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Blindtests und "Verblindete Tests" Dieses Forum beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von "Verblindeten Hörtests"

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  #41  
Alt 25.04.2018, 13:28
jakob jakob ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 1.044
Standard

Zitat:
Zitat von Cuxhavener Beitrag anzeigen
Ich hatte aufgrund der dauernden Wiederholungen in anderen Foren daran gezweifelt.
Heute weiß ich, dass diese Zweifel unberechtigt waren.
Künftig werde ich mich nur noch auf mein eigenes Hörempfinden verlassen.

<snip>
Es schadet natürlich überhaupt nicht, selbstkritisch mit seinen Wahrnehmungen umzugehen und auch mal eigene Versuche mit kontrollierten Hörtests durchzuführen.

Aber, wie wir in vielen Foren immer wieder diskutiert haben, ist die Durchführung solch kontrollierter Hörtests bei multidimensionalen Wahrnehmungseindrücken keine einfache Sache.

Und die Übertragbarkeit auf die tägliche, normale Hörsituation ist ebenfalls eine strittige/komplexe Angelegenheit.

Deshalb ist dein Ansatz mE insofern vollkommen richtig, du bist derjenige, der nachher mit der Wahl leben muss und unsere individuellen Unterschiede sind stark genug ausgeprägt, unterschiedliche Präferenzen auszubilden.
Nicht zu vergessen, Zweikanal-Stereophonie insbesondere ist, verglichen mit der Realität, ein stark verlustbehaftetes Wiedergabeverfahren bei dem unser Gehirn beständig versucht, aus vorhandenen "Cues" etwas zu produzieren, das zu unserer Erfahrung kompatibel ist. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass es sehr verschiedene Ansichten innerhalb dieses Wiedergaberahmens gibt.

Die Herangehensweise gilt für beide Richtungen, sowohl hinsichtlich des Hörens als auch des Nichthörens.
Auch wenn jemand wirklich im Rahmen der angesprochenen Tests irgendwann irgendetwas gehört hat, bedeutet das nicht, das es für jeden anderen Hörer die besagte Praxisrelevanz aufweist.
__________________
Gewerblicher Teilnehmer;
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Audiotechnik u.a.
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  #42  
Alt 25.04.2018, 13:39
Cuxhavener Cuxhavener ist offline
 
Registriert seit: 20.04.2018
Beiträge: 154
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@jakob
Gute Erklärung, vielen Dank dafür.
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  #43  
Alt 25.04.2018, 13:54
Lichtstrom Lichtstrom ist offline
 
Registriert seit: 19.06.2015
Beiträge: 189
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Ja, die Wiedergabe von Musikaufnahmen ist immer ein künstliches Abbild. Dazu sind die Vorstellungen einer idealen Wiedergabe sehr unterschiedlich. Eine objektive „wahrheitsgetreue“ Wiedergabe gibt es nicht, auch wenn manche glauben wahrer zu hören als andere. Musikgenuss stellt sich ein, wenn Aufnahme/Wiedergabekette und Hörpräferenzen zueinander passen. Ein Messgerät für den Fußmitwipp-Faktor, sprich: die emotionale Ansprache, gibt es noch nicht. Darüber hinaus gilt: Wer die Sonne nicht kennt, ist auch mit dem Mond zufrieden. Unterm Strich betrachtet kann eine Kette den einen glücklich machen, den anderen nicht. Und es soll auch vorkommen, dass man die eigene Anlage morgens umarmen könnte und abends nicht recht zufrieden ist. Es bleibt spannend.

Gruß
Stefan
__________________
Drop the thought.
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  #44  
Alt 25.04.2018, 14:05
superÖhrchen superÖhrchen ist gerade online
 
Registriert seit: 27.02.2013
Beiträge: 359
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Hi

Jeder hört so gut und so viel er will, was mich nur stört ist diese ständige Bevormundung.
Wer meint dass ein AVR in Stereo so gut/schlecht klingt wie ein Stereoverstärker, dem sei es doch gegönnt.
Was würde mich es freuen wenn ich auch nix hören würde dass mich zu teureren Käufen animiert.
Habe Jahrelang das Thema Stromversorgung sehr stiefmütterlich behandelt und weis erst seit ein paar Jahren wie absolut wichtig dieser Bereich ist., Denn erst durch die Verwendung verschiedener Kabel und Dosen habe ich erst das Potential der Geräte völlig ausnutzen können. Aber das geht nur wenn man sich darauf einlassen kann.
Zumal gigt es Effekte die da sind und scheinbar nicht oder nur sehr schlecht erklärbar sind. Das z.B. USB-Kabel klingen. Und wenn ein Einsen und Nullen Überträger so anders sein kann dann gibt es für mich gar keinen Zweifel dass Verstärker anders klingen können. Bei Röhren super einfach feststellbar durch Wechsel dieser.
Bei Transistorenverstärkern ist es fast genau so leicht, vor allem wenn sie einer bestimmten Philosophie anhängig sind.
Naim fällt mir da als erstes ein, die Dinger höre ich überall heraus. Man mag es oder nicht, ich mag es nicht und würde nie Naim hören wollen, mir gefällt einfach die Musikaufbereitung nicht.
Da geht es eher in die entgegengestzte Richtung, welchen Verstärkerklang will ich hören, am besten gar keinen, aber das passiert leider nicht.

bis denn
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  #45  
Alt 25.04.2018, 16:26
bugatti66 bugatti66 ist offline
 
Registriert seit: 24.12.2014
Beiträge: 295
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Zitat:
Zitat von Lani Beitrag anzeigen
Ich frage nochmal - kannst du bitte den Link dazu posten - Danke
Das Profil sieht man wohl nur, wenn man selber dort angemeldet ist.
Statt dessen habe ich einige Blog-Einträge gemacht, hier: http://www.hoerspass.net/blog/blog.php?14654-bugatti66
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  #46  
Alt 25.04.2018, 16:38
bugatti66 bugatti66 ist offline
 
Registriert seit: 24.12.2014
Beiträge: 295
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Zitat:
Zitat von phono72 Beitrag anzeigen
Wie kann man sich überhaupt "blind" einen Verstärker kaufen...?

Aussagen von völlig fremden Menschen (ohne deren Hörsituation vor Ort zu kennen) sind in der Regel mit Vorsicht zu genießen.

Die Frage nach Verstärkerklang ist dann beendet, wenn man seine eigenen Ohren entscheiden lässt (das setzt aber voraus das man sich und seine Wahrnehmung selber ernst nimmt).
Verstärker habe ich mir noch nie angehört.
Mindestens 40% klingen gleich, sagt auch Nubert. Ich glaube, es sind aber wesentlich mehr.
Aber irgend ein paar, da glaube ich fest dran, hören sich auch unterschiedlich an. Mein Yamaha ist es nicht, und Naim habe ich ja ausgeschlossen. Selbst bei dem Onix aus dem HF wäre ich mir nicht sicher.
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  #47  
Alt 25.04.2018, 19:06
OpenEnd OpenEnd ist offline
OpenEnd Admin
 
Registriert seit: 27.11.2007
Beiträge: 7.388
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Die Herren aus dem HF sind für mich so wenig Massstab, dass ich nicht mal Links dahin folge.

Was nützen mir Menschen, die garnichts detektieren können, während wir uns hier über die Unterschiede verständigen können.

Für mich als zumindest ehemaligem Verstärkerentwickler gibt es so viele konstruktive Unterschiede, die zu unterschiedlichem Klang führen. Bestimmte Entwickler hinterlassen ihre Klangsignatur.

Wer es nicht hört, der hört es halt nicht. Kenne Menschen, die schmecken keinen Unterschied bei Bieren. Kaufen daher immer das Billigste, logisch.

Über Unterschiede in der japanischen Blechklasse kann ich nichts sagen. Diese Geräte interessieren mich nicht wirklich.

Grüssle vom Charly
__________________
Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung
Bin überzeugter Agnostiker
Wohnort: Obertraubling bei Regensburg
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  #48  
Alt 25.04.2018, 19:15
HearTheTruth HearTheTruth ist offline
 
Registriert seit: 04.09.2008
Beiträge: 3.407
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Zitat:
Zitat von jakob Beitrag anzeigen
Es schadet natürlich überhaupt nicht, selbstkritisch mit seinen Wahrnehmungen umzugehen und auch mal eigene Versuche mit kontrollierten Hörtests durchzuführen.

Aber, wie wir in vielen Foren immer wieder diskutiert haben, ist die Durchführung solch kontrollierter Hörtests bei multidimensionalen Wahrnehmungseindrücken keine einfache Sache.

Und die Übertragbarkeit auf die tägliche, normale Hörsituation ist ebenfalls eine strittige/komplexe Angelegenheit.

Deshalb ist dein Ansatz mE insofern vollkommen richtig, du bist derjenige, der nachher mit der Wahl leben muss und unsere individuellen Unterschiede sind stark genug ausgeprägt, unterschiedliche Präferenzen auszubilden.
Nicht zu vergessen, Zweikanal-Stereophonie insbesondere ist, verglichen mit der Realität, ein stark verlustbehaftetes Wiedergabeverfahren bei dem unser Gehirn beständig versucht, aus vorhandenen "Cues" etwas zu produzieren, das zu unserer Erfahrung kompatibel ist. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass es sehr verschiedene Ansichten innerhalb dieses Wiedergaberahmens gibt.

Die Herangehensweise gilt für beide Richtungen, sowohl hinsichtlich des Hörens als auch des Nichthörens.
Auch wenn jemand wirklich im Rahmen der angesprochenen Tests irgendwann irgendetwas gehört hat, bedeutet das nicht, das es für jeden anderen Hörer die besagte Praxisrelevanz aufweist.
Hallo Jacob

Aus dem was Du schreibst ist doch ganz deutlich zu erkennen, wie schwierig es ist,Verstärkerklang überhaupt herauszuhören. Also ich würde
mich nicht getrauen zu sagen, das ich Verstärker am Klang erkennen könnte,obwohl ich zu manchen Marken wie z.B.Naim eine Affinität besitze.
Trotzdem würde ich im Realitätscheck sicherlich meilenweit daneben liegen,Naim unter verschiedenen Verstärker am Klang herauszuhören.
LG
Rolf
__________________
AKG 701; AKG 712Pro, AKG 812PRO; Grado GH-4;
Sonarworks True Fi; SPOTIFY; ACER Aspire E17; Lehmann Audio Linear ; Rega DAC, Stein Clear ; Kenwood KD 990;
LS Sonus Natura Monitor Aktiv; Basen "The Rest" Creaktiv; Groneberg Netzleisten und Verkabelung
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  #49  
Alt 25.04.2018, 21:24
phono72 phono72 ist offline
 
Registriert seit: 14.01.2017
Beiträge: 200
Standard

Zitat:
Zitat von bugatti66 Beitrag anzeigen
Verstärker habe ich mir noch nie angehört...
Das würde (mir) zumindest erklären, warum DU keine Unterschiede hörst....

Wenn Nubert das so schreibt muss es ja stimmem, warum sich selbst die Mühe machen!
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  #50  
Alt 26.04.2018, 07:47
mannitheear mannitheear ist offline
 
Registriert seit: 23.10.2011
Beiträge: 1.379
Standard

Zu allererst muss natürlich der Verstärker von den elektrischen Parametern wie Leistung und Dämpfungsfaktor zu den Lautsprechern passen.

Davon abgesehen hat aber jeder Verstärker seine eigene klangliche Signatur die er der Musik aufgeprägt. Dies ist natürlich viel subtiler als bei Lautsprechern aber dennoch klanglich entscheidend. Das ist im A-B Vergleich möglichweise nicht für jeden leicht zu erkennen aber wenn man mehrere Verstärker über längere Zeit abwechselnd betreibt bekommt man ein gutes Gefühl dafür. Man kann entweder nach Geschmack entscheiden oder eben Verstärker suchen die den Klang möglichst wenig beeinflussen.
Ich habe lange versucht Verstärkerklang zu ignorieren aber das hilft nichts.
Es gibt ja sogar Ketten in denen der Verstärker das dominierende Element ist, d.h. man betreibt relativ einfache aber gute Lautsprecher mit einem top Verstärker, das kann sehr gut funktionieren.
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