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  #51  
Alt 25.10.2018, 11:29
tmr tmr ist offline
 
Registriert seit: 02.01.2009
Beiträge: 1.930
Standard

Hallo,
Zitat:
Zitat von HearTheTruth Beitrag anzeigen
Viele Hobbyisten verfolgen den irrwitzigen Gedanken,sie könnten "sowas"
in ihren 20m2 Hörzimmerchen original wiedergeben:
Es gibt tatsächlich Freunde,die versuchen schon seit Jahren ein riesiges Orchester originalgetreu Zuhause wiedergeben zu können. Und die Instrumente im Orchester sind nichtmal verstärkt.Allein wenn man die Räumlichkeit der Philharmonisten sieht müßte einem doch ganz schnell klarmachen,wenn man das mit seiner häuslichen Hörumgebung realisieren will, daß dieses Ansinnen eigentlich unmöglich ist.
Dieser Denkansatz ist nicht zielführend (vorsichtig ausgedrückt).
Ich kenne niemanden, der ein komplettes Orchester zu Hause haben will.
Aber den Klangeindruck aus der 15. Reihe zu Hause zu reproduzieren - das ist machbar.

Die Ohren ebenso wie die Mikrofone (bei reiner Hauptmikrofonierung) picken sich jeweils aus dem dreidimensionalem Schallfeld aus direktem und indirektem Schall jeweils zwei eindimensionale Punkte heraus und werten diese aus.
Technisch ist das überhaupt kein Problem, weder vom Dynamik- noch vom Frequenzumfang.

Gruss

Thomas
__________________
http://www.highfidelity-aus.berlin/
Gewerblicher Teilnehmer
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  #52  
Alt 25.10.2018, 12:21
pp.dummy pp.dummy ist offline
 
Registriert seit: 26.09.2012
Beiträge: 277
Standard

Zitat:
Zitat von Realist Beitrag anzeigen
Ich habe heute im Urlaub einen Trommler, Trompeter und eine Sängerin live ohne jede elektronische Beeinflussung gehört. Was da abgeht hat mir wieder gezeigt, das Hifi und High End immer nur starke Kompromisse sind. Egal, was da an den Start gebracht wird.
Und hier wird seitenweise über Kabel schwadroniert....

Grüsse Stefan.
Hallo Stefan,
soll ich meine Anlage jetzt verkaufen?
Oder was möchtest Du uns mit Deinem Eingangs-Post sagen?
Gruß Rudi
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  #53  
Alt 01.11.2018, 17:31
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 329
Standard

Im Prinzip gestaltet sich die ganze Sache recht lapidar. Denn abgesehen von sehr wenigen, tatsächlich unbeeinflussten Direktschnitten, weiß kein Mensch, an welchen Reglern und Tasten der Tontechniker tatsächlich "gezaubert" hat oder nicht. Und selbst bei einer absolut unverfälschten Aufnahme fehlt schlichtweg der AB-Vergleich zum Original.

Somit ist eine Beurteilung letztendlich immer ausschließlich subjektiv.

Im Sinne von Hifi bzw Highend wäre es tatsächlich mal eine Überlegung wert, Aufnahmen (soweit möglich) ausschließlich "Pure-Line", also völlig ohne Einfluß des Aufnahmeraumes und ohne irgendwelchen "elektronischen Verschönerungen" abzumischen.

Im Rahmen von Home-Recording habe ich das mal mit einem Mix aus "Retortenschlagzeug", E-Gitarre und E-Bass ausprobiert. Eine derartige Aufnahme stellte bei der Wiedergabe ausschließlich an die Neutralität des HiFi-Equipment die gewohnten Anforderungen. Die Grundidee: Meine drei "imaginären Musiker" sollten sich ganz bewusst immer nur so anhören, als müssten sie gerade live in dem Raum spielen, wo die Boxen auch tatsächlich stehen. Genau wie bei real existierende Schallquellen. Das Ergebnis war verblüffend, denn sämtliche lokalen raumakustischen Gegebenheiten waren nun etwas, das schlichtweg dazugehörte. "Sch...egal, wo es reflektierte oder sich Moden bildeten: Ein Livemusiker hätte sie im selben Raum großteils recht ähnlich produziert. Die einzigen Unterschiede entstanden durch das differierende Schallverteilungsverhalten der Quellen (LS = Abstrahlverhalten, Live = Schallausbreitung von der Position der einzelnen Musiker aus). Aber das Problem, einen völlig anderen (Aufnahme)Raum nachträglich reproduzieren zu müssen, der bei der Wiedergabe nicht vorhanden ist, entstand erst gar nicht.

In jedem getesteten Wiedergaberaum klang es erwartungsgemäß natürlich völlig anders, aber immer absolut real.
Den Löwenanteil aller Wiedergabeprobleme könnte man also im Vornherein vermeiden, wenn bei der Aufnahme erst gar kein Raum "vorgegeben" wird, sondern man einfach nur den jeweils gerade vorhandenen gezielt als Bestandteilselement nutzt. Positiver Nebeneffekt: Die Musiker könnten sich viel weniger hinter künstlichen Effekten verstecken und müssten verstärkt mit echtem Können punkten, um Hörspaß zu erzeugen.

Bei einem kompletten Orchester dürfte die Sache aber leider recht schwierig werden, den 50 bis 100 Streicher auf einen Schlag dürften nur selten bis gar nicht in ein normales Wohnzimmer passen.
Für kleine Besetzungen wären derartige Aufnahmen hingegen ein simpler, klanglich äußerst gewinnbringender und gleichsam kostengünstiger Weg, das Maximum aus einer guten Anlage herauszukitzeln. Denn nichts klingt realer als die Realität.
__________________
Gruß

Patrik

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Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung

Geändert von keinkombigerät (01.11.2018 um 17:34 Uhr).
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  #54  
Alt 01.11.2018, 17:57
söckle söckle ist offline
 
Registriert seit: 14.07.2018
Beiträge: 392
Standard

...ja, ein Orchester im "they are here" Verfahren aufzunehmen wäre schon eine Herausforderung
Ausserdem will man da oft auch den Klang des Konzertsaals mit konservieren....

Objektbasierete Mehrkanalverfahren spinnen diese Idee weiter. Jedes Schallereignis wird, völlig trocken aufgenommen, als eigene Tonspur aufgezeichnet und auf dem Tontraeger konserviert. Erst der Prozessor beim Abspielen entscheidet aufgrund der Installation vor Ort, welcher Lautsprecher welches Signal wiedergibt......
__________________
Gruß
söckle
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