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Elektronikkomponenten jeder Art Selbstgebautes, das Freude macht

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  #751  
Alt 15.05.2019, 15:07
Janus525 Janus525 ist offline
 
Registriert seit: 14.08.2015
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Ja, probier doch mal. Wir suchen ja alle noch...
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  #752  
Alt 16.05.2019, 13:09
SolidCore SolidCore ist offline
 
Registriert seit: 12.12.2014
Beiträge: 1.150
Standard Turmalin

Hallo zusammen

Wolfgang, ich würde auf keinen Fall eine Silikonhülle zum Befüllen verwenden.
Silikon auf Kabeln hat den Nachteil, das es ungefähr so träge und langweilig klingt wie Ferritkabel. Obwohl es nichtmal Ferrit enthält, hehe.
Es wird also eine Frage des Di-Elektrikums sein. Du kannst es zwecks eigenem Versuch ja einfach mal testen, nur einen Silkonschlauch über ein Kabel zu ziehen. Das sollte man relativ leicht heraushören. Bei Digitalkabeln gehts noch halbwegs, bei Lautsprecher- oder Analogkabeln bäääähhhh.

Olivers Idee finde ich da rein klanglich betrachtet schon sehr sinnig. Das Ergebnis kennen wir natürlich nicht, ohne es zu hören.

Auch deine vorrige Idee, Teflon-Schrumpfschlauch einzusetzen, gibt absolut Sinn. Da dieser 4:1 Schrumpft, könnte man auch diesen, entsprechend groß gekauft, zum befüllen versuchen. Also Beispielweise bei einem 8mm Kabel den Schlauch in 32mm. Auch eine Stückelung sollte den Effekt zeigen, also meinetwegen 5x 10cm "Knubbel" Turmalin, gleichmässig verteilt. Oder sogar nur an den letzten 30% vom Kabel diese Ummantelung.

Für einen ersten Versuch, um überhaupt mal ein Hörgefühl zu bekommen, ob die ganze Idee dahinter Sinn ergibt, bleibe ich bei meinem ersten Vorschlag.
Kabel mit Öl oder ähnlichem klebendem Naturmaterial dünn einreiben, mit Turmalin-Mehl bestäuben, und Teflonband umwickeln. Erzeugt den kleinsten Aufwand und geringste Kosten.

Was du noch versuchen kannst, ist folgendes. Wenn du einen leeren Schukostecker, wo mindestens ein Stück Schutzerde als Folie oder Draht im Stecker liegt, mit Turmalin befüllst, diesen einfach mal in einem freiem Steckplatz der Audio-Leiste versuchen. Noch besser, auch wenn es nun blöd klingt, am Ende der Stromleitung, die von der Hauptsicherung kommt. Also beispielweise bei einer Mietwohnung, wo Steckdosen in einem Raum einfach immer weiter durchverbunden werden, den Schuko in die letzte Dose.
Ich behaupte nun einfach mal, das Kabel wirkt wie eine Antenne, auch in der Wand, und der Turmalin-Schuko saugt diesen empfangenen Mist wieder weg, ähnlich einem Abschlussstecker, nur ohne elektrischen Wiederstand. Alternativ dazu, wenn die Ergebnisse positiv sind, reicht es auch manchmal, wenn du in einen Schuko eines Netzkabels den Hohlraum mit Turmalin auffüllst. Ausprobieren!

Zum Lack:
Schrieb Stefan nicht mal, er verwendet ganz normalen Basislack als Klarlack, vermengt mit Primer, um es elastisch zu halten ? So hatte ich es verstanden.
Nach 2 Minuten Googlen findet man die passenden Zutaten. Wenn ich mich richtig erinnere, schrieb er danach noch, es gefiel im nicht so wie erwartet, die Mittenwiedergabe wurde plärrig oder vorlaut. Das wär auch wieder so eine Di-Elektrikums-Geschichte.

Gruss
Stephan
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Meridian 508 20Bit (modifiziert) / PC mit Singxer SU-1 (modifiziert) / DAC Meitner MA-1 / Vorstufe Threshold T-2 / Endstufe Threshold T200 / Dynaudio Contour S 3.4 / Verkabelung: Eigenentwicklung. Heimkino: Lexicon MC-8 THX

Geändert von SolidCore (16.05.2019 um 13:28 Uhr).
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  #753  
Alt 16.05.2019, 23:06
Janus525 Janus525 ist offline
 
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Beiträge: 3.119
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Zitat:
Zitat von SolidCore Beitrag anzeigen
Hallo zusammen

Wolfgang, ich würde auf keinen Fall eine Silikonhülle zum Befüllen verwenden.
Gruss Stephan
Nein natürlich nicht, igitt...

Ich weiß dass ich geschrieben hatte:

Zitat:
Zitat von Janus525 Beitrag anzeigen
Na also, da hätte ich noch eine weitere Idee: Wir ziehen einen Silikon-Schrumpfschlauch über unser Kabel...
Tatsächlich gemeint hatte ich aber das da unten, also PTFE-Schrumpfschlauch. Sorry, war mein Konzentrationsfehler...
Viele Grüße: Wolfgang
.
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Geändert von Janus525 (16.05.2019 um 23:09 Uhr).
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  #754  
Alt 19.05.2019, 03:02
Janus525 Janus525 ist offline
 
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Guten Morgen,

der Versuch mit der Turmalin-Beschichtung des ersten Versuchskabels ist jetzt abgeschlossen. Die äußere Umhüllung war gestern vollständig durchgetrocknet und der Baumwollschlauch ließ sich aufziehen..., das heißt, aufziehen im eigentlichen Sinne des Wortes ließ er sich nicht. Um da die Baumwollsocke drüber zu bekommen, ist es zwingend erforderlich auf ähnliche Weise zu verfahren wie es ein Metzger macht wenn er Bratwürste herstellt. Viele Meter Darm werden zunächst auf einen hohlen Dorn geschoben, und erst durch die austretende Füllmasse schiebt sich der Darm mit der richtigen Geschwindigkeit nach vorne vom Dorn. Anders wäre es praktisch unmöglich die Wurstmasse in einen bereits gestreckten Darm zu bekommen. (Bild 1)

Das bedeutet für uns übersetzt, der Wollschlauch muss in ganzer benötigter Länge zunächst auf ein starres Röhrchen von vielleicht 10-15cm geschoben werden. Dieses Röhrchen wird dann auf ein Ende des Kabels geschoben bis dieses ein kurzes Stückchen hinten aus dem Röhrchen herausschaut. Ein Ende der Wollsocke wird nun mit dem Anfang des Kabels zusammen festgehalten und das Röhrchen bis zum Ende langsam über das Kabel geführt, wobei sich der Wollschlauch kontinuierlich abwickel. Anders ist es m.E. unmöglich den Schlauch da drauf zu bekommen. Wenn er einmal drauf ist lässt er sich auch nicht mehr verschieben, selbst eine Befestigung an beiden Enden des Kabels ist nicht nötig. Will man ihn wieder abbekommen muss man ihn der Länge nach aufschneiden. (Bild 2)

In der Ausschnittsvergrößerung (Bild 3) sieht man wie sich eine hauchdünne Schicht der Ummantelung auf die Schirmung schmiegt. Das Mittel haftet enorm auf dem Untergrund und lässt sich kaum wieder abziehen. Die zuvor etwas körnige Oberfläche durch das Turmalin bleibt unter dem Überzug gut erkennbar. Es handelt sich in der Grundsubstanz übrigens um pastöse Acrylmasse, die für die Trägerschicht mit etwa 3% Essig oder destilliertem Wasser verdünnt wird, beim Überzug beträgt der Zusatz etwa 15% bis 20%. Richtig ist das Mischungsverhältnis dann, wenn die Konsistenz etwas dickflüssiger wirkt als es bei streichfertigem Maler- und Anstreicherlack aus der Dose üblich ist.

Einen Eindruck davon wie das für den Überzug aussieht bekommt man bei einem Blick auf den eingetrockneten Rest der streichfertigen Masse, in der ich den Pinsel vergessen hatte. Versucht man den Pinsel herauszuziehen dehnt sich die Masse ein Stück weit, aber irgendwann reißt sie natürlich. (Bild 4) Was gab es noch...? Ach ja, das Kabel am Schirm ist übrigens noch viel zu lang, das kürze ich aber erst wenn ich genau weiß wie der Kondensator jeweils im Stecker zu liegen kommt. Dann noch eine Information: Die Dicke der Turmalinschicht beträgt überall rund 0,5mm wenn man so vorgeht.

Als nächstes versuche ich es mal mit einem PTFE-Schrumpfschlauch. Das wird bestimmt die einfachere Methode werden, zumindest nehme ich das an.

Viele Grüße: Wolfgang
.
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  #755  
Alt 19.05.2019, 07:55
söckle söckle ist offline
 
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Hallo Wolfgang,

sehr schön deine akribische Arbeit! Ich wette vor dem Hintergrund dieser bebilderten Baubereichte würden sich solvente Käufer für deine Manufaktur Kabel und Verteiler finden. Nur der Preis darf nicht zu niedrig sein .....
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Gruß
söckle
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  #756  
Alt 19.05.2019, 12:34
Janus525 Janus525 ist offline
 
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Beiträge: 3.119
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Morgen Söckle,

die Wette würdest Du vermutlich gewinnen, solvente Käufer finden sich eigentlich für alles und jedes...

Aber sowas interessiert mich ehrlich gesagt nicht mehr. Was ich viel spannender finde ist es den Versuch zu unternehmen, mit eigenen Möglichkeiten irgendwann an die Grenzen des Machbaren zu stoßen. Der wirkliche Reichtum besteht in der heutigen Zeit m.E. - selbstverständlich neben der Gesundheit, der Familie, Freunden - nicht (mehr) darin viel Geld zu verdienen und zu besitzen, sondern über viel Zeit zu verfügen und die völlige Freiheit damit zu machen was immer man möchte. Das mögen Andere anders sehen, aber zumindest sehe ich es so.

Aber zurück zum Netzverteiler: So wie ich das Kabel auf den Fotos behandelt habe kann ich das jemandem wirklich nur dann empfehlen, wenn er dazu billiges Baumarktkabel verwendet. Die Schichten bekommt man nämlich ohne mechanische Gewaltanwendung wie Schälen oder Schaben nicht mehr runter, falls einem das klangliche Ergebnis nicht gefällt. Unfassbar wie extrem diese Acrylmasse auf vorbehandelten Untergründen haftet. Man sieht das auch an den Wandungen des kleinen Mischgefäßes. Die Reste einer vohergegangenen Mischung habe ich mit einem Messer abgekratzt, die verbliebenen Rückstände ließen sich mit heißem Wasser, Spülmittel und einem harten Küchenschwamm nicht mehr beseitigen. Mit aggressiven Chemikalien habe ich es noch nicht versucht, aber bei einem teuren Kabel würde sich das ohnehin verbieten.

Das ist auch der Grund, weshalb ich lieber Turmalinpulver in PTFE - "Schläuchen" verwenden würde. Wenn die Versuche schiefgehen, öffnet man einfach beidseitig den "Schlauch", entnimmt das Pulver zwecks Wiederverwendung, und den teuren Kabeln ist dadurch nichts passiert.

Viele Grüße: Wolfgang...
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Geändert von Janus525 (19.05.2019 um 12:39 Uhr).
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