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Kurvendiskussion Dieses Forum ist dazu gedacht, eigene Messungen zu veröffentlichen und mit geneigten Usern zu diskutieren

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  #1  
Alt 25.09.2015, 09:25
Titian Titian ist offline
 
Registriert seit: 27.03.2009
Beiträge: 671
Standard Tiefe Frequenzen in Klassik

Kann jemand mir ein Software für MacOS linken, das mir zeigen kann, wie viel Frequenzen unten 30 Hz auf einer CD vorhanden ist.

Grundsätzlich geht es zu wissen, wie wichtig diese Frequenzen in der klassische Musik vorkommt, das heisst auch wie oft wie auch Intensität.

Hat jemand schon CD analysiert?
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Zur Information:
Bei der Musik-Wiedergabe (Hifi, usw) interessiere ich mich nicht für die Technik.
Ich habe keine Lieblingsmarke oder Wiedergabe-Konzepte.
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  #2  
Alt 25.09.2015, 09:38
tmr tmr ist offline
 
Registriert seit: 02.01.2009
Beiträge: 836
Standard

Hallo Titian,
Zitat:
Zitat von Titian Beitrag anzeigen
Kann jemand mir ein Software für MacOS linken, das mir zeigen kann, wie viel Frequenzen unten 30 Hz auf einer CD vorhanden ist.
Eigentlich macht das jeder Audio-Editor.
Habe aber leider keinen Mac, daher von hier nix konkretes.
Zitat:
Zitat von Titian Beitrag anzeigen
Hat jemand schon CD analysiert?
Ja, sehr oft.
Welche CD möchtest du denn gerne analysiert haben?

Gruss

Thomas
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  #3  
Alt 25.09.2015, 09:51
Titian Titian ist offline
 
Registriert seit: 27.03.2009
Beiträge: 671
Standard

Es ist eigentlich egal welche CD (Orchesterwerk).
Irgend eine Sinfonie der Periode Romantik oder Post-Romantik (Beethoven letzten, Brahms, Schumann, Bruckner ...).
Es geht mir um zu wissen, wie oft / lang der 30 Hz und tieferer Bereich auf der CD ist und noch besser mit welcher Intensität.
Hier geht es nicht um extrem-Werte zu evaluieren sondern einen Durchschnittswert.
Aus deiner Analyse wie wichtig (Statistik) sind diesen Frequenzen?

Ich kann mich vorstellen, dass im Kammermusikbereich diese Frequenzen nicht so häufig vorkommen, ausser es gibt spezielle Akustik-Bedingungen am Aufnahme-Ort. Auch wenn spezielle Instrumente spielen (Orgel, Kontrafagott, Basstuba, Kontrabass, Bassersdorf, Harfe), selten gehen die Noten so tief.
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Ich habe keine Lieblingsmarke oder Wiedergabe-Konzepte.

Geändert von Titian (25.09.2015 um 10:00 Uhr).
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  #4  
Alt 25.09.2015, 10:04
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
Missetäter
 
Registriert seit: 19.12.2013
Beiträge: 2.844
Standard

Einen Eindruck, wieviel sich im Tiefbass abspielt, vermittelt diese Grafik:




Und man erkennt: Viel kann auf einer CD nicht vorhanden sein. Die genannten Instrumente enden sämtlich über 30 Hz, ansonsten könnte man:

a) nicht gut über Kompaktlautsprecher hören.
b) nicht gut Schallplatte hören, die dort gemäß ihrer Kennlinie wenig Informationen enthält.
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"Wer herausgeht, muß auch wieder hereinkommen."
Herbert Wehner
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  #5  
Alt 25.09.2015, 10:14
Titian Titian ist offline
 
Registriert seit: 27.03.2009
Beiträge: 671
Standard

Ich möchte mich auf CD-Messungen konzentrieren. Zu den Instrumenten kommen die Resonanzen der Aufnahmeorten.
Ob ein Kontrafagott und Harfe bis 27 Hz hinunter spielen kann, ist relativ. Es ist mehr wichtig zu wissen, wie häufig das vorkommt. Wenn es 10 Sekunden jede 1000 gehörte Musikstunde ist, kann man das gut relativieren.
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Geändert von Titian (25.09.2015 um 10:34 Uhr).
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  #6  
Alt 25.09.2015, 11:52
tmr tmr ist offline
 
Registriert seit: 02.01.2009
Beiträge: 836
Standard

Hallo,
Zitat:
Zitat von Titian Beitrag anzeigen
Ich möchte mich auf CD-Messungen konzentrieren. Zu den Instrumenten kommen die Resonanzen der Aufnahmeorten.
Genau.
Diese können bei einem großen Saal deutlich niedriger liegen und tragen dann zum spezifischen Raumempfinden bei.
Ich werde mal ein paar CDs darauf hin untersuchen und berichten, aber erst nach dem Wochenende.

Gruss

Thomas
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  #7  
Alt 25.09.2015, 12:14
Titian Titian ist offline
 
Registriert seit: 27.03.2009
Beiträge: 671
Standard

Danke, ich habe SonicVisualizer vor x-Jahren downloaded.
Etwas stimmt nicht, weil die Frequenzen 10-20 Hz und 20-30 sind meistens intensiver (> 10 db) als die Frequenzen > 6kHz!!!!
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  #8  
Alt 25.09.2015, 13:19
tmr tmr ist offline
 
Registriert seit: 02.01.2009
Beiträge: 836
Standard

Hallo,
Zitat:
Zitat von Titian Beitrag anzeigen
Danke, ich habe SonicVisualizer vor x-Jahren downloaded.
Etwas stimmt nicht, weil die Frequenzen 10-20 Hz und 20-30 sind meistens intensiver (> 10 db) als die Frequenzen > 6kHz!!!!

Ich habe mal schnell in drei Aufnahmen hineingeschaut, die normalerweise Showpieces für Tieftonwiedergabe bei Klassik sind:

1. Camille Saint-Saëns: Orgelsinfonie Nr.3 , 3.Satz

2. Richard Strauss: Also sprach Zarathustra, Einleitung, Aufnahme von 1987

3. Richard Strauss: Also sprach Zarathustra, Einleitung, Aufnahme von 1959

4. Richard Strauss: Also sprach Zarathustra, Einleitung, Aufnahme von 1971


Was man noch sehen kann, daß man bei Nr. 2 und 3 augenscheinlich Trittschallfilter bei der Aufnahme benutzt hat.

Gruss

Thomas
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  #9  
Alt 26.09.2015, 10:57
Titian Titian ist offline
 
Registriert seit: 27.03.2009
Beiträge: 671
Standard

So unwichtig sind die 30-40 Hz in den Fällen 1 und 3 nicht aber ich vermute, dass dies sind die Höchstwerte in der ganze Sinfonie also vielleicht 5 - 10 Sekunden.
Eine Beethoven Sinfonie (z.B. Finale aus der 7.) wäre interessant um zu wissen, wie die Resonanz vom Konzertsaal den tiefen Frequenzbereich beeinflusst. Dort spielen keine Instrumente unten 40 Hz.
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  #10  
Alt 26.09.2015, 16:30
modmix modmix ist offline
 
Registriert seit: 19.07.2012
Beiträge: 255
Standard Frequenz vs. Zeitverhalten

Hallo,

Spektren erfassen stets Signale über einen längeren Zeitraum - Musik passiert aber im Zeitbereich (vergl. Arnold Esper, Hörbarkeit mikrozeitlicher Strukturen im Musiksignal - #11).

HiFi-Selbstbau hat die Auswirkungen eines Hochpassen schön gezeigt (z.B. auf 3 in time - ein Stell-Dich-Ein bei Thiel & Partner in Pulheim):



Ein Hochpaß mit einer Eckfrequenz 2 Oktaven unter der zu übertragenden Frequenz ändert das Einschwingen deutlich.

Mein Fazit: für eine gute Wiedergabe tiefer Frequenzen muß der Hochpaß in der Wiedergabekette eine möglichst tiefe Eckfrequenz haben und möglichst flach sein.

hth
Ulli


PS:
Wenn Orgel als Klassik durchgeht: ich habe CDs, auf denen Töne bei 10Hz zu finden sind - die schaffen meine Velodyne natürlich nicht mehr fehlerfrei. Trotzdem ändert sich für mich die wahrgenommene Musik, wenn zu der Melodie im Manual das leise Bassgebrummel fehlt. Hier ein Beispiel:
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