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Ungesichertes Audio-Wissen Hier versuchen wir, Wissen zu schaffen

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  #1  
Alt 26.02.2018, 07:32
Van den Hul Van den Hul ist offline
 
Registriert seit: 20.03.2017
Beiträge: 10
Standard Abschirmung Cinch-Kabel

Guten Morgen,

ich habe hier ein Cinch-Kabel von Audioplan ( SIC 9A ), es ist ein parallel-symetrisches Kabel - also mit zwei Innenleitern und einer Abschirmung. Nun ist mir aufgefallen das die Abschirmung auf der Empfänger-Seite einseitig aufgelegt ist ( der Pfeil auf dem Kabel zeigt auch in diese Richtung ).

Ich bekomme aber immer die Info das die Abschirmung auf der Quellen-Seite einseitig aufgelegt wird, welche Anschlussart ist denn nun richtig ( Pfeil zeigt hier natürlich von der Quelle weg ) ?

Bin mal auf gespannt wie hierbei so die Meinungen sind ...

Viele Grüße

Tom
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  #2  
Alt 26.02.2018, 09:46
SolidCore SolidCore ist offline
 
Registriert seit: 12.12.2014
Beiträge: 995
Standard Schirmung

Hallo Tom

Der Grundgedanke, die Schirmung an der Quelle einseitig aufzulegen begründet sich damit, die Einstreuung gar nicht erst am Ziel ankommen zu lassen. Sondern am Sender gegen Schutzerde abzuführen.
Hat aber die Quelle einen höherohmigen Kontakt (oder keinen) gegen Erde als der Empfänger, ist es ratsam, den Schirm anders herum aufzulegen.
Dies kommt immer auf die Geräte an, und muss ausprobiert werden.

Gruss
Stephan
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Meridian 508 20Bit (modifiziert) / PC mit Singxer SU-1 (modifiziert) / DAC Meitner MA-1 / Vorstufe Threshold T-2 / Endstufe Threshold T200 / Dynaudio Contour S 3.4 / Verkabelung: Eigenentwicklung. Heimkino: Lexicon MC-8 THX
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  #3  
Alt 26.02.2018, 11:26
KSTR KSTR ist offline
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 1.711
Standard

Die Schirmung eines Signalkabels dient zwei Zwecken :
- "Verlängerung" der HF-dichten, abschirmenden Gehäuse von Geräten, und
- Herstellung eines möglichst niederohmigen Potentialausgleichs.
Deswegen wird der der Schirm an sich *immer* auf beiden Seiten angeschlossen. Meßtechnisch ist mir keine Konstellation bekannt, wo so ein "Hybridkabel" mit relativ hochohmigem Masse-Innenleiter und nur einseitig aufgelegtem Schirm jemals besser abschneidet als eine korrekte Verbindung. Jedes µV an Spannungsabfall (U=R*I) entlang des Innenleiters taucht 1:1 als Störspannung am Empfänger auf.
Mit Abstand am besten schneidet aber die aus der Präzisionsmeßtechnik kommende Variante ab, eine zusätzlich externe Potentialauslgleichsleitung bzw ein ganzes Netz solcher Leitungen oder gar eine solide Massefläche zwischen Geräten zu legen um die Schirme von Ausgleichsstrom zu entlasten, und stattdessen die Masse-Verbindung zum Netz (insbes. Schutzerde) möglichst ineffektiv zu machen damit dieser (verseuchte) Weg auf gar keinen Fall der dominante Massepfad wird (also genau gegensätzlich zu dem was meistens -- nur in HiFi-Kreisen -- gepredigt wird, ausnahme sind die Ferrit-Netzkabel).

Hörtechnisch ist aber eh "alles" legitim und es gibt wohl genug Fälle wo ein effektiv höheres Störpotential als klanglich besser (meist "frischer") bewertet wird.
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  #4  
Alt 26.02.2018, 12:06
Oliver Oliver ist offline
 
Registriert seit: 19.02.2012
Beiträge: 1.273
Standard

Interessantes Thema.
Hab mich mal ein wenig durch die diesbezügliche Philosophie von Audioplan gelesen :

http://www.mwaudio.de/audioplan-musicable-sic9a

Bei Adioplan legt man anscheinend nun kein weiter erhöhtes Augenmerk auf Leier, Querschnitte, Schirmung usw. .
Vielmehr erklärt man als Zielsetzung Resonanzen aus den Kabeln zu halten.
Eine Ursache für Schwingungen/Resonanzen der Leiter , ist Induktion .
Möglich , daß man diese weitestgehend unterdrückt , sofern die Schirmung nicht ab dem Gerät anliegt , von dem das Signal kommt .?
Vielleicht unterbindet das gewisse Wechselwirkungen zwischen Schiermung und Leiter ?
Ist natürlich nur eine Vermutung .

Ich für meinen Teil mache mir schon länger keinen Kopf mehr , die unterschiedlichsten Philosophien der Kabel Hersteller zu verstehen.
Da gibt es teilweise die kuriosesten Erklärungen.
Ob die Kabel für die eigene Anlage tatsächlich gut funktionieren , werden die Ohren bemerken.

Wie schlägt sich das Audioplan Kabel in deiner Anlage denn ?
__________________
Gruß,
Oliver
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  #5  
Alt 26.02.2018, 20:18
KSTR KSTR ist offline
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 1.711
Standard

Zitat:
Zitat von Oliver Beitrag anzeigen
Ich für meinen Teil mache mir schon länger keinen Kopf mehr , die unterschiedlichsten Philosophien der Kabel Hersteller zu verstehen.
Da gibt es teilweise die kuriosesten Erklärungen.
Als Kabelhersteller oder zuweilen nur -vermarkter hat man halt technisch/physikalisch eher wenig "Subtanz" (ggü einem Gerätehersteller) aus der man dem Normalkunden als plausibel vermittelbare Alleinstellungmerkmale/Kaufgründe konstruieren kann. Irgendwie haben alle natürlich ein bischen recht, abgesehen vlt. von den Hardcore-Esoterikern, und entscheidend ist eh "auf'm Platz" ;-)
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  #6  
Alt 26.02.2018, 23:30
SolidCore SolidCore ist offline
 
Registriert seit: 12.12.2014
Beiträge: 995
Standard Kabel

Hallo zusammen

Ich seh das ganz entspannt. Da ich ja selbst ein "Kabelhoschi" bin, versuche ich trotzdem nicht, irgendeine Weisheit herauszupicken, wieso ein Kabel anders klingt. Mir reicht es, zu beschreiben, was passieren "kann", wenn man es anschliesst. Und wie immer subjektiv.
Wer allerdings zwischen einem Highend Cinch und einer Beipackstrippe keinerlei Unterschiede hört, ist entweder noch nicht soweit, oder hat woanders ein Nadelöhr, das es verhindert. Der Kettengedanke zählt. So ist es nicht grade vorteilhaft, meinetwegen XLR Kabel der Topklasse zu einer Vorstufe zu vergleichen, wenn zur Endstufe ein Frankensteinkabel klemmt. Wie soll das gehen? Das gleiche mit richtig guten Cinch an mittelmässigen CD-Spielern. Sie klingen daran sogar schlechter als Billigkabel, weil sie darstellen, welchen Unsinn der CD noch macht.
Von daher bleibe ich bei meiner Meinung. Man sollte Kabelexperimente erst beginnen, wenn man eigentlich bereits denkt, die Anlage spielt super und man braucht keins. Ansonsten versucht man das herzuzaubern, was einem fehlt. Was natürlich wirklich in den Bereich Voodoo fällt.

Gruss
Stephan
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  #7  
Alt 02.03.2018, 09:46
Van den Hul Van den Hul ist offline
 
Registriert seit: 20.03.2017
Beiträge: 10
Standard Abschirmung Cinch-Kabel

Zitat:
Zitat von Oliver Beitrag anzeigen
Interessantes Thema.
Hab mich mal ein wenig durch die diesbezügliche Philosophie von Audioplan gelesen :

http://www.mwaudio.de/audioplan-musicable-sic9a

Bei Adioplan legt man anscheinend nun kein weiter erhöhtes Augenmerk auf Leier, Querschnitte, Schirmung usw. .
Vielmehr erklärt man als Zielsetzung Resonanzen aus den Kabeln zu halten.
Eine Ursache für Schwingungen/Resonanzen der Leiter , ist Induktion .
Möglich , daß man diese weitestgehend unterdrückt , sofern die Schirmung nicht ab dem Gerät anliegt , von dem das Signal kommt .?
Vielleicht unterbindet das gewisse Wechselwirkungen zwischen Schiermung und Leiter ?
Ist natürlich nur eine Vermutung .

Ich für meinen Teil mache mir schon länger keinen Kopf mehr , die unterschiedlichsten Philosophien der Kabel Hersteller zu verstehen.
Da gibt es teilweise die kuriosesten Erklärungen.
Ob die Kabel für die eigene Anlage tatsächlich gut funktionieren , werden die Ohren bemerken.

Wie schlägt sich das Audioplan Kabel in deiner Anlage denn ?
Hallo Oliver,

das Audioplan SIC 9 A klingt sehr musikalisch in meiner Kette, es wird nichts betont bzw. weggelassen, die Musik wird sehr natürlich wiedergegeben. Räumlichkeit, Ortungsschärfe und Luftigkeit der Wiedergabe ist auch hervorragend. Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden - und ich habe schon viel ausprobiert.

Viele Grüße

Tom
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  #8  
Alt 02.03.2018, 11:22
Oliver Oliver ist offline
 
Registriert seit: 19.02.2012
Beiträge: 1.273
Standard

Hallo Tom.

Auch wenn ich mir nicht gänzlich vorstellen kann , wie sich deine Anlage mit dem Audioplan Kabel anhört, scheinst Du sehr zufrieden zu sein .
Ich denke , das ist doch die Hauptsache .
Bei den Kabelnanufakturen kocht jeder so sein eigenes Süppchen , um ein besonderes Alleinstellungsmerkmal vorweisen zu können.
Die ganzen Theorien machen natürlich nur dann Sinn, wenn die in der Praxis tatsächlich positiv bemerkbar machen.

Ich habe in meiner HiFi Kette mittlerweile schon sehr viele NF Kabel getestet .
Einige konnten echt beeindrucken, andere eher nicht.
Es gibt sehr gute günstige Kabel, die nur ganz wenig hinter vielfach teureren NF Kabeln hinterher hinken.
Bei anderen fragte ich mich , ob das Kabel alleine durch den recht hohen Kaufpreis beeindrucken soll.
Und dann sind da noch NF Kabel , mit denen es genial klingt, die aber auch einen unverschämt hohen Preis haben.
Machen wir uns nichts vor.
Ab 250€ gibt es eigentlich kein NF Kabel (in normalen Längen bis 1,5m) , welches Bauart bedingt einen höheren Kaufpreis rechtfertigen kann .

Ausnahmen sind da kleine Manufakturen, welche selber teuer einkaufen müssen und meist sehr hochwertige Drähte konfektionieren.
Der Aufwand will natürlich auch entlohnt werden.

Man zahlt im Endeffekt die mit dem Kabel zu erreichende Performance.
Die kann durchaus sehr variieren.
Daher "Ohren auf beim Kabelkauf"
Wenn's passt , gut . Wenn nicht , dann eben nicht .
Egal was die Fachpresse und der Hersteller so schreibt.
__________________
Gruß,
Oliver
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  #9  
Alt 03.03.2018, 00:01
Eugen Eugen ist offline
 
Registriert seit: 20.02.2018
Beiträge: 68
Standard

Tatsache!
Bin neu hier und bin ganz Olivers Meinung, absolut genauso sehe ich es auch.
Bis 100€ bekommt man ja schon richtig gute Kabel.
Als ich meine Geräte kaufte, wurden mir verschiedene Kabel zum testen mitgegeben.
Es war ein Silent Wire für rund 200€, ein Inakustik für rund 150€ und ein Audioquest für 80€.
Ich ging wirklich zuerst davon aus, dass natürlich das teuerste Kabel das beste ist. Die Unterschiede waren gravierend. Aber leider eher zum negativen. Das Silent Wire klang total basslastig und dunkel. Das Inakustik klang sehr offen und detailiert. Und das Audioquest hab ich dann genommen. Es klang einfach stimmiger, warm, detailreich und druckvoll.
Die Beipackstrippe verlierte in allen Belangen und klang nervös.
Hab übrigens Yamaha-Geräte (S2100er).
Über die Wirkung der Abschirmung konnte ich bei allen drei keine Unterschiede feststellen.
Lediglich die Beipackstrippe erzeugte, neben dem Netzkabel verlaufend, auf einmal ein Brummgeräusch.
Mit den geschirmten Kabeln ist das nicht der Fall.
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  #10  
Alt 03.03.2018, 18:05
Oliver Oliver ist offline
 
Registriert seit: 19.02.2012
Beiträge: 1.273
Standard

Hallo Eugen.

Nun muss man wohl im Hinterkopf behalten, daß ein zu 80€ neu gekauftes Audioquest Kabel gerade mal den Einstieg in Sachen hochwertige Verkabelung sein kann.
Gerade Audioquest bemüht sich die Kabelherarchie so zu gestalten, daß die höherpreisigen Kabel auchbtatsächlich besseren Klang vermitteln sollen.
Für die 80€ darf man dann eigentlich keine Wunder erwarten.
Da gibt es definitiv noch viel Luft nach oben.
Dennoch kann ich gut verstehen , daß du dich genau für dieses Kabel entschieden hast , da es für dein Empfinden einfach am besten passte.

Die anderen von dir genannten Kabel kenne ich nicht, bzw. ich habe damit noch nie gehört.
In der Preisklasse bis 200€ (Neupreis) kenne ich leider keinen namhaften Kabel Hersteller ,der fehlerfreie Strippen anbietet.
Irgendwie sind die immer mehr oder weniger Kompromiss behaftet.
Ganz kleine Manufakturen stellen manchmal eine Ausnahme dar , weil die bereits für überraschend kleines Geld tolle Sachen zaubern können.
Einige dieser Tüftler sind hier im Forum unterwegs .
__________________
Gruß,
Oliver
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