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KH - Kopfhörer (Full Size) Alles zu offenen & geschlossenen Kopfhörern

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  #11  
Alt 04.08.2018, 20:43
Reimer Reimer ist gerade online
 
Registriert seit: 08.10.2017
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Du hast keine Ahnung wofür Kopfhörer in Studios genutzt werden, oder?
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  #12  
Alt 04.08.2018, 21:35
burki burki ist offline
 
Registriert seit: 04.03.2018
Beiträge: 59
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Zitat:
Wie Sennheiser da wohl seine Sortimentspolitik plausibel machen würde ?
Ich verstehe diesen Thread aber eh nicht so ganz.
Auf der HP von Sennheiser ist bei KHs zunächst der HE1 zu sehen (nicht unbedingt das billigste KH-System auf diesem Planeten) und dann natürlich die Mainstreamprodukte, mit denen man eben wirklich Geld verdient.
Im "Profibereich" geht es ausser um Mikrofone primär im DJ-Produkte und ein paar Monitor-KHs, die alle nicht zum professionellen Abmischen (eher als Hintergrundkontrolle) gedacht sind.
Man sollte sich IMHO von der Vorstellung trennen, dass Highend und Studiotechnik wirklich viel gemeinsam haben.
Als Physiker war ich natürlich viel im Labor tätig und keiner wäre auf die Idee gekommen z.B. bei einem Speicheroszi (habe häufig atomare Zerfallsspektren gemessen) die Innereien zu tauschen, um genauerere Messergebnisse zu erhalten oder all die Kabel (ausser wenn eins defekt war) zu wechseln.
Das nur am Rande, denn daheim höre ich auch mit "sündhaft teuren" Kopfhörern an noch teueren KHVs...
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  #13  
Alt 04.08.2018, 22:05
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 329
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Zitat:
Zitat von Reimer Beitrag anzeigen
Du hast keine Ahnung wofür Kopfhörer in Studios genutzt werden, oder?

Hallo erst mal, Reimer,


.... neben dem Monitoring für einen Interpreten oder Musiker vor allem als begleitende/parallele Maßnahme zum Abmischen, Downmix und zum finalen mastern. Schließlich muß der Tontechniker ja auch davon ausgehen, daß der Endkunde sich irgendwann mal einen vernünftigen Kopfhörer aufsetzt. Verkauft werden die Dinger an jene ja schließlich nicht nur zum angucken ;-)


Schall verhält sich ohne zu überbrückende (Luft)Wege zwischen Ohr und Schallquelle bzw. Einflüsse durch den Hörraum bei Kopfhörern komplett anders als bei Lautsprecher. Das fängt schon mit der Tatsache an, daß dieser bei Lautsprechern i.d.R. größtenteils von vorne an der Ohrmuschel vorbei abgestrahlt wird, bei KH-Wandlern hingegen frontal. Unser Frequenzempfinden (incl. Laufzeiten und Phasen) wird hierbei mehr oder weniger im wahrsten Sinne des Wortes "auf den Kopf" gestellt.



Die Kunst einer guten Aufnahme besteht darin, beiden Medien gerecht zu werden. Und genau das funktioniert nur, wenn bereits während der Aufnahme auch mit beiden Medien gearbeitet wird. Was wiederum die Sinnhaftigkeit eines möglichst unverfälschenden Kopfhörers unterstreicht.


Die Wiedergabeverhältnisse von "Kofferradios" u.ä. werden hingegen über spezielle "Zusatzmonitore" simuliert: Kleine Breitband-Lautsprecher mit bewusst sehr eingeschränktem Übertragungsbereich. Hier sind die regulären Studiomonitore komplett "außen vor".
__________________
Gruß

Patrik

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Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung

Geändert von keinkombigerät (04.08.2018 um 22:14 Uhr).
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  #14  
Alt 04.08.2018, 22:34
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 329
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Zitat:
Zitat von burki Beitrag anzeigen
Im "Profibereich" geht es ausser um Mikrofone primär im DJ-Produkte und ein paar Monitor-KHs, die alle nicht zum professionellen Abmischen (eher als Hintergrundkontrolle) gedacht sind.
Man sollte sich IMHO von der Vorstellung trennen, dass Highend und Studiotechnik wirklich viel gemeinsam haben.

Hallo Burki,

kommt leider viel zu oft vor, sollte aber nicht der Maßstab sein: https://www.soundandrecording.de/sto...-guy-fletcher/


Bei dem, was Sennheiser zum mischen und mastern vorsieht, habe ich so etwas hier vor Augen: https://de-de.sennheiser.com/studio-...tage-hd-26-pro.


Für den DJ-Bereich hat Sennheiser nochmals eine weitere Produktsparte im Portfolio, wobei die Übergänge da zugegebenermaßen in der Tat oftmals sehr fließend sind.


Die Logik, daß der Endanwender über (s)einen High-End-Kopfhörer Dinge hören soll, die der Tontechniker aufgrund tonqualitativ niedriger einzustufenden Kopfhörern selbst noch nicht mal hören kann, entzieht sich für mich jedweger Plausibilität. Das ist der eigentliche Sinn meines Threads.

Ganz abgesehen davon: Bei Lautsprechern erwarten wir ja alle zurecht, daß die Wiedergabe unserer heimischen Lautsprecher möglichst nahe an die Performance im Studio herankommt, nicht umgekehrt. Nicht weniger erwarte ich beim Kopfhörer. Zumal die Realisierung diesbezüglich da ja auch um einiges einfacher ist.


Zur "Ehrenrettung" von Sennheiser sei allerdings gesagt: Mit dieser Art von Modellpolitik sind sie nicht allein, andere Hersteller machen das genau so.
Vielleicht liegt es ja auch daran, daß Studios einen größeren Stückzahlbedarf haben und vermutlich die wenigsten bereit wären, z.B. einen HD 800S gleich Umkartonweise zu ordern. Dürften auch die wenigsten finanziell stemmen können. An der "Paradoxum-Problematik" ändert das alles aber natürlich herzlich wenig.
__________________
Gruß

Patrik

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Geändert von keinkombigerät (04.08.2018 um 23:03 Uhr).
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  #15  
Alt 04.08.2018, 23:10
Lani Lani ist offline
 
Registriert seit: 30.12.2013
Beiträge: 1.699
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Zum Hd26pro
Gute passive Außengeräuschdämpfung durch geschlossene Bauweise

Wieviel dB ist die Aussenschalldämpfung, gibts da wo eine Grafik?

Hier der Qc35 im Vergleich mit der Schallisolierung

https://www.innerfidelity.com/images...iredActive.pdf
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  #16  
Alt 04.08.2018, 23:25
burki burki ist offline
 
Registriert seit: 04.03.2018
Beiträge: 59
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Nun, dann vielleicht nochmals: Im Studio spielt ein Mastering mit KH doch keine Rolle.
Fürs Broadcasting (also z.B. Lifeübertagung einer Tour de France Etappe während der Kameramann auf dem Sozi sitzt) muss das Teil halt schlicht ergreifend robust, geschlossen und halbwegs linear sein. Mit einem HD-800 hätte hier ein Tontechniker keinerlei Chance überhaupt zu arbeiten.
Dass der Ton solch einer praktisch rohen Aufnahme dann vielleicht deinen Kopfhörer (oder hörst du gar soetwas nicht damit?) nicht ausreizt bzw. gar beleidigt, steht auf einem anderen Blatt.

Zu dem anderem Aspekt aka "mein HighEndKrempel kann viel mehr, als das Studio eigentlich anbietet": IMHO geht es in HighEnd-Kreisen selten (eine Studioabmischung klingt - dies ist in vielen Fällen auch besser so - selten "wie live") darum (auch wenn dies gern behauptet wird) darum eine möglichst identische Reproduktion zu haben, sondern eine persönliche Klangnote zu produzieren.
Auch ein HD-800 ist übrigens nicht wirklich neutral und dennoch höre ich durchaus mit ihm gerne.
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  #17  
Alt 04.08.2018, 23:47
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
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Zitat:
Zitat von burki Beitrag anzeigen
Im Studio spielt ein Mastering mit KH doch keine Rolle.
Fürs Broadcasting (also z.B. Lifeübertagung einer Tour de France Etappe während der Kameramann auf dem Sozi sitzt) muss das Teil halt schlicht ergreifend robust, geschlossen und halbwegs linear sein.

Da sicherlich. Aber bei allem, was mit brauchbarer Musikproduktion zu tun hat, worüber wir ja nun in erster Linie sprechen, kann und wird das Ergebnis einer Aufnahme niemals besser sein als das, was man während der Produktion tatsächlich hört.

Zitat Guy Fletscher, Produzent des Mark Knopfler Albums "Tracker": "Der Schlüssel liegt in optimalem Monitoring"

Wenn der Endanwender zuhause über seinen HighEnd-KH also Dinge hören muß, die er definitiv nicht hören will, nur deshalb, weil der Tontechniker diese erst gar nicht hören kann, ist das einfach nur paradox. Somit auch nicht mehr "im Sinne des Erfinders".

Der Kopfhörer muss beim Mastering also, genau wie der Abhör-Lautsprecher, sogar zwingend eine eine ganz entscheidende Rolle spielen.
__________________
Gruß

Patrik

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Geändert von keinkombigerät (05.08.2018 um 00:25 Uhr).
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  #18  
Alt 05.08.2018, 19:51
Schlappen Schlappen ist offline
 
Registriert seit: 04.08.2018
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Gilmour benutzt übrigens ein ähnliches Sony Modell wie Knopfler.



Knopfler selbst auch schon mal einen Beyer DT770



Und Steven Wilson einen Audiotechnica M50x, wenn mich nicht alles täuscht.



Und dennoch sind alle drei für ihre exzellenten Produktion bekannt. Komisch, was?

Weil es fürs Einspielen und Abhören der Instrumente vollkommen ausreichend ist.
Die endgültige Abstimmung/Abmischung findet ja dann eh mit Hilfe von Lautsprechern/Monitoren statt.

Geändert von OpenEnd (06.08.2018 um 12:07 Uhr).
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  #19  
Alt 05.08.2018, 20:01
J.B. J.B. ist offline
 
Registriert seit: 21.10.2016
Beiträge: 258
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Zitat:
Zitat von keinkombigerät Beitrag anzeigen
..... hab gerade etwas gefunden: Rollt mal die Fotos ganz weit runter, da könnt ihr sehen, was Mark Knopfler für einen Kopfhörer benutzt


http://www.oneverybootleg.nl/tourdates_specials.htm


Einen Sony MDR-7510 für 111,- € Irgendwie bricht für mich gerade eine kleine Welt zusammen
Aber warum denn? Auf der Bühne nutzt er Inears und bei der Aufnahme die closed back. Die machen doch genau das, was sie sollen und wofür er sie braucht.
Ich vermute jetzt einfach mal ins Blaue hinein, daß er zuhause, in seinen eigenen vier Wänden und zum genießen einem anderen KH nutzten könnte.

Geändert von J.B. (05.08.2018 um 20:07 Uhr).
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  #20  
Alt 06.08.2018, 08:42
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 329
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Zitat:
Zitat von J.B. Beitrag anzeigen
Aber warum denn? Auf der Bühne nutzt er Inears und bei der Aufnahme die closed back. Die machen doch genau das, was sie sollen



Guten Morgen J.B.,


genau das ist ja mein Verständnisproblem. Zum reinen Instrumentenmonitoring für den einzelnen Künstler während er gerade aktiv ist, okay. Da will der Interpret bzw. Musiker ja in erster Linie nur (ab)hören, damit er sich nicht verspielt (bzw. möglichst perfekt musiziert)....und benötigt als Basis hierfür natürlich zeitgleich das Playback.


Beim downmixen und mastern hingegen darf der Toningenieur nicht weniger wahrnehmen als der Enduser mit seinem Kopfhörer zuhause. Und das kann dann halt durchaus auch mal einer aus dem Premium-Segment sein.
__________________
Gruß

Patrik

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