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Surround- Receiver, Verstärker und Prozessoren Elektronikkomponenten für die Surroundwiedergabe

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  #1  
Alt 11.04.2018, 11:43
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 299
Standard 5.1 auf 4.0

Hallo zusammen,

eigentlich bin ich eher der klassische Stereohörer, betreibe ein Päärchen Orkan VIII an einem Yamaha AS2100.

Um die Anlage gelegentlich auch mal für Heimkino-Zwecke zu nutzen, verwende ich eine gebrauchte Teufel
Decoderstation 7 und zwei zusätzliche Boxen für Rear (Quadral ChromiumStyle 32) sowie einen ergänzend erforderlichen Stereoamp (Cyrus).

Die Teufel DS 7 erlaubt in der Einstellung "LOSSO" eine "Umleitung" des Centersignals (und LFE-Signals?) auf die Front LS.
Kleiner "Schönheitsfehler": Bei den Rears wird alles unterhalb von 80 Hz ebenfalls dorthin umgeleitet (eine Fullrange-Einstellung ohne Sub und Center gibt es leider nicht)

Damit jede Box "Fullrange" laufen kann und ich mir für meine "Gelegenheitsanwendung" nicht gleich einen neuen Decoder kaufen muss, habe ich mir folgendes überlegt: Per 3-Kanal-Stereo-Mixer die Signale Front, LFE und Center zu "bündeln". Ausgangsüberlegung: Die Teufel DS7 bietet eine Einstellung an, bei der sämtliche Kanäle ohne Limitierung über die hierfür vorgesehenen Cinch-Buchsen ausgegeben werden können . Center und LFE würde ich jeweils per Y-Adapter in einen Stereokanal des Mixers leiten, Main in einen weiteren. Gleichzeitig hätte ich dann sogar die Möglichkeit, auch den ("getürkten") Phantomcenter und den LFE zu regeln (was in der "LOSSO"-Einstellung der DS7 ebenfalls nicht möglich ist.)

Als zusätzliche Option: Einen ergänzenden Y-Adapter, um das LFE-Signal auch auf den Rear-Bereich spiegeln zu können (= davon verspreche ich mir eine hohe Flexibilität in Punkto "Gleichmäßiger LFE-Verteilung im Raum")

Pegelabgleich im Decoder: 0db (=Neutralstellung) für Sub und Center, +10 db (= maximale Anhebung) für Front und Rear. Wenn ich z.B. StageLine MX-30-Mixer verwende, könnte ich ggf. zu starke Eingangssignale kanalindividuell stufenlos runterpegeln.

Was haltet ihr von dieser Idee ? Habe ich bei den Y-Adaptern (für mittiges "Mono) gleiche Pegel auf den Steckern ?

Bitte keine Vorschläge wie "kauf Dir einen AVR" oder "beschaffe Dir einen zusätzlichen aktiven Sub bzw. Center".

Mir geht es hier ausschließlich um die Besprechung des hier beschriebenen technischen Ansatzes. Vielen Dank
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  #2  
Alt 20.04.2018, 10:49
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 299
Standard

Für den Fall, daß es den einen oder anderen doch noch interessieren sollte: Habe die Methode zwischenzeitlich selbst getestet, in dem ich mir zwei MMX30 habe kommen lassen. Die beiden Mini-Gerätchen mit Frontbedienung eignen sich sehr gut, um die "sortenreinen" alalog per Cinch ausgegebenen Filmton-Kanäle von Decodern o.ä. für audiophile Anwendungen (z.B. mit zwei hochwertigen Stereo-Vollverstärkern) zu mischen. Folgende Dinge haben sich als sehr hilfreich erwiesen:

- die rot/grün-Kontroll-LED für das Eingangssignal, um den Output an den Quell-Kanälen zu regeln. Man sieht sofort, wann das Signal schwach, ideal oder übersteuert in den Mixer gelangt (Achtung: die Drehregler der Kanäle am MMX30 sind keine Eingangsempfindlichkeitsregler, sondern für den kanalindividuellen Output gedacht, somit erfolgt die Eingangsanpassung über den Quellgerät-Output)

- der LEF lässt sich nicht nur stufenlos justieren, sondern auch sehr gleichmäßig im Raum verteilen

- stufenlose Anpassung des Centerkanals als Phantomcenter

- Kein "Eigenrauschen" der MMX30 über Boxen hörbar ( über KH extrem minimal, wenn alle Regler praxisfremd auf Vollanschlag stehen)

- Master-Output zur optimalen Anpassung an die Eingangsbuchsen des angeschlossenen Verstärkers, DSP o.ä.


Im ersten Step bleiben die Regler auf Mittelstellung, ungenutzte Kanäle werden auf "0" gedreht, dann erfolgt das "Feintuning"
Bei den Decodereinstellungen ist zu beachten:

Nicht die tatsächlichen Entfernungswege der Boxen eingeben, sondern die Entfernungswege der Rear-LS von Front, Center und LFE subtrahieren.Wichtig sind darüber hinaus zwei Dinge :

A) Keine Lampen mit Dimmer im Bereich der Anlage anschließen, dies führt zu leisen Brummstörungen

B) Gut geschirmte Cinchkabel bzw.Adapter nutzen

C) Für die Mixer eine Mehrfachsteckdose mit Schalter verwenden, da die mechanischen Powerschalter am MMX 30 "im Audiosignal deutlich hörbar" ihren Dienst verrichten.

Tip: Eine Kennzeichnung der Regler und Buchsen am MMX30 (z.B. per Dymo) erleichtert die Handhabung

Fazit:
Diese Methode ermöglicht mit vier hochwertigen Lautsprechern, wobei sich Front und Rear möglichst ähnlich sein sollten (idealerweise identisch) eine perfekte Adaption von Heimkinoton in die "audiophile Welt" ohne großen Kostenaufwand. Denn das bereits bestehendes System bleibt völlig unangetastet. Es dient lediglich als "Medium" für Front, Center und 50% des LFE über die bereits bestehenden Boxen. Neben zwei MMX 30 (Stück ca. 75,-€) wird also lediglich ein einfacher Mehrkanal-Decoder benötigt (eine gebrauchte Teufel DS3 oder DS5 aus der Bucht für ein "Taschengeld" reicht völlig aus). Dafür hat der geneigte audiophile Hörer dann aber die Möglichkeit, sich für die Rear-Kanäle hinsichtlich Amp nach Lust und Laune auszutoben. (= bei mir verschwindet z.B. ein flacher Cyrus unter dem Sofa) Im Prinzip geschieht bei dieser Vorgehensweise nichts anderes als eine Umwandlung von Heimkinoton auf auf Quadrophonie mit perfekten Anpassungsmöglichkeiten.

Hinzu kommt: Es stehen deutlich weniger Boxen rum, die im Endeffekt ja auch aufstellungstechnisch erst mal alle miteinander müssen. Vier Boxen sind da deutlich "pflegeleichter" als sechs.
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