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  #1  
Alt 28.02.2018, 13:31
shakti shakti ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 1.327
Standard Tonabnehmervergleich Van den Hul Colibri Gold, Platin, Holz

Ich mag den Gerätebereich meines neuen Unterforums etwas anreichern und lade noch ein Paar Beträge und Erfahrungen hoch:

(aus 2016)


Ich habe heute abend mal den ultimativen Van Den Hul Colibri Genussabend gemacht!

Da ich nach mehreren Tagen des regelmäßigen Wechselns nun primär mit den BD Design Ultra Reference Oris Hoenern hoere, wollte ich das richtige Van den Hul Colibri mit diesen hochaufloesenden und im Hochtonbereich leicht zickigen Lautsprechern kombinieren,

ich hatte die folgenden Colibris zur Verfuegung:

- vdh Colibri xgp (gold Spulen, Kunststoff Körper, uvp 5800,-)

- vdh Colibri xpp (Platin Spulen, Kunststoff Körper, uvp 6500,-)

- vdh Colibri xgw abg (Gold Spulen, African Black Grenadille Holz Körper, uvp 7000,- bis 7300,-)
(nur auf Bestellung und nach Verfügbarkeit)

- vdh Colibri xpw abg (Platin Spulen, African Black Grenadille Holz Körper, uvp 8000,-)

Es handelt sich bei allen Colibris um die aktuellen MkII reference Versionen, die sich durch einige Details von den alten Colibris unterscheiden, Produktion zwischen August und Oktober 2015.

Die Systeme sind alle noch neu, dh zwischen 0 und 12 Spielstunden, daher sind die Ergebnisse fuer mich vergleichbar, alle Systeme werden bestimmt noch besser werden!

Eingebaut wurden die Colibris in einen SME 20/2A (mit SME V Tonarm), als Phonokabel wurde ein Reinsilberkabel von vdh verwendet, als PhonoPre ein vdh Grail SB, also optimale Vorrausetzungen fuer die vdh Colibris...

Wie waren nun die gehoerten Erfahrungen:

- vdh Colibri xgp

Das einfache Gold Colibri fasziniert mit neutraler Abstimmung und hoher Aufloesung, ein System, mit dem man eigentlich gluecklich und zufrieden das Thema Tonabnehmer abschliessen könnte...,
Es gibt einfach nichts, was bei der Wiedergabe mit diesem System fehlt, zu weit sind die vorher von mir gehoerten Systeme klanglich entfernt...

- vdh Colibri xpp

Das Platin Colibri im gleichen Kunsstoff Gehaeuse ist interessanter Weise sensibler in der Montage, ich habe deutlich laenger gebraucht die korrekte Tonarmhoehe einzustellen, der Bereich zwischen "geht gar nicht" und "whow, ist das toll" liegt extrem nah beieinander. Ist das xpp optimal montiert macht es da weiter, wo das xgp aufhoert, all die Aufloesung und der freie Klang sind da, dazu kommt ein ungeahnter Fluss in der Musik, dass man dem xgp fasst etwas körniges , etwas rauhes unterstellen wuerde. Die Musik entfaltet sich gefuehlt aus einem schwaerzeren Hntergrund und baut sich mit groesserer Authenzitaet im Mitteltonbereich auf. Soviel Klanggewinn haette ich nach dem xgp Klang nicht erwartet, das ist schon faszinierend.

- vdh Colibri xgw abg

Um so neugieriger war ich auf das erste Colibri im Holzgehaeuse. Ich hatte im Vorfeld noch Kontakt mit dem Entwickler meiner vdh Grail SB Phonovorstufe gehabt und mir seine Meinung bezgl optimaler Paarung mit dem Grail SB eingeholt. Er sieht Gold und Platin gleich gut am Grail SB angepasst, so dass ich mich auf die Klangunterschiede der Materialien konzentrieren koennte...
Bedingt durch meine Erfahrungen mit Holzkoerper Tonabnehmern von Benz und Kiseki hatte ich eine recht konkrete Erwartungshaltung an die beiden Holzkoerper Colibris.
Sehr erstaunt war ich deshalb, als ich die ersten Toene vom xgw hoerte. Der Ton war nochmals deutlich reiner und sauberer als mit dem xgp. Sollte also tatsaechlich stimmen, dass vdh das Holz nicht als "Klangwuerze" einsetzt, sondern als Bedaempfung des Colibri?, Zumindest hat mit vdh dies so auf der Messe in Muenchen erklaert. Er wuerde das Holz nicht nach "schoenem" Eigenklang, sondern nach den Daempfungseigenschaften aussuchen und den Körper entsprechend gestalten.
Wie auch immer, das xgw klingt bei mir sauberer , aber gleichzeitig auch schoener, etwas Holzklang bilde ich mir schon ein zu hoeren, zumindest klingt ein Klavier korrekter, voller , mit mehr Körper.
Interessanterweise ist die Raumabbildung praeziser und grösser, dh das Klangbild wirkt hoeher und breiter, die Positionierung der einzelnen Instrument ist aber nahezu identisch mit etwas praeziserer Kontur.
Fazit fuer mich ist, der nicht ganz unerhebliche Aufpreis lohnt sich, man bekommt wirklich was geboten, auch wenn mir eine Entscheidung zwischen xpp und xgw sehr schwer fallen wuerde. Beide Systeme haben ihre besonderen Qualitaeten und jeh nach Platte wuesste ich, mit welchem System ich diese hoeren wollte.

- vdh Colibri xpw abg

zum "krönenden" Abschluss habe ich das xpw verbaut, in der Hoffnung, dass es die Eigenschaften von xgw und xpp zusammenfasst und mir somit eine Entscheidung abnimmt. Aber ersteinmal will es korrekt verbaut werden und da ist es aehnlich sensibel , wie das xpp, also dauert die Tonabnehmereinstellung mal wieder etwas laenger..., aber dafuer wird man mit einem Klang belohnt, der eine eigene Klasse fuer sich in diesem Vergleichstest bedeutet. Jetzt stimmt alles auf einem fasziniernd hohen level. Die Musik faengt aus einem rabenschwarzen Hintergrund an, baut sich in einem grossen 3 dimensionalen Raum mit faszinierenden Klangfarben und unglaublich entspannt vorgetragener Aufloesung auf.
Und so hoere ich das erste mal am Abend eine Plattenseite durch. :-)
und wechsel dann mal vom Horn auf meine YG Lautsprecher. Auch diese sind mit der Performance des xpw zufrieden, damit habe ich meinen Favoriten gefunden! Nun darf ich mich noch auf jede Stunde Hoergenuss freuen, der mich einem vollstaendig eingespielten Tonabnehmer naeher bringt. :-)

Als Fazit zu dem Colibri Vergleichstest moechte ich sagen, dass alle 4 Tonabnehmer im Vergleich zu mir sonst bekannten Systemen auf einem extrem hohen level spielen und die beschriebenen Unterschiede wohl den meisten Hoerern nur im direkten Vergleich auffallen wuerden, da diese alle im Bezug auf das gehoerte sehr klein sind und auf einem extrem hohen Niveaux stattgefunden haben.

ich kann mir auch vorstellen, dass mancheiner auch das Gold Colibri im Holzgehaeuse auf Grund seines klaren Klanges vorziehen wuerden.

Auch kenne ich Colbri Nutzer, die die Kunststoffkörper als neutraler empfinden.

Das laesst erkennen, auf wie engem Raum die Performance dieser 4 Ausnahmesysteme liegt.

Der heutige Abend hat mir mal wieder bewusst werden lassen, wie gerne ich nun mit einem rein analogen set up hoere, in dem auch Röhren wieder eine verstaerkende Rolle spielen duerfen. Die 300B single ended monos von Opera spielen sagenhaft schnell und hochanalytisch mit gleichzeitig authentischen Klangfarben und haben diesen Vergleich mit ihrer hohen Neutralitaet erst moeglich gemacht.

Solche Abende mit einem Komponenten Vergleich auf diesem Niveaux sind die raren absoluten highlights, das hat Spass gemacht. :-)

Und nun kann ich entspannt weiter Platte hoeren!!!, wissend, dass ich den "besten" Tonabnehmer fuer meine Anlage gefunden habe, nun kann ich mich in diesem Bereich vielleicht noch mit einem besseren Plattenspieler verbessern, mal schauen, was sich da noch findet. :-)

Gruss
Juergen
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  #2  
Alt 22.07.2018, 13:35
shakti shakti ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 1.327
Standard Van den Hul Colibri XGW AGW Master Signature Stradivarius (MKIII)

bei mir hat sich ein neues Colibri eingefunden :-)

Van den Hul Colibri XGW AGW Master Signature Stradivarius (MKIII)

da die Bezeichnungen der Colibri immer länger und komplexer werden, hier mal eine Aufschluesselung:

X: stays for the crossed MC Coil Windings

G: stands for the material of the Coil Windings (C copper, G gold and P platinum can be chosen, P is not longer available for new colibri)

W: stays for the body material (W wood, P Plastic, S Steel, A Amber) , Amber is the current premium, combined with Titanium fixing

AGW: stays for the Wood Body Material: African Grenadille Wood

Koa: stays for the Wood Material: Hawaiian Koa wood

Stradivarius: stays for the Violin lacquer

Master Signature: stays for the High Power Magnet,
which can double the output (to standard Colibri)

The new magnet has a MK I (0.5mv), MK II (1,1mv) and MK III version (0,9mv), depending on the size of the magnet,
all magnet versions can be ordered.
Additional you can order special versions with a lower/higher compliance.
A finetuning to different tonearms is possible at the free 300h service
All optional Versions do sound different within the known Colibri DNA.
The price range goes from 5500,- eur up to 14.500,-eur for the different versions.

Ich habe lange überlegt, welchen Tonarm und welches Headshell ich nehmen soll und habe mich letztendlich fuer den

SME 3012R Tonarm

mit einem

Yamamoto HS-1As

entschieden

Der Arm passt hinsichtlich effektiver Masse noch ganz gut zum Colibri, das Yamamoto Headshell ist ebenfalls aus schwarzer Afrikanischer Grenadille (ebony) , dazu habe ich dem Headshell den Titanium Fingerling verpasst, dazu noch 4 Titanschrauben zur Systembefestigung.
Die Headshellverkabelung ist angelötet und besteht aus einem dicken Kupferleiter. Bisher ist dieses Yamamoto headshell mein persönlicher Favorit bei Standard Colibri Systemen.

Die Montage und Einstellung eines SME 3012R ist immer wieder schnell getan und so habe ich das System mit den ueblicherweise gut passenden 1.48 Auflagekraft und 0.5 Antiskating montiert.

Am zweiten Laufwerksarm , meinem Rigid Float, sitzt das Colibri XGW Koa Stradivarius im RF Headshell. Dieses und der RF Arm haben eine Silberverkabelung.

Als Tonarmkabel verwende ich das alte SME Tonarmkabel (dh nicht die Hybridversion), welches mir klanglich sehr gut gefaellt.

Als Laufwerk spielt mein "blauer Riese" angetrieben von 2 Sperlingmotoren.

Die Phonovorstufe CH Precision hat 2 identische Phonoeingaenge, welche stromverstärkend sind, dh Abschlussimpedanz unabhaengig.

Auf Grund der unterschiedlichen Tonarme kann man die beiden Systeme schlecht direkt vergleichen, dennoch bietet mir meine RF/Colibri Kombination einen guten Bezugspunkt.

Die ersten Töne des brandneuen Systems sind erstaunlich warm und voll im Klang, keinerlei überzogene Härten oder sonstige Auffälligkeiten, die ich mit einem neuen Colibri verbinde.

Gleichzeitig fehlt mir im Vergleich etwas Praezision und Konturenschärfe.

Also mal etwas an den Einstellungen gespielt.

erstaunlicherweise mag dieses neue Colibri direkt von Anfang an eine etwas niedrigere Auflagekraft. Aktuell liegt diese zwischen 1.42 und 1.43

Der Tonarm ist, wie üblich beim Colibri, hinten etwas angehoben.

Nun spielt das Master Signature mit grosser Natürlichkeit und Präzision.

Insgesamt ist es im Vergleich zu meiner RF / Stradivarius Kombination etwas wärmer im Ton. Dies mag an dem Unterschied Silber/Kupfer Verkabelung sowie den unterschiedliche Headshell und TA Body Materialen liegen.

Was das Master Signature aber wesentlich besser macht, ist die Tiefe des Raumes oeffnen, die Details einer Stimme aufzuzeigen, man die schwingende Atemluft deutlich besser.

Dass diese höhere Aufloesung mit einem gleichzeitig (bei mir) wärmeren Ton daherkommt, passt mir persoenlich sehr gut, da dieser nicht (wie bei manch anderem Holzsystem) als Grundtonanhebung wahrgenommen wird.

2h spaeter:
Nun habe ich mal ein paar sehr Colibri kritische Platten gehoert, bei denen mich ueblicherweise leicht scharfe Sybillanten stören, zumindest bei neuen Colibri Systemen

Bei diesen Schallplatten fällt dann doch auf, dass das System noch nicht eingespielt ist, doch verhält es sich bei den kritischen stellen bereit jetzt so gut, wie ich es eigentlich erst nach vielen Stunden Spielzeit kenne.

Was mir ausgesprochen gut gefaellt, dass das System dazu einlädt, die Plattenseite durchzuhören und nicht nach dem "Vergleichsstück" aufzuhören.

Hatte ja lange überlegt, ob ich mir die leider sehr teure Master Signature Version des Colibri gönne, aber seit den Zeiten des XPW AGW habe ich kein Colibri mehr gehoert, dass einen so in den musikalischen Bann ziehen kann. Und da es die Platin Colibri nicht mehr gibt, ist das Master Signature AGW Stradivarius das aktuell wohl "musikalischste" und emotional involvierende Colibri System. Und dies, ohne die Colibri spezifischen Eigenschaften der Klarheit und Auflösung zu verlieren.

Fuer mich hat sich in diesem Fall das Risiko der Anschaffung eines teuren und unbekannten Systems auf jeden Fall gelohnt.

Gruss

Juergen
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  #3  
Alt 22.07.2018, 15:06
UEM UEM ist offline
 
Registriert seit: 11.09.2015
Beiträge: 131
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Hallo Shakti,

Danke für Deine neuen Eindrücke - ich bin immer wieder beeindruckt von Deinem "Test & Innovations-Geist"...
Spannend finde ich Deine Wahl des Tonarms: den doch fast schon " Antiken“ SME 3012R !!

Für mich ist’s natürlich „Balsam auf meine Analoge Seele“, habe ich ja zwei solche im Einsatz. Einen aktuell im „KOETSU-Service“...
Was beweist, das gute alte High-Tech Ware aus jener Zeit eben immer noch Sinn macht.

Weiterhin viel Spass am Hören & Probieren – und Merci für weitere Eindrücke.

Gruss

Urs

PS: Ich gebe ja gerne zu: Du trägst eine gewisse „Mitschuld“ , dass ich auf den KOETSU-Luxuszug aufgesprungen bin ---und werden diesen wohl kaum verlassen...
__________________
========
Mitglied der AAA Schweiz
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  #4  
Alt 22.07.2018, 15:07
shakti shakti ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 1.327
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die Koetsu Systeme sind auch einfach wunderbar! und auf den 3012R lasse ich nix kommen, klanglich einer meiner Lieblingsarme, einfach ein super natürliches Klangbild!

Gruss
Juergen
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  #5  
Alt 08.10.2018, 22:41
shakti shakti ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 1.327
Standard

hier mal ein Test zum aktuellen vdh Colibri:

https://positive-feedback.com/review...oil-cartridge/
__________________
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