn mal eine MP 3 besonders blutleer ist - hinter dem 30Band EQ ist im BSS ein 2 Bänder geschaltet, kannste wie an früheren amps einfach Bass und Höhen reindrehen und Pfeffer geben Sehr nützlich, auch wenn es kaum Verwendung findet.

Der BSS hat eine geniale Schaltung - alles was rausgedreht ist, liegt auch nicht im Signalweg.

Wenn ich den via Knopfdruck rausnehme ist das wie ein Schlag in die Fresse - akustisch 10 Schritte rückwärts.

Weißt du, da man ja alles kanalgetrennt einstellen kann, kann man auch richtig feine Sachen machen, wenn Boxen von Wänden verschieden weit weg stehen oder eine Box ne offene Seitenwand vorfindet - kannst alles auspegeln.

Für NIchtmusiker ein Riesenakt das rauszuhören und mit Test CD s zu probieren, ich als Musiker höre halt sehr genau und kann jeden Ton gleich mit Frequenz bennenen und handeln - habe so was in Minuten erledigt.

Andere Leute nehmen da besser Meßequipment mit zu Rate, wo sie die Probleme bei sich am Hörplatz sehen.

Inzwischen habe ich mir von den BSS noch einen auf Halde gestellt, falls an meinem mal was dran ist und es die nicht mehr geben sollte.

Spottillig die Dinger UVP 890 Euro - Thomann hauen die für 395 Euro unters Volk.

Ist traumhaft - egal auf welcher Scheibe - keine einzige Dröhnfrequenz, kein Matschen gar nix - und trotzdem bleibt das Cremige, der analoge Biß der Röhre, der Charme und das epische anfaßbare 3 D.

Steht alles wie in Stein gemeißelt.

Und ja, die Boxen fallen da aus dem Preisrahmen - ist der Beweis dafür, daß optimale Lautsprecher nicht die Welt kosten müssen.

In dem Zimmer hier spielte vorher Glenair /ST 200 mit Seta Tuning (UVP 11.500 Euro), Tannoy TD 12 MOdell 2013 (UVP 13.000 Euro), Tannoy Kensington ST 200 (UVP 12.000 Euro), Tannoy DC 10T und DC 10TWE (um 7.000 Euro), Tannoy Turnberry (5.000 Euro), ALR 7 (5000 Euro), DMT 15 MK 2 Studiomonitore mit ST 200 (um 6.000 Euro), Quadral Titan MK 6 (7500 Euro).

Waren aber auch viele Leihboxen hier, die ich nicht kaufte, weil sie erst gar nicht klar kamen mit dem Zimmer, wie die Living Voice OBX (13.000 Euro) mit externer Weiche, die Seta Audio Besa (12.000 Euro), Sonus Natura Extremi (10.000 Euro) und unzählige Boxen mehr.

Das jetzt nur in diesem Wohnzimmer - nicht an den damaligen Hauptanlagen, wo die großen Sachen standen.

Die RF 7 MK 2 macht hier einfach den besten Job.

Ohne den BSS hätte ich mich jedoch wieder von ihr trennen müssen. Den Bass hätte ich in dem Zimmer nicht sauber hingekriegt - nun muß man dazu sagen - ich sitze 5 Meter! weg.

Also in Sachen EQ und Klangregelung wurde ich vom Saulus zum Paulus.

Das mit dem nix regeln dürfen, sollen, wollen ist reine Hirnwäsche der High End Branche, da kann man dann mit teurem Zubehör die Leute locken.

Kabel, Untersetzer, Klebepunkte, Steinchen, Chips.........und vieles mehr.

Das bringt zwar auch alles was - aber nie in dieser Intensität und das Ergebnis ist eher zufallsmäßig und meist weiß man gar nicht, was man da eigentlich macht, hauptsache es funzt besser.

Kurzum, ich bin superschwer begeistert.


Geändert von Replace-Kellerkind (11.09.2014 um 13:18 Uhr).
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  #15  
Alt 12.09.2014, 13:19
Hurzel
 
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Danke für die Ausführungen. Habe ich verstanden.

Raumkorrektur kommt immer an erster Stelle, das sehe ich auch so. Habe mir dazu in meinen Wohnraum Akkustikbilder gehängt, weil ich auf Basotek und so einen Kram im Wohnzimmer nicht wirklich stehe.

Das bringt schonmal eine ganze Menge in Punkto Nachhall. Da ich Glück mit der Aufstellung habe ( Lautsprecher stehen auf 1/5 der langen Raumseite und ich sitze auf 2/5 von der anderen Seite gesehen ), brauche ich mir um Moden oder Kompression keine Gedanken zu machen.

Trotzdem bin ich immer wieder versucht, mal einen Antimode zu ordern und zu sehen, ob der noch was rausholen kann.

Aber mich lässt davor zurückschrecken, dass die tollen Signale aus den Luxusplayern, die wir hier so kaufen, von so einer Kiste sicher nicht qualitativ gesteigert werden. Wenn die dann hinterher auf dem Niveau eines 7003er Marantz spielen, nur damit die Schwächen des Raums korrigiert werden, kann man sich die netten Investitionen ja im Grunde auch gleich sparen.

Irgendwas passt da nicht zusammen. Ein Opera spielt einen Lector locker an die Wand. Aber was genau macht er besser, wenn das Signal noch durch Soundprozessoren, etc. läuft? Könnte der Lector das vielleicht genausogut, wenn man bei 500 Hz noch 1 db zugibt?

Das ist eigentlich der Grund, weshalb ich die These, jedes Gerät in der Kette schadet dem Sound, so nachvollziehbar finde.

Ich bin so groß geworden. Meine erste Anlage, die ich mir als Student mühsam ersparen musste, bestand aus einem Musical Fidelity A1, einem Linn Axis Plattenspieler und den allerersten audio physic Tempo Lautsprechern, die noch älter waren, als die heute so genannte "Ur-Tempo". Wahnwitzig schnelle 2-Wege Minilautsprecher, die bei 55 Hz am Ende waren.

Worauf die Dinger standen, war egal. Teure Stromkabel Fehlanzeige. Nur die schwarzen Standardstrippen. Als Lautsprecherkabel verwendeten wir rot-schwarze solid-core Klingeldrähtchen, den uns Joachim Gerhard von der 100m Rolle abschnitt und den wir mit der Bohrmaschine zusammengedrillt haben.

Von diesem Punkt an haben wir dann alles Mögliche unternommen, um noch mehr "High-End" zu haben. Aber alles, was wir dazwischen, drunter oder drüber gestöpselt oder gepackt haben, stellte sich nach kürzester Zeit als Luftpumpe oder sogar konraproduktiv heraus.

Das hat mich irgendwie geprägt ;-)
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  #16  
Alt 12.09.2014, 14:36
Replace-Kellerkind Replace-Kellerkind ist offline
 
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Hallo Hurzel,

als ich den Drops (so nenn ich den Droplet gerne, weil Sound wie ein Karamelbonbon) mit dem Lekki verglichen habe -

erhielten beide Geräte nen exakt identisch eingestellten EQ, damit ich immer schon brav umstellen konnte - natürlich perfekt pegelabgeglichen.

Ob nun der Lekki genauso rüber gekommen wäre, wenn man an seinem EQ geschraubt hätte - klare Antwort - nein.

Wie ich schon ausführte waren die Klangfarben der beiden Maschinen derart verblüffend ähnlich, daß sich da keine großen Unterschiede machen.

Nein, nein, es ist was ganz anderes gewesen, nämlich diese Ruhe , Größe und Luft im Klangbild und daß Gefühl von mehr Zärtlichkeit in den Tönen.

So was - ich probierte das natürlich reichlich aus - kannst du mit einem EQ nie und nimmer hinkriegen. Da kannst du schrauben, bis die Finger wund sind

Wie gesagt, so einen BSS mußt du mal erleben - das Dingen schluckt nix weg. Vergiß mal, was unsereiner noch von früheren Klangregelwerken kennt - auch das, was man durch Audiovolver und Co präsentiert bekommt, wo die Musik zur Unkenntlichkeit verkommt, sofern du sie vorher mit einem hochwertigen Röhrenwandler gewöhnt warst.

Natürlich habe ich probiert die 150 hertz Welle hier erstmal mechanisch anzugehen - hatte auch Absorber hier - unter anderem von Florat - keine Chance.

Das wurde nur marginal besser. Am BSS hingegen einfach weggezaubert und gut ist.

Was die WLM Kisten zur Basskorrektur taugen, das weiß ich nicht, habe sie nie probiert, einen Versuch wärs wert.

Etwas ähnliches hatte ich früher von ALR - das war nicht so prickelnd.

Nun kommt es bei so was auch auf die Intensität eines Problems an.

Marginale Probleme kommen oft besser in Natur rüber, als mit Gewalt glatt gebügelt. Ernsthafte Probleme können das Musikhören gar unmöglich machen.

Das "Hinterfotzigste" aller Raumprobleme sind Flatterechos - da diese teilweise - je nach Bedämpfung des Raumes - erst ab gewissen Lautstärken auftreten, dann aber das Musik hören UNMÖGLICH machen und die kriegt man weder digital noch analog in den Griff, da geht's nur mechanisch übers Zimmer.

Im Moment höre ich gerade die neue Astral Doors - auch was zum Wegrennen - megageile Mucke - aber - ein bombastischer Sound und ausgerechnet in der Stimme wurde am Mix bei 6000-8000 hertz zu viel Gas gegeben, paßt null zum Rest der Mucke -

ich schnell an den Reglern gedreht - und läuft wie Zunder.

Im Jazz und Klassikbereich stehst du vor weit weniger Problemen, wie ich, im Rockbereich, wo ich auf den Goodwill von Tondruiden angewiesen bin.

Beim Recording einer Geige kommt kein Mensch auf die Idee irgendwo mal 5 oder 10 db am Mischpult draufzuhauen auf irgendwelchen Frequenzen, weils dann geiler kommt - weil jeder Blinde mit dem Krückstock sagen wird: Eh das ist ja total falsch, die Geige klingt ja wien Dudelsack!

Im Rockbereich siehts anders aus. Stimmen werden verfremdet bis zum geht nicht mehr bis hin zur völligen Verzerrung und Gitarren können gewolltermaßen zur Kreissäge mutieren.

Und was da in den meisten Studios zur Abhöre genommen wird, wüdest du nichtmal für ins Auto wollen

Ich kann mich noch gut an die 80er erinnern, da bin ich auf alle Live Konzerte gezogen und habe teilweise von Metallica und Konsorten die Songs live gar nicht mehr wiedererkannt - wenn ich das nur vorher von der Platte kannte.

Wenn ich was gelernt habe, dann daß man mit raumakustischen Maßnahmen eine Anlage in der Theorie prima zum Laufen bringt, es in der Praxis aber daran scheitert, daß einem dann viele records nicht mehr gefallen.

Ich bin froh, daß ich alles so einstellen kann, daß wirklich jeder Tonträger so spielt, wie ich das will.

Im Übrigen, und das wirst du auch bei den Kundenstatements von SPL immer wieder lesen - ist es ganz und gar nicht egal, was für ein Quellgerät läuft, wenn man hintendran bearbeiten kann.

Alle Unterschiede und Characterzüge bleiben erhalten - ebenso die Qualitätsunterschiede.

Ein Golf wird nicht zum Porsche , nur weil man ihn tiefer legt und ein Rolls Royce wird nicht zum Sportwagen, nur weil die Turnschuhe im Handschuhfach liegen.

In der Tat, was ich bisher erlebte - bei digitaler Anpassung ist dem nicht so!

Da ist die Anpassung nur so gut, wie der Wandler, der diese vornimmt.

Ob du nun nen 300 Euro CDP oder einen für 30.000 an einen Audiovolver klemmst - wenn das Ding mit der Korrektur durch ist, kommt dasselbe hintenraus.

Glaube mir, auch mit dem ganzen PC Krempel ist das nicht anders, was haben die Leute mir hier schon angeschleppt und vorgeführt.

Aber die meisten kriegen das einfach nicht mit. Bemerkenswert jedoch ist - die hören alle recht wenig! Fragst du so Leute,na ja, wenn ich mal 2 Stunden Zeit habe.......


Wer weiß, evtl. wird man als "Dauerhörer" wie ich - wo unter 8 Stunden Mucke am Tag nix geht - einfach empfindlicher.

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  #17  
Alt 12.09.2014, 15:06
kdrkdr kdrkdr ist offline
 
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...so ist das genau richtig Werner , dauerhörer wie wir sind anscheinend viel sensibilisierter als gelegenheitshörer .

Wo soll auch die Erfahrung herkommen wenn man am Weekend mal 2std. hört und im hintergrund die Frau den Rasen mäht mit nem schreienden Kind im Arm


klaus
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  #18  
Alt 12.09.2014, 17:32
Hurzel
 
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<Scherz>Kann aber auch sein, dass Dauer(laut)hörer wie Ihr eigentlich gar nicht mehr richtig hört und Eure Ohren mit diesen Gimmicks pushen müsst :-)</Scherz>

Ich würde mich nicht als Gelegenheitshörer bezeichnen. Allerdings bin ich bei Musik rein passiv und habe nie selber welche gemacht. Wobei ich denke, dass man beim selber Musizieren am allerwenigsten merkt, wie es aus 5 oder 10m Entfernung klingt.

Ich höre selten wirkliche Unterschiede z.B. zwischen CD-Playern. Jedenfalls nicht tonal. Es gibt große Unterschiede in der Bühnenpräsentation ( Kanaltrennung? ) und dem musikalischen Fluss. Zieht einen eine Kiste in die Musik oder klingt sie nur analytisch kühl.

Wie schon gesagt, wenn der Raum gar nicht mitspielt, muss ihm geholfen werden. Das hat dann auch Priorität vor allen Ausgaben für anderes Equipment.

Und Du hast natürlich recht. Spärlich musizierter Jazz ist deutlich unkritischer als Rockgewitter mit dichtem Klangteppich. Vielleicht kann ich mich da einfach nicht hineinversetzen :-)
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  #19  
Alt 12.09.2014, 17:54
Replace-Kellerkind Replace-Kellerkind ist offline
 
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Zitat:
Ich höre selten wirkliche Unterschiede z.B. zwischen CD-Playern. Jedenfalls nicht tonal. Es gibt große Unterschiede in der Bühnenpräsentation ( Kanaltrennung? ) und dem musikalischen Fluss. Zieht einen eine Kiste in die Musik oder klingt sie nur analytisch kühl.
Du Hurzel,

genau da liegt der Hund begraben, du hast den Punkt gerafft, den die ganzen Miesmacher da draußen nicht raffen, wenn sie bei CDPs nach unterschiedlichen Frequenzen suchen und nix finden.

CD Player weichen kaum bis gar nicht im Frequenzgang an sich voneinander ab -

es ist der Fluß und die Art der Präsentation.

Manch einer versucht da tatsächlich verzweifelt andere Töne zu hören, wird nicht fündig und meint dann jede Aldi Kiste tut seinen Dienst optimal

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  #20  
Alt 12.09.2014, 17:55
Replace-Kellerkind Replace-Kellerkind ist offline
 
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Zitat:
Ich würde mich nicht als Gelegenheitshörer bezeichnen. Allerdings bin ich bei Musik rein passiv und habe nie selber welche gemacht. Wobei ich denke, dass man beim selber Musizieren am allerwenigsten merkt, wie es aus 5 oder 10m Entfernung klingt.
Auch korrekt.

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