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Als Gastgeber und als Gast Hier gehören die Hör-Berichte von Besuchen hin

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  #1  
Alt 23.01.2016, 22:40
Franz Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 7.464
Standard Hörerlebnis der besonderen Art - Besuch bei Lutz

Vorbemerkung: Lutz habe ich kennengelernt, als er auf der Suche nach neuen Lautsprechern war und wir uns einige Male bei mir getroffen hatten. Schnell war klar, welch hohe Ansprüche er an eine realistisch anmutende Wiedergabe hatte und daß er alle für ihn in Frage kommenden Konzepte sich anhören wollte. Da sein Raum mit ca. 60 qm recht groß ausfiel, kam er letztlich dann auf ein Hornkonzept von Avantgarde Acoustic, genauer gesagt auf eine Avantgarde Trio: http://www.avantgarde-acoustic.de/de...o/produkt.html

Komponenten HiFi-Anlage Stand Januar 2016

Sub-Bässe:
4 Stück aktive und geregelte A.C.T. AL 4x4
Im Unterschied zum schon älteren Testbericht ist jeder Subwoofer ausgestattet mit
 Schaltverstärkern von Bang & Olufsen (Icepower, wohl 2x250W = 500W pro Woofer)
 4 Stück 25cm Scan Speak Chassis
 In der Summe also 16 Chassis zu 25cm, 2000W

Ober-/Kick-Bässe:
2 Stück aktive A.C.T. AL 1x6, jeder ausgestattet mit
 6 Stück 18cm Scan Speak Chassis 18WU, davon jeweils 3 in Parallelschaltung (ca.
2,8 Ohm)
Verstärker extern: Audionet Amp VII mit 4 Verstärker-Modulen (zwei pro Seite/Sub)
 Jedes Verstärker-Modul treibt 3 parallelgeschaltete Chassis, bei 2,8 Ohm mit ca.
300W pro Modul = 600W pro Seite/Sub
 In der Summe 12 Chassis zu 18cm, 1200W

Horn-Satelliten:
Avantgarde Acoustic Trio
 Technische Daten: s. letzte Seite der Trio-Broschüre, 19 Ohm
 Am Verstärker (passiv): Audionet Amp I V2, bei 19 Ohm ca. 100W pro Kanal

Gesamtleistung pro Seite: 1000W + 600W + 100W = 1700W

Steuerung der 6 Bass-Säulen mittels der digitalen Frequenzweiche Sitronik Lucius 6K

Steuerung der Gesamtanlage mittels des Vorverstärkers Audionet DNP
2 Pre Out:

 Ausgang 1 geht zum Amp I V2
 Ausgang 2 geht zur Lucius 6K
Analoger Referenz-Vorverstärker mit umfangreicher (Zusatz-)Ausstattung:
 Analoger Stereo‐Vorverstärker (2.2 Kanäle)
 DA‐Wandler
 USB‐Anschluss: DNP als externe Soundkarte des PC
 Streaming‐Client; Bedienung über Software „Audionet Music Manager” für iPad,
Android‐TabletPCs
 Internet‐Radio, UKW‐Radio
 Lautsprecher‐Management (DSP)
Sonst nur im PA‐Bereich, z.B. Behringer DCX2496
o 5 Parametrische Equalizer
o Bass‐Management (digitale Frequenzweiche)
o Delay‐Manager
o Bedienung über PC‐Software „Audionet RCP“
Raumkorrektur mittels
o DSP

o PC‐Software „CARMA“
Vorteile des DNP:
 Höchste Qualität (durchgängig 24Bit/192kHz) und Schnelligkeit
 Größtmögliche Anschlussvielfalt
 Raumkorrektur auch für
o analoge Quellen
o digitale Quellen (z.B. CD‐Spieler, Sat‐Receiver)
o alle Musik‐/Videodateien
 Komfortable Bedienung über PC‐Software Audionet Music Manager, RCP, CARMA
 Video-Test unter Audionet DNP

Musikquelle:
 Windows 7 PC mit J.River Media Center 21, angeschlossen über USB an DNP
 Google Nexus 7 Android-Tablet mit Gizmo als Steuer-App

Und so bot sich mir das bildlich dann dar:



Nachdem ich Lutz einige Monate vorher schon mal besuchen konnte und mir diese Anlage anhören durfte, war ich jetzt sehr gespannt darauf, wie er den letzten Feinschliff hinbekommen hatte, denn ein paar Einstellungen hatte er noch geändert.

Eines möchte ich gleich vorwegschicken: Es wurde ein Hörerlebnis der besonderen Art, was mich zu diesem Bericht veranlaßt hat, denn es macht mir wirklich Spaß von Außergewöhnlichem zu berichten.

Den Hörbericht wird es morgen geben.

Geändert von cay-uwe (24.01.2016 um 08:31 Uhr). Grund: Link korrigiert
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  #2  
Alt 23.01.2016, 22:50
shakti shakti ist gerade online
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 867
Standard

super, da freue ich mich schon drauf, bin ich doch im Moment ganz "verliebt" in die Wiedergabe grosser Hornsysteme :-)
Gruss
Juergen
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  #3  
Alt 24.01.2016, 08:33
cay-uwe cay-uwe ist gerade online
Sonus Natura
 
Registriert seit: 03.12.2008
Beiträge: 2.430
Standard

Franz,

ich habe mir erlaubt in Deiner Einführung einen nicht funktionierenden Link zu korrigieren.

Auch ich bin gespannt auf Dein Hörerlebnis
__________________
Happy listening, Cay-Uwe

http://www.sonus-natura.com/
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  #4  
Alt 24.01.2016, 10:38
Franz Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 7.464
Standard

Danke, Cay-Uwe.
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  #5  
Alt 24.01.2016, 12:16
SolidCore SolidCore ist offline
 
Registriert seit: 12.12.2014
Beiträge: 749
Standard Wow

Hallo zusammen
Wow. Bin sprachlos. Im Ruhrpottdeutsch würde ich jetzt sagen:
Alter Schwede. Der hat nen korrekten Schaden. Da wird dir der Draht ausse Mütze fliegen.

Astreine Kette. Bei einem anderem Forenuser durfte ich die Hörner von Avantgarde bereits hören. Der erste Eindruck war: Endlich mal Hörner ohne Trötensound. Volle, natürliche Stimmen. Details ohne Ende mit einer nie gehörten Dynamik. Wirklich toll.
Im direkten Vergleich würde ich meine Dynaudio als grobdynamische Kinderbassboxen einstufen.

Muss ja zugeben, das ich dem Hörtest gern beiwohnen würde.

Nach dem Gesammtpreis frage ich lieber erst gar nicht.

Gruss
Stephan
__________________
Meridian 508 20Bit (modifiziert) / PC mit Singxer SU-1 (modifiziert) / Netzteile mit Super-Regulatoren / Monrio 18B2 DAC / Vorstufe Esoteric Audio Research 834L-SE / Threshold T200 / Dynaudio Contour S 3.4 / Verkabelung: Eigenentwicklung. Heimkino: Lexicon MC-8 THX
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  #6  
Alt 24.01.2016, 13:12
Franz Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 7.464
Standard

Ich habe mich vor der Anfertigung des Hörberichtes gefragt, ob und wenn ja, inwieweit ich mich dabei des üblichen Vokabulars der gängigen HiFi-Sprache bedienen sollte, um meine Höreindrücke adäquat und verständlich für die Leser in Worte zu fassen, bin dann aber nach reiflicher Überlegung davon abgekommen. Nicht, weil ich Begriffe wie "Neutralität", "Transparenz", "Dynamikentfaltung", "Konturiertheit", "Verfärbungsarmut" u.ä. nicht mit Inhalt und Musikbeispielen dazu füllen und belegen könnte, allein, es bedarf der persönlichen Erfahrung und des persönlichen Musikerlebens selbst, um diese Begriffe wirklich in ihrer Bedeutung zu verstehen und nachzuvollziehen. So sind mir nach einiger Zeit der Überlegung, wie ich dieses Musikerlebnis als ein Ganzes dem Leser nahebringen könnte, dann Worte der Umgangssprache dazu eingefallen, die doch sehr treffend das beschreiben und wiederspiegeln, was mich selbst dabei bewegte.

Zum einen ist es die Mühelosigkeit, ein Gefühl, was sich einstellt, wenn man das, was man da hört, eigentlich für die normalste Sache der Welt hält. Egal, wie komplex das Musikgeschehen auch war, ob nun kleine Besetzungen oder großes Orchester, ob pianissimo oder dreifaches forte, ob Stimmen gehaucht oder fulminant präsent dargeboten wurden, ob Nahfeld- oder eher Fernfeldmikrophonierung vorlag, ob die percussion eher untermalend oder rabiat draufhauend daherkam, immer, ich betone: immer schien es völlig mühelos zu sein, dies genau so auch rüberzubringen.

Das führte zu einem weiteren Eindruck, nämlich zur Selbstverständlichkeit und zur Unmittelbarkeit. Je länger ich zuhörte, umso mehr stellte sich das Gefühl ein, das sei alles eine reine Selbstverständlichkeit, keine große Anstrengung, das so und genau so darzustellen, und das unabhängig von der Abhörlautstärke, zu der ich später noch etwas sagen möchte.

Ein dritter Aspekt, der wohl wichtigste für mich: Die Natürlichkeit, der Realismus. Für mich letztlich der alles entscheidende Teilaspekt, der über Wohl oder Wehe einer Gesamtanlage entscheidet. Dazu zählt zum einen die Verfärbungsarmut. Bei Hornsystemen hatte ich da aus meiner Erinnerung heraus eher keine guten Empfindungen, aber hier muß ich ganz klar sagen, daß mir in keinster Weise irgendwelche horntypischen Verfärbungen aufgefallen wären. Nichts von alledem, dieses System straft alle Behauptungen Lügen, Hörner würden prinzipbedingt verfärben müssen. Müssen sie nicht. Das mag der peniblen Einmessung im Raum geschuldet sein und den sauber ermittelten Übergängen in der Anbindung der geregelten Bässe an den Mittel- und Hochtonbereich der Hörner, jedenfalls habe ich nur ganz selten ein Lautsprechersystem erlebt, das ohne lautsprechertypischen Eigenklang daherkommt. Hoch- und Mittelton immer glockenklar, transparent bis zum geht-nicht-mehr. Und Bässe, die bis in die tiefsten Lagen – und ich meine: wirklich abgrundtief – sauber durchgezeichnet, akkurat und straff ohne Nachschwinger ein sattes Fundament liefern. Beeindruckend, wirklich beeindruckend. Da blieb das eine oder andere Mal schon der Mund vor Staunen und Bewunderung offen stehen. Ich bin ja schon einiges gewohnt in der Beziehung, aber das Ausmaß dieser Gesamtperformance hat dann doch noch eine andere Qualität, umso mehr, als das alles eine ungewöhnlich hohe Kohärenz, also das Bestehen eines inneren Zusammenhangs aufweist. Mit einfachen Worten: Die Anlage spielt wie aus einem Guss.

Und so stellt sich dann auch recht bald eine Realitätsanmutung ein, die so nah am Original ist, wie ich es jedenfalls in dieser Form und Ausprägung noch nicht erlebt habe. Man wähnt sich bei Klassikkonzerten bei geschlossenen Augen tatsächlich im Konzertsaal irgendwo Rang 7 Mitte, oder mitten drin in einem Jazzkeller. Natürlich ist und bleibt das eine Illusion, aber dieses intime Gefühl - jetzt dabei zu sein, quasi so, als stünden die Musiker da selbst in Lebensgröße vor einem oder man blicke tatsächlich auf ein Orchester vor sich - ist dermaßen stark ausgeprägt, daß ich wahrlich gebannt lausche. Denn da steht zwar physisch eine Stereo-Anlage vor mir, aber gefühlt ist es ein Orchester oder eine kleine Kapelle, mit Musikern, die ich fast mit Händen greifen kann. Selbst das Vibrieren der Luft wird körperlich erfahrbar. Wer jemals am eigenen Körper eine Schalldruckwelle erfahren hat, die durch einen hindurchgeht, der weiß, was ich meine. Das ist Musik erleben in Reinkultur, fast wie im Original, es packt einen im wahrsten Sinne des Wortes. Die Transparenz, die Durchhörbarkeit dabei ist frappierend, selbst kleinste und leiseste Nebengeräusche werden erfahrbar, jedes einzelne Instrument scheint getrennt von anderen, mit viel Raum um sich herum, die Breiten- und Tiefenstaffelung gelingt vorzüglich. Bei "School" von Supertramp hat man das Gefühl, man würde dem Tontechniker bei der Arbeit zuschauen können, wie er die Regler an der Konsole dreht.
Sowas in der Art wird wohl nur möglich werden, wenn der Wirkungsgrad des Lautsprechersystems sehr hoch ist. Hier liegt der Wirkungsgrad immerhin bei 109 dB, und man ahnt, daß gar nicht mal viel Leistung in Watt gemessen erforderlich sind, um Musik wie aus Dantes Inferno erahnen zu lassen.

So, nun wollte ich eigentlich sachlich nüchtern meine Eindrücke schildern, ohne daß ich zu dick auftrage oder die Begeisterung meine Sprache zu stark einfärbt, aber ich kann und will auch nicht umhin zuzugeben, daß mich das Hörerlebnis bei Lutz nachhaltig beeindruckt hat. Ihm ist etwas gelungen, wonach viele streben und es doch selten wirklich packen, auch, weil die Umstände das Ergebnis limitieren, nämlich die Reproduktion eines Schallereignisses, welches sehr nahe an das Original heranreicht, pegelmäßig gar noch übertrifft, denn Pegelreserven gibt es hier bis zum Abwinken. Ich könnte noch seitenlang darüber erzählen, wie die Schlagzeugarbeit bei „Take Five“ vom Dave Brubeck Quartett, rüberkommt, wie sich die Oberwellen beim Steinway-Flügel offenbaren, wie es sich anhört und vor allem anfühlt, wenn bei „Also sprach Zarathustra“ das Grollen der Orgel den kommenden Ausbruch ankündigt, überhaupt, Orgel, das Ziehen sämtlicher Register, oder aber die Klappengeräusche von Saxophone, Klarinette. Das alles kommt, wie gesagt, wie selbstverständlich zur Musik dazugehörend. Das ist Dynamik. Punkt. Oder auch erzählen, wie der Raum die Energie abbaut, obwohl er gar nicht mal akustisch behandelt wurde. Es paßt eben einfach. Und das nahezu perfekt. Die Grenzen mag man gar nicht ausloten wollen, das Mögliche ist pegelmäßig jenseits von Gut und Böse. Ich hab Kraftwerk gehört in einer atemberaubenden performance, die Fragen nach der Statik aufkommen läßt.


Eine Besonderheit möchte ich noch ausdrücklich erwähnen, nämlich, daß für den Bassbereich eine separate Lautstärkeregelung möglich ist. Gerade bei Großanlagen ist es meines Erachtens äußerst vorteilhaft, je nach Aufnahme ein wenig den Bass verändern zu können. Der Grund ist klar: während bei normalen Systemen 1dB mehr oder weniger kaum auffällt, bedeuten hier 1dB in den tiefen Bässen gleich 1dB x 4 Subwoofer = 4dB. Und das kann eine Aufnahme, je nach Aufnahmequalität doch stark nach vorn bringen. So haben wir auch einige Musikbeispiele gehört, wo genau diese Bassanpassung als sehr positiv für die Aufnahme empfunden wurde.


Mein Schlußwort für jetzt: Kompliment, Lutz. Und natürlich Glückwunsch. Du bist ein Glückspilz. Hast dich belohnt für die vielen Mühen, die Arbeit, die damit verbunden war, es so hinzubekommen, wie es nun geworden ist. Wenn ich dir mit meinen Ohren und meinen Anmerkungen dazu vorher behilflich sein konnte, dann freut es mich umso mehr, denn du hast das alles perfekt umgesetzt.



Am Ende bleibt mir nur, dir für deine Gastfreundschaft und der Möglichkeit zu danken, so etwas Großartiges einmal erleben zu können. Es war mir wichtig, diese Erfahrung machen zu dürfen. Und ich freue mich, wenn wir uns nochmal wiedersehen werden, denn solche Treffen finde ich wunderbar. Passion und Ambition, das ist es, was ich beim Hobby auch ein Stück weit lebe und wofür es sich lohnt, Zeit, Mühe und auch Geld zu investieren.

Gruß
Franz

Anbei noch einige Bilder:


Zu den Bildern schrieb mir Lutz:
"Auf dem ersten Bild siehst Du, wie Herr Gruber die 18WU-Chassis von Scan Speak aus dem Provisorium in das endgültige Gehäuse (2. Bild) ummontiert.
Zu diesen Chassis sagte mir Herr Gruber wörtlich, es würde sich um die derzeit besten handeln, die man für Geld und gute Worte kaufen könne. Die Besonderheit besteht darin, dass der Korb strömungsoptimiert wurde, ferner wurde kein normaler AlNiCo-Magnet wie üblich (das sind die scheibenförmigen) eingebaut sondern auch der Magnet wurde strömungsoptimiert und so klein wie möglich gebaut, um dem rückwärtigen Schall möglichst wenig Widerstand entgegenzusetzen. Das hat dazu geführt, dass hier sündhaft-teure Neodym-Magneten verwendet werden, wie sie sonst nur bei Hochtönern Verwendung finden. Dementsprechend teuer ist so ein einziges Chassis: ca. 300 €. Die 18WU sind die größten, die Scan Speak in der Top-Reihe „Illuminator“ fertigt (s. Broschüre in meiner ersten Mail). Sie wurden extra entwickelt, um für die heute üblichen, sehr schlank bauenden Boxen die Chassis als Tieftöner verwenden zu können. In der Tat wird das 18WU und sogar das kleinere 16cm-Modell sehr häufig in High End-Boxen eingesetzt, das 16er gerne für teure 2-Wege-Lautsprecher.
Bei mir spielen die AL 1 und damit diese Chassis wie gesagt nur in einem sehr engen Frequenzbereich mit vollem Pegel; auch hier – wie bei den großen AL 4 – galt die Devise: möglichst kleine Chassis, dafür viele, um mit Hilfe wenig zu bewegender Masse möglichst schnelle Bässe zu erzielen.

Zur Terminologie: AL 1 steht bei Herrn Gruber für den kleinsten Sub (mit 18cm-Chassis), dahinter kommt deren Anzahl, d.h. die Kick-Bässe heißen AL 1 x 6, weil von den kleinen sechs Stück verbaut wurden. Ähnlich der AL 4 x 4: AL 4 steht für die 26cm –Chassis, davon 4 Stück in einer Säule ergeben den AL 4 x 4. Mein erster gehörter AL 4 war ein AL 4 x 3, also mit 3 Chassis."





Geändert von Franz (24.01.2016 um 13:29 Uhr).
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  #7  
Alt 24.01.2016, 13:42
flar flar ist offline
SHINDO
 
Registriert seit: 23.01.2010
Beiträge: 319
Standard wow

Welch technischer Aufwand. Man kann das Musikerlebnis nur erahnen. Franz hatte das Glück des Dabeisein.
Glückwunsch dem Anlagenbesitzer!
Solche Berichte hellen den oft eintönigen Hifi - Alltag auf, daher danke an Franz für den fachbegrifffreien Hörerlebnisbericht!

__________________
ahoi flar



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  #8  
Alt 24.01.2016, 14:14
cay-uwe cay-uwe ist gerade online
Sonus Natura
 
Registriert seit: 03.12.2008
Beiträge: 2.430
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Franz,

vielen Dank für den tollen Hörbericht und Kompliment an Lutz, der so etwas hinbekommen hat.

Mühelosigkeit und Dynamik sind auch bei mir die Eindrücke die geblieben sind als ich mal auf der HighEnd ein großes Horn von Advangarde Acoustic gehört habe ...
__________________
Happy listening, Cay-Uwe

http://www.sonus-natura.com/
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  #9  
Alt 24.01.2016, 14:27
Franz Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 7.464
Standard

Ja, sowas sind ja die gängigen Begriffe, die dann verwendet werden, aber diese Anlage vermittelt viel mehr als nur die pure Dynamik, das wollte ich auch weiterreichen als Erfahrung. Sowas muß man wirklich mal selbst erlebt haben, Worte können das nur unzureichend vermitteln, um was es dabei wirklich geht. Man muß natürlich auch die Umgebungsverhältnisse, sprich Raum dafür haben. Hab ich leider auch nicht.

Was bleibt, ist, nach eigenen Maßstäben, Wollen und Können das Mögliche möglich machen. Da kann man auch mit einer wesentlich bescheideneren Anlage in einem bescheideneren Raum was Großartiges draus machen, gibt ja Beispiele dafür genug. Aber doch bleibt eine solche Großanlage wie die bei Lutz etwas Außergewöhnliches. Und man freut sich einfach mit ihm, wenn man derartiges mal selbst in Augen- und Ohrenschein nehmen darf.

Ich wollte vor allem die Arbeit würdigen, die er sich damit eingehandelt hatte, denn sowas muß man erstmal zum "Laufen" bringen. So einfach "plug & play" funktioniert nie, der Teufel steckt in so vielen Details. Und die "Ecken und Kanten" müssen entdeckt und bereinigt werden. Als LS-Bauer weiß du selbst am besten, wie schwierig das mitunter sein kann. Zum Glück versteht Lutz mehr von Technik als ich. Ich hab ihm quasi nur meine Ohren geliehen, mich hat`s auch ein wenig gefreut und geschmeichelt, daß er auf meinen Höreindruck soviel Wert gelegt hat. Lutz ist ein sehr offener Mensch, das hilft dann ungemein.
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  #10  
Alt 24.01.2016, 17:18
maasi maasi ist offline
 
Registriert seit: 28.12.2008
Beiträge: 710
Standard

Hallo Franz,

vielen Dank für Deinen perfekt geschriebenen Bericht über eine wirklich beeindruckende Anlage .

Die Kette würde ich wirklich gerne mal hören ...

VG Uli
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