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Quellgeräte analog und digital Alles über sämtliche Abspielgeräte

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  #1  
Alt 26.07.2019, 17:14
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
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Beiträge: 871
Standard Sampling-Frequenz kompatibel ?

Hallo zusammen,

kurze Frage: Wenn ein AD-Wandler mit einer Sampling-Frequenz von 96 kHz deklariert ist (=also analog rein, digital raus): kann man da tatsächlich einen drahtlosen Toslink-Übertrager dranhängen, der lediglich 32, 44,1 und 48 kHz ausweist?

Bisher war ich immer der Meinung, dass es sich bei der Samplingfrequenz um einen festen getakteten Wert handelt, der dann auch genau so vom daran angeschlossenen Gerät verarbeitet werden muss.

Der Kollege meinte aber, er könne seinen AD trotz dem verwenden, weil die Abtastrate ja immer doppelt so hoch sein muss wie die aufzunehmende Frequenz, von den 96 kHz dann nur noch 48kHz übrig bleiben würden.

Stimmt das ? Dann wäre bei AD-Wandlern ja tatsächlich die Nyquist-Frequenz entscheidend. Oder wirft er da irgend etwas durcheinander? Bin jetzt gerade ehrlich gesagt etwas verunsichert....
__________________
Gruß

Patrik


Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung

Geändert von keinkombigerät (26.07.2019 um 17:54 Uhr).
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  #2  
Alt 26.07.2019, 18:45
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
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Zitat:
Zitat von keinkombigerät Beitrag anzeigen
Wenn ein AD-Wandler mit einer Sampling-Frequenz von 96 kHz deklariert ist (=also analog rein, digital raus): kann man da tatsächlich einen drahtlosen Toslink-Übertrager dranhängen, der lediglich 32, 44,1 und 48 kHz ausweist?
Nein.


Zitat:
Zitat von keinkombigerät Beitrag anzeigen
Der Kollege meinte aber, er könne seinen AD trotz dem verwenden, weil die Abtastrate ja immer doppelt so hoch sein muss wie die aufzunehmende Frequenz, von den 96 kHz dann nur noch 48kHz übrig bleiben würden.

Stimmt das ?

Nein.
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  #3  
Alt 26.07.2019, 19:46
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 871
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Hallo Wonneproppen,

demnach bezieht bei AD-Wandlern die deklarierte Sampling-Frequenz tatsächlich, so wie ich es bisher immer eingeordnet habe, nicht auf die Verarbeitung des Analog-Signals, sondern auf das, was hinten aus dem Toslink rauskommt ?
__________________
Gruß

Patrik


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  #4  
Alt 26.07.2019, 20:39
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
Missetäter
 
Registriert seit: 19.12.2013
Beiträge: 4.081
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Zitat:
Zitat von keinkombigerät Beitrag anzeigen
Hallo Wonneproppen,

demnach bezieht bei AD-Wandlern die deklarierte Sampling-Frequenz tatsächlich, so wie ich es bisher immer eingeordnet habe, nicht auf die Verarbeitung des Analog-Signals, sondern auf das, was hinten aus dem Toslink rauskommt ?
Sampling-Frequenz, von engl. Sample: ein Prüfobjekt, eine Probeentnahme aus einer Produktion, ein Beispiel(wert)

Hier ist das Sample ein Momentanwert des Musiksignals.

Bei 96 kHz Samplingfrequenz werdem dem Originalsignal 96000 Momentanwerte pro Sekunde und pro Kanal entnommen. Jeder dieser Werte wird mit einer Genauigkeit von einigen Bit (z.B. 16, 24) gespeichert.
Von einem Messwert zum nächsten vergeht also 1/96000stel Sekunde. Was in dieser Zeit dazwischen passiert, ist unwiederbringlich verloren.

Es gibt sogenannte Sample rate converter, die - dem Namen nach - Samplingfrequenzen umrechnen können. Sie können also aus 96 kHz auch 48 kHz (DAT) oder 44,1 kHz (CD) machen. Sie können auch 192 kHz erzeugen. Bei ganzahlingen Vielfachen ist das einfach, weil man die Werte nur verdoppeln oder halbieren muss. Das muss aber durch eine elektronische Schaltung geschehen, einfach ein Kabel zu ziehen reicht nicht.

Die Samplingfrequenz sagt also, wie viele Zahlen pro Sekunde aus dem Digitalausgang gespuckt werden.


Der Kollege meinte das Abtasttheorem von Shannon, welches besagt, dass die Samplingfrequenz mindestens doppelt so hoch sein muss wie die höchste Frequenz im Audiosignal, damit man letzteres reproduzieren kann.

Vgl.: Samplingfrequenz... Audiofrequenz

Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge!
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  #5  
Alt 26.07.2019, 21:17
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
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Hallo Wonneproppen,

vielen Dank für deine detaillierte Bestätigung des Sachverhaltes (und meiner Vermutung) Werde ihm gleich mal einen Link zu deinem Post schicken, dann braucht er das Ding erst gar nicht anschleppen, er beharrt nämlich immer noch darauf, dass es funktionieren würde.

Die Rate zu konvertieren halte ich im vorliegenden Fall ebenfalls nicht für sonderlich praktisch. Mal schauen, vielleicht finde ich im Netz noch irgendwo einen platzsparenden 48 kHz-AD-Konverter mit RCA, der zumindest noch etwas besser ist, als die 20,- €-Kistchen vom Chinesen.
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Gruß

Patrik


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  #6  
Alt 26.07.2019, 21:20
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
Missetäter
 
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Die 48 kHz kann jeder DAT-Rekorder, wenn man billig an ein älteres Modell kommt.
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  #7  
Alt 26.07.2019, 21:47
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
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.... super Idee, vielen Dank
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Patrik


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  #8  
Alt 26.07.2019, 23:47
wgh52 wgh52 ist offline
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Hallo Patrick,

ich bestätige nur das geschriebene: Mein MDS-JA555ES MD Recorder macht sehr gute 16Bit/44,1kHz AD Wandlung an SPDIF und Toslink Ausgängen, was ich z.B. zum LP Digitalisieren verwendet habe.

Das Nyquist Theorem sagt "lediglich" aus, dass die Sampling Rate doppelt so hoch wie die maximale Nutzsignalfrequenz sein muss um dieses Signal genau regenerieren zu können. Im CD Fall war die höchste angenommene Nutzfrequenz 20kHz und die nächst-griffige bzw. weithin und preisgünstig über 40 kHz herstellbare Samplingfrequenz halt 44,1kHz (hatte wohl irgendwas mit TV oder Video Farbträgerfrequenz oder sowas zu tun, ich weis nicht mehr... ).

Grüße,
Winfried
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  #9  
Alt 27.07.2019, 07:53
agentlost agentlost ist offline
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Moin Patrik,


bislang alles aneinander vorbeigeredet. Passmallopp, ich machs mal ganz einfach:

Ein mit 48KHz gesampletes Signal ist auf bestimmte Weise anders codiert als eines mit 96KHz. Faktisch allerdings taktet der TOS-Ausgang bis in die Megahertze hinein.

Entscheidend sind nun die Fähigkeiten des Eingangsrecievers/Umsetzers des angeschlossenen Gerätes. Dieser muss die "Sprache" der hereinkommenden Datenwörter verstehen. Du erwähnst einen "drahtlosen TOS - Adapter", was soll das denn sein? Eine Funkübertragung??

Manchen (meist sehr günstigen) Eingangsbausteinen steht nur ein begrenztes Vokabular zur Verfügung. Spricht das Eingangssignal von "96KHz", verstehen sie nur "Bahnhof" und können diese Informationen nicht auswerten.

Oder sie sind künstlich "gedrosselt", einige Seiten aus deren Duden wurden quasi herausgerissen. Der Grund für die Drosselung könnte dann darin liegen, dass der nachfolgenden Elektronik nur eine bestimmte Übertragungsbandbreite zur Verfügung steht.

Oder aber es handelt sich bei der Angabe "max 48KHz" um eine sehr konservative Angabe des Herstellers, welche eine Signaldegradierung schlechter optischer Kabel im Vorfeld berücksichtigt, damit der Käufer kein langes Gesicht macht, falls es nicht klappt. Klappt es dennoch: Schwein gehabt.

Die Sache mit Nyquist ist eine andere Baustelle und hier nicht ursächlich.

Besten Gruß...


- der Jörch -
__________________
Oberste Prämisse soll sein, den chronisch unreflektierten Abusus ressortspezifischer Terminologien zumindest während einer temporär befristeten Evaluationsphase auf ein Minimum zu reduzieren.

Geändert von agentlost (27.07.2019 um 08:15 Uhr).
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  #10  
Alt 27.07.2019, 17:03
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
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Beiträge: 871
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Zitat:
Zitat von agentlost Beitrag anzeigen
Moin Patrik,

Entscheidend sind nun die Fähigkeiten des Eingangsrecievers/Umsetzers des angeschlossenen Gerätes. Dieser muss die "Sprache" der hereinkommenden Datenwörter verstehen. Du erwähnst einen "drahtlosen TOS - Adapter", was soll das denn sein? Eine Funkübertragung??
Hallo Jörch,

genau das Habe so ein Set , das bidirektional Toslink und Koax übertragen kann. Es ist mit den besagten Sampling-Rates 32, 44,1 und 48 kHz ausgewiesen. Verwende es derzeit als alternative Übertagung für eine gesonderte KH-Abhöre. Funktioniert trotz des damaligen "Taschengeldpreises"sehr gut.

Nun haben mein Kumpel/Kollege und ich (wir nehmen für den Hausgebrauch
öfter mal zusammen etwas auf) einen Raum entdeckt, der faszinierende akustische Eigenarten aufweist. In einem Erdgeschoss mit freier Sicht nach draußen. Da das Wetter im Moment trocken ist, wollen wir die Technik im freien aufstellen, Türen und Fenster sollen aber geschlossen bleiben.

Inzwischen hat er mir auch verraten, was für ein "Wandler" er hat: So ein Mini-Ding von Oehlbach.... hätte seiner Meinung nach einen guten AD-Chip drin Die Bedienungsanleitung hat er verbaselt und auf der Oehlbach-HP steht lediglich 96 kHz.

Die Idee von Wonneproppen mit dem gebrauchten DAT-Rekorder finde ich super, und auch Winfried hat sehr gute Erfahrungen mit seinem MD-Rekorder gemacht. Hab mal ein wenig in der Bucht gestöbert, da gibt es ja wirklich genug Auswahl. Mit einem solchen Gerät könnte ich analog abgreifen, die Sampling-Frequenz auf 48 kHz stellen und die Performance ab TOS-Ausgang mit dem Übertrager-Set direkt nach draußen in den Toslink-Eingang meines Philips-CDRs jagen. Das schöne daran: Am DAT kann ich dann sogar zusätzlich einpegeln, was den Gerätepark zusätzlich reduziert:

Da keine Line-Instrumente zum Einsatz kommen brauche ich dann lediglich den DAT-Recorder, den CDR, das Toslink-Funkset, ein Stereomikrofon und den Kopfhörer. Passt alles bequem in einen kleinen Kofferraum

Was ich jetzt nur noch überlege: Wie gut sind die analogen Eingangsstufen solcher DAT-Okkasionen weit über 20 Jahren solcher DAT-Okkasion noch?
Sollte das Gerät dann aus einem Raucher-Haushalt stammen, ist vermutlich mindestens noch eine Reinigung der Rec-Level-Potis erforderlich.
__________________
Gruß

Patrik


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Geändert von keinkombigerät (27.07.2019 um 17:13 Uhr).
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