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  #21  
Alt 10.07.2018, 19:59
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
Missetäter
 
Registriert seit: 19.12.2013
Beiträge: 3.383
Standard

Zitat:
Zitat von AIR Beitrag anzeigen
.
Die Cellensis mit ihrem Accuton AS 168 kann als Bassreflex oder auch geschlossen betrieben werden. In größeren Räumen oder bei wandferner Aufstellung macht BR meiner Erfahrung nach für die meisten Hörgewohnheiten mehr Sinn.
Vielleicht sollte man einmal, wie Naim früher, einen Lautsprecher für wandnahe Aufstellung abstimmen. Das würde hier Sinnn machen, denn:

- Der Lautsprecher ist recht kompakt und für kleine Räume geeignet.
- Er verfügt über einen leistungsfähigen Tieftöner, der allein ausreichend Druck erzeugt.
- Als 2-Wegereich mit eng beieinander liegenden Chassis eignet er sich prnzipiell für kurze Hördistanzen. Zudem kommt Dank des Breitbänders ein Großteil des Signals aus demselben akustischen Zentrum.

Es müsste doch möglich sein, in 1,5 m Entfernung auf 15 qm damit Musik zu hören.
Ich fand die Konzepte von Naim immer praxisgerecht, weil nicht jeder in einem geräumigen Wohnzimmer hören kann. Mit entsprechender Abstimmung könnte die Cellensis eine Nische erfolgreich besetzten, die auch andere Myro-Lautsprecher nicht ausfüllen.
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Herbert Wehner
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  #22  
Alt 10.07.2018, 22:07
AIR AIR ist offline
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Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.171
Standard wandnahe Aufstellung?

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Durch Verschließen des Bassreflexrohres erzielt man im Bassbereich die Charakteristik, die im Sinne der Gesamtenergie eine wandnahe Aufstellung möglich macht. Allerdings muss man beachten, dass nicht nur der Bass nach hinten abgestrahlt wird, sondern auch die unteren Mitten.

Den Pegel in den unteren Lagen abzusenken, nur weil es starke Reflexionen von der Wand hinter den LS gibt, widerspricht jedoch grundsätzlich der korrekten Impulsenergie. Die Impulse wären substanzlos und mit Zeitverzögerung würden sich verspätet die Reflexionen überlagern, mit entsprechender Phasenverschiebung in Relation von der Laufzeit zur Wellenlänge.

Gruß
AIR

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  #23  
Alt 11.07.2018, 12:38
AIR AIR ist offline
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Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.171
Standard Lackierkunst

.
Auge und Haptik

Einen Lackierer zu finden, der eine einwandfreie Klavierlackoberfläche realisieren kann, war eine "unendliche Geschichte", bis, ja bis ich eine Firma in Polen gefunden habe. Es ist eine "Lackierkunst", eine Oberfläche ohne Welligkeiten mit fein samtiger Oberfläche zu schaffen. Das Gespür dafür, bei welchem Grad der Trocknung einer Lackschicht die nächste Schicht aufgetragen werden muss, ist eines der Geheimnisse guter Klavierlackoberflächen.



Die Lackschicht hat letztendlich eine Dicke von ≈ 1,2 - 1,4 mm. Dies muss bei den Ausfräsungen der Öffnungen/Vertiefungen der Chassis berücksichtigt werden.
Gegenüber Seidenmatt- oder Mattlacken hat Hochglanzlack den unschätzbaren Vorteil, dass er poliert werden kann. Sprühnebel, der sich beim Lackieren von Körpern auf hinteren Seiten ablagert, kann wegpoliert werden. Bei Mattlacken würden sich sofort glänzende Stellen ergeben. Ebenso verhält es sich bei Abrieb, z.B. beim Transport oder beim Reinigen der Oberfläche.

Daher sieht man bei meinen Produkten vorzugsweise Klavierlackoberflächen.

Die Kosten für diese Oberflächenqualität sind natürlich höher.
Allerdings sind nicht nur die Herstellungskosten entscheidend für den letztendlichen Verkaufspreis, sondern weit mehr der gewählte Vertriebsweg!
Der Verkaufspreis bei internationalem Vertriebsweg hätte die magische 10.000,- €-Grenze überschritten (sogar mit Mattlack).
Da nützte auch kein Abspecken bei der Bauteilqualität oder die Gehäuse-Produktion in noch entfernteren Gebieten. Die Kalkulationtabelle ist gnadenlos. Wenn die Distributoren nicht bedient werden können, werden sie nicht tätig.

Die Cellensis wird im Direktvertrieb angeboten.
Dafür gibt es einen echten Herstellerservice; die Hörprobe beim Interessenten zuhause. Ohne das Erlebnis von Lautsprechern im eigenen Hörraum kauft man oftmals die Katze im Sack. Besser noch, der Entwickler ist persönlich dabei und sorgt durch sein Fachwissen und seine Erfahrung für den bestmöglichen Betrieb. Der Aufwand lohnt sich, auch finanziell.

Gruß
AIR


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  #24  
Alt 12.07.2018, 11:38
AIR AIR ist offline
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Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.171
Standard weniger ist manchmal mehr

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Impulsenergie

ich nehme noch einmal Bezug auf das Thema wandnahe Aufstellung und hier auf die Frage ob Bassreflex oder geschlossen.
Das Verschließen des Bassreflexrohres verändert an der Impulswiedergabe praktisch nichts. Ein Bassreflexsystem addiert erst nach 2 - 3 Halbwellen zusätzliche Energie. Die bei natürlichen Instrumenten (oder anderen natürlichen Schallereignissen) besonders lauten ersten Halbwellen profitieren also kaum oder gar nicht von einer Bassreflex.

Hörtests zeigen immer wieder, dass geschlossene Systeme ein natürlicheres, echteres Klangbild erzeugen. Voraussetzung dafür ist, dass der Tieftöner ausreichend Energie liefern kann und dessen Abstimmung im Gesamtsystem bruchlos gelingt.

Der Accuton AS 168 leistet dies unter den Bedingungen der Cellensis, zumal er bei tiefen Frequenzen durch seine Konstruktion bedingt besonders schnell und verlustlos auf Signale reagiert.
Daher bevorzuge ich persönlich die geschlossene Abstimmung. Das verspätete "Nachwuppen" des Bassreflexschalls ist zwar spektakulär aber erinnert immer wieder daran, dass man einen Lautsprecher hört, selbst bei sauber abgestimmter Bassreflex.
LS mit sehr kleinen Tieftönern kommen ohne Bassreflex dagegen i.d.R. nicht aus. Der Bass ist ansonsten schlichtweg nicht vorhanden.

Gruß
AIR

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Geändert von AIR (12.07.2018 um 11:55 Uhr).
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  #25  
Alt 12.07.2018, 23:11
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
Missetäter
 
Registriert seit: 19.12.2013
Beiträge: 3.383
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Ich hab's in der Myroklopädie ergänzt.

Und wie strahlen die Lautsprecher vertikal ab?
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Herbert Wehner
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  #26  
Alt 13.07.2018, 09:40
KSTR KSTR ist offline
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 1.613
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Schaut man genauer hin, stellt man fest dass es bei korrektem Vergleich nicht so dramatisch ist. Korrekt soll heißen, der Amplitudenfrequenzgang des Systems 4.ter Ordnung (Bassreflex) wird dem des System 2.ter Ordnung bestmöglich angepasst, das ist zB der Fall wenn letzteres ein Butterworth auf 40Hz ist und ersteres ein Linkwitz-Riley auf 32Hz, die sind von 30Hz aufwärts deckungsgleich auf besser als 0.1dB. Die Phase von Bu2 ist bei 40Hz (also der -3dB-frequenz) defintionsgemäß +90°, während das LR4 dann +140° aufweist. Das ist schon ein Unterschied aber nicht so dramatisch wie hier dargestellt.
Ich poste später evtl. noch ein Bildchen wo man den Unterschied bei einer hart startenden Sinuswelle auf 40Hz sieht, die Sinuswelle exponetiell abfallend (entspricht am ehesten einem natürlichen Signal einer Bassdrum, zB).
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  #27  
Alt 13.07.2018, 13:03
boxworld boxworld ist offline
 
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Hallo Klaus,

abweichend vom Theoretischen ist bei CB die Interaktion mit dem Raum oft einfacher. Der Tiefton fällt im Bereich der Raummoden bereits im Pegel ab und regt diesen weniger an. In mindestens 70% der Räume wo ich hören durfte bestimmte der Raum die Bassfülle, nicht der Lautsprecher.
Systeme z.B. Mini Monitore oder hart eingespannte Chassis mit fs>50Hz machen da meist keine Probleme.
Systeme die auf Kosten anderer Parameter auf niedrige fs getrimmt sind blähen da mitunter den Raum ordentlich auf.
Weniger ist da meist mehr...

Gruss Marc
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  #28  
Alt 14.07.2018, 21:52
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
Missetäter
 
Registriert seit: 19.12.2013
Beiträge: 3.383
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Mir fällt auf, dass die Maße exakt jenen der Myro Schwarze Perle entsprechen.

Das wäre ein interessanter Vergleich mit sicher sehr unterschiedlichem Klang. Gemäß der Bestückung mit Accuton wird die Schwarze Perle besser auflösen und im Hoch- und Mittelton mehr Präzision liefern, während die Cellensis weniger analytisch spielt und einen besseren Bass liefern müsste. Also Schwarze Perle eher für den Kopf-Hörer und Cellensis eher für den Bauch-Hörer.
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  #29  
Alt 15.07.2018, 10:30
AIR AIR ist offline
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Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.171
Standard Cellensis vs. Schwarze Perle?

.
2 Konzepte _ 1 Format

Die "Schwarze Perle" war ein Sondermodell mit limitierter Stückzahl. Da sie nicht nur mir sehr gut gefallen hat, habe ich seitdem über einen würdigen Nachfolger nachgedacht. Das Ergebnis ist die Cellensis.

Was ist bei welchem Modell besser gelungen?
Die Accuton Mittel-Hochton-Chassis der Schwarzen Perle sind natürlich ein hoher Qualitätsstandard.
Hier zeigt sich ein Vorteil, insbesondere in den oberen Hochtonlagen.
Für die Cellensis sprechen die nahezu punktförmige Abstrahlung im Mittelhochtonbereich, die vertikal mehr Bewegung zulässt, der wirklich exzellente Übergang des Flachmembran-Chassis zum Woofer und die Qualität des Woofers selbst.

Gruß
AIR

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gewerblicher Teilnehmer
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  #30  
Alt 16.07.2018, 23:47
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
Missetäter
 
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Zitat:
Zitat von sören Beitrag anzeigen
Also wäre es, ganz egal was er baut, eh nicht röhrentauglich.
"Dieser Mann gehört zu den Besten - mit dem Gewehr, mit dem Messer oder mit den bloßen Händen!"

aus: Rambo
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Herbert Wehner
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