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  #1  
Alt 12.04.2017, 11:26
shakti shakti ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 1.357
Standard Raum "Tuning", diverses von Hofa bis Schumann Frequenz

Die Beschaeftigung mit meinem Hörraum geht nun ins zweite Jahr und so langsam bekomme ich eine Struktur rein. Der Raum ist mit seinen ca 60qm nicht ganz einfach, da er keine parallelen Waende besitzt, 6 grosse Fenster an 2 Waenden, 2 Glastueren und 2 Holztueren, dazu eine abgehaengte Decke mit Lueftungsoeffnungen. Ein symmetrisches akustisches setup laesst sich so auf jeden Fall nicht realisieren!

Die aktuell von mir verwendeten Zingali Lautsprecher moegen in meinem Raum eine sehr freie Aufstellung, dh sind diese mit ca 3m Abstand zu Rueck und Seitenwand aufgebaut, dadurch ergibt sich ein Hoerabstand von ca 4,5m (Mittelpunkt der Verbindungslinie der LS zum Hoerplatz)

Der aktuelle Stand der akustischen Hoerraumoptimierung sieht einen QRD67 Diffusor

https://www.rdacoustic.cz/en/high-en...iffuser-qrd67/

in den Maßen von ca 1,7m x 1,7m x 0,32m

als zentralen Punkt der Raumeinrichtung. Der Diffusor wirkt wie ein psychodelisches Kunstwerk und ist auch wegen seiner optischen Wirkung zentral zwischen den Lautsprechern plaziert.

Hinter dem Diffusor (dieser steht auf einem Staender) sind in den Hohlraeumen Absorber plaziert (zur Wand und in der Fensteroeffnung) auf Grund der sich ergebenen Abstaende hat diese Maßnahme einen guten Effekt auf die Basswiedergabe.

In den Ecken befinden sich Basstraps von Hofa, gestapelt bis zur Decke, in einer Ecke gibt es auch ein Array von 4 traps, damit auch die tieferen Wellen etwas gedaempft werden.

Da ich viele Basstraps besitze ist die Menge durch hoeren und ausprobieren definiert worden.
So hat sich zB gezeigt, dass ich einen weiteren Turm mit kleineren Basstraps (von VM acoustic) in etwa auf der Achse der LS benoetige.

In etwas mittig zwischen Hoerpostion und Lautsprecherachse hat sich auch noch ein Kombielement aus Absorber und Plattenresonator als hilfreich erwiesen.

Weiterhin sind im Raum 3x 4'er Anordnungen der aktuellen Hofa 2D Diffusoren installiert. Diese sind primaer nach optischen Kriterien plaziert (kann sowas schlecht vors Fenster stellen) beruhigen den Raum aber ob ihrer schieren Groesse deutlich. Die Wahl auf einen 2D Diffusor viel auch aus optischen Gruenden, mir gefallen diese "Setzkaesten"!

Leider befindet sich am kritischen 1. seitlichen Reflektionspunkt ein Fenster, so dass ich mir an dieser Stelle etwas einfallen lassen musste, letztendlich ist es ein Hofa DoppelRahmen , lackiert in der Fensterrahmenfarbe mit 2 integrierten grauen VM acoustic 1D diffusoren geworden, welche optisch noch einigermaßen integrierbar sind.

Zur Abrundung musste dann noch ein tief gebauter Diffusor hinter / seitlich zu den LS angebracht werden, sowie auf Achse der LS an die Seitenwand noch ein etwas groesserer Absorber.

Die noch vorhandenen Rest Flatterechoes habe ich ganz gut mit den Room Tune Elementen von Michael Green in den Griff bekommen.

Interessant fuer mich ist immer die Balance aus ueberdaempft und unterdaempft hinzubekommen, so hatte ich haeufig den optimalen Bass aber eine sehr langweilige und subjektiv der Dynamik beraubte Wiedergabe.

So haben sich zeitweilig im angrenzenden Flur sehr viele Raumakustik Element gestapelt, die ich immer wieder an anderen Stellen montiert habe um mir das Ergebnis anzuhoeren.

Nun habe ich auf jeden Fall auch genuegend Elemente um meinem beiden anderen Hoerrauemen auch etwas auf die Spruenge zu helfen.

Verglichen mit meinem frueheren Hoerraum in meiner alten Wohnung fehlte mir aber immer noch etwas.

Der Raum hatte weiterhin eine gewisse "Unruhe" und eine fehlende Dreidimensionalitaet in der Wiedergabe, die ich bei den verwendeten Komponenten eigentlich erwarte.

In meinem alten Hoerraum habe ich room tune Zubehoer von Harmonix verwendet, so dass ich wusste, in welche Richtung ich weiterhin experimentieren wollte.

Mittlerweile gibt es aber auch andere Hersteller, die sich mit der "harmonisierung" der akustischen Situation im Raum beschaeftigen, so hat es mich gefreut, die Produkte von Synergistic Research fuer mich zu entdecken. Hier ein paar Gedanken zu dem von mir Angriff genommenen Maßnahmen:


The sound of your listening room is made up of hundreds if not thousands of vibrating surfaces – all reacting to the energy your stereo system creates. Each piece of furniture, your walls, your ceiling, equipment racks, glass windows, light fixtures, knick knacks and even your speaker cabinets and the enclosures of your components all vibrate and resonate out of tune with the music. Think of it this way: your room and its furniture are like one big instrument with 500 strings. Every time your speakers create a note these strings are being excited – and that’s the problem, not one of those 500 strings are in tune. The fact is, they are all resonating out of tune – distorting your music. The resonance of your listening room is literally pushing back on your soundstage, compressing the air and decay of notes and distorting fundamental harmonics in your favorite music. This is why most systems have soundstages that primarily exist in and around the speakers. This is also why many systems are set up like a gigantic pair of headphones with extreme speaker toe-in creating one narrow sweet spot that prevents you from sharing the joy of music with others.
So what to do? In the past, the answer was to dampen a room with acoustic absorption until it measured flat while redirecting reflections with diffusers. Unfortunately, neither of these solutions address the real concern which is how to make your listening room conducive to music. Overdamped rooms sound dead with little or no decay while even moderate dampening can stifle the sense of air and decay found in live music. Diffusers render a sound with a little sense of the live hall even when recordings are capable of recreating breathtaking soundscapes. Obviously, venues designed for unamplified acoustic performances would never rely on dampening and diffusion alone. Over-dampen a theater and you won’t hear the subtleties of a solo guitar or the subtle intonation of a piano unless you are sitting near the front row. This is why the best venues are somewhat live with reverberations that complement the performers and their instruments. Where amphitheaters voiced like the average audiophile’s listening room it would have thousands of surfaces resonating out of tune with the music, interspersed with absorption that makes live music sound flat. In fact, the acoustic noise floor in rooms with random resonating items actually increases with volume. It is this variable increasing noise floor that prevents you from ever experiencing the magic of live music in your home.
A new answer. HFTs are tiny high-frequency transducers that clean up high-frequency harmonics in your listening room. You see, harmonics are interconnected, so when you affect harmonics -even those beyond the limits of human hearing – you also affect lower frequency harmonics you can hear. HFTs literally cancel harmonic noise on any surface they are placed. Simply follow our easy placement guidelines, 5 HFTs at a time, to systematically overcome your room’s tendency to fight with the music your system is trying to recreate. HFTs replace random out-of-tune resonance with a sympathetic resonance that complements the music. Just 5 HFTs can affect a meaningful improvement to the average listening room, while additional HFT 5 and 10-pacs improve your listening enjoyment further still until you ultimately bring your entire listening room in sync with the music.



Entsprechend der Anleitung habe ich erst 5, dann 10 der HFT's in meinen Hoerraum integriert und war fasziniert, wie stark die Separierung der einzelnen Instrumente zugenommen hat. Dies, obwohl ich das Produkt gemeinsam mit Absorbern und Diffusoren verwendet habe.

Da ich keine weiteren HFT hatte , habe ich ein paar meiner alten Harmonix "Plättchen" genommen und das Bild der Harmonizer weiter komplettiert. Auch in Kombination von Harmonix Synergistic HFT erhoeht sich die raeumliche Praezision weiter und die Musik kann insgesamt entspannter gehoert werden.

Immer wieder verblueffend, was diese kleinen Teile fuer einen positiven Einfluss haben koennen.

http://www.synergisticresearch.com/a...s/passive/hft/

Der naechste verfolgte Ansatz ist eher dem esoterischen Bereich zuzuordnen, aber da ich gerne ergebnisoffen experimentiere habe ich die folgenden Produkte zur "Abschirmung" des Raumes vor aeusseren Einfluessen verwendet:

http://www.biophotone-audio.com/Unsere-Produkte/

Heizkoerper Harmonizer (habe 6 Heizkoerper im Zimmer)
und
Fenster Harmonizer

Der Effekt ist zumindest so hoerbar, dass die Teile alle kleben bleiben.

Warum es einen Effekt hat, erschliesst sich mir nicht, ist mir an dieser Stelle aber egal, ich kann was hoeren, also bleibt es :-)



Wer sich mit Hoerraum Optimierung beschaeftigt, wird zwangslaefig ueber die Schumann Frequenz stolpern, dazu hier ein paar Erklaerungen der Firma Telos, deren Produkt ich verwende:

In the field of Quantum Mechanics, quantum electrodynamics describes the interaction between electromagnetic radiation and matter. According to Maxwell equations, with time varying electric field generates a time varying magnetic field and vice versa.

Therefore, an oscillating electric field will produce a magnetic field oscillation, and an oscillating magnetic field will, in turn, produce an oscillating electric field. Thus, forming electromagnetic wave that is in common phase with the oscillating electric and magnetic fields. The electromagnetic wave will not only exhibit the wave fluctuating nature, it will also display the particle-like nature.

Particle formation created by discrete energy wave packets, also known as quantum wave packet can be absorbed or emitted by the charged particles. Quantum state assumed an important role in this, that is, being the agent for "the transmission of energy."

In nature, there are actually many resonating electromagnetic waves. The lightning, volcanic eruptions, earthquakes, sunspots, the ionosphere all produce natural electromagnetic waves.
Over billions of years, life on Earth has established ingenious ways to coexist naturally with these electromagnetic waves. From some studies, some even call natural electromagnetic waves the fourth source of life, following the sun, air and water.

German scientists found a natural electromagnetic wave which resonates at a frequency lesser than 10 Hz, they named it the Schumann resonance wave. In a separate case, a resonating electromagnetic wave was discovered by surprise. That too, is lesser than 10 Hz, an extremely low frequency (ELF) electromagnetic pulse. These frequencies are so close to the brainwave frequency of human being. Some body tissues even started to show signs of resonance effect.

Extremely low frequency electromagnetic pulse already exists in nature. Sadly, in modern urban cities with concrete buildings and the coverage of high-frequency electromagnetic waves generated by large numbers of electrical appliances, the human living environment gradually lose these natural resonance frequencies.

Human is very sensitive to these natural electromagnetic fields. For example, in sunny weather, the natural electromagnetic field frequency is very similar to the brain’s alpha (a) wave. The brain reveals alpha (a) wave when at sleep or at peace with the surroundings. It is the waveform to induce ease, carefree and cheerfulness. On the other hand, delta (d) wave that appears in cloudy weather often induces repressed feeling of irritability. This is true even when staying indoors, and without the knowledge of outside weather.

In human auditory perception, different frequencies of brain wave will affect the interpretation of voice and sound. When depressed, our natural defense mechanism will cause an acute alertness to the high and low frequencies. Low frequencies will sound tensed, like a large pair of speakers being put in a small space. Extremely low frequency just could not extend low enough, at the same time, greatly reducing the sense of space. This eliminates the sense of airiness so desired in Hi-End equipment. However, in the state of relaxation, music will feel more fluid. Low frequency easily extends into the ears. Details emerge distinctively from improved high frequency.

What TELOS Quantum Diffusor is doing is actually very simple. That is, to create an imitation of natural electromagnetic resonance wave in the listening environment. Unlike the past, we hope that the presence of “pure wave” does not bring undesirable high frequency electromagnetic waves.

Hence, in design, we choose to use the safer low-voltage DC power input. The input will be converted to high-voltage low-current power within the core. With high density grid antenna, paired with high-precision low-distortion resonance wave generator, simulated extremely low frequency electromagnetic wave is radiated uniformly from the Quantum Diffusor.

Coupled with natural wood exterior, the design highly suits Hi-End listening environment. It feels like traditional diffuser, what is different is that it is compact and lightweight in size. Compared to fixing large diffusers, this is definitely economically more desirable.


Die Wirkung ist recht einfach zu verifizieren, da das Geraet einen ein/aus Schalter hat.

Die Raeumlichkeit nimmt zu, die Musik wirkt entspannter, so dass ich auch dieses Telos Geraet weiter verwende.

http://www.telos-audio.com.tw/pd_new.html

Mit den beschrieben Maßnahmen hat sich mein Raum in den letzten 2 Jahren deutlich weiterentwickelt und wird nun von den meisten Hoerern als "angenehm" oder "gut" empfunden.

ich werde natuerlich weiter am Raum arbeiten, mich aber auch erstmal am erreichten erfreuen, mich an diesen Klang gewoehnen und auf dieser Basis weiterarbeiten.

Gruss
Juergen
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  #2  
Alt 13.04.2017, 14:15
Caribou Caribou ist offline
 
Registriert seit: 14.12.2010
Beiträge: 324
Standard

Hallo Jürgen,

interessanter Bericht.

Hast du die Telos Geräte über den deutschen Vertrieb
geordert?

Für mich auch neu: TELOS Grounding Noise Reducer.

Es gibt immer noch Bereiche in denen
man noch keinen Fuß gesetzt hat.

Viele Grüße
Henry
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  #3  
Alt 13.04.2017, 14:20
shakti shakti ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 1.357
Standard

@Henry
meines Wissens gibt es aktuell keinen deutschen Telos Vertrieb. Die Firma Sieveking lässt sich die Produkte teilweise nach eigenen Spezifikationen weiterentwickeln und bietet diese unter dem Namen Sieveking an.
Gruss
Juergen
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  #4  
Alt 14.04.2017, 10:21
Pfalzpalme Pfalzpalme ist offline
 
Registriert seit: 27.03.2016
Beiträge: 67
Standard

Hallo Jürgen, bestimmt kennst auch die Steinmusic Harmonizer.
Zielen in die selbe Richtung.
Holger Stein scheint hier viel Erfahrung zu haben.

http://www.audiofino.de/harmonizer_bericht_2.pdf


Viele Grüße
Mario
__________________
Liebe Grüße aus der Pfalz (66909)
Mario

Thorens Td160/Musical FidelityV90LPS, mod.Playstation-CDp mit Röhrenstufe, Onkyo C-7030 modifiziert, Steinmusic Vorstufe, Quint Audio ICE Amp3,
Klang&Ton Notch in eigens entwickelter Kurzversion.
Stromkabel von SolidCore -Stephan, Chinch von SolidCore....
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  #5  
Alt 14.04.2017, 11:19
shakti shakti ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 1.357
Standard

@MarioVon Steinmusic nutze ich aktuell die Gerätefüße und hatte zum workshop die Plattentellermatten da, die Harmonizer habe ich leider noch nicht probieren können, gehen aber sicherlich in die ähnliche Richtung!

Gruss
Juergen
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  #6  
Alt 27.05.2017, 09:56
SolidCore SolidCore ist offline
 
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Beiträge: 997
Standard Schumann Generator

Hallo Jürgen

Deinen Eindruck des Schumann Generators kann ich bestätigen.
Ich hörte den japanischen Nachbau mittig zwischen den Lautsprechern aufgestellt auf ca 1,5m Höhe.
Sobald man ihn hinzuschaltet, wird das klanglich einen Tick präziser, der räumliche Eindruck verändert sich ein wenig in Richtung breitere Bühne.
Stimmen bekommen mehr Nuancen. Das Unterschied ist eher suptiler Natur, also nicht wirklich groß, man kann es aber durchaus durch mehrmaliges Aus- und Einschalten immer wieder als solches Erkennen.

Gruss
Stephan
__________________
Meridian 508 20Bit (modifiziert) / PC mit Singxer SU-1 (modifiziert) / DAC Meitner MA-1 / Vorstufe Threshold T-2 / Endstufe Threshold T200 / Dynaudio Contour S 3.4 / Verkabelung: Eigenentwicklung. Heimkino: Lexicon MC-8 THX
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  #7  
Alt 27.05.2017, 19:51
shakti shakti ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 1.357
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so sehe , bzw hoere ich das auch, subtiler kleiner Unterschied, man kann auch gut ohne leben, aber wenn man die Möglichkeit hat, lässt man es einfach an!
Gruss Juergen
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  #8  
Alt 01.04.2018, 20:17
shakti shakti ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 1.357
Standard

am heutigen Ostersonntag habe ich die Zeit gefunden, mein Musikzimmer wieder akustisch zu richten.

Da meine Plattensammlung stetig waechst, musste ich den Platten etwas mehr Raum verschaffen, insofern wurde ein bis jetzt locker mit Kabeln und Zubehör bestücktes Regal hinter dem linken Lautsprecher
(wer sich bei mir auskennt, es handelt sich um das Regal vor der ehm Kneipentür)
mit ca 300 Platten bestückt, die nun im lockeren Verbund das Regal füllen.

Mein bisheriges Plattenregal wurde mit einigen Platten, die bisher keinen Platz gefunden hatten aufgefüllt und bietet nun dem Hauptteil der Platten in 6 Ebenen Platz, ebenfalls im lockeren Verbund.

Insgesamt hat sich dies nicht nur optisch als kluger Schachzug erwiesen, jedwede Dämpfung hinter den Lautsprechern ist besser als Glas oder Mauerwerk, so dass sich der Verteilen der Schallplatten auch besser anhört.

Jeh länger ich mich aber in die neue Situation einhöre , umsomehr erscheint mir die Balance nicht mehr Mittig. weniger die Mono Mitte, als mehr die Entfaltung von Feindynamik und Mikro Informationen.
Dies fuehrt dazu , dass es sich zwar insgesamt besser anhört, aber sich die Realitaetsanmutung nicht sogst wie gewohnt einstellen mag.

Da ich noch in 2 weiteren Räumen Raumakustische Elemente verwende, musste temporär mal das Heimkino dran glauben und ich habe Diffusoren und Absorber herbeigeschafft.

So kam, was ich Anfangs vermutet hatte, die Bereich hinter und seitlich des rechten Lautsprechers musste ebenfalls stärker bedampft werden, um wieder gleichmäßigere Verhältnisse herzustellen.

Da man in in einem abgestimmten Raum aber nichts verändern kann, ohne sich an anderen Stellen wieder Nachteile einzukaufen, wuerde so das Gesamtklangbild zu stumpf und es spielte nicht mehr so frei auf, wie ich das mag.

Zu wenig Reflektionen sind halt auch keine Lösung.

Also angefangen auf beiden Seiten etwas auszudünnen, bzw umzupositionieren.

Natuerlich hat man dann, wenn man so langsam auf den Punkt kommt, zuwenig Absorber da, stattdessen evtl zuviele Diffusoren. Nun bei Hofa noch was Nachschub bestellt, dass ich zum naechsten Wochenende weiter basteln kann.

Das Zwischenergebnis heute ist auf jeden Fall schon ganz anständig.

Gruss
Juergen
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  #9  
Alt 06.04.2018, 20:54
shakti shakti ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 1.357
Standard

heute ist der Rest der bestellten HOFA Teile gekommen, dh insgesamt 8 Kartons mit 50 x50 cm grossen Absorbern/Diffusoren zusätzlich zum "spielen".

In meinem Zimmer sind bereits einige Diffusoren und Absorber dieses Maßes verteilt. Ziel der Aufgabe war es, zu hoeren, ob an den richtigen Stellen Absorber oder Diffusoren stehen.

Die Idee ist es gewesen, an den entsprechenden Punkten im Zimmer 2D und 3D Diffusoren (VM-Acoustic und HOFA) sowie HOFA Absorber 1zu1 auszutauschen und zu hören, wie der Effekt ist.

Weiterhin sollten an potentiell neuen Stellen weitere Elemente platziert werden, bzw eben auch entfernt werden.

Die Positionen im Raum sind weitestgehend vorgegeben, da eine harmonische optische Aufteilung angestrebt wird. Nur im Extremfall weiche ich davon ab (zB muss im Bereich der ersten Reflektion an den Seitenwänden etwas platziert sein)

Es geht entsprechend auch nicht um eine Neuinstallation (die liegt schon etwas zurueck) , sondern um die Erkenntnis, wie sich der Wechsel zwischen den 2D, 3D Diffusoren und Absorbern so macht.

Meine Decke und der Boden sind unbehandelt, auf dem Boden liegen Felle, die Decke ist abgehängt mit Lüftungslöchern, kann also fein schwingen....und die 7 Lüftungslöcher der Abluftanlage sind sicherlich auch interessante nicht definierte Bassfallen :-)

Ich nutze zum hoeren (ich messe ja nix) gerne Musik mit mehreren Gitarren, zB "Friday night in San Francisco", da man mit solchen Platten sehr schoen die Verdeckungseffekte von Reflektionen hören kann, aber auch sehr schnell klar wird, ob Dynamik, Natürlichkeit und "Musik" verloren geht.


Festhalten kann man, dass an jeder Position der Unterschied zwischen den 3 Elementen auch wenn nur 0,25qm gross, sofort eindeutig hörbar war. Wichtig ist, dass alle gerade nicht genutzten Elemente ausserhalb des Hörraums gelagert werden! Entsprechen ist es etwas Lauferei , die Elemente zu tauschen.

hat man sich an einer Stelle entschieden, geht man die nächste an und nächste an, kann man wieder vorne anfangen, da die Wirkung der Elemente sich gegenseitig beeinflusst.

hat man an einigen stellen 2 oder 3 der Elemente übereinander , ist es auch interessant zu hoeren, dass man nicht pauschal sagen kann, an welcher Stelle welches Modul zu kommen hat, habe nun einen dreier Stack mit einem 2D Diffusor als unterstes Element, das haette ich nicht so erwartet.

Bei HOFA gibt es die Absorber in der einfachen und der Holzgerahmten Form.

die einfachen sind beidseitig akustisch offen, dh mit diesen Elementen kann man auch dickere Absorber bauen, indem man 2 oder 3 aufeinander setzt.

Dies ist auch eine interessante Variation, so nutze ich nun einen doppelten HOFA Absorber in der Nähe einer Raumecke / hinter dem Sofa ein. Passten prima in eine alte einseitig offene Holzkiste, die mir als TelefonTisch dient.

Die Dicke der Absorber ist aber an allen Positionen recht schnell hörbar. Wurde mir aber zumeist zu viel, dh die Lebendigkeit nimmt ab.

Interessanterweise konnte ich die pauschale Meinung , dass Diffusoren die Energie im Raum lassen und Absorber rausnehmen in meinen Fensternischen nicht bestätigen. Es kommt tatsaechlich auf die individuelle Position an, ob der Holzgerahmte HOFA Absorber oder ein VM-Acoustic 2D Diffusor in meinen Fensternischen lebendiger spielt.


Das war ein spannendes Unterfangen und ein weiterer Schritt in eine mir persoenlich passende Raumakustik.

Gruss
Juergen
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  #10  
Alt 06.04.2018, 22:42
SolidCore SolidCore ist offline
 
Registriert seit: 12.12.2014
Beiträge: 997
Standard Raumoptimierung

Hallo Jürgen

Hattest du eigentlich auch mal die Trinov Raumkorrektur versucht?
Hatte in den vergangenen Tagen mal einiges darüber gelesen. Die Kommentare klangen sehr gut. Obwohl man ja nie weiß, wer dies auf welchem Niveau verwendet.

Gruss
Stephan
__________________
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