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Ungesichertes Audio-Wissen Hier versuchen wir, Wissen zu schaffen

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  #191  
Alt 12.06.2018, 12:45
tmr tmr ist offline
 
Registriert seit: 02.01.2009
Beiträge: 1.933
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Hallo,
Zitat:
Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen
Was sagt mir das jetzt? Ich habe halt so eine miese Anlage in einem miesen Raum, die mir bei genügend Dynamik der Aufnahme vertikale Ortung des Musiksignales ermöglicht.
Eine (fiktive) vertikale Ausdehnung des Signals bekommt man z.B. durch gezielte Reflexionen der Wand hinter den Lautsprechern.
Bei mir zu Hause mach ich das so. So wirkt das Klangbild etwas größer - sehr angenehm vor allem bei Klassik.
Bei einigen neueren Lautsprecherboxen ist zu diesem Zweck auf der Rückseite ein regelbarer Hochtöner installiert. Dipolstrahler gehen hier diesbezüglich auch gut.
Zitat:
Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen
Ungünstigerweise hat die miese Anlage und der miese Raum noch nicht kapiert, dass ich vertikale Ausdehnung des Musiksignales auch bei niedrigem DR gerne hätte.
Da das nicht zu funktionieren scheint, kaufe ich diese neue Kunst nicht und höre lieber meine alten Sachen, mal ganz abgesehen davon, dass ich keine Klangwürste aus den Lautsprechern mag.
Auch bei alten Aufnahmen bekommst du bei Stereo eine (fiktive) vertikale Vergrößerung des Klangbildes nur durch z.B. Reflexionen der Rückwand.

Wenn natürlich aufgrund der Aufnahmetechnik das Klangbild massiv an den Boxen klebt, ist das der Illusion nicht sonderlich förderlich.
Da helfen dann auch Reflexionen von der Rückwand nur wenig.

Gruss

Thomas
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Geändert von tmr (12.06.2018 um 12:48 Uhr).
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  #192  
Alt 16.06.2018, 12:09
Janus525 Janus525 ist offline
 
Registriert seit: 14.08.2015
Beiträge: 2.541
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Zitat:
Zitat von tmr Beitrag anzeigen
Bei mir zu Hause mach ich das so. So wirkt das Klangbild etwas größer - sehr angenehm vor allem bei Klassik.
Bei einigen neueren Lautsprecherboxen ist zu diesem Zweck auf der Rückseite ein regelbarer Hochtöner installiert. Dipolstrahler gehen hier diesbezüglich auch gut. Gruss Thomas

Morgen Thomas,

das Prinzip fand auch schon bei alten Konstruktionen Anwendung, wie z.B. beim Lowther Audiovector. Während eines der Chassis direkt nach vorne abstrahlt, wird der Schall eines zweiten, (zumeist, ist aber kein Muss) identischen Chassis nach oben in eine Art Horn Richtung Decke gelenkt, das auch die Rückwand des Raumes mit einbezieht. Der Trick an der Sache: Der Pegel des nach oben abstrahlenden Treibers lässt sich in Relation zum Fronttreiber regulieren. Der Effekt ist verblüffend, wie ich bei einem Händler in der Nähe von Hannover in dessen privatem Wohnzimmer hören konnte. Durch feinfühlige Justage ließ sich sowohl die Größe der Interpreten als auch deren vermeintlicher Abstand zum Hörplatz regulieren.

Seinerzeit habe ich spontan beschlossen mir solche Audiovector zu bauen, wollte aber AER-Chassis verwenden..., und habe nach Erhalt der Baupläne das Vorhaben schnell wieder verworfen; ohne wirklich präzise (und große) Tischkreissäge, und alleine und ohne Helfer ist sowas kaum ordentlich zu bewerkstelligen.

Wenn Du meine MHT-Hörner von der Rückseite her betrachtest dann kannst Du sehen, dass auch bei diesen das Maß an rückwärtig abgestrahltem Schall durch die gezielte Bedämpfung - von ganz offen bis zu komplett geschlossen - frei wählbar ist. Ich z.B. verwende in der rückwärtigen Öffnung eine Art Filz in Form eines Fließwiderstandes, wodurch Interpreten bei gehobener Lautstärke realistische Höhe erzielen, bei hoher Lautstärke teilweise sogar überlebensgroß dargestellt werden.

Was ich damit sagen will: Es lohnt sich auf alle Fälle mit dem vorne/hinten (direkt/indirekt) Verhältnis etwas zu experimentieren.

Viele Grüße: Wolfgang...

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  #193  
Alt 16.06.2018, 15:21
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
Missetäter
 
Registriert seit: 19.12.2013
Beiträge: 3.534
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Zitat:
Zitat von tmr Beitrag anzeigen
Eine (fiktive) vertikale Ausdehnung des Signals bekommt man z.B. durch gezielte Reflexionen der Wand hinter den Lautsprechern. Bei mir zu Hause mach ich das so. So wirkt das Klangbild etwas größer - sehr angenehm vor allem bei Klassik.
Ja, man kann mit solchen Mitteln die fehlerhafte Wiedergabe der Lautsprecher verschlimmbessern.
Man kann aber auch einfach einen Lautsprecher mit korrektem Phasenverhalten nehmen. Dann geht das auch.

Zitat:
Zitat von tmr Beitrag anzeigen
Wenn natürlich aufgrund der Aufnahmetechnik das Klangbild massiv an den Boxen klebt, ist das der Illusion nicht sonderlich förderlich.
Da helfen dann auch Reflexionen von der Rückwand nur wenig.
EbenT. Es geht nix über einen korrekt wandelnden Lautsprecher.
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Herbert Wehner
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  #194  
Alt 16.06.2018, 15:44
Janus525 Janus525 ist offline
 
Registriert seit: 14.08.2015
Beiträge: 2.541
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Zitat:
Zitat von Wonneproppen Beitrag anzeigen
Ja, man kann mit solchen Mitteln die fehlerhafte Wiedergabe der Lautsprecher verschlimmbessern.

Du merkst scheinbar gar nicht mehr, wenn Du Dich in üblicher Manier zu einem Thema äußerst, das mit Deiner ideologischen Mission nicht das Geringst zu tun hat. Auch Lautsprecher Deiner Lieblingsmarke strahlen - frequenzabhängig - in allen Richtungen mehr oder weniger intensiv Schall ab, der von Rückwand, Seitenwänden, Boden und Decke des Hörraums und der darin befindlichen Gegenstände reflektiert wird. Das was von dort zurückgeworfen wird hat mit dem ganzen "Phasenrichtigkeits- und Sprungantwort - Mantra" nichts zu tun, sondern hängt von ganz anderen Faktoren ab. Und das beherrschen manche Entwickler mit ihren auf den Raum hin anpassbaren Konstruktionen eben sehr gut, andere dagegen berücksichtigen das gar nicht.

Im Foto siehst Du ein Beispiel wie sowas geht.

Viele Grüße: Wolfgang...
.





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  #195  
Alt 16.06.2018, 18:14
tmr tmr ist offline
 
Registriert seit: 02.01.2009
Beiträge: 1.933
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Hallo,
Zitat:
Zitat von Wonneproppen Beitrag anzeigen
Ja, man kann mit solchen Mitteln die fehlerhafte Wiedergabe der Lautsprecher verschlimmbessern.
Nö. Im Gegenteil.
Das hat nichts mit einer "fehlerhaften Wiedergabe" zutun, sondern eher mit einer Verbesserung der Illusion eines großen Orchesters (und den technischen Beschränkungen der Stereofonie).
Zitat:
Zitat von Wonneproppen Beitrag anzeigen
Man kann aber auch einfach einen Lautsprecher mit korrektem Phasenverhalten nehmen. Dann geht das auch.
Nochmal nö.
Sprungantwort - alles schön und gut (das nimmt man heutzutage dank fortgeschrittener aktiver Technik nebenbei mit, wenn es sich ergibt), aber zum guten (natürlichem!) Klang gehört m.E. eben auch ein gewisses Maß an definierten Raumreflexionen.
Zitat:
Zitat von Wonneproppen Beitrag anzeigen
Es geht nix über einen korrekt wandelnden Lautsprecher.
Doch, ein gut klingender Lautsprecher.
Letztendlich muß ein Lautsprecher Spaß machen und somit die Lebensqualität des Hörers verbessern helfen.

Gruss

Thomas
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Geändert von tmr (16.06.2018 um 18:18 Uhr).
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  #196  
Alt 16.06.2018, 19:03
agentlost agentlost ist offline
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Registriert seit: 06.02.2009
Beiträge: 329
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Thomas,


full fill full ack!


Besten Gruß...


- der Jörch -
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Oberste Prämisse soll sein, den chronisch unreflektierten Abusus ressortspezifizischer Terminologien zumindest während einer temporär befristeten Evaluationsphase auf ein Minimum zu reduzieren.
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  #197  
Alt 16.06.2018, 19:12
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
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Registriert seit: 19.12.2013
Beiträge: 3.534
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Zitat:
Zitat von Janus525 Beitrag anzeigen
Du merkst scheinbar gar nicht mehr, wenn Du Dich in üblicher Manier zu einem Thema äußerst, das mit Deiner ideologischen Mission nicht das Geringst zu tun hat.
Du merkst scheinbar gar nichts mehr, wenn Du Dich in üblicher Manier zu einem Thema äußerst, das Du weder physikalisch, noch inhaltlich richtig verstanden hast.

Aber immerhin fällt Dir ein beleidigender Tonfall ein, wegen dessen Du schon in einem anderen anderen Hifi-Forum stark angefeindet wurdest, wie ich mich erinnere.
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"Wer herausgeht, muß auch wieder hereinkommen."
Herbert Wehner

Geändert von Wonneproppen (16.06.2018 um 19:24 Uhr).
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  #198  
Alt 16.06.2018, 19:23
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
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Registriert seit: 19.12.2013
Beiträge: 3.534
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Zitat:
Zitat von tmr Beitrag anzeigen
Hallo,
Nö. Im Gegenteil.
Das hat nichts mit einer "fehlerhaften Wiedergabe" zutun, sondern eher mit einer Verbesserung der Illusion eines großen Orchesters (und den technischen Beschränkungen der Stereofonie).
Doch, genau so ist es. Die räumliche Ausdehnung des Signals ist eine Frage
der korrekten Phase. Raumreflexionen führen zu Fehlern in der Wiedergabe.

Wenn man das nicht wahrhaben will, dann versucht man natürlich die Fehler mit anderen Fehlern zu beheben, die dafür nicht geeignet sind.

Zitat:
Zitat von tmr Beitrag anzeigen
Nochmal nö.
Sprungantwort - alles schön und gut (das nimmt man heutzutage dank fortgeschrittener aktiver Technik nebenbei mit, wenn es sich ergibt),
Wer ist man?

Zitat:
Zitat von tmr Beitrag anzeigen
aber zum guten (natürlichem!) Klang gehört m.E. eben auch ein gewisses Maß an definierten Raumreflexionen.
Die hat man sowieso. Wenn man sie allerdings gezielt anregt, um die Aufnahmen anhörbar zu machen, kann man sich die Investition guter Lautsprecher eigentlich sparen...

Zitat:
Zitat von tmr Beitrag anzeigen
Doch, ein gut klingender Lautsprecher.
Letztendlich muß ein Lautsprecher Spaß machen und somit die Lebensqualität des Hörers verbessern helfen.
"Gut" ist subjektiv und individuell. Das kann kein Argument sein.
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Herbert Wehner
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  #199  
Alt 16.06.2018, 19:34
Janus525 Janus525 ist offline
 
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Beiträge: 2.541
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Hallo Jörch,

Lautsprecher die das können gibt es so einige. Auch finde ich es eine clevere Lösung, den Hochtöner auf dem Gehäuse des TMT nach vorne und nach hinten versetzen zu können. Woher soll auch ein Entwickler wissen, mit welcher Körpergröße ein potenzieller Kunde später auf welchem Sitzmöbel sitzt...? Und die vom Entwickler gewählte Mikrofonposition kann dann ja immer nur einer Norm oder einem wie auch immer gearteten Durchschnittswert entsprechen, und hat mit der Realität vor Ort oft wenig zu tun.

Nein, ich halte es für eine kluge Vorgehensweise das Messmikrofon beim Kunden genau dort zu platzieren, wo sich dessen Ohren auch tatsächlich befinden..., und erst nachdem das bekannt ist die beste Position des Hochtöners zu finden und diese erst dann zu fixieren. Und wenn sich das Sitzmöbel oder der Besitzer der Lautsprecher irgendwann ändern sollte..., ist das überhaupt kein Problem. Dasselbe gilt sinngemäß für den Anteil des nach hinten abgestrahlten Schallanteils. Woher soll ein Entwicker wissen was sich später im Rücken der Lautsprecher befinden wird und wie groß der Abstand der Wand zum Lautsprecher sein wird...?

Mit den herkömmlichen Konstruktionen mit geneigter oder stufig versetzter Schallwand sind m.E. immer nur Näherungs- oder Mittelwerte erzielbar. Das mag dann beim Kunden passen oder auch nicht. Mir jedenfalls gefalles solche variablen Konzepte weit besser, die erst am Hörplatz im Hörraum optimiert werden. Ist natürlich nicht so billig umzusetzen wie bei einer einfachen Holzkiste mit durchgehender Schallwand.

Viele Grüße: Wolfgang...
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  #200  
Alt 16.06.2018, 19:48
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
Missetäter
 
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Beiträge: 3.534
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Zitat:
Zitat von Janus525 Beitrag anzeigen
Auch finde ich es eine clevere Lösung, den Hochtöner auf dem Gehäuse des TMT nach vorne und nach hinten versetzen zu können.
.

Ähmm... was soll das bringen?
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Herbert Wehner
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