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Elemente zur Optimierung der Raumakustik Ideen und deren praktische Umsetzung

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  #1  
Alt 06.08.2018, 11:53
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 299
Standard Die einfachsten Basics für zuhause

Hallo zusammen,


wie ihr alle sehen könnt, ist der letzte Beitrag in dieser Rubrik schon eine ganze Ecke her.



Kein Wunder, denn hier sprechen wir über ein extrem umfangreiches Thema, an das sich viele entweder erst gar nicht herantrauen oder aber auch schnell wieder die Lust daran verlieren, wenn sie sehen, wie komplex die Materie tatsächlich ist.



Gleichwohl ist die Raumakustik eines der elementarsten Dinge für das Klangergebnis.


Bei "Raumakustik-Abstinenz" spielt nicht selten auch Frust eine große Rolle, wenn einem erst mal bewusst wird, wie es optimalerweise sein soll und wie wenig man andererseits dann davon oftmals unter den eigenen Bedingungen realisieren kann.

Sehr schnell landet man dann beim Thema Kopfhörer, weil ein gesondert zum Musikhören eingerichteter/optimierter Raum meist erst gar nicht zur Verfügung steht und Raumakustik-Problem damit sofort in einem Abwasch aus der Welt geschafft sind.


Häufig ist das ganz heimische Wohnzimmer gleichzeitig auch Standort der Boxen.
"Lust" statt "Frust" soll daher die Divise dieses Threads lauten. Und sich deshalb auf die aller einfachsten Dinge konzentrieren, die jeder zuhause nachmachen kann. Ohne "raketenwissenschaftliches Studium zur akustisch 100% korrekten Einrichtung von Tonstudios". Also keine destruktive Abhandlung von Dingen, die man eigentlich tun sollte, aber nicht kann.

Nicht wenige werden nun sagen: So an die Sache heranzugehen, ist halbherziger Kram und in Anbetracht der unzähligen zu berücksichtigenden Aspekte viel zu verallgemeinernd.

Im Sinne eines hohen Perfektionsgrades trifft das sicherlich zu. Andererseits: Jeder auch noch so kleine zweckmäßige Schritt ist ein Schritt in die richtige Richtung und verbessert das Ergebnis. Denn wie war das noch mal gleich mit dem Spatz in der Hand und der Taube auf dem Dach ?

Daher möchte ich an dieser Stelle zunächst einmal für all diejenigen, die sich aus den eingangs erwähnten Gründen noch nie oder nicht mehr weiter mit dem Thema auseinander gesetzt haben, die wichtigsten Punkte zusammenfassen. Für die meisten sicherlich nichts neues - im ersten Ansatz aber eine gute Grundlage für einen ersten Austausch:


- Welche Lautsprechergröße für welche Raumgröße ?

- Nachhall des Raumes

- Aufstellung der Boxen

- Reflexionen

- stehende Wellen (Raummoden/Tieftonbereich)


AN DIE EXPERTEN UNTER UNS EINE GROSSE BITTE (SO SCHWER ES AUCH FALLEN MAG): BITTE MÖGLICHST KEINE MESSWERTE INS SPIEL BRINGEN (SO WEIT ES SICH VERMEIDEN LÄSST)..... SONDERN AUSSCHLIEßLICH ANSCHAULICHE HÖRBEISPIELE (Z.B. HÄNDEKLATSCHEN/NACHHALLo.ä.) SO DASS ES AUCH EIN LAIE PROBLEMLOS VERSTEHEN KANN.


UND BESONDERS WICHTIG: KONSTRUKTIVE BEISPIELE, WAS MAN IN WELCHER SITUATION KONFORM MIT EINER BESTEHENDEN EINRICHTUNG INDIVIDUELL TUN KANN, OHNE DASS DIE/DER EVTL. "NICHT-HIFI-INTERESSIERTE" LEBENSPARTNER/IN GLEICH EINEN ANLASS ZUM BOYKOTT DARIN SIEHT


Eine "dankbare" Sache sind auch eigene Fotos. Sie helfen einerseits beim Verständnis, andererseits können sie zum Nachmachen animieren und beleben einen solchen Thread ungemein.


EBENFALLS SEHR BELIEBT: MAßNAHMEN, DIE WENIG ODER BESTENFALLS SOGAR ÜBERHAUPT NICHTS KOSTEN



Ich freue mich auf Eure Beitäge
__________________
Gruß

Patrik

-----------------------------------------------------

Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung

Geändert von keinkombigerät (06.08.2018 um 12:01 Uhr).
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  #2  
Alt 06.08.2018, 14:20
wgh52 wgh52 ist offline
Aktiv-LS Fan
 
Registriert seit: 16.12.2007
Beiträge: 906
Standard

Hallo Patrik,

vielen Dank für Deine Initiative! Ich oute mich mal als interessierter Leser, hoffend, dass ich von den (hoffentlich reichlich kommenden) wohnzimmer- und partnerakzeptablen Lösungen inspiriert werde doch endlich mal akustische Optimierung hier im WohnZi zu versuchen.


Grüße,
Winfried
__________________
Perception is Reality!
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  #3  
Alt 06.08.2018, 15:11
cay-uwe cay-uwe ist offline
Sonus Natura
 
Registriert seit: 03.12.2008
Beiträge: 2.563
Standard

Ist zwar bereits ein paar Jahre her, aber vom Ansatz immer noch aktuell: http://www.open-end-music.de/vb3/showthread.php?t=4056
__________________
Happy listening, Cay-Uwe

http://www.sonus-natura.com/
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  #4  
Alt 06.08.2018, 17:07
oncle_tom oncle_tom ist gerade online
 
Registriert seit: 11.06.2009
Beiträge: 1.001
Standard

"- Welche Lautsprechergröße für welche Raumgröße ?"




Ich habe die LS deutlich geschrumpft und höre jetzt Near-, an der Grenze zu Midfield.
Seitdem sch... ich auf alle gut gemeinten und meist auch für viele Fälle richtigen Ratgeber und brauche weder Raumakustikmaßnahmen noch sonstiges Tuning und höre trotzdem sehr zufrieden Musik.


P.
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  #5  
Alt 07.08.2018, 05:36
snupo snupo ist offline
 
Registriert seit: 27.01.2013
Beiträge: 73
Standard Gehäuseklang-Raummoden

Offene Schallwände;

Open Baffle oder Elektro- Magnetostaten ( zB. Quad, Magnepan..) sind was Raummoden anbelangt viel leichter in einem Wohn-Hörraum zu plazieren als die meisten denken. Diese regen den Raum besser, oder soll ich schreiben nicht an.
__________________
Rechtschreibefehler dürft ihr gerne behalten.
Gruss MO
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  #6  
Alt 07.08.2018, 16:16
Diskus_GL Diskus_GL ist offline
 
Registriert seit: 02.03.2016
Beiträge: 218
Standard

Hallo,



schönes Ansinnen, aber Du führst Punkte auf, die sich gegenseitig beeinflussen:


- Welche Lautsprechergröße für welche Raumgröße ?

- Nachhall des Raumes

- Aufstellung der Boxen

- Reflexionen


Alle vier Punkte (wobei nicht so sehr die Größe sonder eher die Art bzw. die Konzeption der Lautsprecher wichtig ist) hängen alle voneinander ab.


Man kann - sinnvollerweise - das Eine nicht ohne das Andere betrachten.


Je nach Boxentyp (und z. B. dessen Abstrahlverhalten) ändern sich die Voraussetzungen des Nachhalls des Raumes oder wo ich die sinnvollerweise aufstelle. Auch auf die Reflexionen hat all das (Boxentyp, Aufstellung, Raumnachhall) einen Einfluss. Man muss all dies ZUSAMMEN betrachten.


Meist sind ja einige dieser Punkte vorgegeben (z. B. wo man die Boxen aufstellen kann, oder der Nachhall des Raumes aufgrund der Einrichtung, also muss man dann den Boxentyp und dessen Reflexionen an die Gegebenheiten anpassen, damit am Hörplatz die gewünschten Klangeindrücke entstehen (was ja das eigentliche Ziel ist).


Es macht m. M. n. keinen Sinn pauschale Empfehlungen für die einzelnen Punkte zu geben. Sinvoller ist es, die Zusammenhänge dieser Punkte mit Bezug zu den Höreindrücken aufzuzeigen, damit man diese Kenntnisse dann zielgerichtet für die eigenen Bedingungen anwenden kann...


Grüße Joachim
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  #7  
Alt 07.08.2018, 16:42
Franz Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 8.823
Standard

Ich finde, ein paar allgemeine Hinweise sind möglich:


Bezüglich Nachhall gibt es doch schon Empfehlungen. Die eine bezieht sich auf Wohnräume, die andere auf Studio. Die finden ihren Niederschlag in dem Korridor für ISO 3382. Das sind Empfehlungen, die man anstreben kann, je nachdem, was man selbst anstrebt dabei.


Bezüglich Aufstellung der Boxen, so gibt es in der Fachliteratur auch mehrere Hinweise. Ich empfehle hier immer eine möglichst symmetrische Aufstellung der Lautsprecher im Raum, mit einigem Abstand zu den Wänden, hinter den LS größer als seitlich. Einige LS-Typen benötigen allerdings auch Wandnähe, das muß man vorher eruieren. Der Hörplatz sollte mit den beiden LS ein gleichseitiges Dreieck bilden. Basisbreite und Hörentfernung sollten je nach LS-Größe und Größe des Raumes gewählt werden. Ich tendiere eher dazu, die Entfernung zu den LS nicht zu groß werden zu lassen, komme in meinem Raum idealerweise zu einem Dreieck von 2,50 m. Das kann aber je nach Lautsprecher typ und Raumgröße variieren.


Bezüglich Reflexionen sehe ich die Notwendigkeit, besonders die ersten frühen Reflexionen weitgehend zu verringern, sowohl an der Decke wie auch am Fußboden. Wie man das erreicht, dazu gibt es auch genügend Angebote im Raumakustikbedarf. Man sollte sich dahingehend beraten lassen, was Sinn macht und was nicht. Ganz allgemein zu Raumakustikmaterialien möchte ich sagen, daß man sich vorher genau anschauen sollte, was wie wirkt. Messungen vorher/nachher können das Ergebnis dann auch besser verifizieren, ob man das Ziel wirklich erreicht hat damit. Allgemein scheint mir erstrebenswert zu sein, ein gesundes Maß zwischen Absorption und Reflexion zu finden.


Bezüglich Lautsprechergröße und Raumgröße tue ich mich schwer, Empfehlungen auszusprechen. Hab schon erlebt, daß große LS in kleinen Räuumen gut funktionieren, wie auch umgekehrt. Da kommt man um`s Ausprobieren nicht herum.

Geändert von Franz (07.08.2018 um 16:46 Uhr).
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  #8  
Alt 10.08.2018, 20:33
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 299
Standard

Zitat:
Zitat von snupo Beitrag anzeigen
Offene Schallwände;

Open Baffle oder Elektro- Magnetostaten ( zB. Quad, Magnepan..) sind was Raummoden anbelangt viel leichter in einem Wohn-Hörraum zu plazieren als die meisten denken. Diese regen den Raum besser, oder soll ich schreiben nicht an.



Hallo Snupo,


... vorausgesetzt, man kann mind. 1 Meter Abstand zur Rückwand realisieren und mit einem sehr engen Sweetspot leben.


Ziel dieses Threads soll nicht die Neuanschaffung sein. Auch wenn Flächenstrahler zugegebenermaßen hervorragend klingen.
__________________
Gruß

Patrik

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