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Erfahrungsberichte Hier werden echte Erfahrungen dargelegt und diskutiert

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  #21  
Alt 19.11.2015, 00:27
gabor gabor ist offline
 
Registriert seit: 26.01.2014
Beiträge: 44
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Ok Markus. Ich bin sprachlos. Vielen lieben Dank für diesen ausführlichen und gehaltvollen Antwort! Ich werde das morgen nochmals in Ruhe durchlesen und auswerten.

Sagmal, wann können deine Kinder und Du bei der Optimierung meine Hörzimmer und bei der Eliminierung der Flatterechos behilflich zu sein?

Und was von Lautsprecher sind das die du erwähnt hast? Die kenne ich nicht. DC 3818?
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  #22  
Alt 19.11.2015, 02:28
Ted Ted ist offline
 
Registriert seit: 30.10.2013
Beiträge: 1.804
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Hallo Markus und Mitlesende!

Das Dumme an der Raumakustik und der Aufstellung ist, dass sich beides gegenseitig beeinflusst. Perfekt aufstellen und dann mit Raumakustikelementen arbeiten kann dazu führen, dass die Aufstellung wieder korrigiert werden muss.

Der perfekte Weg (oder das System, nach dem gabor gefragt hat) wäre also, zunächst den Raum zu optimieren und dann die Anlage aufzustellen. Theoretisch. Denn auch dann kann sich herausstellen, dass man einige Maßnahmen im Raum korrigieren muss.

Die beste Vorgehensweise ist die, die Markus gewählt hat. Als erstes den Raum wohnlich gestalten, das dürfte schon fast die ganze Miete sein. Dann die Anlage aufstellen und hören, ob grobe Fehler auftreten. In den meisten Fällen wird das nicht der Fall sein. Kleinere Fehler kann ein Absorber oder Diffusor hier und da korrigieren.

Einen Laser für die Aufstellung zu verwenden, halte ich persönlich für unsinnig. Es sei denn, man hat einen perfekt symmetrischen Raum - denn nur dann macht eine symmetrische Aufstellung der Boxen Sinn. In allen anderen Fällen werden die Boxen (leider) asymetrisch stehen müssen, auch wenn das doof aussieht.

LG
Jörg
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  #23  
Alt 19.11.2015, 02:41
Ted Ted ist offline
 
Registriert seit: 30.10.2013
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Zitat:
Zitat von nofu Beitrag anzeigen
Bei mir steht die Anlage an der Längsseite des Raums (Grundfläche 6m x 4,50m). Die Lautsprecher haben dadurch einen Abstand zu den Seitenwänden von ca. 1,70m und einen Abstand zur Rückwand von mehr als einem Meter.
Ich hätte es eher andersherum versucht. Nach hinten 1,7m und zu den Seiten 1m. Die seitlichen Reflexionen sind recht einfach mit Absorbern zu korrigieren. Die nach hinten allerdings betreffen oft den Bassbereich, da ist mit Basotect nix zu machen.

Wenn man also die Wahl hat, dann lieber weiter von der Rückwand weg.

Soltest du mal wieder in der Gegend sein, komm mal rum. Würde mich freuen.

LG
Jörg
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  #24  
Alt 19.11.2015, 03:07
Sam Sam ist offline
 
Registriert seit: 03.12.2008
Beiträge: 2.673
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Hallo Markus,

eine gute Raumakustik herzustellen ist zwingend notwendig, wenn man mit LS wirklich hochwertig Musik hören möchte. Wenn man so einige Bilder von diversen "Hörzimmern" betrachtet,könnte man sich die Frage stellen wofür eigentlich soviel Geld für LS und Equipment ausgegeben wird. Es ist teilweise eine Schande zu sehen welch Potenzial hier einfach liegen gelassen wird.

Ich glaube vielen ist einfach nicht bewusst was da so brach liegt weil Sie es so hinnehmen wie es ist. Würde man eine Situation herstellen können indem man per Schalter eine optimierte Raumakustik inkl. Aufstellung etc. anwählen könnte, würden sicher dem einen oder anderen die Gesichtszüge entgleiten. Er würde sich fragen wie konnte ich bisher nur so hören?

Insofern ist Dein Bericht gut und wichtig.

Eine Stelle möchte ich dennoch aufgreifen:

Zitat:
Die Ausrichtung per Laser ist sehr präzise und stellt gleiche Bedingungen zwischen rechts und links her.
Leider trifft dies nur in einem Fall zu: Wenn der Hörraum selbst absolut symmetrisch wäre sprich die akustischen Bedingungen für linken und rechten LS auch im Verhältnis zum Hörplatz völlig identisch wären. Dies trifft aber so gut wie nie zu! Aus diesem Grund führt eine Aufstellung per Zollstock oder Laserpointer in der Regel nicht zum gewünschten Ziel einer korrekten Stereoabbildung. Hat man keine korrekte Stereoabbildung stimmen automatisch auch weitere Parameter wie z.B. Klangfarbe oder auch die "Tonenergie" nicht.

Die Schallanteile des linken und rechten LS kommen so nicht zur Deckung.

Ich verwende seit Jahren zur korrekten LS Aufstellung eine Aufnahme von der ich ganz genau weiß wo und wie der Sprecher bzw. verschiedene Instrumente abgebildet sein müssen. Man kann sich diese Prozedur für den Anfang etwas leichter machen índem man z.B. eine Monoaufnahme eines Sängers oder Sprechers verwendet. Diese müsste exakt mittig abgebildet sein und das Gefühl vermitteln es gäbe gar keine LS. Wenn dies nicht der Fall ist und die Stimme verzieht sich nach links oder rechts muß man einen LS nach folgender Regel verschieben:

Zieht bzw. wandert die Monostimme nach rechts muss man entweder den rechten LS cm weise nach hinten schieben oder den linken LS cm weise nach vorn. So lange bis die exakte Abbildung in der Mitte erreicht wird.

Zieht die Monostimme mehr nach links geht man genau anders vor.

So erreicht man zumindest eine gute Ausgangsposition.

Die richtige Einwinkelung der LS zum Hörplatz ist dann der nächste Schritt und hängt auch im hohen Maße vom LS und der Hörentfernung ab. Die Schwierigkeit besteht aber nun darin ,dass ich unter Umständen bei Winkelveränderung auch die Entfernung wieder leicht korrigieren muss.

Diese ganze Prozedur ist natürlich von der eigenen Erfahrung abhängig und auch hier gilt, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist.


Geändert von Sam (19.11.2015 um 03:39 Uhr).
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  #25  
Alt 19.11.2015, 08:00
tmr tmr ist offline
 
Registriert seit: 02.01.2009
Beiträge: 962
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Guten Morgen,

ich kann mich Sam's Ausführungen nur anschließen.

2008 habe ich zum Thema "Der audiophile Hörraum" auch was geschrieben, das ich hier mal trotz Überlänge wegen der grundsätzlichen Relevanz des Themas zitieren möchte:

Der audiophile Hörraum

Unverzichtbares Glied einer gut klingenden Musikwiedergabekette ist ein akustisch geeigneter Hörraum.
Dieser Umstand, obwohl allgemein bewußt und anerkannt, beschreibt sich leichter als daß er umgesetzt wird. Akustische Raumgestaltung gehört im professionellen (auch und gerade da) und privaten Bereich zu den typischen "Try-and-Error"-Angelegenheiten. Natürlich läßt sich dank moderner Rechentechnik sehr viel simulieren und vorausberechnen, aber vor unangenehmen Überraschungen ist niemand sicher, auch der Profi nicht.
Mathematische Modelle erlauben bislang immer nur eine grobe Annäherung an die Realität.
Bei wichtigen Projekten werden dann schon einmal Modelle des Hörraums im Maßstab 1:10 gebaut, um dann mittels akustischer Meßtechnik (natürlich dann im Frequenzmaßstab 10:1 erhöht, d.h. im Ultraschallbereich) die Verhältnisse im betreffenden Raum zu untersuchen.

Soweit brauchen wir im Heimbereich natürlich nicht zu gehen.
Der Maßstab ist hier der persönliche Anspruch des Hörers. Der aber wiederum ist keine konstante Größe, sondern im hohen Maße von der persönlichen Hörerfahrung abhängig.

Erfahrungsgemäß divergiert der Hörgeschmack und die Erwartung an das zu liefernde Klangbild innerhalb einer Gruppe von Hörern mit wenig Hörerfahrung stärker als innerhalb einer Gruppe von Hörern mit viel Hörerfahrung.
Je mehr Erfahrung beim Hörer vorhanden ist, desto mehr "kristallieren" sich klare und hörerübergreifende Anforderungen an den Hörraum heraus. Irgendwann landet man bei den Hörraumbedingungen, die schon seit einiger Zeit in international verbindliche Normen formuliert wurden, um überall auf der Welt im Zweifelsfall vergleichbare gute Abhörbedingungen zu gewährleisten.

Bewährt hat sich der IEC-Standard von 1983 (IEC Publications 268-13, Sound System Equipment, Part 13: Listening Tests on Loudspeakers), vergleichbar mit DIN Standard 45 573, Teil 4 von 1979, der folgendes empfielt:

Raumgröße: ca. 80 m³,
Nachhallzeit: 0,4 ±0.05 s (250 - 4000 Hz), bzw. maximal 0.8 s bei tiefen Frequenzen
.

Bei einer üblichen Deckenhöhe von ca. 2,70m kommen wir auf eine Grundfläche von 30m². Das liegt durchaus im Bereich der üblichen privaten Hörräume und reicht für die meisten musikalischen Darbietungen. Allerdings sollte man auch bedenken, daß für eine natürliche Tieftonwiedergabe hinunter bis 20Hz schon Räume von mindestens 100m³ (entspricht 35-40m² Fläche) erforderlich sind.

Typische Werte in unbehandelten Wohnräumen reichen von 0.1-1s (bei 500Hz), der typische Durchschnittswert liegt um die 0.5s. Das bedeutet, daß ein Wohnraum, der mitteleuropäisch gemütlich eingerichtet ist, in der Regel schon gute Voraussetzungen für eine zufriedenstellende Musikwiedergabe beinhaltet. Wichtig ist nur eine gleichmäßige Nachhallzeit über den gesamten mittleren Frequenzbereich. Bei 50Hz darf die Nachhallzeit ruhig doppelt so hoch sein wie bei 1kHz. Das liegt noch innerhalb das Arbeitsbereiches, für den die meisten Lautsprecherboxen konstruiert worden sind.

Messung der Nachhallzeit

(Die Optimierung eines Hörraums ohne ein Minimum an Meßtechnik ist zwar grundsätzlich auch möglich, gestaltet sich aber u.U. sehr langwierig und u.U. kostenintensiv infolge Fehlinvestitionen.)

Bei der Messung der Nachhallzeit im Wohnraum sollten mindestens 10 Messungen an verschiedenen Punkten (vorzugsweise um den Abhörplatz herum) gemacht und diese dann gemittelt werden. Eine Messung am Hörplatz ist allein nicht aussagekräftig. Auch sollte die Nachhallzeit möglichst nur in Oktavbandbreite gemessen werden, um nicht durch messpositionsbedingte Ausreißer der Nachhallzeit zu Fehleinschätzungen zu gelangen.
Erst wenn man konkreten akustischen Problemen auf die Spur kommen will, sollte man zu schmalbandigen Messungen (z.B. Terz oder gar Sinus) wechseln.
Das Problem ist hier wie bei allen akustischen Messungen, daß man ein dreidimensionales Schallfeld nur sehr eingeschränkt (bei vertretbarem Aufwand) durch eindimensionale Messpunkte beschreiben kann. Dies ist u.a. der Hauptgrund, warum manche "Meßergebnisse" mit dem Höreindruck nicht wirklich korrelieren.

Auch gehörmäßig läßt sich die resultierende Nachhallzeit quantitätsmäßig einigermaßen abschätzen. Die Stimme eines Sprechers im Raum sollte offen und frei klingen, weder überdämpft oder "trocken" (zu kurze Nachhallzeit), noch "hallig" (zu lange Nachhallzeit). Auch ein lautes Händeklatschen oder knallartige Impulse wie z.B. das Zusammenschlagen zweier Holzbretter, speziell auch in den Raumecken, zeigt einige Eigenschaften des Raumes auf.
Wichtig ist, daß man zunächst einen Überblick und ein Gefühl für die vorhandenen Eigenschaften des (zunächst nur nach wohnlichen Gesichtspunkten gestalteten) Raumes bekommt.

Falls man mit einem leerem Raum beginnt, sollte jetzt vorsichtig mit der absolut notwendigen Möbelierung und Dekorierung begonnen werden. In dem Augenblick, wo die Stimmwiedergabe eines Sprechers anfängt, dumpf oder bedeckt zu klingen, sollte man aufhören und die letzte Maßnahme, die zu einer bedeckten Stimmwiedergabe geführt hat, zurücknehmen. In der Praxis kann das in einem ansonsten natürlich klingendem Raum ein z.B. ein zusätzlich eingebrachter Flokati-Bodenteppich, ein Vorhang oder ein Wandteppich sein.

Wie geht man jetzt am besten weiter vor?

Die Nachhallzeit des Raumes nehmen wir jetzt erst einmal so wie sie ist, selbst wenn zunächst in Einzelbereichen der Nachhallzeitkurve Handlungsbedarf vorhanden wäre. Also zunächst keine weiteren Bemühungen zur Optimierung des Nachhallverlaufs. Warum, dazu später.

Als erste Maßnahme empfiehlt sich die Aufstellung der Lautsprecherboxen und die Festlegung der ungefähren Hörposition. Hier hat man aufgrund der vorhandenen Möbelierungen, des Raumzuschnittes und den Wünschen der Heimleitung den vergleichsweise geringsten Handlungsspielraum, so daß dieser Punkt als erstes festgelegt werden muß. Glücklich nennen darf sich der, der von solchen Prämissen unabhängig seinen privaten Hörraum gestalten darf.

Die individuelle Aufstellung der Lautsprecherboxen ist von Konstruktion und Fabrikat unterschiedlich. Ein möglichst großer und dazu für links und rechts gleichmäßiger Abstand zu allen Wänden empfiehlt sich aber in fast allen Fällen.
Schon zu diesem Zeitpunkt empfiehlt sich die Beobachtung der Tieftonwiedergabe. Wenn man mehrere Positionen zur Auswahl hat, sollte diejenige mit dem ausgeglichensten Verlauf gewählt werden.
Näheres zur Optimierung der Tieftonwiedergabe dann weiter unten.

Zu diesem Zeitpunkt ist "nur" eine stabile Stereo-Mitte das vorläufige Ziel unsere Bemühungen.
Dazu verwendet man idealerweise eine Testplatte mit korreliertem "Rosa-Rauschen", d.h. reines Monorauschen, oder das Zwischenstationsrauschen (Muting ausschalten!) eines alten UKW-Tuners mit Monoschaltung. Eine Nachrichtensprecherstimme in Mono geht auch.
Man dreht die Lautsprecherboxen jeweils so ein, daß sich eine stabile Mittenortung bei Mono einstellt. Man wird feststellen, daß zu diesem Zweck die Lautsprecherboxen u.U. links und rechts unterschiedlich eingewinkelt werden müssen. Vermutlich wird auch das Rauschen auf beiden Boxen an der jeweiligen Hörposition unterschiedlich klingen, wenn man beide Lautsprecherboxen einzeln betreibt. Um sich Gewißheit zu verschaffen, sollte man jetzt die linke und rechte Box miteinander vertauschen und den Klang vergleichen.

Nur wenn die akustischen Verhältnisse auf der linken und rechten Seite absolut gleich sind (was in der Realität nur selten der Fall ist) und beide Lautsprecherboxen ebenfalls akustisch gleichartig abstrahlen (das setzt eine sehr enge Selektion der Chassis voraus), wird man keinen Unterschied feststellen können.
Asymmetrische akustische Verhältnisse können z.B. durch eine Fensterfront auf der linken Seite und einen Bücherschrank oder Wandteppich auf der rechten Seite entstehen.

Unsere erste akustische Maßnahme sollte also die akustische Symmetrierung der Hörsituation sein.
Klingt die linke Seite (die mit der Fensterfront) "heller" als die rechte, müssen Vorhänge her, oder, falls es sich um eine nackte Wand handelt, ein Wandteppich in der Nähe der Lautsprecherbox. Alternativ kann man auch die andere Seite durch Anbringen einer reflektierenden Fläche (verglastes Bild) klanglich etwas "aufhellen".
Wichtig ist, daß nachher beide Lautsprecherboxen gleich oder mindestens möglichst ähnlich klingen. Parallel dazu kann die Anwinkelung der Lautsprecherboxen etwas reduziert werden und darf dann, bei erfolgreicher Symmetrierung, vom Winkel her auf beiden Kanälen fast gleich sein. Das Feintuning, d.h. die endgültige Anwinkelung, sollte dann erst am Ende aller akustischen Maßnahmen noch einmal vorgenommen werden.

Die Maßnahmen zur akustischen Symmetrierung dürfen jetzt nicht mehr verändert werden, weder von der Position her noch in der Quantität, damit die Symmetrierung gewährleistet bleibt.
Alle weiteren Maßnahmen zur Linearisung der Nachhallkurve müssen nun daher außerhalb des direkten Schallfeldes der beiden Lautsprecherboxen angebracht werden.

Es soll hier garnicht weiter auf die verschiedenen Arten und Ausführungen der Dämpfung eingegangen werden, das würde den Rahmen hier sprengen, sondern eher die grundsätzliche Vorgehensweise und einige nützliche Hinweise bei der Raumoptimierung beschrieben werden.
Wissenswertes zu Maßnahmen zur Beeinflussung der Nachhallzeit durch Plattenabsorber und Helmholtzresonatoren findet man bei uns u.a. hier.

Grundsätzlich sollten akustische Maßnahmen wie Absorber und Resonatoren so sparsam wie möglich eingesetzt werden.

Ein reflexionsarmer Raum (ebenso wie ein Hallraum als Gegenpart) ist der ungünstigste und unnatürlichste Raum zum privaten Musikhören. In diesem Punkt herrschen allerdings noch weitverbreitet Mißverständnisse und falsche Vorstellungen.
Jeder, der dazu einmal Gelegenheit hatte, weiß, daß sich schon nach kurzem Aufenthalt in einem (quasi)reflexionsarmen Raum Unbehagen, Beklemmung und beim längeren Musikhören ein Gefühl der Lästigkeit einstellt.
Bei einem überdämpften Wohnraum stellen sich diese Gefühle entsprechend dem Grad der Reflexionsarmut mehr oder weniger schnell ein. Meßtechnisch sind einfach die Nachhallzeiten zu kurz, meistens sogar noch frequenzabhängig.
  • Exkurs Diffusschall
    Beim natürlichen Hören trifft der Raumschall im Gegensatz zum Direktschall aus allen Richtungen ein. Für den Nachhall bedeutet dies, daß das Gesetz der Ersten Wellenfront greift und frühe erste Reflexionen durch nah bei den Schallquellen gelegene Reflexionsflächen zur Deutlichkeits- und Lautheitssteigerung der Schallquellen führen.
    Bei der Stereophonie ist dies nicht der Fall.
    Hier treffen alle Rauminformationen und die Direktschallanteile nur von vorne auf den Hörer und tragen (wenn überhaupt) nur wenig zur Lokalisation, sondern mehr zu Raumeindruck und Entfernungswahrnehmung bei.
    In der Regel handelt es sich bei "Rauminformationen" innerhalb einer Aufnahme um nachträglich zugefügten Nachhall (von Klassikproduktionen mit eingemischtem Original-Raumhall einmal abgesehen).
    Ein gewisser Anteil gleichmäßig verteilten Diffusschalls trägt daher zur Lautstärkeerhöhung und auch zur Lokalisation der (virtuellen) Schallquellen bei (Räumlichkeit, Tiefenstaffelung). Bei zuwenig Diffusschall klebt der Klang an den Lautsprecherboxen, eine bestimmte Art von tonalen Verfärbungen tritt auf - kurz: es klingt unnatürlich.
Die Linearisierung der Nachhallkurve sollte auf dem höchstmöglichem Energieniveau stattfinden.

Das hört sich jetzt etwas esoterisch an, gemeint ist aber damit, daß möglichst nur die Extremwerte der Nachhallzeit auf das mittlere Niveau gebracht werden sollten. Jede breitbandige überflüssige Dämpfung senkt für einen vorgegebenen Pegel das Gesamtenergieniveau, so daß für gleichen Pegel der Verstärker mehr Leistung liefern und die Lautsprecherboxen mehr Leistung verarbeiten müssen; beides ist dem Klang nicht förderlich. Außerdem sinkt die "Lebendigkeit" der Wiedergabe.

Sofern es die Verhältnisse erlauben, sollte zumindest im Mittel-Hochtonbereich so viel wie möglich mit Diffusoren anstatt mit Absorbern gearbeitet werden.
Durch die Streuung der Reflexionen über Diffusoren wird der „Sweet Spot“ an der Hörposition größer, weil der Bereich im Raum, in dem ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Direktschall und Diffusschall herrscht, größer wird.

Ohne Meßtechnik wird es jetzt schwierig und nur unter einem sehr hohem Zeitaufwand mit dem "Try-and -Error"-Verfahren möglich. Eine Beeinflussung der Extremwerte der Nachhallzeit sollte sich wirklich nur auf diese beschränken, d.h. bei schmalbandigen Peaks der Nachhallzeit muß auch möglichst mit schmalbandig wirkenden Absorbern gearbeitet werden.
Neuralgische Punkte sind die Raumecken - Dreieckskissen in den Raumecken z.B. mindern die gröbsten Flatterechos.

Im mittleren und hohen Frequenzbereich ist die Position der Absorber im Raum weniger von Bedeutung als im tieffrequenten Bereich. Im mittleren und hohen Frequenzbereich baut sich das diffuse Schallfeld sehr schnell auf, und wird durch die geringen Wellenlängen sehr schnell durch absorbierende Oberflächen bedämpft.
Im tieffrequenten Bereich breitet sich der Schall als Welle aus. Hier muß der Absorber im Druckmaximum der zu dämpfenden Frequenz positioniert sein.

Nach jeder Maßnahme sollte ein gehörmäßiger Check stattfinden. Leidet die Lebendigkeit und/oder wird das Klangbild muffig, war die letzte Maßnahme zuviel des Guten und muß zurückgebaut werden.
Der Einfluß der Hörraumdecke sollte nicht unterschätzt werden. Hat man die Möglichkeit, die Decke etwas abzuhängen, so lassen sich leicht Dämmplatten mit den unterschiedlichsten Eigenschaften (z.B. http://www.knauf.at/dano_sak_abgeh.shtml) einsetzen.
Dem Schalldruck ist es egal, wo oben oder unten ist. Über eine entsprechende Deckenkonstruktion lassen sich auch innenarchitektonisch durchgestylte Räume, bei der akustische Maßnahmen nicht eingeplant waren, entsprechend in den Griff bekommen.

Es wird übrigens laut IEC empfohlen, auch hinter dem Hörer für Dämpfung zu sorgen, um starke Reflexionen mittler und hoher Frequenzen zu unterbinden.
Ob man hinter den Lautsprechern dämpft oder eher für reflektierende Flächen sorgt, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Art der Lautsprecherboxen.
Dipolstrahler z. B. bevorzugen etwas Dämpfung (Absorptionskoeffizient ca. 0,25 bei mittleren Frequenzen) an der rückwärtigen Wandseite.
Bei üblichen Lautsprecherboxen läßt sich durch Variation der Dämpfung bzw. Reflexionsgrades die Größe der Stereo-Abbildung verändern. Bei zu kleiner Abbildung gehört mehr Reflexionsfläche hinter die Lautsprecherboxen, bei zu großer Abbildung muß hinter den Lautsprecherboxen für mehr Dämpfung gesorgt werden.
  • Exkurs LEDE:
    Ein anderes Konzept ist unter dem Namen "Live-End, Dead-End" (LEDE) von Don Davis und Chip Davis 1980 in den USA vorgestellt worden. Speziell für die Erfordernisse in Studios entwickelt, wird hier ein spezieller achteckiger Raum um die vorne in der Wand eingebauten Lautsprecherboxen sehr stark bedämpft, während um die Abhörposition herum harte Diffusoren an den Wänden angebracht sind.
    Parallel dazu wurde in Europa von Jensen ein Konzept vorgestellt, das dem LEDE-Konzept genau umgekehrt entsprach, also hinter dem Hörer stark bedämpft und um die Lautsprecherboxen herum stark reflektierend. Beide Konzepte haben ihre Vor- und Nachteile im Studiobetrieb und lassen sich auf häusliche Verhältnisse aus verschiedenen Gründen nicht so einfach übertragen.
  • Exkurs Equalizer:
    Als generelle Regel gilt hier, daß möglichst nur Frequenzgangabweichungen mit Minimum-Phase-Charakter, d.h. Abweichungen, die durch Vergrößerung der Strahlungsimpedanz des Lautsprechers wie z.B. wand- oder ecknahe Aufstellungen enstehen, u.U. korrigiert werden sollten.
    Alle Frequenzgangprobleme, die durch Überlagerung von komplexen Reflexionen und Raumresonanzen entstanden sind, lassen sich nicht mit Equalizing (digital oder analog) lösen, sondern die Probleme werden in der Regel eher noch verschärft, vor allen Dingen unter Berücksichtigung verschiedener Hörpositionen.
    Selbst modernste adaptive Digitalfiltertechniken erlauben zwar eine äußerst genaue Korrektur aller Parameter, aber eben auch nur für einen bestimmten Meßpunkt.
Ein oft vernachlässigter Gesichtspunkt ist der mittlere Schalldruckpegel, mit dem abgehört werden soll.
Je höher der Abhörpegel, desto länger ist die Nachhalldauer, nämlich die Zeit, in der der Nachhall unter die Hörschwelle abgeklungen ist. Je lauter man hört, desto mehr Dämpfung kann daher erforderlich sein. Allerdings würde dann der Raum für niedrigere Abhörpegel wiederum überdämpft klingen - ein klassischer Zielkonflikt.

Anderseits: Wird ausschließlich leise gehört, so sind fast nie Dämpfungsmaßnahmen nötig, da hier die Nachhalldauer sehr kurz ist.

Tieftonwiedergabe

Eines der Hauptprobleme ist in der Praxis der Tieftonbereich - entweder ist der Pegel zu niedrig oder zu hoch. Die Abhängigkeit der Tieftonwiedergabe von der Raumgröße wurde schon angesprochen.

Vergleicht man die Schalldruckmessung eines Lautsprechers im reflexionsarmen Raum (RAR) mit der Messung des gleichen Lautsprechers im Hallraum, so ist der Anteil an tieffrequenter Energie bei der Messung im Hallraum deutlich höher als bei der Messung im RAR. Da im Tieftonbereich die Energie fast kugelförmig abgestrahlt wird, kann bei einer Messung im Wohnraum (der von den Eigenschaften her in der Mitte zwischen RAR und Hallraum liegt), in der Regel auch nur ein Teil der Tieftonenergie vom Meßmikrofon erfasst werden.
Einzelne Meßergebnisse sind daher grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen und sollten nicht überbewertet werden.

Zunächst sollte eine Nahfeldmessung am Tieftonchassis (so dicht wie möglich an der Membran messen) klären, welcher relativer Tieftonpegel bei welcher Frequenz grundsätzlich mit dem betreffendem Lautsprecher möglich ist. Der Absolutwert interessiert hier also nicht, sondern nur der Verlauf über der Frequenz. Bei offenen Lautsprechern (Baßreflex u.ä. ) wählt man eine Meßposition zwischen Chassis und Öffnung.
Die zum Teil extremen Unterschiede zwischen der Messung im Raum und der Nahfeldmessung am Lautsprecher sind raum- bzw. aufstellungsbedingt.

Mit den Raummoden muß man notgedrungen leben und sie gezielt für die Linearisierung der Übertragungskurve einsetzen. Dazu ist es erforderlich, verschiedene Lautsprecherpositionen auszuprobieren, um diejenige herauszufinden, bei der die Kopplung zwischen Lautsprecher und Raummode zu dem gewünschten Ergebnis führt.
Das kann man mit Hilfe eines Simulationsprogrammes machen, sofern man sich die Mühe machen will und alle nötigen Parameter herausfindet und eingibt, oder wie nachstehend beschrieben, manuell.
Der betreffende Frequenzbereich wird über die Lautsprecherboxen wiedergegeben (am besten mit Hilfe der A-B Repeattaste am CD-Player). Als Quelle verwendet man spezielle Testplatten oder geeignete Ausschnitte aus Musikstücken.
Man selbst schreitet in gebückter Haltung (die Ohren müssen in gleicher Höhe wie beim Sitzen am Hörplatz sein) den Raum ab und markiert auftretende Minima und Maxima z.B. mit verschiedenfarbigen Papierschnipsel auf dem Fußboden. Das kann man jetzt mit verschiedenen Frequenzen machen und so bekommt man schnell ein Gefühl dafür, wie der Raum an verschiedenen Punkten auf Anregung reagiert.
Eine probeweise Positionierung der Lautsprecherboxen, verbunden mit ebenfalls veränderten Hörpositionen, führt so gut wie immer zu zufriedenstellenden Ergebnissen. Voraussetzung ist natürlich ein ausgeglichener Nachhallverlauf und die grundsätzliche Fähigkeit des Lautsprechers zur Darstellung des gewünschten Frequenzverlaufs in dem betreffenden Raum.

Wichtiger als eine Messung ist jetzt hier allerdings der subjektive Eindruck.
Ausschließlich meßtechnisch hier das Optimum zu finden, ist wegen der ausgeprägten Welligkeiten aufgrund der Raummoden in diesem Bereich sehr schwierig. In dieser Hinsicht beide Kanäle vom Amplitudenverlauf her deckungsgleich zu bekommen, ist normalerweise (wenn es sich nicht in jeder Hinsicht um eine absolut perfekte spiegelsymmetrische Anordnung handelt) fast unmöglich.

Hier sollte man sich daher etwas Zeit beim Einhören lassen und vor allen Dingen möglichst unterschiedliches Musikmaterial dazu benutzen.
Es bedeutet langfristig vertane Arbeit, Material und Zeit, wenn man den Raum nur auf seine ein bis zwei Lieblingsplatten hin optimiert.
Wenn dagegen argumentiert wird, daß man seine zwei Testplatten aber sehr genau kenne und genau wisse, wie die zu klingen haben, so stimmt dies in dieser Form bei genauerer Betrachtung meistens nicht (es sei denn, man war bei der Aufnahme selbst dabei und mit den dazu verwendeten Komponenten gut vertraut).
Eine betonte Raummode im alten Hörraum z.B. kann ein Tieftondefizit einer Aufnahme vom Pegel her optimal aufgefüllt haben, während im neuen, in dieser Hinsicht ausgeglichenem Hörraum bei gleicher Stelle ein Tieftondefizit, wie auch auf der Aufnahme vorhanden, festzustellen ist.

Wenn der Gesamteindruck halbwegs zufriedenstellend ist, sollte man sich daher ruhig einige Tage Zeit nehmen und querbeet seine Plattensammlung durchhören, bevor an der Lautsprecher- oder Hörposition wieder etwas verändert wird. Was die möglichen Lautsprecher- und Hörpositionen betrifft, so sollte man am besten alle diesbezüglichen Tipps und Argumente kritisch betrachten und selbst alle möglichen und unmöglichen Positionen ausprobieren.
Fast keine akustische Ortssituation ist erfahrungsgemäß mit einer anderen vergleichbar oder gar übertragbar, von den persönlichen Hörpreferenzen einmal ganz abgesehen. Hier hilft nur "Try-and-Error", da muß jeder durch, egal ob Laie oder Fachmann.

Einem Zuviel an Tieftonenergie, dem auch durch Umstellung der Lautsprecherboxen und Änderung der Hörposition nicht beizukommen ist, muß man mit Absorption begegnen.
Dazu bieten sich Plattenresonatoren bzw. klassische Helmholtzresonatoren an. Letztere haben den Vorteil, flexibler bzw. ortsverändlerlicher zu sein. Auch lassen sich diese schmalbandiger einsetzen und sind leichter abzustimmen. Ein Plattenresonator braucht eine gewisse Wandfläche, die da, wo man sie braucht, oft nicht zur Verfügung steht.
Ohne Meßmittel läuft hier allerdings gar nichts. Es sind viele Messungen nötig, um die richtige störende diskrete Frequenz herauszufinden.

Manche Probleme im Tieftonbereich haben aber nicht die Raummoden, sondern andere schwingfähigen Gebilde mit tiefer Eigenresonanz zu verantworten.
Dies können z.B. Rigipswände oder Schranktüren und -rückwände sein.
Es empfiehlt sich daher, einen langsamen Sinus-Sweep von 20Hz-300Hz durchzufahren. Am besten besorgt man sich einen per Hand durchstimmbaren Sinusgenerator, der an der Hifianlage angeschlossen, gehörmäßig eine genaue Detektierung der problematischen Frequenzen erlaubt.

Es ist schon manchmal erstaunlich zu hören, wer alles außer den Lautsprecherboxen sich an der Musikwiedergabe beteiligt.
  • Exkurs Abstrahlcharakteristik der Lautsprecherboxen:
    Eine breite und gleichmäßige horizontale und vertikale Richtcharakteristik sorgt in einem großen räumlichen Bereich auch außerhalb der Hauptachse nicht nur für eine präzise Raum- und Klangdarstellung, sondern mit einer kontinuierlichen Schallabstrahlung außerhalb der Achse auch für eine gleichmäßige Anregung des Diffusschalls.
    Eine eingeengte horizontale Richtcharakteristik hat sich klanglich nicht bewährt (kleiner Sweetspot, unnatürliches Schallfeld, Verfärbungen bei Kopfbewegungen usw.).
    Manchmal wird als Argument für eine eingeschränkte horizontale Richtcharakteristik die Verhinderung von Wand- oder Kantenreflexionen genannt. Das läßt sich aber auf anderem Wege ohne Inkaufnahme o.a. Nachteile leicht verhindern.
    Beim häuslichen Einsatz von Nahfeld-Studiomonitoren hat man es oft mit einer Einengung des Abstrahlwinkels in der vertikalen Ebene (durch z.B. ein elliptisch geformtes Hochtonhorn (waveguide) zu tun.
    "Im Studiobetrieb soll dadurch die Vermischung von Direktschall und Kurzzeitreflexionen vom Pult (Kammerfiltereffekte) verringert werden.
    Gleichzeitig wird der horizontale Hörbereich erweitert und damit wesentlich mehr Bewegungsfreiheit für den Toningenieur am Mischpult generiert." (nach K&H).
    Im Heimbereich bringt die vertikale Einschränkung der Richtcharakteristik keinen Vorteil, sondern schränkt nur die Anzahl der möglichen Hörpositionen ein.


    Gruss

    Thomas
__________________
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  #26  
Alt 19.11.2015, 08:36
Franz Franz ist offline
 
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Sehr gute Beiträge zur Wichtigkeit der Raumakustik. Wie schon angeklungen, hängt fast alles daran, wie der jeweilige Raum aus geometrischer Sicht ausschaut und wie er gestaltet wird. Es finden sich in den letzten Beiträgen sehr viele Details, die man unbedingt in Betracht ziehen und ausprobieren sollte. Es muß auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort dabei eingegangen werden, es gibt leider keine Patentrezepte, nach denen man allgemeingültig das Optimum erreicht.

Wovon ich abrate, ist, es mit digitaler Signal-Manipulation, sog. "Raumkorrekturprozessoren" erreichen zu wollen. Das ersetzt niemals eine gute Raumakustik und führt auch nicht dazu.

Geändert von Franz (19.11.2015 um 09:21 Uhr).
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  #27  
Alt 19.11.2015, 12:23
nofu nofu ist offline
 
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Hallo Freunde!

Wow, da kommt ja doch noch einiges an Input. Vielen Dank dafür.
Zunächst zu Gabors Frage:
Der Tannoy DC 3818 wurde in der Tannoy Glenair verbaut. Bela und Mark hier aus dem Forum haben sich dieses Chassis angenommen und eine optimierte Weiche dafür entwickelt. Mark hat sich sogar ein spezielles Gehäuse dafür gebaut. Ich selbst habe noch das original Glenair Gehäuse, das im Serienzustand Verarbeitungsschwächen aufwies. mit ein paar gezielten Maßnahmen sind diese jedoch weitestgehend zu beseitigen.
Ich halte wie gesagt, das DC 3818 für ein Weltklassechassis, das für mich alle Anforderungen zur emotionalen Musikwiedergabe mehr als erfüllt.

Ich glaube, zur Ausrichtung per Laser muss ich mich etwas präzisieren, da ich mich nicht ganz klar ausgedrückt habe und es wohl missverstanden wurde:
Es reicht völlig aus, wenn die grundsätzliche Positionierung der Lautsprecher im Raum z.B. per Maßband vorgenommen wird. Danach sollte anhand einer gut bekannten Aufnahme, in der vorzugsweise die Stimme in der Mitte ist (Monoaufnahmen eignen sich auch recht gut), eine Feinjustierung per Gehör erfolgen. Bei mir z.B muss der linke Lautsprecher auch ca. 1 cm weiter nach vorne, um eine perfekte Abbildung in der Mitte zu schaffen.
Den Laserpointer setze ich lediglich für die korrekte Einwinkelung der Lautsprecher ein. Hierfür habe ich mir eine Art Schablone gebaut, um reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten. Es ist erstaunlich zu sehen, wie groß die Auswirkung selbst bei winziger Drehung des Lautsprechers ist. Zu hören übrigens auch…

Viele Grüße

Markus
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  #28  
Alt 09.12.2015, 22:20
gabor gabor ist offline
 
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Danke Nofu für dein Erläuterung. Ich habe in www bisschen nachgelesen. Der DC3818 Chassis scheint nicht sooo toll zu sein. Wenn ein Lautsprecher, wie zum Beispiel der deutlich günstigere Boom Boom Krach Klipsch RF 7 MKII den Glenair 15 dermaßen gefährlich werden kann, dann frage ich mich, was soll an den Glenair so besonderes sein? Damit vermute ich bei den verwendeten Coax Chassis ebenfalls keine besondere klangliche Qualitäten. Da kann wohl eine verbesserte Gehäuse und Weiche nicht viel ausrichten. Nichts für ungut Nofu. Ich glaube dir natürlich trotz dem, dass du viel Spass mit deine Lautsprecher hast.
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  #29  
Alt 09.12.2015, 22:38
Ted Ted ist offline
 
Registriert seit: 30.10.2013
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Nix für ungut, aber ich glaube nicht, dass eine Klipsch RF7 MKII den Glenairs das Wasser reichen kann. Ich denke, auch die Zielgruppe ist eine komplett andere.

LG
Jörg
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  #30  
Alt 09.12.2015, 22:55
gabor gabor ist offline
 
Registriert seit: 26.01.2014
Beiträge: 44
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Jörg, hast du die beide Lautsprecher gehört? Eventuell sogar im Vergleich? Ich habe nur die RF-7 am Ohren gehabt. Naja...
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