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Analog Analoge Quellen

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  #1  
Alt 19.04.2017, 21:43
shakti shakti ist gerade online
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 888
Standard Shakti's Weg zum endgültigen Plattenspieler!

auch wenn analog in diesem Forum keine so grosse Rolle mehr spielt, starte ich mal diesen thread:

​Die letzten Jahre meines analogen Hörens waren reich an Erfahrungen mit den unterschiedlichen analogen Setups.

​So habe ich in einem anderen thread beschrieben, wie ich versucht habe, die für mich optimal klingende Vorstufe herauszubekommen.

​Auf dem Weg zur "besten" Phonovorstufe habe ich mir die unterschiedlichsten PhonoPres gekauft um mit diesen längere Zeit zu hören, letztendlich habe ich am zufriedensten mit der Kondo KSL M7 und dem Kondo KSL SPZ Übertrager Musik geniessen können. Mir fallen auf Anhieb einige andere PhonoPres ein, die im Detail besser sind, aber das Gesamtpaket der Kondo passt einfach zu meiner Art Musik zu geniessen.

​Zu Ostern habe ich bei der Kondo extensives Tuberolling betrieben, so dass ich mich auch in diesem Bereich der für mich auf lange Zeit dann gesetzten Phono Vorstufe annähere.


​Entsprechend kann ich mich nun intensiver dem nächsten grossen Projekt widmen, dem "grossen" Laufwerk!

​In den letzten Jahren sind bei mir einige sehr gute Plattenspieler ein und aus gegangen, die ich hier gerne mal aufzaehle,
um meinen analogen Werdegang zu verdeutlichen:

​- SME 10 MKI
​- SME 20 MKI & II
​- SME 30 MKI & II
jeweils mit SME V

- Oracle Paris
​- Oracle Delphi MK I & MK II & MK II & MK IV & MK V
​mit verschiedenen Tonarmen

​- Void TT1 & TT2 & TT3
​mit verschiedenen Helios Armen

​- Audio Note TT2 & TT3
​mit verschiedenen Audio Note Armen

​- VPI Scout & ScoutMaster & TNT
​mit verschiedenen JPW und Kuzma Armen

​- Micro Seiki DQX 1000 & RD 1500 & DQ500
​mit verschiedenen Armen

​- Transrotor diverse...
​- Clearaudio diverse...

​- Simon Yorck S4 & S5
​mit diversen Tonarmen

​- Brinkmann Bardo
​mit Brinkmann Arm


mein aktuelles HauptLaufwerk ist :

​- STST Vidocq in der letzten Ausbaustufe
​mit Graham Phantom II & Kuzma 4 Point & Jelco 250 & 750 12' Arm
​(Kuzma 4 point bereits verkauft, Graham Phantom II steht zum Verkauf)



Auf dem letzten analog Workshop hatte ich bei mir mal wieder die Moeglichkeit, Laufwerke, Tonarme und Tonabnehmer an verschiedenen Phono Vorstufen zu hören. Dabei ist mir mal wieder klar geworden, dass für mein persoenliches Hörvergnügen die folgende Reihenfolge Sinn macht:


​1. Laufwerk!, stimmt dies, klingt zumeist die ganze analoge Kette, selbst mit einfachem Arm und Tonabnehmer

​2. Tonarm!, für mich gibt es hier 2 Klassen:
​- Laufwerks "unabhängige" Arme
​dies sind für mich Arme, die nahezu Unabhängig vom Laufwerk einen Superjob mit tollem Klang machen, dazu zaehle ich vor allen Dingen den Kuzma 4Point, dessen klangliche Qualitäten sich auf vielen Laufwerken durchsetzen (so diese das Gewicht des Kuzma 4 Point vertragen)
- Laufwerks "abhängige" Arme
​dies sind für mich Arme, die extrem von der Qualität des Laufwerks profitieren, bzw auf einfachen Laufwerken auch grottenschlecht klingen können. Dazu zaehle ich die häufig unterschätzten Jelco 12' Arme. Diese werden zumeist auf preisliche passenden Laufwerken montiert und klingen entsprechend mittelmaessig. Montiere ich einen Jelco auf einen TopLaufwerk, werde ich mitunter echt ueberrascht , was vor allen Dingen im Bassbereich mit einem Jelco auf einem TopLaufwerk so alles moeglich ist.

3. Tonabnehmer!
​hier habe ich mit den Jahren gemerkt, dass ich mit einem einzelnen Tonabnehmer nicht meiner Plattensammlung gerecht werde, die von schlecht aufgenommenen PunkPlatten über den typischen 180g audiophilen Kram zu MonoJazz Platten reicht.
​Dazu kommt, dass meine Erfahrung gezeigt hat, dass auch einfache Tonabnehmer auf einem sehr guten Laufwerk zu grosser Form auflaufen. Erinner mich gerne daran, dass ich die Kombination aus AudioLabor Synchron Laufwerk und Audio Technica AT95 sehr gerne mochte (AT95 leicht modifiziert)



​All diese mir eigentlich wohlgekannten "basics (die definitiv von vielen Analogis aus guten Gründen anders gesehen werden können) haben dennoch dazu geführt, dass ich glaubte mit dem STST Vidocq an einem Laufwerks Punkt angekommen zu sein, dass ich Graham und Kuzma Arme montiert hatte, dazu vdh Colibris und mich auf die Phonovorstufen konzentriert hatte.

​Doch dann tauschte Othmar Spittaler mit seinem "Seismograph" Laufwerk auf, welches mit einem einfachen Jelco 750 12' Arm und einem Etsuro Urushi Tonabnehmer zeigte, dass noch mehr möglich ist. Um meine "basics" zu untermauern haben wir dann das Seismograph Laufwerk und den Jelco 750 12' Arm mit einem einfachen Audio Technica PTG 33 MkII ausgestattet und gehoert, dass dich eigentlich schon reicht um die Qualität des Seismograph Laufwerk im Vergleich zu dokumentieren.

​Nun ist das Seismograph Laufwerk mit 22.000,-eur auch kein Sonderangebot, aber in Kombination mit den beiden Jelco Armen und Audio Technica 33'er (ca 500,-eur) ​und Etsuro Urushi ( ca 7.000,- eur) hat man einen kompletten Plattenspieler zu ca 33.000,- eur Neupreis , der sehr weit vorne spielt.

​Zumindest ist meine aktuelle Kombination aus STST Vidocq (ca 10.000,-eur) und Kuzma 4point (ca 5.500,-eur) sowie Graham Phantom II (ca 6500,-eur) sowie vdh Colibri ( ca 6.000,- eur) und Air Tight PC7 (ca 3000,-eur) zusammen mit ca 31.000,-eur Neupreis aehnlich teuer.


​Somit ist meine vor Jahren gelernte Reihenfolge der Prioritäten selbst in dieser Klasse an Komponenten weiterhin gültig.

​Also habe ich mich entschlossen, meinen Plattenspieler neu anzugehen, und zwar radikal vom Laufwerk aus.

​Dazu brauche ich Geld :-)

​also habe ich bereits Kuzma 4 Point und Graham Phantom II vom Vidocq montiert und durch Jelco 12' Arme ausgetauscht,
​ dazu höre ich diese (dank an die wechselheadshells) mit den verschiedensten "preiswerten" Audio Technica Systemen.

​Auch auf meinem VPI TNT spielt nun kein Linn Ekos mehr, sondern ein Jelco 9' arm.

​Da sowohl VPI, als auch STST bereits sehr gute Laufwerke sind, spielen die drei Jelco Arme (wie zu erwarten) mit weit über ihre Preisklasse hinaus und lassen die AT Systeme ebenfalls sehr gut klingen.


​Nun kann also die Suche nach einem Top Laufwerk beginnen!

​idealerweise zur Montage von 2 Tonarmen (9-12') geeignet.



​Die folgenden Laufwerke schaue ich mir im Moment intensiver an:


​- Seismograph (welche Überraschung)
- TechDas Airforce III
​- Kuzma Stabi XL DC
​- Micro Seiki 8000'er Reihe
​- En Vogue Quasar



​Ich starte den Thread, da ich über meine Erfahrungen auf dem Weg zum "grossen" Laufwerk berichten mag,
​ mir aber auch konstruktive Anregungen bzgl weiterer Laufwerke, mit denen ich mich mal beschäftigen sollte erhoffe!

​Auf der High End in München kann ich mir dann hoffentlich einige der Kandidaten aus aktuellen Portfolios genauer anschauen !

​Gruss
Juergen
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  #2  
Alt 19.04.2017, 22:19
JoDeKo JoDeKo ist offline
 
Registriert seit: 28.06.2008
Beiträge: 968
Standard

Na, dann bin ich mal sehr gespannt auf die Entwicklung und Deine Berichte.
__________________
Was würde sich eigentlich ändern, wenn ich Klangunterschiede plötzlich messen könnte, obwohl ich sie bisher nie gehört habe?

Just listen
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  #3  
Alt 19.04.2017, 22:28
analogius analogius ist offline
 
Registriert seit: 31.10.2016
Beiträge: 42
Daumen hoch

Hallo Juergen!

Sehr spannend.
Hast du den schon mal das "kostengünstige" Laufwerk von Townshend Audio "Rock 7" mit anständigem Tonabnehmer gehört? Anhand deiner enormen Erfahrung würde mich deine Meinung dazu interessieren.

Ich selber betreibe dieses Laufwerk mit einfachem Rega RB700 Tonarm und mit - meines Erachtens - sensationellen Tonabnehmer Accuphase AC-5. Ich habe in dieser Kombination bis anhin nichts besseres im analogen Bereich gehört - sowieso nicht in der "Preisklasse".

Vom AC-5 gehe ich auf die Accuphase Phonoplatine AD-2820 welche im Accu C2800 steckt.
Von dort geht das Signal auf zwei gebrückte Accu P360 welche die Dynaudio Consequence MKII beglücken.
Soweit bin ich sehr zufrieden, auch wenn da mehr gehen würde... (mit enormen finanziellen Aufwand)

Der Rock 7 mag keine Augenweide sein, technisch gesehen und musikalisch ist er für mich überzeugend. Hast du da mal Erfahrungen gemacht?

Bin gespannt was alles berichtet wird, bitte mit Fotos

grüsse Marcel
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  #4  
Alt 19.04.2017, 22:34
shakti shakti ist gerade online
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 888
Standard

@Marcel
habe den Rock 7 mal bei jemandem gehoert, klang prima, ist aber nicht das, was ich gerade suche :-)

Auge ist bei mir auch mit....

und da gefallen mir gerade die schweren grossen Brocken .....

gruss
Juergen
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  #5  
Alt 20.04.2017, 00:08
Sam Sam ist offline
 
Registriert seit: 03.12.2008
Beiträge: 2.688
Standard

Wenn Platte dann Verdier!!! Habe vieles gehört aber nix was einer NPV das Wasser reichen könnte.
Nouvelle Platine Verdier und das Thema Laufwerk ist damit erledigt.Da ich die große magnetgelagerte Verdier auch kenne würde ich Dir dennoch zur NPV raten und zwar die Auditorium23 Version. Man könnte natürlich auch beide fahren!
Für heutige Verhältnisse ist eine NPV geradezu ein Schnapper!

In beiden Fällen bekommst du was endgültiges, legendäres und unkaputtbares aber vor allem eine Musikmaschine die Ihres Gleichen sucht. Eben die sprichwörtliche "Analoge Kuh"!



__________________
Gruß
Sam

Geändert von Sam (20.04.2017 um 00:23 Uhr).
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  #6  
Alt 20.04.2017, 09:44
sören sören ist offline
 
Registriert seit: 18.09.2013
Beiträge: 401
Standard

Sehe ich genau so (wobei ich die Große vorzöge) - und der Werterhalt einer Verdier ist sagenhaft! Außer Micro Seiki kommt da wohl kaum was ran.

Die Fragen an Jürgen sollten aber erst mal lauten:

Was konkret war es, das Dich an dem Seismographen begeistert hat?
Es gibt noch keine Infos im Netz - Wie ist er eigentlich aufgebaut?
Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Aufbau und dem Klang?
Lässt dies vielleicht darauf schließen, welche Konstruktionsprinzipien für das nächste Laufwerk ausgeschlossen werden können?

Das Laufwerk, das mich in letzter Zeit am meisten begeistert hat, ist der Garrard 501 von Martina Schöner. Leider teurer. Aber das ist dann wirklich ein endgültiger Plattenspieler ...

Jürgen, die von Dir genannten Laufwerke kenne ich nicht, weiß aber, das es einige Leute gibt, die einen 5000er Seiki einem 8000er vorziehen. Im Analogforum findest Du nen riesigen Seiki-5000-Thread, meine ich ...

Beste Grüße
Sören
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  #7  
Alt 20.04.2017, 10:06
shakti shakti ist gerade online
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 888
Standard

die Platine Verlier gefällt mir natuerlich auch, doch ist bereits der STST Vidocq nach diesem Vorbild ausgesucht. Ist der Vidocq ja im Prinzip eine Platine mit Direktantrieb.

Habe mal einen Vergleich von NPV und PV gehoert, da hat mir die PV deutlich besser gefallen.

wenn wuerde nur eine PV in Frage kommen, diese ist aber im Alltag durchaus Pflegeintensiv. (Lager)

Den 5000'er Micro Seiki kenne ich, prima Laufwerk, welches ich auch gerne mal ausprobiere, unabhängig von dieser Laufwerkssuche, werde ich mir einen 5000'er zulegen, einfach nur, weil ich die Micro Laufwerke liebe....

Habe ja schon 2 davon in meiner Sammlung!

mal schauen, freue mich auf jeden Fall über die Anregungen, da hat man immer was zum googlen

Gruss
Juergen
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  #8  
Alt 20.04.2017, 10:16
mannitheear mannitheear ist gerade online
 
Registriert seit: 23.10.2011
Beiträge: 1.283
Standard

Hallo Jürgen,

hier noch ein paar aus meiner Sicht sehr interessante Laufwerke:

- Feickert Firebird
- Das Subchassis Direct Drive Laufwerk von Stst (Motus II D in Sonderanfertigung für 2 Arme)
- Jean Nantais Référence

LG
Manfred
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  #9  
Alt 20.04.2017, 10:19
shovelxl shovelxl ist offline
Rechts ist Gas
 
Registriert seit: 29.10.2016
Beiträge: 1.338
Standard

uuuuh, die Feickert mag ich!
Der Blackbird wäre mal mein Traum.
So lange muss mein RP-9 noch herhalten.
Gruß
Guido
__________________
...mehr Senf...
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  #10  
Alt 20.04.2017, 10:24
sören sören ist offline
 
Registriert seit: 18.09.2013
Beiträge: 401
Standard

Mhm ja, Vidocq und Platine - ich würde mal annehmen, dass die Magnetlagerung einen ganz erheblichen Unterschied macht ....
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