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Erfahrungsberichte Hier werden echte Erfahrungen dargelegt und diskutiert

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  #11  
Alt 31.05.2015, 13:16
Klaus Klaus ist offline
 
Registriert seit: 28.02.2009
Beiträge: 139
Standard Heiße Drähte

Hi,

kann ich nur bestätigen - und empfehlen!

Viele Leute geben Unsummen für den letzten Meter Kabel und tolle Steckdosen (-leisten) aus und erreichen leichte klangliche Verbesserungen. Aber sinnvoll und konsequent ist es nur, am Sicherungskasten anzufangen und eine "bessere" Leitung zur Anlage zu legen. Konsequenter Tipp: den letzten Meter Leitung zur Anlage dann aus genau diesem Kabel ausführen, dann hat man von der Si-Kasten bis zum Gerätegehäuse einen Kabeltyp mit homogenen Eigenschaften.

Ich probierte 1996 mal rum (als gelernter Elektriker darf ich das ja sogar...). Ich legte von Si-Kasten zur ca. 15mtr entfernten damaligen Anlage unterschiedliche Leitungstypen, auch intern unterschiedlich verschaltet bei 5-adrigen Typen. Der klangliche Gewinner war jene 3x2,5mm²-Litzeleitung Typ "Herdanschlussleitung" (aber 3- statt 5-adrig). Kann man online als 25mtr-Ring für unter 30€ ordern. Wenn man die Leitungstypen probeweise als LS-Leitung hört, hört man dasselbe: die halbwegs querschnittstarke Litzeleitung mit weniger störender PE-Isolierung klang am brauchbarsten. Starre NYM-Typen mit PVC-Isolation klangen belegt und inhomogen.

Warum bringt denn nun aber der letzte Meter als z.B. HMS-toll-Kabel noch "etwas"? Nun, diesen Kabeln sind letztlich irgendwelche Übertragungseigenschaften in Richtung eines EMV-Netzstörungsfilters eingebettet worden. Oft sind ja z.B. Ferrtifilterringe auf den Kabeln oder Schirmungen wirken als EMV-Entstörstrecke. Dieses Filter verbessert dann abermals den Klang. Kann man aber selber machen: wenn man sich mal unterschiedliche Ferritringe und Klammerferritkerne besorgt und ausprobiert, welcher Ringtyp (evtl. auch 2 oder 3 Stück davon in auszuprobierenden Abständen zueinander) auf dem Kabel direkt vor dem Kaltgerätestecker am besten wirkt, dann spart man das Geld für teure highend-Strippen. Meine DIY-Strippen mit Ferritkernen und weiteren kleinen Tricks haben in Vergleichstest manche sauteure Highlanderstrippe als aussehen lassen, sehr zum Frust der stolzen Besitzer...

Ein spannendes Feld für Leute, die vglw. sehr preiswert wirklich große klangliche Verbesserungen ernten wollen! Man muss aber eben Elektriker sein - oder einen kennen/buchen. Und Wohneigentum erleichtert natürlich das Kabellegen. Obwohl: selbst in Mietwohnungen hatte ich mit 10x15mm-Kabelkanal weiß sauber auf Fussleiste verlegt stets einen heissen Draht zum Wohlklang im Wohnzimmer... Wanddurchbruch-Bohrlöcher kann man bei Auszug wieder zuspachteln .

Gruß

Klaus
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  #12  
Alt 31.05.2015, 13:56
SolidCore SolidCore ist offline
 
Registriert seit: 12.12.2014
Beiträge: 780
Standard Strom

Hallo zusammen
Ich denke auch eine eigene Leitung vom Stromkasten zur Anlage taugt auf jeden Fall. Eine Hazet Schmelzsicherung ist ebenfalls ne gute Idee, wenn man den Preis vom Klangmodul (Silber-Schmelzsicherung) scheut.

2,5 mm² starre Adern machen wirklich den Hochtonbereich "zu", es klingt verhangen. Litzen dagegen neigen gern zum "ziseln".
Ich würde mal 6x 1mm² versuchen, je 2 für Phase, Erde, Null. Das wär so der kompromiss. Spielfreude, ziselfreier Hochton, der erhalten bleibt.

Gruss
Stephan
__________________
Meridian 508 20Bit (modifiziert) / PC mit Singxer SU-1 (modifiziert) / Monrio 18B2 DAC (modifiziert) / Vorstufe Threshold T-2 / Endstufe Threshold T200 / Dynaudio Contour S 3.4 / Verkabelung: Eigenentwicklung. Heimkino: Lexicon MC-8 THX

Geändert von SolidCore (31.05.2015 um 13:58 Uhr). Grund: Addon
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  #13  
Alt 31.05.2015, 14:27
OpenEnd OpenEnd ist offline
OpenEnd Admin
 
Registriert seit: 27.11.2007
Beiträge: 6.950
Standard

Man kann ja die wildesten Sachen bzgl. Versorgungsnetz machen. Für Normalverdiener ist aber irgendwann Ende der Fahnenstange.

NYM 5x2,5 ist ein guter Kompromiss. Dabei 3 Adern als Schutzleiter. Warum?
Weil jeweils eine Ader für S und N dicke ausreicht, um den geforderten 50Hz Strom niederimpedant zu tragen, aber der Schutzleiter so niederimpedant wie möglich an die Zentralerde angebunden werden muss. Dieser muss wegen der hohen Störfrequenzen möglichst niederinduktiv ausgelegt werden. Eine deutliche Verbesserung auf ein Drittel der Induktivität erreicht man durch die Parallelschaltung der 3 Adern.

Man könnte es noch viel besser machen, wenn man den Aufwand erheblich erhöht. Dann muss man aber auch darüber nachdenken, ob dieses Geld sich nicht klangbringender anlegen lässt.

Grüssle vom Charly
__________________
Andersdenkende denken oftmals anders als man denkt
Wohnort: Obertraubling bei Regensburg
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  #14  
Alt 31.05.2015, 14:37
Oliver Oliver ist gerade online
 
Registriert seit: 19.02.2012
Beiträge: 1.151
Standard

Zitat:
Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen

Man könnte es noch viel besser machen, wenn man den Aufwand erheblich erhöht. Dann muss man aber auch darüber nachdenken, ob dieses Geld sich nicht klangbringender anlegen lässt.

Grüssle vom Charly
Hi Chary

Wie würde das dann aussehen ?
Ich lese sehr gerne mit und sammel Infos hinsichtlich der Anlagenverkabelung.
__________________
Gruß,
Oliver
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  #15  
Alt 31.05.2015, 14:44
Zwodoppelvier Zwodoppelvier ist offline
inaktiv
 
Registriert seit: 08.12.2010
Beiträge: 971
Standard

Hallo Klaus,

sehr interessant, Deine Erfahrungen.

Eine Frage habe ich noch: wo bekommt man denn Kabel mit PE-Isolierung? Die Kabeltypen, die ich bislang gesehen habe, waren immer PVC-isoliert und das ist auch einer der Gründe, warum ich mich bislang zurückgehalten habe.
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  #16  
Alt 31.05.2015, 14:47
OpenEnd OpenEnd ist offline
OpenEnd Admin
 
Registriert seit: 27.11.2007
Beiträge: 6.950
Standard

Zitat:
Zitat von Firefox1 Beitrag anzeigen
Hi Chary

Wie würde das dann aussehen ?
Ich lese sehr gerne mit und sammel Infos hinsichtlich der Anlagenverkabelung.
Man könnte z.B. ein eigenes, völlig niederimpedantes Erdungssystem installieren und verbinden (eigener Banderder im Garten oder Fundament, niederimpedant zur Anlage geführt).
Man könnte sich einen eigenen Stromgenerator in den Keller stellen.
Man könnte auch beides verbinden.

Allerdings, wie schon gesagt, sollte man die Kosten - Nutzen Relation im Auge behalten.

Grüssle vom Charly
__________________
Andersdenkende denken oftmals anders als man denkt
Wohnort: Obertraubling bei Regensburg
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  #17  
Alt 31.05.2015, 15:27
Speedy Speedy ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2009
Beiträge: 1.174
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Zitat:
Zitat von SolidCore Beitrag anzeigen
2,5 mm² starre Adern machen wirklich den Hochtonbereich "zu", es klingt verhangen.
Das kann ich in keinster Weise bestätigen.

Und die einfache Schmelzsicherung ist für mich immer noch die beste Lösung aus audiophiler Sicht. Denn um was gehts denn ? Möglichst wenige Übergangswiderstände. Die Klangmodule sind nix anderes als (bessere) Automaten mit ihren zusätzlichen Übergangswiderständen in denen dann (in den besten) wieder Schmelzsicherungen verbaut werden.

Beste Grüße
Speedy
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  #18  
Alt 31.05.2015, 16:17
Klaus Klaus ist offline
 
Registriert seit: 28.02.2009
Beiträge: 139
Standard

Zitat:
Zitat von Firefox1 Beitrag anzeigen
Hi Chary

Wie würde das dann aussehen ?
Ich lese sehr gerne mit und sammel Infos hinsichtlich der Anlagenverkabelung.
Hi,

das kann ganz einfach aussehen: ich habe heute z.B. vier getrennte besagte Kabel mit folgenden Filtern zur Anlage:
Endstufe rechts - Ferritfilter auf Kabel
Endstufe links - dto
Analog (Pre - neulich rausgeflogen, Subwoofer) - Netzfilter + Ferritfilter
Digital (DAT, CD-LW, DAC) - dto

Klingt abgrundtief ruhig... Kosten weit unter 150€ für Elektriker...

Ja, Litze klingt als LS-Kabel oft zischelig, das habe ich aber bei Netztkabeltests nie rausgehört.

2,5mm² massiv klingt für meine Ohren auch sehr matt, belegt und inhomogen.

Ich glaube, es geht bei z.B. Sicherungsmodulen weniger um Übergangswiderstände, sondern viel mehr um ferromagnetische und Grenzschichteneigenschaften. Der pulsierende Strom wird "stärker gestört", es entstehen feinste Verzerrungen. So meine Theorie. Aber lassen wir das...

Stimmt, PE war verrutscht (das hatte ich mal in einer preiswerten 4x2,5qmm LS-Strippe, klang als Netzkabel sensationell gut!). Ich meinte Weich-PVC ggü. etwas härterem PVC in starren Leitungen. Wenn auch das frequenzabhängige Dielektrizitätsverhalten von PVC grottig ist (was es als LS-Kabel ausscheiden läßt), so ist aber der relevante Frequenzbereich bei den Versorgungsströmen der Geräte sicher wesentlich geringer. Daher zählt der Klang im Test.

Gruß

Klaus
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  #19  
Alt 31.05.2015, 23:53
Speedy Speedy ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2009
Beiträge: 1.174
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Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
Ich glaube, es geht bei z.B. Sicherungsmodulen weniger um Übergangswiderstände, sondern viel mehr um ferromagnetische und Grenzschichteneigenschaften. Der pulsierende Strom wird "stärker gestört", es entstehen feinste Verzerrungen. So meine Theorie. Aber lassen wir das...
Ich kenn mich da nicht so aus, bin aber auch nicht alleine mit meiner Erfahrung :

Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
ich klemmte mal von Si-Automat auf Schmelzsicherung um und empfand den Klang der Schmelzsicherung als klar besser. Versuche es doch mal, ist doch keine große Arbeit.

In einer Schmelzsicherung ist ein Draht, bei kleinen Werten auch eine Drahtwendel, an den zwei Endkappen dran. Klar ist da ein gewisser Widerstand, aber dafür keine Indiktivität.
Im Si-Automat hast Du eine Spule, die auf dem Kern das Auslösemagnetfeld erzeugt. Hier hast Du starke nichtlineare Magnetkreiseffekte, was letztlich eine frequenzabhängige, nichtlineare Induktivität ausbildet. DAS ist technisch wirklich unschön, die 0,xOhm der Schmelzsicherung sind vglw. NIX...
Evtl. kommt so ein Automat bzw. "Klangmodul" auch nicht mit einer 2.5er Leitung zurecht, denn bei mir kling es nicht matt, belegt und inhomogen.



Gruß
Speedy
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  #20  
Alt 01.06.2015, 01:23
Ted Ted ist offline
 
Registriert seit: 30.10.2013
Beiträge: 1.804
Standard

Zitat:
Zitat von Speedy Beitrag anzeigen
Evtl. kommt so ein Automat bzw. "Klangmodul" auch nicht mit einer 2.5er Leitung zurecht, denn bei mir kling es nicht matt, belegt und inhomogen.
Man müsste wohl mal eine Standard Neozed-Sicherung gegen ein Klangmodul testen. Wenn es auch nur ähnlich klingt, hätte man mit der Neozed einen extremen Vorteil: Im Falle eines Falles kostet der Ersatz nur 1 Euro. Die Sicherung für das Klangmodul kostet mal eben schlappe 37 Euro.

Bei einer 2,5er Leitung könnte man auch eine Sicherung >16A nutzen. Ich kenne die Grenzen nicht, aber 25A sollten machbar sein. Je höher der Wert der Sicherung, desto geringer der Widerstand.

Inhomogen klingt es hier nicht. Bezüglich "matt" oder "belegt":

Man könnte zunächst meinen, dass dem so ist. Hört man länger, fällt aber auf, dass einfach nur eine gewisse Nervosität fehlt. Ähnliches erlebt man zum Teil auch mit Netzfiltern. Fehlen bestimmte Störungen, klingt es plötzlich langweiliger. Es gibt ja auch Hersteller, die absichtlich "Störungen" (Klirr, Oberwellen) ihren Geräten hinzufügen, damit es "lebendiger" klingt.

Für mich hat sich die Aktion auf jeden Fall gelohnt, zumal die Kosten mit insgesamt 250 Euro doch überschaubar waren. Ich habe das Glück, dass die Leitung vom Si-Kasten zur Steckdose für die Anlage vielleicht gerade mal 1,5m lang ist. Eventuell auch ein Grund, wieso es hier nicht "verhangen" klingt.

LG
Jörg
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