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Trinaurale Erlebnisse Berichte und Hörerfahrungen im Zusammenhang mit der trinauralen Wiedergabe

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  #1  
Alt 05.12.2007, 21:58
OpenEnd OpenEnd ist offline
OpenEnd Admin
 
Registriert seit: 27.11.2007
Beiträge: 6.911
Standard Das Trinaural Wochenende bei Claus Bücher in Taunusstein

Hallo Claus,

erst einmal danke schön dafür, dass du das Trinaural-Wochenende durchgeführt hast. Für mich stellt sich die Frage, ob man so etwas wie die Trinaural-Wiedergabe in einem solchen Rahmen überhaupt einem mehr oder weniger geneigten Publikum nahe bringen kann.

Dem geneigten Publikum kann man natürlich auch unter nicht optimalen Bedingungen so etwas zeigen. Den weniger Geneigten bietet man nur Munition für ihre Abwehrhaltung. Es muss vollkommen klar sein, dass verschiedene Menschen sich aus Kostengründen Trinaural nicht leisten können, den Nächsten der dritte Lautsprecher vor dem geliebten Fernseher rum stehen würde und wieder Anderen vielleicht das Fabrikat nicht passt. Alle diese werden sich innerlich gegen Trinaural positionieren. Sie werden die Schönheit von Trinaural gar nicht entdecken können und wollen. Sie kommen zu der Veranstaltung, um ihre Ablehnung zu manifestieren.

Die nächste Gruppe ist offen, aber findet am äußeren Platz in der letzten Reihe nicht den Zugang zu Trinaural. Die nächsten wieder können ihre Stereo-Hörgewohnheit nicht schnell genug ablegen. Diese Gruppe ist aber neugierig und wird sich zu einem weiteren individuellen Hörtermin einfinden.

Die dritte Gruppe erkennt innerhalb von wenigen Sekunden die unbestreitbaren Vorteile von Trinaural und denkt dar über nach, ob und wie sie diese Wiedergabeform in ihrem Hörraum integrieren können. Zu dieser Gruppe gehöre ich. Daher habe ich mir den Prozessor auch gleich gekauft. Nun muss ich damit meine eigenen Erfahrungen sammeln. Grundsätzlich muss ich sagen, dass die Trinaural-Wiedergabe bezogen auf reine Stereo-Wiedergabe einen richtigen Sprung nach vorne macht. Das war an sämtlichen deiner Vorführanlagen zu hören. Es verbessert sich die räumliche Wiedergabe und die Stimmdefinition durch den dritten Lautsprecher ist deutlich verbessert. Der Effekt ist je nach Aufnahmeverfahren der Tonquelle mehr oder weniger stark. Q-Sound mag Trinaural gar nicht. Q-Sound ist allerdings auch nur Effekthascherei. Ungünstigerweise war die Bestuhlung der Hörräume nicht praxisgerecht. Daher konnte man die Vorteile nur richtig wahrnehmen, wenn man sich den Hörplatz entsprechend gewählt hat. Diesen Effekt höre ich auch bei mir zu Hause.

Trinaural muss man nicht unbedingt haben. Wenn einem normale Stereo-Wiedergabe ausreicht, gibt es keine Notwendigkeit. Allerdings bietet Trinaural noch mal richtig mehr, wenn man diese räumliche Darstellung mag. Dazu vermindert Trinaural die Abhängigkeit vom Sweet-Spot, was uns als Doppelpack-Hörer entgegen kommt.
Die von TMR geschilderten Eindrücke vom Prozessor kann ich bisher nicht nachvollziehen. Das wird erst dann möglich, wenn ich eine mir bekannte Kombination mit und ohne Prozessor gehört habe.
Von meiner Seite kann ich sagen, dass der Trianural-Prozessor meine Wohnung nicht mehr ernsthaft verlässt. Mir gefällt Trinaural ausgesprochen gut. Ich finde es inzwischen sogar toll, dass in der Mitte ein zusätzlicher Lautsprecher steht, den man einfach trotz Bemühen nicht hört, sondern lediglich die Musik auf der Bühne, die sich hinter den drei Lautsprechern befindet.

Grüßle vom Charly
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  #2  
Alt 06.12.2007, 12:31
OpenEnd OpenEnd ist offline
OpenEnd Admin
 
Registriert seit: 27.11.2007
Beiträge: 6.911
Standard AW: Das Trinaural Wochenende bei Claus Bücher in Taunusstein

Hallo Leutz,

ein großes Problem beim Erkennen der trinauralen Schönheit besteht darin, mit der präziseren Wiedergabe durch den Mittenkanal zurechtzukommen. Wenn man bisher nur das mehr oder weniger präzise Phantomsignal gewöhnt ist, kann einem die Psychoakustik einen ganz schönen Streich spielen.
Nicht umsonst sagt Bongiorno, dass verschiedene Menschen wohl Tage brauchen, um sich mit Trinaural zu Hause zu fühlen. Bei anderen (z.B. Edith, meinen Kindern und mir) ging es in Bruchteilen von Sekunden. Sofort war dieser tolle Effekt zu hören. Ohne Grund hätte ich garantiert nicht das Geld für den Prozessor gelegt.

Wichtig ist, dass man Interessenten an einer optimal eingestellten Anlage auf dem optimalen Platz trinaural anbietet. Die Vorführungen mit vielen Stühlen im Raum bringt nicht die Erkenntnis, schon gar nicht, wenn Zuhörer innerlich in Abwehrhaltung sind.

Mein Vorschlag dazu wäre, einen Hörplatz optimal aufzubauen und die Vorführung so aufzubauen, dass in einem Vorführzyklus alle Personen aus dem Raum mal auf den optimalen Hörplatz durchwechseln können. Erst, wenn man dort gesessen hat, fällt es einem auch leicht, die Vorteile von irgendwelchen anderen Plätzen aus zu erkennen.

Darüber hinaus würde ich eine Umschaltung implementieren, bei der man zwischen Stereo und Trinaural umschalten kann.

In anderen Foren habe ich gelesen, dass verschiedene Menschen die klangliche Darstellung via Prozessor als klanglichen Nachteil empfanden und dafür den Prozessor verantwortlich machten. Nun kann es sein, dass auch dabei die Psychoakustik eine Rolle spielt, indem sie suggeriert, dass ein zusätzliches analoges Gerät in der Kette eine Verschlechterung bringen muss. Diesen Effekt muss man noch mit Langzeittests überprüfen. Kann sein, muss aber nicht sein.

Den Prozessor werden wir uns auch unter schaltungs-klangtechnischen Gesichtspunkten anschauen.

Für mich kann ich ganz klar feststellen, dass ich nicht mehr "nur stereo" hören möchte. Trinaural ist selbst dann besser, wenn kleine Unzulänglichkeiten vorhanden wären.

Grüßle vom Charly

__________________
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  #3  
Alt 22.02.2010, 18:02
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 7.460
Standard AW: Das Trinaural Wochenende bei Claus Bücher in Taunusstein

Hier möchte ich mich jetzt mal einklinken. Claus war am Wochenende so nett und hat mir die Möglichkeit gegeben, Trinaural einmal erleben zu können an 3 Geithains, welche es genau waren, weiß ich jetzt gar nicht mehr, glaub 2 ME 160 + Mo2 in der Mitte waren es.

Was mir auffiel, war, daß die Mittendarstellung sehr präzise damit geriet, und dabei einen hohen Grad an Authentizitätsgefühl aufkommen ließ. Der Raum um die Sänger/innen und Instrumente geriet weiträumiger, plastischer, außerdem behielt die Mitte ihre Prägnanz, wenn man im Raum herumwanderte. Wo bei herkömmlicher Stereophonie mit 2 Lautsprechern die Mitte und die Raumanmutung verlorengeht, bleibt sie bei trinauraler Wiedergabe in hohem Maße erhalten, man ist also nicht so penibel auf den sweet spot angewiesen. Insgesamt hat mir die Darbiertung sehr gefallen können. In der Tat eine Form von Wiedergabe, die Stereo mittels zweier Lautsprecher imho überlegen ist. Es bedarf schon einer gewissen Einhörungszeit, damit man sich darauf einstellen und gewöhnen kann, aber nach wenigen Stücken war ich mir sicher im Urteil, daß mir Tinaural besser gefällt als Stereo.

Claus, danke für die Möglichkeit, diese interessante Geschichte einmal in Erfahrung bringen zu können.

Gruß
Franz
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  #4  
Alt 22.02.2010, 19:47
Claus B Claus B ist offline
 
Registriert seit: 27.11.2007
Beiträge: 2.127
Standard AW: Das Trinaural Wochenende bei Claus Bücher in Taunusstein

Hallo Franz,

die Lautsprecher waren die aktiven RL 940 als Seite und in der Mitte eine 933K und als Sub meistens der Basis 3.



Gruß

Claus

Geändert von Claus B (22.02.2010 um 19:55 Uhr).
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  #5  
Alt 22.02.2010, 20:00
wgh52 wgh52 ist offline
Aktiv-LS Fan
 
Registriert seit: 16.12.2007
Beiträge: 861
Standard AW: Das Trinaural Wochenende bei Claus Bücher in Taunusstein

Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen
... In der Tat eine Form von Wiedergabe, die Stereo mittels zweier Lautsprecher imho überlegen ist. ... nach wenigen Stücken war ich mir sicher im Urteil, daß mir Tinaural besser gefällt als Stereo.
Franz,

nach einschlägiger Erfahrung mit den Folgen ähnlicher Urteile über Komponenten aus Deiner Feder (u.a. Audiovolver ) habe ich kurz- bis mittelfristig schlimmste Befürchtungen für das Wohlergehen Deines Sparschweines...

Ich rätsele auch wie ich Trinaural (irgendwann) in mein Wohnzimmer integriert kriege und wie ich das dann mit der ganzen DSP Geschichte kombinieren soll. Es ist ja immer alles Stareo...


Gruss,
Winfried
__________________
Perception is Reality!
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  #6  
Alt 22.02.2010, 20:26
audiohexe audiohexe ist offline
Zickie-Mickie
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 3.793
Standard AW: Das Trinaural Wochenende bei Claus Bücher in Taunusstein

Zitat:
Zitat von wgh52 Beitrag anzeigen
Ich rätsele auch wie ich Trinaural (irgendwann) in mein Wohnzimmer integriert kriege und wie ich das dann mit der ganzen DSP Geschichte kombinieren soll. Es ist ja immer alles Stareo...


Gruss,
Winfried
Hallo Winfried,

es ist solange Stereo, bis es in den Trinaural-Prozessor reingeht - danach kommt Trinaural raus...

Aber Franz hat Recht, die Aufstellung mit den 940ern und der 933K im Studio (mehr Wohnzimmer als Studio) bei Claus war einfach prima und der resultierende Sound umwerfend!
__________________
Grüßle von der Audiohexe




Und nun verstand ich es, das Geheimnis der Musik, ich verstand, warum sie allen anderen Künsten so turmhoch überlegen ist: Es ist ihre Körperlosigkeit.
Wenn sie sich einmal von ihrem Instrument gelöst hat, dann gehört sie wieder ganz sich selbst, ist ein eigenständiges freies Geschöpf aus Schall, schwerelos, körperlos, vollkommen rein und in völligem Einklang mit dem Universum.
(von Walter Moers)
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  #7  
Alt 22.02.2010, 20:41
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 7.460
Standard AW: Das Trinaural Wochenende bei Claus Bücher in Taunusstein

Zitat:
Franz,

nach einschlägiger Erfahrung mit den Folgen ähnlicher Urteile über Komponenten aus Deiner Feder (u.a. Audiovolver ) habe ich kurz- bis mittelfristig schlimmste Befürchtungen für das Wohlergehen Deines Sparschweines...
Danke, daß du was auf meine Urteile gibtst.

Bei der Trinauralgeschichte hat mein Sparschwein insofern Glück, als daß ich wirklich keinen Raum dafür hätte, um das verwirklichen zu können. Hätte ich ihn, wäre ich ganz schnell bei 3 Silbersands. So muß ich bei Stereo bleiben. Ist ja auch ganz nett, aber diese Trinauralsache - setzt man sie konsequent mit hochwertigen Lautsprechern und Zuspielern um - kommt dem Gefühl, live dabeizusein näher als Stereo. Das hab ich erkennen.können und für mich mitgenommen.

Gruß
Franz
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  #8  
Alt 22.02.2010, 20:49
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 7.460
Standard AW: Das Trinaural Wochenende bei Claus Bücher in Taunusstein

Zitat:
die Lautsprecher waren die aktiven RL 940 als Seite und in der Mitte eine 933K und als Sub meistens der Basis 3.
Stimmt, jetzt, wo ich´s wieder sehen kann auf dem Bild. Die kleinen schnuckeligen Dinger machten das wirklich schon prima.

Gruß
Franz
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  #9  
Alt 23.02.2010, 00:14
Replace E Replace E ist offline
 
Registriert seit: 07.12.2007
Beiträge: 2.062
Standard AW: Das Trinaural Wochenende bei Claus Bücher in Taunusstein

Die Ausdehnung des Sweetspots zur Sweetzone war klar feststellbar.
Bin da auch ein wenig herum gewandert und konnte das sehr gut hören.

Mit der klanglichen Geamtanmutung habe ich aber nach wie vor meine Probleme.

Da ich bei mir eh in einem betonierten Sweetspot höre und von daher keine Verbesserung brauche, fremdle ich mit Tri auch weiterhin....

Bin halt Binauralist durch und durch.
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  #10  
Alt 23.02.2010, 00:16
Claus B Claus B ist offline
 
Registriert seit: 27.11.2007
Beiträge: 2.127
Standard AW: Das Trinaural Wochenende bei Claus Bücher in Taunusstein

Hallo Rainer,

wenn ich in den Sommerurlaub fahre,dann leihe ich Dir mal was

Und nach zwei Wochen möchte ich dann Deine Meinung lesen

Gruß

Claus
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