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Aktive Sub-Woofer Hier geht es um aktive Subwoofer

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  #21  
Alt 16.03.2019, 21:20
Janus525 Janus525 ist gerade online
 
Registriert seit: 14.08.2015
Beiträge: 3.832
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Wie bitte...? Wer allerdings die erforderlichen Räumlichkeiten zur Verfügung hat, den möchte ich heftigst zum Bau eines ungefalteten, voll ausgebauten Basshorns ermuntern...???

Natürlich, das ist ja auch kein Problem wenn man sowas in einer Scheune oder in einer Fabrikhalle aufbaut...

Aber es geht auch eine Nummer kleiner, zum Beispiel in einem L-förmigen Raum der gerade mal 32m² misst. Die relativ kompakten Lautsprecher laufen auf ihren Ständern - gemessen am Hörplatz - gerade mal bis knapp unter 30Hz (-3dB) herunter, dann verabschieden sie sich recht zügig. Das Problem: Eine Raummode bei 40Hz, die sich mit etlichen Versuchen in allen möglichen Lautsprecherpositionen nicht beeindrucken ließ. Egal wo ich die Boxen auch hingeschoben habe, bei bestimmten tiefen Tönen dröhnte es nach...

Was also war zu tun...? Ein geeigneter, sehr tief hinabreichender und zugleich schneller Subwoofer war einzubinden. Eigentlich müsste das zu einer Verschlimmerung führen, sollte man meinen, aber nicht wenn man mit einem (in meinem Fall analogen) Notchfilter arbeitet. Der ganze Trick besteht darin, das Filter exakt auf die Resonanzstelle zu setzen, und die Filtercharakteristik, Filterbreite, Tiefe und Flankensteilheit so zu wählen, dass der Subwoofer bei ca. 35Hz steilflankig nach oben begrenzt wird..., und die Hauptlautsprecher bei ca. 45Hz steilflankig nach unten begrenzt werden.

Sinngemäß wird also die Energie, die sich im Raum um 40Hz aufschaukeln möchte, einfach schmalbandig "abgesaugt". Übertreibt man es dabei, entsteht zwischen 35Hz und 45Hz ein Loch, geht man zu zaghaft da heran, dann bleibt eine gewisse Überhöhung. Justiert man das Filter sehr penibel und exakt richtig, dann gibt es im Frequenzgang keinerlei hörbaren Übergang sowie keinerlei Dröhnneigung, es klingt wie mit großen Standboxen, und das Problem ist auf recht simple Weise gelöst.

Unten Sieht man einen der Lautsprecherständer mit dem Sub daneben, beide in ihrer finalen Position, auf dem zweiten Bild die Position und Ausprägung des Kammfilters, das dritte Bild zeigt den FG am Hörplatz, mit und ohne Subwoofer.

Viele Grüße: Wolfgang
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  #22  
Alt 16.03.2019, 21:41
wgh52 wgh52 ist offline
Aktiv-LS Fan
 
Registriert seit: 16.12.2007
Beiträge: 1.093
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Zitat:
Zitat von Janus525 Beitrag anzeigen
...auf dem zweiten Bild die Position und Ausprägung des Kammfilters...[/i]
Nur damit keine Mißverständnisse entstehen. Du meinst sicher einen parametrisches Equalizer-Filter (PEQ), auch die Displayangaben sprechen dafür. Ausserdem folgt die Modenverteilung selten/nicht der Charakteristik von Kammfiltern. Diese sind hier beschrieben.

...und schon bin zurück im OFF...

Grüße,
Winfried
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  #23  
Alt 16.03.2019, 22:04
Revolutioner Revolutioner ist offline
 
Registriert seit: 14.10.2012
Beiträge: 154
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Zitat:
Zitat von Janus525 Beitrag anzeigen
Wie bitte...? Wer allerdings die erforderlichen Räumlichkeiten zur Verfügung hat, den möchte ich heftigst zum Bau eines ungefalteten, voll ausgebauten Basshorns ermuntern...???

Natürlich, das ist ja auch kein Problem wenn man sowas in einer Scheune oder in einer Fabrikhalle aufbaut...

Viele Grüße: Wolfgang
.
Hallo,

das geht auch auf ca. 30qm sehr gut, wenn man weiß, wie soetwas konsequent umzusetzen ist. Durfte kürzlich im showroom 1 die dortige Installation genießen...

https://www.hornsolutions.de

Grüüüße Frank
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  #24  
Alt 17.03.2019, 01:16
Janus525 Janus525 ist gerade online
 
Registriert seit: 14.08.2015
Beiträge: 3.832
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Zitat:
Zitat von wgh52 Beitrag anzeigen
Nur damit keine Mißverständnisse entstehen. Du meinst sicher einen parametrisches Equalizer-Filter (PEQ), auch die Displayangaben sprechen dafür. Ausserdem folgt die Modenverteilung selten/nicht der Charakteristik von Kammfiltern. Diese sind hier beschrieben.

Grüße, Winfried

Hallo Winfried,

Du hast natürlich Recht, ich habe an ein Kerbfilter gedacht und Kammfilter hingeschrieben, sorry...

Um die Raumresonanz wegzubekommen, setze ich den EQ nicht als solchen für irgendwelche anderen Frequenzgangsbegradigungen ein, sondern brauche ihn nur und ausschließlich an dieser einen Stelle bei 40Hz. Durch die Möglichkeit die Filtercharakteristik inklusive aller Parameter bei diesem Gerät völlig frei wählen zu können, war das für mich zu diesem Zweck das geeignete Tool.

Damit wollte ich auch nur zeigen, dass man Raummoden, die sonst nur durch aufwändige Umbaumaßnahmen in den Griff zu bekommen wären, auch auf diese Weise bekämpfen kann.

Viele Grüße: Wolfgang
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  #25  
Alt 17.03.2019, 01:52
wgh52 wgh52 ist offline
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OK Wolfgang,

Auch ich setze PEQs seit vielen Jahren erfolgreich zur Modenanregungsverringerung ein.

Grüße,
Winfried
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  #26  
Alt 17.03.2019, 04:06
modmix modmix ist offline
 
Registriert seit: 19.07.2012
Beiträge: 350
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Hallo,

meine Erfahrung: zwei Velodyne DD jeweils in der Nähe der Satelliten spielen fein.

Satelliten sind mit dem DEQX einige msec verzögert angesteuert.

Die Velodyne habe ziemlich niedrigen Klirr (siehe z.B. Way Down Deep III Velodyne DD18) - fein insbesondere mit Blick auf die Fletcher-Kurven: k2 eines 20 Hz wird ca. 20 dB lauter gehört als der Grundton.

Hilfreich beim Einmessen mit den Boardmitteln des Velodyne DD ist die Möglichkeit, neben Amplitude und Güte auch die Frequenz der EQ einstellen zu können - z.B. aus Erfahrungsbericht Velodyne DD-15


Hat ein paar Wochen gedauert, bis alles zu meiner Zufriedenheit eingestellt war - hat die Mühe gelohnt; kann ich nur empfehlen.

Ulli


PS:
Velodyne SMS-1 bietet die EQ der DD, wenn man einen anderen Sub nutzen möchte.
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  #27  
Alt 17.03.2019, 10:56
söckle söckle ist offline
 
Registriert seit: 14.07.2018
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...in den meisten Fällen ist ein PEQ das Mittel der Wahl wenn man tiefen Bass "ohne" Dröhnen haben will. Akustische Maßnahmen sind einfach viel zu aufwändig. Man muss sich aber dennoch klar machen, dass man eben nur die Anregung verringert, und sich an der durch den Raum vorgegebenen Nachhallzeit nichts ändert....

Dennoch ein guter Kompromiss.

P.S.: Wenn man wirklich nur die erste Mode angehen will und dazu noch analog, finde ich den Thel PEQ interessant: http://www.thel-audioworld.de/module/Filterzone/EQX.htm
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Gruß
söckle
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  #28  
Alt 17.03.2019, 11:10
Janus525 Janus525 ist gerade online
 
Registriert seit: 14.08.2015
Beiträge: 3.832
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Zitat:
Zitat von söckle Beitrag anzeigen
Man muss sich aber dennoch klar machen, dass man eben nur die Anregung verringert, und sich an der durch den Raum vorgegebenen Nachhallzeit nichts ändert....

Morgen Söckle,

das ist natürlich richtig. In diesem Raum, den Du auf dem Foto siehst, war ich aber nicht bereit eine Wand rauszunehmen (was gegangen wäre) oder riesige Bassfallen einzubauen.

Viele Grüße: Wolfgang
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  #29  
Alt 17.03.2019, 11:55
maasi maasi ist offline
 
Registriert seit: 28.12.2008
Beiträge: 1.588
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Zitat:
Zitat von modmix Beitrag anzeigen
Hallo,

meine Erfahrung: zwei Velodyne DD jeweils in der Nähe der Satelliten spielen fein.

Satelliten sind mit dem DEQX einige msec verzögert angesteuert.

Die Velodyne habe ziemlich niedrigen Klirr (siehe z.B. Way Down Deep III Velodyne DD18) - fein insbesondere mit Blick auf die Fletcher-Kurven: k2 eines 20 Hz wird ca. 20 dB lauter gehört als der Grundton.

Hilfreich beim Einmessen mit den Boardmitteln des Velodyne DD ist die Möglichkeit, neben Amplitude und Güte auch die Frequenz der EQ einstellen zu können - z.B. aus Erfahrungsbericht Velodyne DD-15
Hat ein paar Wochen gedauert, bis alles zu meiner Zufriedenheit eingestellt war - hat die Mühe gelohnt; kann ich nur empfehlen.

Ulli


PS:
Velodyne SMS-1 bietet die EQ der DD, wenn man einen anderen Sub nutzen möchte.


Hallo Ulli,

Du hast schon recht. Die Velodyne-DD-Familie ist im Subwoofer-Bereich ganz vorne mit dabei. Ich würde sogar behaupten, 2005/2006 gab es insofern noch nichts Vergleichbares (heute bauen allerdings auch andere Firmen genauso gute Subs). Nicht ohne Grund habe ich dem Velo DD-15 fast 10 Jahre die Treue gehalten. Die anderen Subwoofer davor kamen - und wurden schon ruck-zuck wieder aussortiert.

Und Du machst aus meiner Sicht wirklich viel richtig: Zwei Subs sind besser als einer (gleichmäßigere Raumanregung). Und eine zeitliche Verzögerung der Satelliten (soweit zeitlich passend) ist natürlich klasse > genau darauf zielte ja der Beitrag von Hubert Reith ab.

Trotzdem ist mein persönliches Motto in diesem Bereich mittlerweile "Vorbeugen ist besser als Heilen". Raummoden, die ich erst gar nicht (so stark) anrege, brauche ich nicht nachträglich wieder korrigieren. Das ist garantiert nebenwirkungsfrei. Bei mir ist der Bass jedenfalls mit einer kardioiden Bassabstrahlung in jeder Hinsicht besser als früher mit der Kombi Ayon Audio Goshawk (davor Audiodata Ambiance) plus eingemessenem Velodyne DD-15.

Aber wie gesagt, Deine Lösung finde ich auch sehr gut. Jeder muss seinen Weg finden - und ganz viel hängt im Bassbereich vom jeweiligen Hörraum ab.

VG Uli
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  #30  
Alt 17.03.2019, 12:45
söckle söckle ist offline
 
Registriert seit: 14.07.2018
Beiträge: 1.200
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....mittlerweile gibt es schon relativ günstige Möglichkeiten Sub und Sat sehr gut zu kombinieren. Neben den schon genannten z.B. auch eine miniDSP SHD 4- Kanal Vorstufe. Man setzt da zunächst wie gewohnt die Filter (Trennung, PEQs) und dann wird mit Dirac entzerrt, auch im Zeitbereich. Letzteres gibt es eben noch nicht sooo lange. Und schon garnicht zu diesem Preis. Dirac verspricht eine optimierte Sprungantwort, damit sollte ein sauberer Phasenuebergang zwischen Sub und Sat gewährleistet sein - zumindest theoretisch...


Ja, Kardioide und Dipole sind sicher auch ein guter Ansatz. Im Hifi Bereich fristen die nur aus welchen Gründen auch immer ein Schattendasein....
__________________
Gruß
söckle
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