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Hörempfindung Wie werden Musik und Geräusche empfunden

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  #31  
Alt 20.02.2018, 19:05
Dirac_28 Dirac_28 ist offline
 
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Zitat:
Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen
Mein Ansatz ist ja der, dass es Kunstkopfaufnahmen gibt, die, wenn sie richtig gemacht sind, in räumlicher Darstellung jeder Lautsprecheranlage überlegen sind.
Stereo über Lautsprecher haben wir doch längst ausgereizt. Die Punktschallquelle und der ideale Raum bleiben ein Traum.

Grüßle vom Charly
Da bin ich nicht bei dir, man kann alles weiter perfektionieren
Aber es ist generell richtig, dass man gegenüber anderen, vielleicht besseren Aufnahmeverfahren aufgeschlossen sein muss.
Aber wie ich schon geschrieben habe, funktioniert Stereo mit guten Aufnahmen meiner Meinung nach sehr gut und die Kritik ist hier doch auf recht hohem Niveau. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich immer noch nichts Anderes flächendeckend durchsetzen konnte...
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  #32  
Alt 20.02.2018, 19:11
Dirac_28 Dirac_28 ist offline
 
Registriert seit: 03.01.2017
Beiträge: 121
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Zitat:
Zitat von wgh52 Beitrag anzeigen
OK das muss man sich doch aber "nur anhören". Ich verstand halt ein Bedürfnis KK Aufnahmen über Stereolautsprecher (und nicht per Kopfhörer) mit der darin enthaltenen Rauminformation anzuhören. Und das halte ich halt aus den beschriebenen Gründen für nicht befriedigend möglich.

Leicht verwirrte Grüße,
Winfried
Ok, aber da gehen die Empfindungen und Meinungen wahrscheinlich auch weit auseinander...
Hatte ja auch schon geschrieben, dass Kunstkopfaufnahmen bei mir je nach Dimension mal besser, mal schlechter funktionieren(x-Achse bedeutend besser als z-Achse).
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  #33  
Alt 20.02.2018, 19:13
wgh52 wgh52 ist offline
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Beiträge: 916
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OK, da habe ich wohl etwas miß- oder überinterpretiert und bin dadurch "falsch abgebogen".

Danke
Winfried
__________________
Perception is Reality!
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  #34  
Alt 20.02.2018, 19:18
Dirac_28 Dirac_28 ist offline
 
Registriert seit: 03.01.2017
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Alles gut! War ja generell ein sinnvoller Beitrag mit guter Begründung, warum Kunstkopfaufnahmen nicht richtig über Lautsprecher funktionieren.

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  #35  
Alt 20.02.2018, 19:59
Franz Franz ist offline
 
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Beiträge: 8.945
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Wie der Name schon sagt: "Kunstkopf". Das ist etwas anderes als dein oder mein Kopf. Es gibt keinen Normkopf. Und wer jemals Kunstkopfaufnahmen über seine Lautsprecher gehört hat, der weiß, wie wenig das mit Realitätsanmutung zu tun hat. Es ist das Gegenteil davon.

Ich halte von einer Entwicklung in diese Richtung auch wenig. Und ich finde auch nicht, daß Stereo schon "ausgereizt" sei. Da geht noch einiges. Zumindest sollte man dazu erst mal überhaupt die Bedingungen dafür hergestellt haben. Daran scheitern schon die meisten.
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  #36  
Alt 20.02.2018, 20:49
jakob jakob ist offline
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Charly,

der Smyth realiser wäre vermutlich zumindest einen Versuch wert, da auch mit einer Messung der eigenen HRTF und sogar über Head - Tracking verfügend (was allerdings auch gewöhnungsbedürftig sein kann).

Die Quelle wären Surround - Aufnahmen, die auf Kopfhörerwiedergabe umgerechnet werden.

http://www.smyth-research.com/technology.html

Es ist sozusagen eine konsequente Weiterentwicklung der AKG-Idee aus den ~90igern.
Reine Binaural-Aufnahmen, realisiert mit eigenem Kopf und InEar-Mikrofonen dürfte zwar eigentlich unschlagbar sein, aber wer weß, vielleicht ist es trotzdem etwas sinnvolles.
__________________
Gewerblicher Teilnehmer;
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Audiotechnik u.a.
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  #37  
Alt 20.02.2018, 21:51
OpenEnd OpenEnd ist offline
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Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen
Wie der Name schon sagt: "Kunstkopf". Das ist etwas anderes als dein oder mein Kopf. Es gibt keinen Normkopf. Und wer jemals Kunstkopfaufnahmen über seine Lautsprecher gehört hat, der weiß, wie wenig das mit Realitätsanmutung zu tun hat. Es ist das Gegenteil davon.

Ich halte von einer Entwicklung in diese Richtung auch wenig. Und ich finde auch nicht, daß Stereo schon "ausgereizt" sei. Da geht noch einiges. Zumindest sollte man dazu erst mal überhaupt die Bedingungen dafür hergestellt haben. Daran scheitern schon die meisten.
Hallo Franz,

es gibt keinen genormten Kopf, genauso wenig, wie du einen genormten Hörraum hast. Ein Normkopf ist nur eine Annäherung an ein Ideal.

Es geht auch nicht darum, Kunstkopfaufnahmen über Lautsprecher zu hören. Es geht darum, ob Kunstkopfstereophonie nicht insgesamt die bessere Lösung für authentische Musikwiedergabe wäre. Das ist jetzt einfach nur ein Denkmodell.

Ein Bekannter von mir macht mit seinen In-Ear-Mikrophonen Aufnahmen, da ist beim Abhören über einen Beyer T1 Staunen angesagt. Diese Aufnahmen sind mit seinem Kopf gemacht und ich höre sie über seinen T1 ab. OK, das sind Aufnahmen aus der Natur und keine Musik.

Vielleicht wäre ja auch eine Entwicklung möglich, die eine Wiedergabe auf einzelne Benutzer abstimmt.

Das hat jetzt auch erst einmal nichts damit zu tun, was sich bis jetzt durchgesetzt hat. Vor Jahren hatte sich auch VHS durchgesetzt, obwohl Betamax besser war, ganz zu schweigen von Video 2000.

Grüßle vom Charly
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  #38  
Alt 20.02.2018, 22:54
Dirac_28 Dirac_28 ist offline
 
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Natürlich liegt es nicht immer nur an der Qualität, welches Produkt sich durchsetzt, und es gibt Gegenbeispiele. Und natürlich entscheiden auch Produktionsaufwand, Kosten und Absatzmöglichkeiten darüber. Wenn etwas aber einen deutlichen Mehrwert bietet, setzt es sich in der Regel auch durch. Die Surroundwiedergabe hat sich, trotz des höherem Aufwands, bei Filmen durchgesetzt, da sie bei Filmen einen klaren Mehrwert bietet. Bei Musik hat es sich nicht durchgesetzt, da dort der Mehrwert gegenüber Stereo eben nicht so deutlich ist und Stereo dort recht gut funktioniert.

Kunstkopfaufnahmen sollten nicht unbedingt schwieriger zu realisieren sein als Stereoaufnahmen und haben sich trotzdem nicht durchgesetzt.
Ist der Vorteil also nicht groß genug? Gibt es überhaupt einen Vorteil, oder sind sie unter'm Strich sogar unrealistischer? Gibt es ganz andere, entscheidendere Gründe dafür?

Wäre interessant zu eruieren, warum es so ist...
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  #39  
Alt 21.02.2018, 10:20
Franz Franz ist offline
 
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Zitat:
Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen
Es geht darum, ob Kunstkopfstereophonie nicht insgesamt die bessere Lösung für authentische Musikwiedergabe wäre. Das ist jetzt einfach nur ein Denkmodell.

Ein Bekannter von mir macht mit seinen In-Ear-Mikrophonen Aufnahmen, da ist beim Abhören über einen Beyer T1 Staunen angesagt. Diese Aufnahmen sind mit seinem Kopf gemacht und ich höre sie über seinen T1 ab. OK, das sind Aufnahmen aus der Natur und keine Musik.

Vielleicht wäre ja auch eine Entwicklung möglich, die eine Wiedergabe auf einzelne Benutzer abstimmt.
Hallo Charly,

davon bin ich sogar fest überzeugt, wurde ja schon vor Jahrzehnten z.B. von AKG gemacht. Der AKG BAP 1000 war ein Prozessor, der es anhand von einer Reihe von Presets erlaubte ein auf die individuelle Ohrmuschelform optimierte Lautsprechersimulation mit dem K-1000 Kopfhörer zu machen. Es wurde also schon ein individualisierter Dienst angeboten, der deine eigene HRTFs mittels eines chips einlesen konnte. Finde es schade, daß es sowas nicht mehr gibt, denn das halte ich geradezu für ideal. Fest steht aber auch, daß man diese Kurven je nach Dauer wieder anpassen müßte, denn unser Gehör ändert sich auch mit der Zeit.

Die ganzen Gimmicks möchte ich aber gar nicht. Ich möchte natürlich hören, das impliziert, daß ich mit der Zeit auch schlechter höre, weil meine Hörfähigkeiten mit der Zeit auch nachlassen. Ich nehm das alles hin. Dazu gehören dann auch Kunstkopfaufnahmen mit in ears. Ich brauch das nicht, mir reicht das, was ich zu Hause umsetzen kann.

Aber jeder so, wie er möchte. Kann ja nur für mich sprechen.

Geändert von Franz (21.02.2018 um 10:24 Uhr).
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  #40  
Alt 21.02.2018, 14:09
OpenEnd OpenEnd ist offline
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Zitat:
Zitat von Dirac_28 Beitrag anzeigen
Natürlich liegt es nicht immer nur an der Qualität, welches Produkt sich durchsetzt, und es gibt Gegenbeispiele. Und natürlich entscheiden auch Produktionsaufwand, Kosten und Absatzmöglichkeiten darüber. Wenn etwas aber einen deutlichen Mehrwert bietet, setzt es sich in der Regel auch durch. Die Surroundwiedergabe hat sich, trotz des höherem Aufwands, bei Filmen durchgesetzt, da sie bei Filmen einen klaren Mehrwert bietet. Bei Musik hat es sich nicht durchgesetzt, da dort der Mehrwert gegenüber Stereo eben nicht so deutlich ist und Stereo dort recht gut funktioniert.

Kunstkopfaufnahmen sollten nicht unbedingt schwieriger zu realisieren sein als Stereoaufnahmen und haben sich trotzdem nicht durchgesetzt.
Ist der Vorteil also nicht groß genug? Gibt es überhaupt einen Vorteil, oder sind sie unter'm Strich sogar unrealistischer? Gibt es ganz andere, entscheidendere Gründe dafür?

Wäre interessant zu eruieren, warum es so ist...
Zu früheren Zeiten war ja die Kopfhörer-Gemeinde bedeutend kleiner als heute. Daher könnte Kunstkopfstereophonie heute einen deutlich besseren Absatzmarkt bieten. Mit zwei Kanälen über Kopfhörer wären alle Spatzen gefangen ... bis auf Körperschall. Den könnte man wahrscheinlich auch noch zumindest im Bassbereich nachbilden.

Bei mir würde eine solche Kopfhörer-Hörsituation die Lautsprecher nicht verdrängen. Party mit Kopfhörern ist irgendwie blöde.

Mich interessiert, was man aus der Kopfhörerwiedergabe rausholen kann, auch wenn man normalerweise IKL hat.

Grüßle vom Charly
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