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  #11  
Alt 06.03.2019, 10:45
tmr tmr ist offline
 
Registriert seit: 02.01.2009
Beiträge: 2.902
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Hallo,
Zitat:
Zitat von söckle Beitrag anzeigen
Für jemanden mit Messequipment wäre ein sehr schneller und einfacher Test, S/N eines Audiogeraetes einmal mit und einmal ohne Grounding Box zu messen. Das wäre schon mal ein Indikator, ohne den Aufwand eines aussagekräftigen Doppel- Blindtests......
Wie schon gesagt, das wäre mein nächster Test (Tascam-Recorder).

Offizielle Blindtests - ja, kann man alles machen (allerdings brauche ich sowas nicht, um bestätigt zu bekommen, was ich höre).

Zunächst halte ich aber für wichtig, daß zunächst viele Turmalin-Erfahrungen gemacht werden, damit potentielle Blindtester genau wissen, nach was sie im Klang eigentlich suchen müssen.
Und auch der mögliche Wirkungsbereich muß untersucht werden.
Das geht nicht ohne vorheriges Training.
Die meisten Hörer ohne große Erfahrung suchen sowieso beim Testen von unterschiedlichen Gerätschaften n.m.E. klanglich meist an der falschen Stelle.

Deswegen mein Angebot an die Skeptiker.
Es handelt sich um ein rein privates Projekt, das nur der Erkenntnisgewinnung dient.

Gruss

Thomas
__________________
http://www.highfidelity-aus.berlin/
Gewerblicher Teilnehmer

Geändert von tmr (06.03.2019 um 11:04 Uhr).
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  #12  
Alt 06.03.2019, 10:48
KSTR KSTR ist offline
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 2.134
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@söckle,
Das sollte sowieso vorab erfolgen, aber so einfache Messungen wie Rauschflur bringen mEn wenig dingfestes zustande.
__________________
Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!
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  #13  
Alt 06.03.2019, 11:12
viewer viewer ist offline
 
Registriert seit: 29.12.2017
Beiträge: 98
Standard

Auch wenn das Grundprinzip zur Wirkung von Turmalin noch nicht restlos im Detail verstanden ist, es zeigt dennoch eine sogn. elektokalorische Wirkung in einem E-Feld , die messbar und reproduzierbar erfasst werden kann. Man könnte alternativ auch ein Dielektrikum verwenden, das im E-Feld eine Orientierungspolarisation zeigt.

Doch was ist die technisch nutzbare Wirkung?
Turmalin reduziert das von einer HF-Quelle ausgehende E-Feld bei seiner Ausbreitung in dem Raum. An der Stelle wo das Turmalin wirken kann reduziert es lokal die Feldstärke. Wäre kein Turmalin vorhanden so reduziert sich zwar auch die Feldstärke mit zunehmenden Abstand von der HF-Quelle, jedoch nicht so schnell. Die HF-Quelle selber bleibt jedoch unvermindert erhalten, mit oder ohne Turmalin.

Ein gutes Beispiel sind die mit Turmalin gefüllten RCA-Stecker von tmr. Wenn man befürchtet, dass eine "HF-Strahlung" in die analogen Eingänge des Gerätes eindringen könnte, dann können prinzipiell diese Stecker helfen das eindringende E-Feld in seiner Feldstärke deutlich zu reduzieren und so die Restwirkung in einem unkritischen, d.h. nicht mehr hörbaren Bereich verschieben. Ob die Turmalinmenge dafür im Einzelfall reicht, hängt sicherlich auch von der Feldstärke der HF-Störung am analogen Eingang ab. Doch prinzipiell könnte es wirksam sein.

Wie gesagt, Turmalin kann E-Felder bei ihrer Ausbreitung lokal in der Feldstärke reduzieren, die HF-Quelle selber kann es jedoch nicht beeinflussen.
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  #14  
Alt 06.03.2019, 11:21
shakti shakti ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 1.595
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In Doppelblindtests hat man bis jetzt ja noch nicht mal die recht offensichtlichen Klangunterschiede von Kabeln dokumentieren können.

In diesem Forum werden Klangunterschiede aber als "existent" angenommen und sich entsprechend ueber diese auch ausgetauscht, was ich als sehr informativ ansehe.

Wuerde mich freuen, wenn es in diesem thread ueber die klanglichen Wirkungen unterschiedlicher Konzepte Turmalin zu integrieren gehen wuerde und eher weniger darum, die beiden Totschlagsmethoden "Doppelblindtest" und "Messwerte" zu applizieren.

Wenn ich nur die Unterschiede hören dürfte, die einwandfreie Messwerte produzieren und durch Doppelblindtests verifiziert worden waeren, wuerde ich wohl noch Tivoli Radio hoeren....

Die klanglichen Unterschiede von "grounding" Boxen sind subtil und nur schwer mit den üblichen Klangbeschreibungen zu greifen. Der klangliche Unterschied ist zB nicht mit dem Wechsel eines Sigbalkables zu vergleichen.

Auch muss! die Anlage bereits einen gewissen level an Störungsfreiheit und Aufloesung erreicht haben, da man ansonsten keinen Unterschied durch Turmalin hoeren wird.

Ich habe diverse grounding Konzepte bereits in verschiedenen Anlagen probiert, viele Anlagen habe eine so starke eigene Signatur oder unterliegen so starken Raumeinflüssen, dass der Einsatz einer Grounding Box keinen relevanten Fortschritt bedeutet haette. In diesen Fällen wuerde man besser an anderen Stellen ansetzen .

Insofern finde ich das Test-Angebot von Thomas sehr gut!

Ich habe in meiner Anlage einen Cinch "Stecker" integriert, der sich fuer Nachbauten sicherlich gut eignet, da er eine Größere Menge Turmalin an den Cinchstecker bringt.

Er besteht aus eine Roehre, die wahrscheinlich ebenfalls mit Turmalin gefüllt ist (habe diese nicht aufgemacht) und dann mit dickem Solidcore Kabeln an der Masse des RCA Steckers verbunden ist.

Gruss
Juergen
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  #15  
Alt 06.03.2019, 11:25
Schärfer mit Senf
 
Beiträge: n/a
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Also halten wir fest:

Es gibt Unterschiede, und zwar so groß, wie Thomas sie nicht für möglich gehalten hätte!

1. Die Anlage sollte "gut" genug sein, sonst hört man nix (wissen wir schon von Sincos)

2. Wer nichts hört, ist evtl. auch nicht hörerfahren genug (fehlendes Training gleich mit abgehandelt)

3. Blindtest brauche ich nicht, um bestätigt zu bekommen, was ich mir einbilde.

Mich interessiert echt mal, was "gute" Geräte auszeichnet? Acrylgehäuse, die offen wie Scheunentore für HF sind, damit man mit jedem Granulatstecker ein Stück weiter kommt? Die vorher propagierte "hohe Auflösung" rührte dann wohl von HF-Störungen her (nicht meine Worte!). Also dann zu sagen, die Anlage muss hochauflösend - anders ausgedrückt: anfällig für Störungen sein - um Unterschiede aufzuzeigen, bringt endlich Klarheit in das Thema.

Nun sagt ja Jeder, der irgendwelche Unterschiede hört, daß seine Anlage "gut genug" ist, um Unterschiede zu detektieren. Da ist auch egal, wie der Raum beschaffen ist, die Tagesverfassung, die Netzstörungen vor Ort, kurz: egal, Turmalin bringt was, und zwar "glockenklar", andernfalls gehe zurück zu Punkt 1-3!

Es ist ein Trauerspiel!
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  #16  
Alt 06.03.2019, 11:35
uli brueggemann uli brueggemann ist offline
 
Registriert seit: 13.12.2009
Beiträge: 159
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Wenn durch den elektrokalorischen Effekt Wärme erzeugt wird, wird irgendeine vorhandene andersgeartete Energie (letztlich aus der Steckdose oder durch "Radio"-Empfang aufgenommen) umgewandelt und quasi vernichtet. Ein Hysterese-Effekt bewirkt dabei, dass das Generator-Motor-Prinzip nicht beliebig in das Motor-Generator-Prinzip umkehrbar ist.


Insofern verhält sich Turmalin damit auch nicht anders als das Ferrit beim Eupen-Kabel.


Inwieweit man nun störende Signalanteile sauber vom Nutzsignal getrennt bekommt (also ohne das Nutzsignal zu beeinflussen) und diese sich dann als Wärmeenergie verflüchtigen mag dann Gegenstand von hitzigen Diskussionen sein (dann wird auch dort Energie "verbrannt").
__________________
Viele Grüsse,
Uli
---------------------------------------
Uli Brüggemann
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Gewerblicher Teilnehmer
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  #17  
Alt 06.03.2019, 11:39
Schärfer mit Senf
 
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Zitat:
Zitat von uli brueggemann Beitrag anzeigen
Wenn durch den elektrokalorischen Effekt Wärme erzeugt wird, wird irgendeine vorhandene andersgeartete Energie (letztlich aus der Steckdose oder durch "Radio"-Empfang aufgenommen) umgewandelt und quasi vernichtet. Ein Hysterese-Effekt bewirkt dabei, dass das Generator-Motor-Prinzip nicht beliebig in das Motor-Generator-Prinzip umkehrbar ist.


Insofern verhält sich Turmalin damit auch nicht anders als das Ferrit beim Eupen-Kabel.


Inwieweit man nun störende Signalanteile sauber vom Nutzsignal getrennt bekommt (also ohne das Nutzsignal zu beeinflussen) und diese sich dann als Wärmeenergie verflüchtigen mag dann Gegenstand von hitzigen Diskussionen sein (dann wird auch dort Energie "verbrannt").
Danke!
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  #18  
Alt 06.03.2019, 12:25
Oliver Oliver ist offline
 
Registriert seit: 19.02.2012
Beiträge: 1.553
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...Turmalin verhält sich jedenfalls hörbar anders (für mein Empfinden wesentlich besser), als Klappferrite auf Kabeln.
Die Eupen Ferritkabel brachten mich auch nicht wirklich weiter, was aber auch an den Leitern ansich liegen mag. Letztendlich weiß ich das nicht ganz einzuschätzen.
Ich gehe davon aus, daß Turmalin auf eine andere Art und Weise HF eleminiert.
__________________
Gruß,
Oliver

Geändert von Oliver (06.03.2019 um 12:33 Uhr).
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  #19  
Alt 06.03.2019, 12:55
viewer viewer ist offline
 
Registriert seit: 29.12.2017
Beiträge: 98
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Zitat:
Zitat von uli brueggemann Beitrag anzeigen
Insofern verhält sich Turmalin damit auch nicht anders als das Ferrit beim Eupen-Kabel.

Zwischen diesen Wirkungsweisen liegen physikalisch gesehen Welten!

Die Ferritbeschichtung kannst du auch als einen auseinander gezogenen Klappferrit sehen, dessen Wirkungsweise einer Drossel gleichkommt, also durch die Selbstinduktion wird einen Gegenspannung erzeugt. Einfach mal googlen. Die "Energieverluste" durch die Umkehrung der magnetischen Ausrichtung der Ferritelemente sind äußerst gering und entsprechen genau den vom Material abhängigen Hystereseverluste.

Zudem wirkt Ferrit nur bei EM-Felder, also wenn Strom fließt.

Turmalin reagiert jedoch nur auf E-Felder, dazu muss kein Strom fließen.
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  #20  
Alt 06.03.2019, 13:34
tmr tmr ist offline
 
Registriert seit: 02.01.2009
Beiträge: 2.902
Standard

Hallo,
Zitat:
Zitat von uli brueggemann Beitrag anzeigen
Insofern verhält sich Turmalin damit auch nicht anders als das Ferrit beim Eupen-Kabel.
Nur, daß bei Turmalin kein Stromfluss nötig zu sein scheint.
Zitat:
Zitat von uli brueggemann Beitrag anzeigen
Inwieweit man nun störende Signalanteile sauber vom Nutzsignal getrennt bekommt (also ohne das Nutzsignal zu beeinflussen) und diese sich dann als Wärmeenergie verflüchtigen mag dann Gegenstand von hitzigen Diskussionen sein (dann wird auch dort Energie "verbrannt").
Glaube ich nicht.
Und ob wirklich der elektrokalorische Effekt zum Tragen kommt, sehe ich auch noch nicht als geklärt an.
Die bisher vorliegenden Zahlen aus Versuchsprotokollen bzw. deren Auswertungen legt das eigentlich noch nicht nahe genug, daß man das als gesichert annehmen kann.
Wir müssen das auch nicht klären.
Dazu fehlts an Laborausrüstung und Fachpersonal.
Wir können hier nur Wirkungen beobachten und den eventuellen Wirkungsbereich eingrenzen.

Apropos:
Ich habe gerade eben im Studio gesessen (mit einer noch nicht ganz auskurierten Erkältung) und mir Musik angehört.
Mein bisheriger Eindruck hat sich nochmals bestätigt - höchste Auflösung mit geringstem Nervfaktor.

Ich habe jetzt die "GB" aka Steckergehäuse und insgesamt 5 Plugs im Einsatz, mehr Platz ist nicht.
Die Plugs sind leicht verändert, dank des getrommelten Mikrogranulats konnte ich die Isolierung des Mittelpindrahtes weglassen, da sich das Granulat besser und präziser einfüllen läßt und den Mitteldraht nicht mehr gegen die Masse drücken kann.

Die kapazitive Belastung durch den Plug beträgt 5pF.
Ich habe 10 Stck. durchgemessen, keine Abweichung.
Bei anderen Plug-Anbietern weichen die Werte untereinander um Faktor 10 ab, vermutlich wird kein Granulat, sondern Einzelkristalle verwendet.
Auch die Wirkung ist hier nicht so ausgeprägt.


Gruss

Thomas

P.S.
Danke, daß hier jetzt schon so viele beim Test mitmachen wollen.
Ich warte noch bis Anfang nächster Woche, dann gibt es per PN die Modalitäten. Vorher gehts leider nicht.
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Gewerblicher Teilnehmer
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