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Ungesichertes Audio-Wissen Hier versuchen wir, Wissen zu schaffen

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  #21  
Alt 04.03.2018, 10:38
Schärfer mit Senf Schärfer mit Senf ist gerade online
 
Registriert seit: 04.04.2015
Beiträge: 329
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Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen
Mein Gehör ist eben altersgemäß degeneriert. Mein Sohn (29) hat auch nichts an Unterschieden bemerken können. Wir werden wohl taub sein.
Nicht taub, nur mit der Zeit abgeklärter. Ich wundere mich auch schon über deine mit der Zeit aufkommende "realistische" Betrachtungsweise. Das meine ich nicht negativ. Ein Kabel (oder ein Gerät, was ich dann in Frage stelle) muss schon exotische Parameter (Kapazität) aufweisen, um Unterschiede, die andere nach dem Umstecken zu hören glauben, so klar aufzuzeigen.

Soll heißen - und damit hast du schon recht - "passen" muss es. Was bei dem einen zu Klangunterschieden führt (ob eine Verbesserung oder Veränderung, sei mal dahingestellt), muss es beim anderen nicht zwangsläufig auch tun. Das hat weder mit Taubheit, noch mit "minderwertigem" Equipment zu tun. Also ist das Credo "wenn du schon nichts auf deiner Anlage hörst...." als harmloses Gewäsch zu bezeichnen, oder milder ausgedrückt: du bist kein HIGHENDER mehr.
__________________
MfG Bernd

Geändert von Schärfer mit Senf (04.03.2018 um 11:01 Uhr).
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  #22  
Alt 04.03.2018, 11:34
Boxenschieber Boxenschieber ist offline
 
Registriert seit: 09.11.2015
Beiträge: 128
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Guten Morgen zusammen,

was ich mich gerade frage, gibt es wirklich Kabel die "nicht passen"?

Wenn ich in nen Laden geh und mir ein Kabel kaufe von sagen wir mal Hama für ca. 10 bis15 euro, was könnte da nicht passen?

Bei den selbst zusammen gefrickelten Superkabel einiger hier mal abgesehen.

Und ja, die Wandlung von franz freut mich auch. Es ist also nie zu spät.

Schönen Sonntag allen hier.

Franz, der schon lang geläutert ist.
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  #23  
Alt 04.03.2018, 11:41
goodnews goodnews ist offline
 
Registriert seit: 05.04.2017
Beiträge: 743
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Konflikte sind sehr unterschiedlich, zwei davon werden pointiert auf das HiFi Tablett gelegt ...

Preiskonflikt

Generationskonflikt


man kann gespannt sein .................................................. .................................................. .................................................. .................................................. .................................................. .................................................. .................................................. .................................................. ...............................................
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...wir leben alle von dem was wir bekommen , aber wir machen das Leben durch das was wir geben ...
B.C
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  #24  
Alt 04.03.2018, 11:47
Franz Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 8.372
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Wie schon gesagt, ich geh da ganz pragmatisch an die Sachen heran: Entweder ich bemerke was oder nicht. Falls ich was bemerke, frage ich mich weiter, ob die Veränderung jetzt für mich als positiv oder negativ empfunden wird. So einfach kann HiFi sein. An letzter Stelle kommt das Preisschild. Falls mir etwas besser gefällt als etwas anderes im Vergleich, frag ich mich, ob ich das haben will und ob ich es bezahlen kann.

Vieleicht erklärt mir aber mal jemand ganz konkret, was eine "hochwertige Verkabelung" ist. Ich hab da immer noch keine wirkliche Antwort bekommen. Hab übrigens auch schon Anlagen gehört, die mit teuren Kabeln wunderbar tönen, umgekehrt auch. Deshalb meine ich, daß es ganz auf die jeweilige Klangempfindung passen muß. Das ist jetzt ganz untechnisch von mir als Laie mal so formuliert.
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  #25  
Alt 04.03.2018, 12:10
Schärfer mit Senf Schärfer mit Senf ist gerade online
 
Registriert seit: 04.04.2015
Beiträge: 329
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Franz,

Kabel sind passive Bauelemente, sie sollen eigentlich nur das Signal, daß ein Gerät A ausgibt, möglichst verlustfrei an Gerät B weiterreichen. Das ist ein hochwertiges Kabel, und dafür brauchst du keinen Kredit aufnehmen. Leider gelingt das nicht immer so verlustfrei, wie wir es gerne hätten. Da ist dann der Vintage-Hifianer, der noch Geräte mit exotisch hohen Ausgangsimpedanzen fährt, da ist ein Kabel mit zu hoher Kapazität kontraproduktiv. Oder die vielgerühmten regelbaren Ausgänge benutzt, weil ein weiteres Gerät in Form eines Vorverstärkers (der die Impedanz über alles angleicht) doch nur Verluste mit sich bringen kann.

Es ist einfach so, daß ein Kabel weniger durch sein Material auffällt, als durch seinen Aufbau. Das betrifft auch das Dielektrikum (das mit der Schirmung zusammenhängt). Aber es ist immer Vorsicht geboten, wenn ein Kabel - gerade wenn es besonders teuer ist - "besseren" Ton verspricht, meist sind sie dann von der verlustfreien Übertragung abwegig unterwegs. Die "Veränderung" soll gehört werden. Da wird auch schon mal eine zu hell abgestimmte Kette plötzlich anhörbar, weil das Kabel durch einen Parameter (Kapazität) entgegen wirkt. Dabei hat das Kabel nichts "verbessert", ganz im Gegenteil. Es ist und bleibt ein passives Bauteil in der Kette.

Wenn man sich die heutigen Ausgangsstufen anschaut, so sind heute weniger "anpassbare" Kabel nötig, als noch vor 30 Jahren. Ausnahmen sind höchstens noch bei LS-Kabel zu finden, denn da kommen auch mal Längen zustande, wo eine zu hohe Kapazität nicht schwingungsfreie Ausgangsstufen von Verstärkern in Mitleidenschaft ziehen können. Ergo: wenn man nicht gerade die beigelegten, ungeschirmten Laktritzkabel (Beipack) benutzt, muss man für ein gutes Kabel sich nicht verschulden. Es sei denn, man mag die "Anacondas" für Kleinsignale, die einem das Gerät vom Rack ziehen könnten. Aber mehr als verlustfrei können die auch nicht...wobei der Verlust im Geldbeutel....
__________________
MfG Bernd
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  #26  
Alt 04.03.2018, 12:15
SolidCore SolidCore ist offline
 
Registriert seit: 12.12.2014
Beiträge: 931
Standard Kabel

Hallo Franz

Du hast dir die Antwort doch schon selbst gegeben.
Eine hochwertige Verkabelung ist weder Preis-, noch Testspiegelabhängig.
Du hörst es dir einfach an, und falls es dir "richtiger" vorkommt, *schwupp*, ist es hochwertig.
Auch mit einen erwähntem Hama Kabel kann man glücklich sein. Oftmals ist es einfach so, das bedeutend hochwertigere Kabel das Musiksignal weniger dämpfen, d.h mehr oder weniger Details nur noch etwas verwaschener und im Hintergrund wiedergeben. Auch der Bassbereich kann zu schlank oder bollerig abdriften, usw.
Dies steht und fällt aber generell mit der Güte, die eine Anlage imstande ist, aufzuzeigen. Und jedes "Nadelöhr" bestimmt die Gesammtgüte. So kann manchmal bereits eine schlechte Stromverteilung das Niveau einer 10 000 Euro Anlage auf das einer für den halben Preis (mit guter Stromverkabelung) herabsetzen, im schlimmsten Fall.
Bei Franz und seinen durchweg hervorragenden Komponenten ohne Schwachstellen zeigt sich ein anderes Kabel, ganz gleich ob USB, Strom, oder Signal, so gravierend, das es bereits zwischen dem Gefühl unterscheidet, entweder die Anlage ausmachen zu wollen, oder weiterzuhören.
Für kleinere, nicht durchoptimierte Ketten sollte man erst das Gesammtkonzept überdenken, bevor man überhaupt Versuche mit Kabeln beginnt. Möglicherweise versuchen also einige zum falschem Zeitpunkt, diese Differenzen bei Kabeln zu ergründen.

Gruss
Stephan
__________________
Meridian 508 20Bit (modifiziert) / PC mit Singxer SU-1 (modifiziert) / Monrio 18B2 DAC (modifiziert) / Vorstufe Threshold T-2 / Endstufe Threshold T200 / Dynaudio Contour S 3.4 / Verkabelung: Eigenentwicklung. Heimkino: Lexicon MC-8 THX
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  #27  
Alt 04.03.2018, 12:21
Schärfer mit Senf Schärfer mit Senf ist gerade online
 
Registriert seit: 04.04.2015
Beiträge: 329
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Wenn ich immer "Güte" einer Anlage lese, oder Stromversorgung, da dreht sich mir der Magen. Da werden Steckerleisten, Netzkabel getauscht, dabei haben viele Geräte nicht mal eine gescheite Masseführung. Da laufen Netzzuleitungen innerhalb des Gerätes parallel zum Stahlblech und draußen wird mit Anacondas und Lurchen experimentiert.

Aber gut, manche müssen so argumentieren, schließlich haben sie was zu verkaufen.
__________________
MfG Bernd
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  #28  
Alt 04.03.2018, 12:27
Boxenschieber Boxenschieber ist offline
 
Registriert seit: 09.11.2015
Beiträge: 128
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Hi Bernd,

danke für die ausführliche Antwort.

Mal konkret: Wenn man Verstärker und Player neuerer Bauart bekannter Firmen ala Marantz etc. verbinden will, genügt so ein günstiges Kabel von Hama und Konsorten völlig, oder. Ne Fehlanpassung ist da nicht zu befürchten.

Franz
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  #29  
Alt 04.03.2018, 12:40
Franz Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 8.372
Standard

Danke für die Antwort, Bernd. Dem kann ich folgen, das liest sich alles sehr plausibel. Will mal die technischen Werte des van Damme Instrumentenkabels einstellen. Vielleicht kann da jemand was zu sagen:http://www.van-damme.com/_pdf/22%20P...nt%20cable.pdf

Mich hat die performance damit jedenfalls verblüfft, ganz gegen meine Erwartungshaltung.
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  #30  
Alt 04.03.2018, 12:51
Schärfer mit Senf Schärfer mit Senf ist gerade online
 
Registriert seit: 04.04.2015
Beiträge: 329
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Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen
Danke für die Antwort, Bernd. Dem kann ich folgen, das liest sich alles sehr plausibel. Will mal die technischen Werte des van Damme Instrumentenkabels einstellen. Vielleicht kann da jemand was zu sagen:http://www.van-damme.com/_pdf/22%20P...nt%20cable.pdf

Mich hat die performance damit jedenfalls verblüfft, ganz gegen meine Erwartungshaltung.
Man spricht bei Kabeln von <150pF/m von problemlos, d.h. so ziemlich überall einsetzbar, da die sogar mit <90pF/m ausgewiesen sind, kann man schon fast ungehört zugreifen. Ich sehe da prima Voraussetzungen, um ein Signal sauber zu transportieren. Wundert mich jetzt nicht, deine Ausführungen dazu. Wenn dann noch die Ausgangswiderstände relativ niedrig sind, perfekt.

Als Eselsbrücke kann man sagen: je niedriger die Kapazität, desto hochohmiger darf der Ausgang sein und desto länger im Einzelfall auch das Kabel.
__________________
MfG Bernd

Geändert von Schärfer mit Senf (04.03.2018 um 12:54 Uhr).
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