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Mechanisches Room-Tuning Dieses Forum beschäftigt sich mit mechanischen Room-Tuning-Maßnahmen

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  #1  
Alt 31.03.2015, 14:00
maibuN maibuN ist offline
 
Registriert seit: 01.04.2013
Beiträge: 505
Standard Sehr kleine Hörräume - sinnloses Unterfangen?

Hallo,

gibt es eine Mindestgröße des Hörraumes, die man auf keinen Fall unterschreiten sollte, um einen Vernünftigen Klang zu erzielen?

Bspw. in dem Video auf Thomann über die Neumann kh310 sagt der Ton.-Ing, dass es in seinem Studio schon sehr problematisch ist, da der Hörraum zu klein ist mit "nur" 40m^2.

Bei mir hat der Hörraum bswp. nur 15m^2. Sehe ich das richtig, dass man es im Grunde besser sein lassen sollte, da überhaupt Lautsprecher reinzustellen und irgendwas am Raum mechanisch zu optimieren? Wie groß müsste denn der Raum mindestens sein? 40m^2 scheinen ja schon eine ziemliche Notlösung zu sein, vermutlich kann man dann alles darunter total vergessen.

Mein Hörraum, in dem ich in der Vergangenheit schon ca. 10 verschiedene Lautsprecher ausprobiert habe, klingt einfach unterirdisch schlecht. Maße sind ca. 3,80m x 4,20 m, also fast quadratisch, Rigipswände die sich ziemlich hohl anhören, Lamitnatboden, Holzdecke. Egal was man an Lautsprechern reinstellt, es klingt abartig schlecht. Im Bass ist es ein einziges undefinierbares Dröhnen, der Hochton klingt schrill/hallig. Deshalb bin ich vor einiger Zeit auf Kopfhörer umgestiegen.

Könnte man mit entsprechenden Maßnahmen den Raum soweit optimieren, dass ein vernünftiges Hören möglich ist, oder wäre das Aufgrund der Vorbedingungen ohnehin zum scheitern verurteilt? Welche Raumgröße sollte es mindestens sein?
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  #2  
Alt 31.03.2015, 15:14
jakob jakob ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 978
Standard

Nein, es ist kein sinnloses Unterfangen.

Ein Vorteil kleiner Räume besteht darin, dass man nicht so viel akustisch wirksames Material einbringen muss, um Wirksamkeit zu erzielen.

Nach deiner Beschreibung würde ich vermuten, der Raum sei auch ziemlich kärglich eingerichtet.

Natürlich gibt es Beschränkungen, die durch die Raumabmessungen vorgegeben werden, da Hörabstand und mögliche Wandabstände der LS nicht groß werden können. Zu dicht an einem typischen "großen" Mehrwegesystem (nicht koaxial) zu sitzen, wäre z.B. nicht gut.

Rigipswände bieten an sich ganz gute Möglichkeiten bei Bassproblemen, da sie als Plattenabsorber wirken können, aber es ist abhängig von der Dicke, der Befestigung sowie von dem dahinterliegenden Material.
Ungünstig für kleinere Räume sind LS, die durch die vorgegebene Aufstellungsmöglichkeit gleiche (oder sehr ähnliche) Abstände zu mehreren Begrenzungsflächen bekommen.

Berücksichtigt man die Randbedingungen ist mE gute Wiedergabequalität auch in kleinen Räumen möglich, wenn auch meist nicht bis in ganz hohe Wiedergabelautstärkebereiche.
__________________
Gewerblicher Teilnehmer;
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Audiotechnik u.a.
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  #3  
Alt 31.03.2015, 15:20
Franz Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 7.679
Standard

Zitat:
Zu dicht an einem typischen "großen" Mehrwegesystem (nicht koaxial) zu sitzen, wäre z.B. nicht gut.
Kann man so pauschal nicht sagen. Ich sitze 2,40 m entfernt von meinen Lautsprechern (vollaktives, geregeltes 4-Wege-System), wobei der Klang sich völlig von den Lautsprechern löst und es in keinster Weise wie ein Mehrwegesystem wirkt. Es kommt also sowohl auf den Lautsprecher selbst als auch auf die Wahl des Hörplatzes im Raum an und wie dieser mechanisch behandelt worden ist. Daß das tadellos funktioniert, kann ich jederzeit demonstrieren. Mein Raum hat eine Größe von knapp 20 qm, die Deckenhöhe beträgt gar nur 2.03 m, dennoch wird da etwas möglich, was viele gar nicht für möglich halten würden - bis sie es selbst mal erlebt haben.

Geändert von Franz (31.03.2015 um 15:27 Uhr).
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  #4  
Alt 31.03.2015, 15:20
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
Missetäter
 
Registriert seit: 19.12.2013
Beiträge: 3.195
Standard

Zitat:
Zitat von maibuN Beitrag anzeigen
Hallo,

gibt es eine Mindestgröße des Hörraumes, die man auf keinen Fall unterschreiten sollte, um einen Vernünftigen Klang zu erzielen?
Nein.

Zitat:
Zitat von maibuN Beitrag anzeigen
Bei mir hat der Hörraum bswp. nur 15m^2. Sehe ich das richtig, dass man es im Grunde besser sein lassen sollte, da überhaupt Lautsprecher reinzustellen und irgendwas am Raum mechanisch zu optimieren?
Nein.

Zitat:
Zitat von maibuN Beitrag anzeigen
Welche Raumgröße sollte es mindestens sein?
Gäste-WC.
__________________
"Wer herausgeht, muß auch wieder hereinkommen."
Herbert Wehner
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  #5  
Alt 31.03.2015, 15:22
oncle_tom oncle_tom ist gerade online
 
Registriert seit: 11.06.2009
Beiträge: 856
Standard

Mal ehrlich, wer hat > 40m² als Hörraum?
Ich habe mal irgendwo gelesen, dass das durchschnittliche deutsche Wohnzimmer um die 32m² habe.

Peter
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  #6  
Alt 31.03.2015, 15:25
M@rc M@rc ist gerade online
 
Registriert seit: 19.11.2010
Beiträge: 2.769
Standard

Hi Andreas, kannst ja mal die Woche vorbei kommen. Ich höre in weniger als 12qm und du kannst dir Neumann KH310 und Abacus A Box5(AMT) anhören. Das geht ganz gut.
__________________
LG
Marc
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  #7  
Alt 31.03.2015, 16:07
wgh52 wgh52 ist offline
Aktiv-LS Fan
 
Registriert seit: 16.12.2007
Beiträge: 858
Standard

Hallo .....?

Zitat:
Zitat von maibuN Beitrag anzeigen
....in dem Video auf Thomann über die Neumann kh310 sagt der Ton.-Ing, dass es in seinem Studio schon sehr problematisch ist, da der Hörraum zu klein ist mit "nur" 40m^2...
Diese Aussage ist viel zu unspezifisch um auch nur geringfügig verallgemeinerbar zu sein! WELCHE Probleme sieht der Ton.-Ing. denn???

Lass Dich davon einfach nicht beeinflussen, du baust ja auch kein Studio

Zitat:
Zitat von maibuN Beitrag anzeigen
.... Im Bass ist es ein einziges undefinierbares Dröhnen, der Hochton klingt schrill/hallig ... Könnte man mit entsprechenden Maßnahmen den Raum soweit optimieren, dass ein vernünftiges Hören möglich ist, oder wäre das Aufgrund der Vorbedingungen ohnehin zum scheitern verurteilt?
Wie schon angesprochen wurde - Wenn der Raum bis auf Anlage und Sitz "leer" ist: Kein Wunder. Damit's nicht dröhnt müssen Bassmoden gedämpft werden, die durch das kleinere Raumvolumen natürlich in einen höheren Bassfrequenzbereich "rutschen" und dadurch häufig angeregt werden (Niedrige Bässe sind seltener in der Musik enthalten als höhere Bässe...). Damit's nicht schrill bleibt muss die Mitten&Höhen Nachhallzeit verringert und frühe Reflektionen gedämpft werden. Das geht mit einer Kombination aus Akustikschaumstoffpaneelen und Diffusoren. Möblierung, Vorhänge, Boden- und Wandteppiche usw. helfen übrigens auch schon Nachhall und Reflektionen vorzubehandeln Erster Test: Wenn man sich im Raum unangestrengt, also ohne störenden Hall, mit angemehmem Akustikgefühl unterhalten kann ist's bereits auf dem richtigen Weg. Wenn man im Raum einen akustisch dumpfen, "drückenden" Eindruck bekommt ist's vielleicht schon zu viel mit der Dämpfung.
Messungen können hier durchaus helfen das richtige Maß an "Problemlösung" zu finden.

Gruß,
Winfried
__________________
Perception is Reality!
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  #8  
Alt 31.03.2015, 16:15
wirbeide wirbeide ist offline
it´s only m.a.e.-admin
 
Registriert seit: 29.11.2007
Beiträge: 5.325
Standard

Mein Hörraum ist auch nicht wirklich größer; das
hat unter anderem auch die genannten Vorteile, die Jakob
angebracht hat. Weiter kommt dazu, dass du weniger Resonanzen im Raum hast.
Die großen Räume die ich kenne, hatten wesentlich mehr an Problemen, als kleinere.
Mein Hörabstand zur "Just One" beträgt auch nur 2,20 m - von Chassismitte zu Chassismitte sind es gute 2,60 - möglicherweise bist du ein Kandidat für eine Hörplatzentzerrung mittels Acourate, andererseits funktionieren DSPs auch (ein DSP ist, allerdings, nicht mit Acourate gleichzusetzen.)

Die nächste Veranstaltung, dazu, ist das Forenworkshop-Wochenende - da kannst du Acourate im Einsatz sehen, bzw. hören.

Wenn sich Musik nicht vom Lautsprecher lösen kann, ist es niemals der Raum der dazu beiträgt.

m.a.e. - respect nature
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  #9  
Alt 31.03.2015, 16:43
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
Missetäter
 
Registriert seit: 19.12.2013
Beiträge: 3.195
Standard

Zitat:
Zitat von wirbeide Beitrag anzeigen
Die nächste Veranstaltung, dazu, ist das Forenworkshop-Wochenende - da kannst du Acourate im Einsatz sehen, bzw. hören.
Er gibt nicht auf.
__________________
"Wer herausgeht, muß auch wieder hereinkommen."
Herbert Wehner
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  #10  
Alt 31.03.2015, 16:49
wirbeide wirbeide ist offline
it´s only m.a.e.-admin
 
Registriert seit: 29.11.2007
Beiträge: 5.325
Standard

...gäbe ich auf, Wolfram,

"stünde" nicht viel(...) (wobei ich den Konjunktiv nicht wirklich mag)




m.a.e. - respect nature
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