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Blindtests und "Verblindete Tests" Dieses Forum beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von "Verblindeten Hörtests"

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  #11  
Alt 28.07.2014, 12:47
Marley
 
Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen
Darüber hinaus mache ich des öfteren verblindete Experimente, wo ich gar nicht weiß, was wie verändert wurde.
Und konntest du bei diesen verblindeten Tests genau so gut Unterschiede zwischen versch. Geräten heraushören, als "sehenderweise"?
Zitat:
Ich seh das alles sehr gelassen und locker.
So soll es ja auch sein.

Übrigens, niemand braucht bei "Verblindung" mehr Stress zu haben, als ohne.
Wenn Du beim Musikören oder Vergleichen einfach die Augen schließt (ist genau das gleiche), hast Du ja auch nicht plötzlich mehr Stress, oder?
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  #12  
Alt 28.07.2014, 13:17
Sepp Sepp ist offline
 
Registriert seit: 22.09.2008
Beiträge: 1.018
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Wir besitzen fünf Sinne. Mancher auch sechs.
Warum sollten wir diese gerade beim Hören
von Musik nicht nutzen.

Essen wir blind ?
Essen wir mit Nasenzwicker,
weil wir uns den Geschmack sowieso
vorstellen können ?
Essen wir ohne Gewuerze ?
Essen von Tellern der Firma
Rosenthal ist völlig unsinnig,
da der Geschmack nicht beeniflusst wird ?
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  #13  
Alt 28.07.2014, 13:27
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 6.860
Standard

Zitat:
Und konntest du bei diesen verblindeten Tests genau so gut Unterschiede zwischen versch. Geräten heraushören, als "sehenderweise"?
Ich führe ja nicht Buch darüber, wann ich unter welchen Umständen, ob nun sehend oder nicht, Unterschiede bemerke. Mal fällt mir was auf, mal nicht. Eine Kaufentscheidung fälle ich erst, wenn ich etwas zu Hause für eine Zeit lang ausprobieren konnte. Das mach ich in der Regel sehend.

Gruß
Franz
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  #14  
Alt 28.07.2014, 13:27
Marley
 
Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat von Sepp Beitrag anzeigen
Wir besitzen fünf Sinne. Mancher auch sechs.
Warum sollten wir diese gerade beim Hören
von Musik nicht nutzen.
Ich gebe Dir ja völlig recht, dass bei der Beurteilung von Musik über eine bestimmte Hifi-Kette (oder auch einzelnen Komponenten) auch andere Sinne eine Rolle spielen und wichtig sind.
Das bedeutet aber auch im Umkehrschluss, dass Du Deinen Ohren alleine nicht traust, wenn es um die Beurteilung von klanglichen Unterschieden geht, oder sehe ich das falsch?
Mit Zitat antworten
  #15  
Alt 28.07.2014, 13:47
Marley
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen
Eine Kaufentscheidung fälle ich erst, wenn ich etwas zu Hause für eine Zeit lang ausprobieren konnte. Das mach ich in der Regel sehend.
Dann handelt es sich auch vermutlich nur um EIN Gerät, und da macht es ja auch Sinn.
Was aber, wenn Du zwei oder drei Geräte zuhause hast, und die auschließlich klanglich (!!) vergleichen willst.
Wie schließt Du es aus, dass Dein Seh- und Dein Tastsinn Deinen Hörempfindungen einen Strich durch die Rechnung macht, indem sie "manipulierend" wirken, Stichwort Sinnestäuschung?

Anders gefragt, Franz, wie schließt Du es aus, dass Du das jeweils teurere, wertigere und hübschere Gerät nicht auch letztlich deswegen als "klanglich besser" beurteilst, obwohl es de facto u.U. gar nicht so ist?

Geändert von Marley (28.07.2014 um 13:52 Uhr).
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  #16  
Alt 28.07.2014, 14:02
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 6.860
Standard

Zitat:
wie schließt Du es aus, dass Du das jeweils teurere, wertigere und hübschere Gerät nicht auch letztlich deswegen als "klanglich besser" beurteilst, obwohl es de facto u.U. gar nicht so ist?
Ganz einfach, indem ich meiner Hörerfahrung und meinem Urteil vertraue. Soviel Selbstbewußtsein hab ich schon. Oft war auch etwas besser in meinen Ohren, was billiger war. Mit dem Preis hat Qualität nicht so viel zu tun, wie manche denken. Letztendlich hängt es davon ab, ob jemand etwas konstruiert und gebaut hat, von dem er wirklich was versteht. Ich beurteile nur mit meiner auditiven Wahrnehmung, ob es dann meinen Vorstellungen von einem "guten Klang" entspricht. Das entscheide ich also ganz subjektiv. Ich brauch also auch niemanden, der mir sagt, ob es da einen Unterschied gibt oder nicht. Das entscheide ich ganz allein für mich durch Zuhören. Es dreht sich also auch alles nur darum, was ich wahrnehmen kann oder auch nicht. Was andere wie hören, weiß ich nicht, hilft mir auch nicht. Und täuschen kann man sich auch, weil man Mensch ist. Das möchte ich auch bleiben, bin ja keine Maschine.

Gruß
Franz
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  #17  
Alt 28.07.2014, 14:10
Marley
 
Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen
Ich beurteile nur mit meiner auditiven Wahrnehmung, ob es dann meinen Vorstellungen von einem "guten Klang" entspricht.
Mit Verlaub, Franz, aber das funktioniert nicht.
Sobald Du das Gerät "siehst", bist du schon "befangen", was Deine auditive Urteilsfähigkeit anbelangt.

Genau aus dem Grund macht man ja auch verblindete Tests, um eben genau diese Befangenheit abzulegen, bzw. nicht wirken zu lassen.

Zitat:
Ganz einfach, indem ich meiner Hörerfahrung und meinem Urteil vertraue.
Ich glaube Dir gern, dass Du eine Menge Hörerfahrung hast. Ich glaube allerdings nicht, dass Du deine bisherigen Urteile über Hifi-Geräte allesamt ausschließlich durch Deine "Hörempfindung" gefällt hast.

Geändert von Marley (28.07.2014 um 14:15 Uhr).
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  #18  
Alt 28.07.2014, 14:15
mannitheear mannitheear ist offline
 
Registriert seit: 23.10.2011
Beiträge: 1.221
Standard

Zitat:
Zitat von Marley Beitrag anzeigen
Mit Verlaub, Franz, aber das funktioniert nicht.
Sobald Du das Gerät "siehst", bist du schon "befangen", was Deine auditive Urteilsfähigkeit anbelangt.

Genau aus dem Grund macht man ja auch verblindete Tests, um eben genau diese Befangenheit abzulegen, bzw. nicht wirken zu lassen.
Doch, das funktioniert schon! Ich hatte schon oft genug Hörerlebnisse, die der Erwartungshaltung diametral entgegengesetzt waren - sowohl in positiver als auch negativer Richtung. Das ist dann ein tolle Sache, denn man kann sich in einem solchen Fall sicher sein, keinen (Auto-) Suggestionen zu unterliegen.

LG
Manfred
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  #19  
Alt 28.07.2014, 14:28
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 6.860
Standard

Marley,

du kannst glauben, was du willst, ich tu`s auch.

Ich habe und hatte hier oft Geräte stehen, die die meisten für häßlich angesehen hätten, Optik ist für mich kein entscheidendes Kriterium. Guter Klang bzw. das, was ich dafür halte, jedoch schon. Einem Gerät, das Musik gut wiedergibt, verzeihe ich schon, wenn es optisch nicht so toll daherkommt, einem Gerät, das optisch verführerisch ausschaut, aber schlecht klingt, verzeihe ich das nicht.

Ich hab da wie gesagt meine eigenen Anforderungen an das, was Geräte leisten sollen. Andere werden andere haben. Ich würde denen auch nicht sagen wollen, wie sie es zu halten haben. Und noch weniger würde ich ihnen ihre Eindrücke ausreden wollen. Eindrücke hat man. Man sollte sie einfach respektieren.

Gruß
Franz

Geändert von Franz (28.07.2014 um 14:34 Uhr).
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  #20  
Alt 28.07.2014, 15:23
Zwodoppelvier Zwodoppelvier ist offline
inaktiv
 
Registriert seit: 08.12.2010
Beiträge: 942
Standard

Hallo miteinander,

Zitat:
mannitheear hat geschrieben:
"Ich hatte schon oft genug Hörerlebnisse, die der Erwartungshaltung diametral entgegengesetzt waren - sowohl in positiver als auch negativer Richtung. Das ist dann ein tolle Sache, denn man kann sich in einem solchen Fall sicher sein, keinen (Auto-) Suggestionen zu unterliegen."
Kann auch ich bestätigen und ist der Grund, warum ich meiner Wahrnehmung vertraue. Ausnahmen gibt es natürlich, wenn ein Eindruck unter ungünstigen Umständen zustande kommt; z.B. komplett andere Kette und Hörraum oder gänzlich andere Musik als mir vertraut, nur kurzes Hineinhören, etc.

Trotzdem noch diese Überlegung: selbst wenn die Qualitätseinstufung von den Faktoren Optik/Haptik beeinflußt sein sollte - beim täglichen Gebrauch der Geräte kommen ja auch nicht Augenbinde und Handschuhe zum Einsatz. Ein gewisser Aufpreis für eine auch den übrigen Sinnen angenehme Qualität ist doch gerechtfertigt.

Viele Grüße
Eberhard
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