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Diverses Dieses und jenes

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  #1  
Alt 30.03.2015, 15:30
Wolli_Cologne Wolli_Cologne ist offline
 
Registriert seit: 21.01.2015
Beiträge: 703
Standard Old School vs aktuelle Geräte

Ich bin zurzeit irgendwie auf dem Vintage Trip. In diesem Zusammenhang die Frage an euch, was sich aufgrund eurer Erfahrungen (!) in den letzten 20 Jahren klanglich wirklich verbessert hat. Die Entwickler in den 90er haben sicher nicht weniger Gehirnschmalz in ihre Produkte gesteckt und wenn man sich das ein oder andere Innenleben damaliger Komponenten anschaut, wurde da ein ziemlich großer Aufwand bis ins Detail betrieben.

Das würde mich wirklich interessieren und ich hoffe, dass sich hier eine nette Unterhaltung entwickelt. So ein bisschen von damals erzählen ist ja auch mal ganz schön.


Viele Grüße

Wolfram
__________________
Kopfhörer: Shure SRH1840
Player: Apple Mac Pro Workstation / Audirvana Plus
Kopfhörerverstärker / DAC: ifi micro iDSD Black Label
Sonstiges: Audioquest Forest USB, Streaming-Dienst Qobuz (Sublime) + Fritz NAS
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  #2  
Alt 30.03.2015, 15:57
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 7.269
Standard

Gerätschaften aus vergangenen Jahrzehnten sind mit Sicherheit um nichts schlechter als es moderne Gerätschaften sind. Es kommt immer nur darauf an, wer womit und wie die gebaut sind. Es gibt auch heute noch Oldtimer, die klangvolle Namen haben und deren Erbauer damals wie heute bei Kennern einen hohen Stellenwert genießen.

Man muß wissen, wonach man sucht, so allgemein kann man wenig sagen.

Wichtig ist, daß man Bezugsquellen für eventuell nötige Originalersatzteile oder gar service-Center kennt, denn die Zeit geht natürlich nicht spurlos an solchen Schätzchen vorbei. Falls es mal Revox-Sachen sein sollten, kenne ich eine vorzügliche Adresse, wo du bestens erhaltene Stücke bekommen könntest bzw. instand setzen lassen könntest.

Aber auch andere Oldies können lohnen, wie gesagt, mußt du eingrenzen, wonach du suchst, dann kann man vielleicht konkretere Tipps geben.
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  #3  
Alt 30.03.2015, 18:25
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
Missetäter
 
Registriert seit: 19.12.2013
Beiträge: 2.975
Standard

Sicher sind alte Geräte unter Umständen zu bevorzugen, wenn man sie für einen guten Preis bekommt, anstatt neue Geräte für dasselbe Geld.
Liebhaber haben sowieso andere Kriterien.
Wenn man sie aus einer qualifizierten Werkstatt bekommt wie dem Klangmeister-Netzwerk, dann wird es an Qualität auch nicht mangeln.
__________________
"Wer herausgeht, muß auch wieder hereinkommen."
Herbert Wehner
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  #4  
Alt 30.03.2015, 18:38
Rudi Rudi ist offline
 
Registriert seit: 12.01.2011
Beiträge: 388
Standard old school

Ich habe auch mal eine alte Röhrenendstufe besessen. Die war von Eternal Arts, also von Dr. B. Schwäbe. 2a3-SE aus alten Bauteilen. Die war und ist fantastisch. Wem 2 x 2 W genügen hat den Himmel auf Erden. Zusätzlich war es ein absoluter optischer Genuss.

VG
Rüdiger
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  #5  
Alt 30.03.2015, 18:43
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
Missetäter
 
Registriert seit: 19.12.2013
Beiträge: 2.975
Standard

Zitat:
Zitat von Rudi Beitrag anzeigen
Röhrenendstufe

Wem 2 x 2 W genügen
War bestimmt in Wahrheit ein Vorverstärker.

__________________
"Wer herausgeht, muß auch wieder hereinkommen."
Herbert Wehner
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  #6  
Alt 30.03.2015, 19:01
Rudi Rudi ist offline
 
Registriert seit: 12.01.2011
Beiträge: 388
Standard

Zitat:
Zitat von Wonneproppen Beitrag anzeigen
War bestimmt in Wahrheit ein Vorverstärker.

Für viele Lautsprecher reicht es sicherlich nicht.

In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass die Leistungsaufnahme für die abgegeben "Wättchen" natürlich immens ist. Dafür waren es in den Räumen immer schön warm!!

VG
Rüdiger
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  #7  
Alt 30.03.2015, 19:21
Oliver Oliver ist offline
 
Registriert seit: 19.02.2012
Beiträge: 1.082
Standard

Hi Wolfram.

Nette Idee, dieser Thread.
Meiner Erfahrung nach hat sich klanglich schon was getan. Besonders die Auflösung in der Brot und Butter Klasse ist meiner Meinung nach besser geworden.

Meine HiFi Begeisterung nahm ihren Anfang in den 80'ern mit einem kleinen Harman Kardon Verstärker und einem Paar T+A PP160 (glaube so war die Bezeichnung).
Gekauft hatte ich den Verstärker bei Lischper in Mönchengladbach.Das war der Hifi Tempel schlechthin.Sehr schade, daß es den nicht mehr gibt.Da waren schon damals sauteure High End Klamotten zu bekommen.
Es war schon was besonderes von dort was zu kaufen.
Selbst bei dem kleinen Harman wurde seitens Lischper vor Auslieferung nochmals Hand angelegt und irgendetwas raus operiert was dem Klang abträglich sein sollte.
Noch mehr Mühe machte sich der Laden mit Tape Decks.Die wurden erstmal eingemessen, also der Tonkopf justiert und ein Messprotokoll wurde erstellt.
Ich schweife ab ........
Dem kleinen Harman folgte ein großer. Es war der HK 6500 .Ein echter Brocken , der damals so um die 1000 DM kostete.
Das Teil hat mir sehr viel Freude bereitet.Der hatte einen Wums !
Dieses Klangbild hat mich tatsächlich geprägt. Fett, mit breiter Brust und schönen Klangfarben.
Insgesamt waren die Geräte aus den 80'ern/90'ern wesentlich voller abgestimmt.
Bei den T+A lösten sich nach Jahren leider die Sicken auf.
Nachfolger wurden ein Paar Canton RCL, die ich immer noch habe.
Die Kombi Harman/Canton war in der Nachbarschaft sicher sehr unbeliebt
Ich hatte viel Freude damit. Besonders das Album "Reverence" von Faithless ging brachial gut ab.
Der Harman brachte die Doppelbässe der RCL fast bis an ihre Grenzen.

Als der Harman irgendwann starb (er wartet immer noch auf Wiederbelebungsmaßnahmen, da ich mich nicht ganz von ihm trennen wollte), hatte ich echt Schwierigkeiten einen passenden Ersatz zu finden.
Das einzige was in meinen Ohren funktionierte war ein Musical Fidelity X-150.
Der hatte zwar nicht mehr diese brachiale Power, klang aber auch nicht so dünn und unnatürlich wie viele andere Verstärker , die ich mir im Vergleich anhörte.
Mit dem Musical Fidelity machte ich ganz neue Erfahrungen.
Der Klang nicht nur schön füllig, sonder konnte auch was bezüglich Auflösung .
Da war plötzlich viel mehr in der Musik als ich es vorher je hätte erahnen können.
Ab nun an war ich süchtig !
Süchtig nach noch mehr Klang und Auflösung.
Die Sucht nimmt immer skurrilere Formen an
Mitlerweile bastel ich Netzkabel
Schrecklich
Aber der Spaß ist ungebrochen !!!
__________________
Gruß,
Oliver
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  #8  
Alt 30.03.2015, 20:38
Suedalpler Suedalpler ist offline
 
Registriert seit: 15.09.2013
Beiträge: 473
Standard

Hallo zusammen,
aus technischer Sicht hat sich schon was getan, und dazu sogar in die richtige Richtung.

So sehen heute die Fremdspannungsabstände der meisten Geräte deutlich besser aus. Die Gründe dafür sind vielfältiger Natur:
1. die digitale Technik hat sich ausgebreitet und dominiert die Landschaft. Da hier eine höhere Ausgangsspannung vorliegt, braucht der nachfolgende Verstärker weniger verstärken. Folge: weniger Rauschen seitens der Elektronik
2. die Schaltnetzteile sind endlich Salonfähig geworden (nicht immer, aber immer öfter) und bringen ihre Vorteile endlich zur Geltung. Folge: weniger Brummen (und weniger Rauschen wenn es richtig gemacht ist)
3. bei den Bauteilen hat sich auch noch was getan. So gibt es spez. Audio-Grade Kondensatoren (obwohl einige Uralt-Typen immer noch uptodate sind), Transistoren die noch weniger rauschen und zum Teil auch bessere OPs.
4. man hat endlich den Umgang mit OPs gelernt, so das sich diese Technik nicht mehr vor diskreter Technik verstecken muß (selbst mit uralt OPs)
5. man hat, zumindest zum größten Teil, die Innenverdrahtung kapiert und soweit entwickelt, das man endlich brummfreie Geräte bekommt - selbst wenn der LS-Regler bei offenem Eingang voll aufgedreht ist - und das mit integriertem Netzteil. Dafür mußte man in den 80er noch auf exterene Netzteile setzen. Dazu beigetragen haben auch einige Vorschriften seitens der Gesetzgeber. Da hatten einige Hersteller Mitte der 80er so einige Probleme mit. Stichwort FTZ Norm...

Was mich ausserdem freut ist die Entwicklung bei den Kopfhörern. Schon in den 80ern habe ich spez. KH-Amps für dynamische Kopfhörer gefordert. Und das ein guter KH-Amp gleichzeitig auch ein exellenter Preamp ist dürfte wohl mittlerweile den meisten bekannt sein. Man haben die lange gebraucht...

Mein Fazit: von den sehr guten Geräten aus den 80ern würde ich persöhnlich heute nur noch ganz wenige empfehlen, vielleicht gerade mal eine handvoll (meine jetzt die Elektonik, die Mechanik ist wieder eine andere Geschichte)

Das wars von mir

Gruß

Suedalpler
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  #9  
Alt 30.03.2015, 20:49
Ted Ted ist offline
 
Registriert seit: 30.10.2013
Beiträge: 1.804
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Hallöchen!

Auf dem Vintage-Trip bin ich in anderen Sachen schon länger (Rasierseife plus Hobel statt dem eklig teuren Gilette-Zeugs z.B.).

In Sachen HiFi irgendwie auch ein wenig, denn mein Emitter stammt aus 1997, nähert sich also der 20 Jahre Marke (wobei das dann eher Retro statt Vintage ist). Mein Manger-Wandler hat zwar erst 11 Jahre auf dem Buckel, ist aber soweit ich weiß in den letzten 20 Jahren auch nicht verändert worden. Dafür dient als Quelle eigentlich nur noch mein HiFiAkademie netPlayer, was man wohl eher als Moderne bezeichnen kann.

Ich habe auch noch ein altes Nordmende Röhrenradio von meinem Opa im Wohnzimmer stehen. Zwar mehr als "Design-Element" und Erinnerungsstück, aber das Teil funktioniert tatsächlich noch (obwohl aus dem Jahre 1966 und immer noch mit den ersten Röhren bestückt).

Was ich ein wenig vermisse, ist mein erster CD-Player. Ich weiß die Bezeichnung nicht mehr, war aber wohl einer der ersten CD-Player von Philips im 44cm Format. An dem Teil war nichts aus Plastik, das war ein halber Panzer.

Mein Tape-Deck von damals steht heute noch bei meinem Papa. Ein Aiwa für damals sündteure 1.200 DM. Das Teil hat eine Einmessfunktion für die Kassette, die man bespielen will. Bei einem kurzen Test werden da irgendwelche Parameter eingestellt. Mit den Metall Kassetten von Maxell ergab das wirklich sehr gute Aufnahmen.

Wenn ich so drüber nachdenke... Gott bin ich alt! ;-)))

LG
Jörg
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  #10  
Alt 30.03.2015, 21:22
Zwodoppelvier Zwodoppelvier ist offline
inaktiv
 
Registriert seit: 08.12.2010
Beiträge: 930
Standard

Moin Moin,

mir haben es die noch deutlich älteren Geräte aus den 60er/frühen 70er Jahren angetan.

Verstärker und Tuner stammen beide von 1966 und sind seit Jahren täglich in Gebrauch. Hatte sie vor vielen Jahren aus reiner Neugierde erworben, dann eingemottet und wollte sie vor dem Weiterverkauf nur mal kurz testen... Resultat: s.o.

Es ist wohl nicht so, daß allein neueste Technik besten Musikgenuß ermöglicht. Eine vernünftige Kombination der Geräte und adäquate Platzierung im Raum machen einen großen Anteil aus - das wird rasch unterschätzt.
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