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KH - Otwins Kopfhörer Olymp Hier ist der Bereich, in dem sich IKL freie Hörer über höchstwertiges Equipment austauschen können.

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  #1  
Alt 06.08.2008, 10:35
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Beiträge: 5.625
Standard Kopfhörerverstärker Grado RA1

Hallo,

Schon mal vorab. Bei meinem Test von 5 Kopfhörerverstärker über die vergangenen Tage geht es heute gezielt in die letzte Runde, wo dann der RA1 ansteht. Ich werd das zusammen mit einem Kollegen machen in Verbindung mit den beiden Grado KH Modellen RS1 und SR325i. Im speziellen geht es darum, das der RA1 nochmal genauer mit dem KHV von Lake People bzw dem A1 von Beyer vergleichen wird. Da es aber für den RA1 tatsächlich nur Sinn macht hinsichtlich Grado Kopfhörer, bleiben wir auch nur bei den Grado Modellen. Vor allem ist mir bei diesem Test das Thema Stimmigkeit am wichtigsten, da hier der RA1 natürlich sehr viel plus auf seiner Seite verbucht. Soweit einmal. Morgen kann ich dann ausführlich berichten.

Gruß,
Otwin
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  #2  
Alt 07.08.2008, 12:41
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Beiträge: 5.625
Standard AW: Kopfhörerverstärker Grado RA1

Hallo,

Vorwort:

So, gestern hatte ich mich über den Tag hin zusammen mit meinem Kollegen Stefan, der freundlicherweise seinen RA1 + RS1 zu Verfügung stellte, diesem Kopfhörerverstärker von Grado im Verglich zum Beyer A1 und zum Lake People G99/2 gewidmet. Das ging für mich alleine dann noch bis 3:00 uhr morgens weiter.

Den RA1 hatte ich schon bereits zweimal in den vergangenen Jahren im Eigenbesitz mit Grado Kopfhörer und wie es halt bei mir so war, fielen diese Sachen immer wieder Umänderungen zum Opfer. Umänderungen in der Form, das ich halt auch viele andere KHV´s plus Kopfhörermarken ausprobierte und da wir vom lieben Geld halt nie zuviel haben, hieß das, sich halt zu trennen von dem, was man besaß.

In soweit unproblematisch, da man sich einen RA1 immer wieder zulegen kann. Es läuft also nichts weg. Insoweit war und ist mir der RA1 halt ein vertrauter Bursche und gestern ging es mehr darum, in direktem Vergleich zu den erwähnten zwei anderen KHV zu einem Ergebnis zu gelangen.

Für die Grado Ansteuerung nehme ich mir Zeit, ist es doch für mich die musikalischste Angelegenheit bei Kopfhörern überhaupt. Im Vorfeld über die letzten Tage konnte ich halt in Erfahrung bringen, das die Grado Kopfhörer generell mit einem CEC HD53R, mit einem Beyer A1, einem PS Audio GCHA und auch einem Lake People insoweit laufen, das es paßt und weiter nichts aus dem Ruder läuft. Aber gezielt der Geschichte nähern, heißt das Grado Gespann aus Verstärker und Kopfhörer bestehend aus gezielt musikalischer Sicht, aus Sicht einer perfekten Stimmigkeit und auch Farblichkeit zu betrachten. Denn das sind die Dinge, die, wenn es absolut paßt, für ein völlig natürliches Musikerlebnis bei Grado sorgen. Was passiert also?


Kopfhörerverstärker Grado RA1:

Active Audio Vertrieb GmbH
Paul-Schilder-Weg 15
D-90455 Nürnberg

Tel:+49(0)911-880330
Fax:+49(0)911-8888530

Web: www.active-audio.de


Nun, rein äußerlich sieht man ein rechteckiges Gehäuse aus Mahagoni, vorne mit einer 6,3mm Klinke, LED und einem Poti, der Knopf aus Alu. Auf der Rückseite das Pärchen RCA Eingang und den Ein/ Ausschalter. Auf dem Boden ist ein kleiner Teil der Bodenplatte, gehalten durch zwei Kunststoffschrauben, abnehmbar, unter welcher sich dann das Gefach für die 2 9V Batterien befindet. Die 9 V Batterien reichen für etwa 50-60 Betriebsstunden. Mit guten Batterien hatte ich es schonmal auf 70 Stunden gebracht. Also alles in allem ausreichend Zeit. Auch mit 8,4V Accus in Form eines 9V Blockes kann der RA1 betrieben werden, die etwa die Hälfte an Betriebsdauer haben, bevor man nachladen muß. Ich persönlich bevorzuge die 9V Batterie.

Der RA1 macht an einem Grado Kopfhörer einen schönen freien Raum, frei von den Membranen. der Raum ist etwas größer als beim Lake People, in etwa das Niveau wie beim Beyer A1. Und das ist allemal an Bühne und Raum wirklich genug. Insofern hat der RA1 diesbezüglich viel Größe, was von seinen Gehäusemaßen her nicht unbedingt vermutet wird. Aber es ist so, er macht eine solch freie und große Bühne. Die Kraft der Impulse und die Stabilität verhällt sich in etwa so wie beim Lake People und das ist recht anständig. Offensichtlich ist die 9V Zelle in der Lage der RA1 Schaltung immer die nötige Kraft und Stabilität zu liefern. Ich kann jedenfalls keinen Einbruch fest stellen. Die Klangbühne wird auch beim RA1 in der Tiefe erfahrbar. Das heißt, er ermöglicht bei einer guten Orchester- oder Jazzaufnahme das erfassen einer Tiefenstaffelung. Auch diese ist größer als beim Lake People.

Der RA1 hat bei der Tonwiedergabe Präzision und deckt alles auf, was es zu hören gibt. Auch ein ganz sauberes Baßverhalten. Gerade bei klassischen Aufnahmen ist es oft schweirig, die angezupften Kontrabässe vom Rest auseinander zu halten. Oft gehen die etwas unter. Der RA1 macht das durchhörbar. Es kommt kein Zweifel auf. Klar und sauber bekommt man diese Information. Aus rein technischer Sicht macht er seine Arbeit präzise, korrekt.

Nun komme ich mal zu dem Bereich, wo ein RA1 in Verbindung mit den Grados bessere Arbeit macht, als alle mir bekannten KHV´s an den Grados und das wirklich Preis unabhängig. Ich hatte ja in den Tagen die beste Möglichkeit zu prüfen.

Der Bereich der Musikalität, der Natürlichkeit, der Stimmigkeit und der Farbe im Klangbild.

Und hier ist es tatsächlich so, egal ob man mit einem PS Audio, einem HD53R, einem Beyer A1 oder einem Lake People an die Grados geht und auch ganz egal mit welcher Musik, niemals hat man die Stimmigkeit und Natürlichkeit, die der RA1 an den Grados macht. Und es ist noch nicht mal schwer, das zu erfahren. Bei der ersten guten Stimme auf Aufnahme X wird direkt klar, was gemeint ist. Jeder KHV und ich betone, jeder der vorhin genannten, egal wie teuer oder günstig driftet minimal oder etwas mehr ins leicht technische oder ganz leicht analytische ab an den Grados. Das ist nicht so, das man damit nicht hören könnte oder sich direkt tonal etwas beißt, nein, aber es ist eben nicht mehr die Natürlichkeit wie der RA1 am Grado KH sie zeigt.

Der RA1 macht eine in sich perfekte Stimmigkeit und das ganze Klangbild ist bei ihm aus einem Guß, wirklich aus einem Guß und entzieht sich selbst der kleinsten Betrachtung aus Richtung leicht technischer Wiedergabe, Erbsenzählerei, audiophil "hörmal da hin" ect. All diese Dinge kommen einem vom ersten Ton an erst gar nicht in den Sinn, obwohl alles an Information, Präzision, saubere Töne und viel Feinsinn da ist.

Das Gefühl beim Hören einer menschlichen Stimme, egal ob Katie Melua, oder Loriot auf Peter und der Wolf, Jethro Tull im vergangenen BBC Interwiev oder auch eine Stimme, die einfach mal aus dem Tuner übernommen wird, sei es der Moderator eines guten Kulturprogrammes, ist einfach so natürlich treu vom Empfinden her, das dieser Umstand ein ganz leichtes Unterscheidungsmerkmal wird hinsichtlich der Arbeit anderer KHV an den Grados. Es ist schnell erledigt und unverkennbar.

Jede andere von mir bis dato gehörte Elektronik läßt an den Grados immer ein Stück Technisierung tonal mit erklingen. Auch wenn der Rest noch mehr Punch bedeutet, noch mehr Kraft wegen stärkerer Transistoren, eine noch leicht weitere Bühne, das Gefühl einer noch größeren Akkuratesse, es bleibt als Eindruck am Ende mehr technischer Klang und weniger Natürlichkeit.

Wie man beim RA1 dieses in sich völlig ausbalancierte Verhältnis zu den Grado Kopfhörer hinbekommen hat, keine Ahnung, denn die Schaltung ist vom Prinzip her eine recht einfache OP Amp Schaltung. Vielleicht brauchen die Grados genau diesen einfachen und schnellen Verstärkungsweg mit möglichst bester Anpassung an ihre Impedanz. Man könnte sich tot rätseln, bringt aber nichts.

Der RA1 ist nach wie vor der beste Verstärker für die Grado KH Modelle, der beste im Sinne einer völlig natürlichen Wiedergabe und hinsichtlich einer von technischem Gefühl freien Musikalität. Und das eine solche Wiedergabe für ein wahnsinnig schönes Klangempfinden sorgt, ist selbst redend. Denn mehr als eine solche Wiedergabe kann man sich gar nicht wünschen.

Das mag sich nun alles sehr emotionell lesen, sehr nach Hype, ist es aber nicht. Es ist hier einfach die Kombination. Ich muß an der Stelle an die Worte meines Grado und Stax Händler denken, der antwortete auf meine Frage hin, wie er Grado sieht und wie er Stax sieht: Er meinet kurz und bündig, Stax spielt etwas mehr technisch, Grado spielt etwas mehr musikalisch. Das ein Grado Kombinat dabei nicht das geringste Detail in der Musik auf der Strecke läßt, ist alleine schon wegen den Grado Kopfhörer selbstredend, da sie jedes Detail nicht schlechter auflösen als Stax, auch nicht mit weniger Qualität.

Außer seinem "audiophilen" Repertoire an Konserve macht man sich den Weg einmal ganz einfach. Man möchte mal erfahren, wie das ist, wenn Musik alles geben muß an Gefühl, einen sehr hohen Grad an musikalischer Vermittlung, wenn der Reiz einer ganz normalen Scheibe aus musikalischer Sicht, Vielschichtigkeit musikalisch zum Vorschein kommen muß. Wenn die schöne reine und audiophile Tonwelt einer "Christina Pluhar oder einer fast perfekten ECM Jazz Scheibe" mal nicht auf dem Teller liegt.

Sondern ganz einfach eine Supertramp "Even in the Quietest Moments" oder eine stinknormale Jethro Tull. Was wird da eigentlich heraus gekitzelt?

Musik! Wenns von der Anlage paßt, wird es zu einer in sich geschlossenen geilen Musik und die Tatsache, das hier nicht die audiophile Erbsenerscheinung eine Rolle spielt wird noch nicht einen Millimeter dafür sorgen, das auch nur der geringste Gehalt verloren geht. Ganz im Gegenteil. Und das ist dann auch die Stunde eines RA1 mit Grado KH, ohne wenn und aber. Ohne das man anfängt zu krübeln, ohne das man das nächste Stück anspielt und direkt wieder das nächste, weil Fesselung fehlt, weil nichts an Berührung da wäre, weil man ganz einfach noch nicht mal weiß, was man sucht, wenn man dann sucht.

Es ist die Berührung, es ist das was musikalisch rein geht oder nicht, wenn es nicht da ist. Es ist ganz egal ob Supertramp oder ELO oder Genesis. Wenn die Anlage es schafft, das sich Berührung aufbaut, jemand in der Seele erreicht wird, dann drückt niemand freiwillig das nächste Stück weiter. Man ist gefesselt und fasziniert dabei.

Diese Fessellung funktioniert nicht bei einer Anlage, die technisch audiophil erklingt. Das mag dann eben bei einer Pluhar mit den Kings Singers für dieses berühmte Audiophil Boah sorgen, entledigt sich aber jeglicher Musikalität oder Berührung. Diese Anlagen machen dann nämlich aus einer Oldfield QE2 nicht nur eine schrille Gitarre, nein sie zeigen absolut keine Lust mehr, da diese Anlagen keinen musikalischen Zusammenhang kennen, sind nur auf Töne und Ereignisse ausgerichtet, die immer über das "AHA" leben, niemals über Musik.

Warum ich dieser Geschichte soviele Zeilen widme? Ganz einfach!

Weil hier auch beim Gradogespann der Casus Cnactus liegt. Es geht von der stinknormalen Rock und Pop CD aus los bis hin zur fein und gut gemachten Aufnahme. Das Gradogespann vermittelt an der unteren Qualität genauso faszinierend wie weit darüber an Qualität. Und genau das kann man sich kaputt machen, wenn man den Grado KH mit irgendeinem Ballermann an Elektronik angeht. Bei einem AKG K701 mag das dann noch irgendwie geil kommen. Der Grado zeigt nur, das die Musik als solches neben der Spur läuft mit der Frage gepaart, was oder wem höre ich hier überhaupt zu.


Ich persönlich komme nicht umhin, und auch meinem Kollegen geht es da keinen Deut anders, ganz klar zu sagen, wer sich komplett einer natürlichen Wiedergabe ohne Technisierung und ohne AHA hingeben möchte, wo auch eine ältere Deep Purple Aufnahme voll ihre Brechtigung hat und absoluten Spaß auf ihre Art vermittelt, wo aber auch die qualitativ gut gemachten Scheiben genauso rüberkommen, der soll am besten hinsichtlich einem KHV für die Grados die Finger von allem weglassen, was nicht RA1 heißt.

Vieles wird tollaudiophil und tollakkurat bis sauberst, penibelst getrennt und aufgeschlüsselt, aufgedröselt erklingen, weil die Grados das können, jedoch niemehr so stimmig, ganzheitlich und natürlich musikalisch wie mit dem RA1. Und genau genommen auch nie mehr so natürlich fein.

Zu einem anderen Schluß konnten mein Kollege und ich auch erneut nach diesem Test nicht gelangen. Es ist auch fast keine Geschmacksfrage mehr, es sei denn jemand bevorzugt das eher technischere Klangbild vor dem natürlicheren Klangbid.

Entschuldigt diese vielen Umschreibungen, aber es war mir hier ganz besonders wichtig und man kann es nur mit umschreibenden Worten wiedergeben, denn es hat mit sehr sehr starker Musikvermittlung zu tun.

Fast hätte ich es vergessen. Beim Test ist mir hier wieder die stink normale Wiedergabemöglichkeit meines NAD C715 als CD-Receiver ganz hilfreich. Nicht das der RA1 nicht wächst, wenn ich mit entsprechendem Frontend heran gehe, ganz wichtig ist vielmehr die Tatsache, das ich hier mit meinem 500,- Euro NAD Teil, sowohl im CD Betrieb als auch im Tunerbetrieb an der Grado Kombi für eine große Freude sorge. Es fehlt nichts, man macht sich keine Gedanken.

Die oben geschilderten Eindrücke hinsichtlich Bühne und Präzision stammen aus dem Betrieb mit dem NAD Gerät. Ich hab extra darauf geachtet, das man hier mit einem solchen Mitspieler voll auf seine Kosten kommt auch hinsichtlich der audiophilen Welt und Eindrücke.

Unheimlich viel Spaß macht es einer Klassik, Jazz oder auch Weltenmusik bei einem guten Sender zu zuhören. Man möchte den KH gar nicht mehr abnehmen, so in sich stimmig und stimmungsvoll läuft das. Und das ist das schöne bei der Sache, nicht um jeden Preis muß man mit Kaliber zu Werke gehen oder sieht sich fast schon gezwungen dazu, nein, ganz im Gegenteil. Ich muß nicht den CEC TL 5100 anschließen, ich kann es, ich kann aber auch auf Jahre hin absolut befriedigt in jeder Hinsicht dem Gespann mit meinem NAD C715 lauschen ohne das ein Verlangen nach mehr auftaucht.

Grüße,
Otwin
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  #3  
Alt 07.08.2008, 15:46
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Standard AW: Kopfhörerverstärker Grado RA1

Hi,

Für diejenigen, die gerne ein wenig die Testberichte schmökern, drei Seiten PS1 Pro in Verbindung mit dem RA1.

Viel Spaß

Grüße,
Otwin
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  #4  
Alt 07.08.2008, 19:18
KSTR KSTR ist offline
 
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Standard AW: Kopfhörerverstärker Grado RA1

Hallo Otwin,

wieder sehr umfangreicher Hörbericht von dir (danke), mit einem in gewisser Hinsicht erstaunlichen Resultat.
Zitat:
Zitat von lotusblüte Beitrag anzeigen
Wie man beim RA1 dieses in sich völlig ausbalancierte Verhältnis zu den Grado Kopfhörer hinbekommen hat, keine Ahnung, denn die Schaltung ist vom Prinzip her eine recht einfache OP Amp Schaltung.
"Recht einfach" ist bereits stark übertrieben, es ist die einfachste/billigste denkbare Schaltung für einen KHV (der Kern, der OpAmp, kostet 50ct oder so, teuer daran -- relativ, immer noch einstellige Euros --, sind die Kondensatoren und das Poti). In der Tat ist es Spekulation warum nun dieser KHV so besonders gut klingt, aber ich habe zwei Vermutungen ("educated guesses", würde der Ami sagen).
1) Batteriebetrieb, d.h. sämtliche z.T. sehr subtilen Probleme von Netzteilen sind einfach mal nicht mehr vorhanden,
2) Der OpAmp erzeugt ein psychoakustisch gutmütiges Klirrspektrum.

Und warum Grado nun genau diesen OpAmp gewählt hat, dafür gibt es, neben dem sicher stattgefundenen Hörtest seitens des Herstellers, eine möglicherweise zusätzliche einfache Erklärung:
3) Es ist ein Standard-IC für Kopfhörerausgänge und findet sich in 'zig CD-Playern (speziell den japanischen) der 90er (ich müßte nochmal nachschauen... er ist, glaub ich, auch in meinem YAMAHA drin).

Den Einwand, warum nun dieser KHV nur mit Grados gut sein soll, ist mir irgenwie nicht einleuchtend, er müsste mit halbwegs ähnlich niederohmigen Modellen mit ähnlichem Wirkungsgrad ebenso gut laufen und auch klanglich dann sich entsprechend verhalten, schade dass du das nicht getestet hast.

In dem Testbericht der Image-HiFi ist mE auch eine Unsauberkeit, da steht was von "Class-A". Das haut hier nicht ganz hin, bzw. trifft es für allerkleinste Ausgangspegel bei grundsätzlich jeder Schaltung zu, aber je niederohmiger der KH umso kleiner ist dieser Bereich...

Wen's interessiert, hier noch Bilder von der Schaltung und dem Innenleben das RA-1:
http://www.geocities.com/rubin_jpk/r...RADO_schem.gif
http://farm1.static.flickr.com/134/3...7181c953_o.jpg
http://farm1.static.flickr.com/137/3...79ac6bf6_o.jpg

--------:--------

Ich hätte für dich als "den KHV-Tester vor dem Herrn" da noch einen Kandidaten, den SPL Phonitor. Der hat zwar eine andere Zielgruppe (Tonschaffende), jedoch hat er ein interessantes Feature, nämlich eine (offensichtlich gut gemachte) "LS-Emulation", d.h. ein spezielles, einstellbares verzögertes Crossfeed, welches das kopfhörertypische "Extrem-Pingpong-Stereo" wieder stark in Richtung des Empfindens bei LS-Wiedergabe zurechtrückt (ich habe mit solchen Maßnahmen auch schon vor Jahren gespielt, und für mich als potentiellen KH-Sound-Hasser ist das der richtige Weg, KH-Klang erträglicher zu machen -- hängt auch stark vom Musikmaterial ab, z.B die Beatles ohne Crossfeed ==> Kopfschmerz bei mir, nach 5 Minuten).

Grüße, Klaus

Geändert von KSTR (07.08.2008 um 19:21 Uhr).
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  #5  
Alt 07.08.2008, 20:16
lotusblüte lotusblüte ist gerade online
 
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Standard AW: Kopfhörerverstärker Grado RA1

Hi Klaus,

Erstmal muß man eine Art Ping Pong so vernehmen oder empfinden. Ich weiß nicht, wer einen Kopfhörer so erfährt. Mein Kollege Stefan, ich und alle Personen in den letzten drei Jahrzehnten, die schon die intensiveren KH Nutzer waren in meinem Bekanntenkreis, jedenfalls nicht.

Wenn jemand von erträglich oder weniger erträglich redet beim KH und seien damit Dinge gemeint, wie du sie beschreibst, die dann durch ein positiv ausgefallenes Crossfeed, "wieder" in ein scheinbar "normaleres oder normaler" erfahrbares Bild gerückt werden, du beziehst es auf die LS von vorne Ortbarkeit und wahrscheinlich schall von links fürs rechte Ohr und Schall von rechts fürs linke Ohr ect, dann hat er beim Kopfhörerhören offensichtlich dieses Problem, denn ich glaub das einer Person, wenn sie so berichtet.

Ich kann damit allerdings gar nichts anfangen, da ich dieses Problem nicht kenne und auch nie kannte beim KH. Beim Check, etliche Male, obwohl ich das nicht brauchte, einfach aus Neugier, indem vor einer LS Anlage mit und ohne KH gehört wurde, also kurz über KH die Eindrücke, dann kurz über die Anlage, ergab sich weder in der Platzierung, noch Ortbarkeiten oder einmal überhaupt vom 90% tigen Gegebenen kein Unterschied. Die Unterschiede lagen rein in Bereichen, das ein guter KH eben noch flüssiger, noch mühe und ansatzloser, noch feiner arbeitete.

Aber doch keine Grundsatzfrage, wie oder wo die Interpreten stehen oder auftauchen und überhaupt der räumliche Eindruck in etwa wie bei der Anlage.

Wenn viele Personen eben sehr oft von Bühne in Verbindung mit einem KH reden, wo sollte denn dieser Eindruck herkommen, wenn sie nicht auch eine Bühne vor sich oder meinetwegen leicht über sich als Bühne in Breite und Tiefe erfahren? Es ist dieselbe Bühne, die sie auch vor den Lautsprecher sehen mit der gleichen Interpretenplatzierung.

Wenn jemand echt schon damit Probleme hat, auch selbst bei geschlossenen Augen diese Dinge nicht nachvollziehen kann, dann kann ich mich da nicht rein versetzen, da ich den KH so absolut nicht erfahre.

Ich möchte mit diesen Zeilen lediglich auf den Unterschied hinweisen, wie du offensichtlich den KH erlebst und wie es bei mir ist.

Ich kenne den Grado RA1 in Verbindung mit anderen Kopfhörer. Das geht vom Zusammenspiel her oder der Harmonie her nicht auf. Sicher kann ich einen 60 Ohm AKG K701 oder einen niederimpedanten Beyer am RA1 betreiben, ohne das ich rückwärts die Tür raus laufe, aber richtig tonal harmonieren, also das Gefühl einer Einheit bekommst du nicht. Das wäre der Moment, wo du klar den AKG oder Beyer in den Lake People einstöpselst, weils beim RA1 einfach nicht richtig zusammen paßt.

Dann desweiteren. Ich prüfe bei einem RA1 schon im qualitativen Sinne, wo er arbeitet. Dafür hab ich lange genug auch mit Stax, Jecklin, Sennheiser Elektrostaten zu tun gehabt oder auch mit manch wertig aufgebautem KHV für dynamische. Es geht beim RA1 nicht darum, das er einfach mal ein angenehmes tonal ganzes macht, das sich eben sehr gutmütig verhält und damit wären die Aufgaben gemacht. So ist das nicht.

Also, wenn ich einen 900,- Euro teuren Beyer und HD53 ja quasi direkt daneben zum umstöpseln habe, ist es ein leichtes bei einem Musikstück auch über Feinheiten im Klang, Auflösung, Glaubwürdigkeit ect zu einem Eindruck zu gelangen. Ich verzichte dabei auf nichts. Wenn mir der Ra1 am Grado KH auch nur ein Stück weniger Aufschluß schenkt, sagen wir mal bei einem Großorchester, wenn ich auf irgendwas verzichten müßte, was ich für mich als zu erfüllende Basis betrachte bei der Wiedergabe, dann würde mir alleine das harmonisieren gar keinen Sinn machen.

Es wäre nämlich dann irgendwie schön rund in sich alles und jede Menge an Informationsverlust.

So macht der Ra1 seine Arbeit nicht am Grado. Ne, es ist alles da, es ist sogar soviel da an Feinheit, Farbe und Information, das ich sehr leicht aus meinem Bauch heraus folgendes sagen könnte. Selbst wenn ich einen Ultrasone Edition 9 an einem für ihn passenden KHV betreibe, sagen wir mal den Beyer A1 und ich betreibe einen RS1 am RA1, dann ist die Informations Ehrlichkeit oder Signaltreue beim letzteren Gespann immer noch höher als beim ersten.

Das der Grado von einem OPamp ausreichend im Sinne seiner Qualität versorgt wird und so aus ihm als KH ein Optimum heraus zu holen ist, spricht doch nur positiv für ihn.

Ich kann dir aber auch sagen, das es so ganz einfach nicht ist. Zahlreiche Personen hatten versucht den Grado RA1 nachzubauen, ist ja auch so furchtbar einfach. Ich selbst habe mit 2134 oder 5532 und etlichen mehr einiges an ganz verschiedenen kleinen Schaltungen gemacht, mit verschiedenen Koppelkondensatoren, ohne Koppelkondensatoren, mit stärkerer Pufferung oder schwächerer usw usw usw. Im Verlaufe von ganzen zwei Jahren.

Keine dieser ganzen Schaltungen hat auch nur annähernd die Harmonie zu Stande gebracht und das ganzheitliche Gesamtklangbild wie im Originalteil. Und auch etliche Nachbauer haben eben genau diese Nachbauten bei ebay später eingestellt, warum, weil es nicht paßte.

Ich wil kein Voodo aus diesem Kästchen machen. Aber es leistet ganze Arbeit. Und ich kann dir eines wirklich sagen. der Brockmann hat recht mit deem PS1 und dem RA1. Nicht weil mir Grado generell klanglich so zusagt. Nein, weil der musikalische Gehalt und die Musikinformation höher und ehrlicher ist, als bei allen anderen Kombis die ich bis heute gehört habe.

Mir persönlich geht es so. Ich mach keine Verallgemeinerung. Ich kann nur von mir oder auch von meinem Kollegen Stefan ausgehen. Nenn es wie du möchtest. Ich erfahre es so und kann es auch nicht anders benennen, ob es rein technisch gesehen irgendwo Sinn macht oder weniger, keine Ahnung.

Hab keine Erklärung für das, was er so verdammt gut macht.

Gruß,
Otwin
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  #6  
Alt 07.08.2008, 20:44
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Standard AW: Kopfhörerverstärker Grado RA1

Hi Klaus,

Den SPL Phonitor, danke für den Hinweis, hatte ich mir schon auf der Seite betrachtet. Ich glaub aber nicht, das mein Budget dafür ausreicht.

Was ich noch sagen wollte. Die Gefahr bei den Grados, das man sie klanglich technisch zereißt, ist sehr hoch, warum kann ich dir nicht sagen. Hängt vielleicht mit ihrem Aufbau, Resonanzverhalten ect zusammen.

Ich hab viele anderen "Auflöser" als KH erlebt. Bin zwar auch bei denen im musikalischen Sinne meist nicht der Meinung, es wäre okay, wenns so richtig wie heraus kristallisiert kommt, weil das für mich immer am Ende der musikalische Tod ist. Aber die meisten Systeme kommen dann damit insoweit noch klar, das sie wenigstens diese eher technisch korrekte Klangbild nicht komplett abstrafen. Es bleibt noch was hängen.

Wenn du das mit den Grados machst, dann würde ein Unbeleckter vielleicht zunächst im "audiophilen" Sinne voller kleiner AHA Momente ins staunen kommen. Hier der Besen, da diese unverschämt gut heraus gearbeitete Laute, dann furztrocken in die Trommel, das man den Staub auf der Bespannung sieht, Vollenweiders Gong war sensationell bis ins Metall hinein hab ich diesen Ton vernommen und so weiter.

Alles kein Problem. Nur das macht der Grado schon von Haus aus oder ganz alleine so sauber und lupenrein, dazu noch vollmundig genug. daher auch das erquickliche farbliche Vergnügen für manch einen schon am MP3 Player.

Nur etwas an den Hörner gefaßt werden darf auch ein Grado oder etwas an der Leine arbeiten. Nur offensichtlich nicht zuviel davon. Denn dann ist die Musik dahin. Dann ist es nur noch audiophil auf die Spitze getriebene Detailschlacht, immer noch mundiger als wie bei manch anderem KH, aber auch hier Musik kaputt. Töne im einzelnen, aber kein Verbund.

Daher auch mein Hinweis. Es gibt jede Menge Leute, die wollen dieses heraus sezieren, dieses ständige auf irgendwas toll erscheinende achten geschmacklich. Das ist jedermanns gutes Recht. Aber nicht meine Welt. So möchte ich keine Musik hören. Und genau diesen Weg beschreiten die meisten KHV´s an den Grados.

Der Elektroniker damals hat die Grado Ansteuerung nicht deshalb so minimal aufgebaut, weils anders weniger Geld bedeutet, sondern, kennt man die Grados und ihr Verhalten, weiß mans, weil es einfach musikalisch Sinn macht und leistungsseitig völlig ausreicht.

Gruß,
Otwin
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  #7  
Alt 07.08.2008, 21:08
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Standard AW: Kopfhörerverstärker Grado RA1

Zitat:
Zitat von lotusblüte Beitrag anzeigen
Ich möchte mit diesen Zeilen lediglich auf den Unterschied hinweisen, wie du offensichtlich den KH erlebst und wie es bei mir ist.
Hi,
genau das war auch meine Intention, die Arten, wie wir Musikwiedergabe erleben sind halt sehr individuell.

Nochmals zum Pinp-Pong-Stereo, das ist wie gesagt eine Sache der Aufnahme. Bei Klassik (anhand des bischens was ich höre) ist das kein Problem, wohl aber bei (besonders älteren) Aufnahmen, die ihre Intrumente als hart gepanntes Mono abbilden, bei den Beatles eben, oder alte Jazzscheiben... Ornette Coleman 100% links, Don Cherry 100% rechts... und das empfinde ich über LS als in Ordnung, jedoch im KH ist diese 100%-Trennung für mich wirklich schmerzhaft, weil eben extrem unnatürlich. Weil der SPL in einen anderen Forum auch grade Thema war, habe mit diesen Crossfeed wieder explizit rumgespielt und mir solche extremen Aufnahmen gezielt damit angehört, mit dem Ergebnis dass ich es nur so als angenehm bzw übehaupt erträglich empfand. Aber auch bei "normaleren", aktuellen Aufnahmen empfinde ich eben genau die Lokalisation, die "Bühne" und die "Räumlichkeit", die ich von LS her kenne, und, das sozusagen als systematischen Einwand, die meisten Aufnahmen sind eben konzeptionell allein und speziell für LS-Wiedergabe gemacht, nicht für KH-Wiedergabe. Dazu gibt es auch Fachartikel, speziell von Eberhard Sengpiel (ein Klassiktonmeister, wohlgemerkt) der das knallhart ausspricht. Wenn es bei dir ohne korrektive Maßnahmen wie Crossfeed funktioniert, ist das für dich natürlich umso besser.

Grüße, Klaus
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  #8  
Alt 07.08.2008, 21:31
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Standard AW: Kopfhörerverstärker Grado RA1

Hallo Klaus,

Als Herr Steikart, ist wahrscheinlich falsch geschrieben, das war der ehemalige Deutschlandvetriebler für Stax, noch lebte, gab es zwischen ihm und mir einige sehr informative Gespräche, die sich um die Kunstkopfstereophonie drehten. steikart hatte vieles gemacht, was so nie an die Öffentlichkeit kam. Es war auch eine Zeit, in der ich mich selbst sehr intensiv mit dieser Materie auseinander setzte.

Den Weg auch hinsichtlich Stax konsequent umsetzte, also spezielle Entzerrung für einen ganz bestimmten Kopfhörer ect. Ich hatte einiges an wirklich sehr guten Kunstkopfaufnahmen zu dieser Zeit.

Nun müßte man davon ausgehen, das, wenn diese Geschichte dann im KH Sinne wieder richtig gebogen ist, auch ein der eher natürlichen Situation entsprechendes Ergebnis am Ende vorläge. Ich hatte bei dieser ganzen konsequenten Umsetzung im Vergleich ohne Entzerrung kein Problem oder keine großartige Veränderung oder Umkehr von Dingen.

Den Stax ohne Entzerrung mit einfach gut gemachter Aufnahme und nicht nur im Klassikbereich, aber da halt meistens, räumlich in Breite und Tiefe komplett mit Bühne erfahren. Der Eindruck mit Entzerrung und speziellen CD´s änderte sich schon in der Form, das Geschehnisse noch auf dem räumlichen Punkt greifbarer waren, der ganze Raum auch größer.

Aber der Grundsatz gegenüber vorher änderte sich nicht für mich. Eine gut gemachte Darbringhaus &Grimm Aufnahme ermöglichte mir das gleiche räumliche Erfahren, nur alles immer kleiner. Verhältnis aber beibehaltend.

Ich muß da nochmal zu dem Thema greifen, das ich vielleicht geradezu für diese Art des Hörens super geeignet bin. Keine Ahnung, um Gottes Willen soll das kein Eigenlob sein.

Crossfeed hatte ich mal zu gehör bekommen, ich glaube bei einem KHV von Jan Meier (Corda), aber zeitlich ausreichend nur für diese Sache, nicht um diesen KHV komplett fair einzustufen. Meine Sache ist das Crossfeed absolut nicht. Dann geht bei mir alles durcheinander im Kopf und sämtliche Wiedererkennung, die mich eben im Vergelich zur LS Anlagenwiedergabe nicht trügt, da ich das eins zu eins übernehmen konnte wie geschildert, ist dahin.

Frag mich nicht warum das so ist. Ich verliere dann jeden Bezug zu irgendwas, was noch einen Sinn ergäbe. Es geht mir dann so wie dir bei ganz bestimmten Sachen, die du schilderst. Also das Crossfeed bewirkt bei mir genau das gegenteil. Das könnte der Grund sein, warum ich normal beim Kh so super klar komme mit der ganzen Räumlichkeit.

Vielleicht bin ich einfach um 180° verpolt. Keine Ahnung, aber das ist hoch interessant für mich. Ich verfolge auch deine Schilderungen sehr genau, da mir das Thema wichtig ist.

Es zeigt mir wieder mal deutlich, das nichts unterschiedlicher sein kann als Menschen, womit alles pauschalisierende als Thema erledigt wäre. Zu individuell gestalten sich Menschen.

Hab ich verstanden mit dem Ping Pong. Das ist sehr oft halt bei den älteren Aufnahmen so. Es gibt doch diese oder gab irgendwie von The Beatles eine Art audiophile Zusammenfassung, ich müßte mal nachsehen. Da war dieser extrem rechts links Effekt ganz deutlich.

Ich geb dir recht, das dann noch die KH Extremform was unnatürliches hat, keine Frage. Das wirkt dann wie ein isolierter Bohrer der von der Seite beifährt. Manchmal hat man sogar das Gefühl von einem Unterdruck, der dadurch am Ohr entsteht. Aber die "Eingefleischten KH ler" gehen damit dann vornehm um wie der Engländer.

Gruß,
Otwin

Geändert von lotusblüte (07.08.2008 um 21:35 Uhr).
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  #9  
Alt 07.08.2008, 22:18
KSTR KSTR ist offline
 
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Zitat:
Zitat von lotusblüte Beitrag anzeigen
Crossfeed hatte ich mal zu gehör bekommen, ich glaube bei einem KHV von Jan Meier (Corda), aber zeitlich ausreichend nur für diese Sache, nicht um diesen KHV komplett fair einzustufen. Meine Sache ist das Crossfeed absolut nicht. Dann geht bei mir alles durcheinander im Kopf und sämtliche Wiedererkennung, die mich eben im Vergelich zur LS Anlagenwiedergabe nicht trügt, da ich das eins zu eins übernehmen konnte wie geschildert, ist dahin.
Hallo Otwin,

Man weiß jetzt natürlich nicht, ob das Crossfeed in jenem KHV nun psychoakustisch "richtig" war (also mit Delay, was einigen Schaltungaufwand erfordert, u.U. sollte es sogar in verschieden Aspekten einstellbar sein, um individuell optimal zu funktionieren)... und genau deshalb würde mich dein Urteil zum Phonitor interessieren (schön ist, das Processing ist dort abschaltbar, zum A/B-Vergleich)... weil wenn der bei dir auch nicht funktioniert, dann bist du wirklich ein Alien....

Grüße, Klaus.
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  #10  
Alt 07.08.2008, 23:18
lotusblüte lotusblüte ist gerade online
 
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Beiträge: 5.625
Standard AW: Kopfhörerverstärker Grado RA1

Hi Klaus,

Das Problem ist, an das Teil ran zu kommen. Das würde mich auch interessieren, keine Frage. Ich bin immer neugierig genug. Ja und wenns nicht hin haut mit dessen Möglichkeiten, weiß ich zumindest, das ich von einem anderen Gestirn komme. In dem Fall muß ich mit den Eltern nochmal ins Gespräch. Das Crossfeed, was ich hörte, war für mich ein schlimmes durcheinander. Auf welcher Art basierend kann ich dir nicht sagen. Der Charly soll zwei Phonitor kaufen und an uns verschenken. Wir sagen ihm dafür auch, wie es uns gefallen hat.

Gruß,
Otwin
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