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Elektronikkomponenten jeder Art Selbstgebautes, das Freude macht

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  #1  
Alt 13.06.2018, 13:05
kuno kuno ist offline
 
Registriert seit: 11.05.2010
Beiträge: 87
Standard Stabilisiertes NT für Endstufen?

Habe da mal 'ne Frage zu NT's.

Und zwar,warum gibt es kaum Endstufen,bei denen es ein Stab. NT gibt?

Heutzutage ist es doch problemlos möglich,so hohe Leistungen zu stabilisieren.

Vielleicht liegt es daran,dass manche ein Schaltnetzteil vorziehen.
Diese sind doch stabilisiert-oder?

Gruß

Uwe
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  #2  
Alt 13.06.2018, 16:28
tmr tmr ist offline
 
Registriert seit: 02.01.2009
Beiträge: 1.798
Standard

Hallo,
Zitat:
Zitat von kuno Beitrag anzeigen
Und zwar,warum gibt es kaum Endstufen,bei denen es ein Stab. NT gibt?
Das ist zunächst einmal eine Aufwandsfrage.
Man braucht zur Stabilisierung eines Endstufennetzteil nochmal den gleichen Bauteilaufwand wie für die eigentliche Endstufenschaltung.

Der zweite Punkt ist die kleinere maximal mögliche Dauerleistung im Vergleich zu unstabilisierten Netzteilen gleicher Leistung, die man aber gegen eine saubere (geringerer Fremdspannungsabstand) Stromversorgung mit einem sehr niedrigem Innenwiderstand tauscht.

Der Zweck eines stabilisierten Netzteils ist die konstante Spannungsabgabe bei sehr hohen Strömen - also ein sogenanntes "hartes" Netzteil.

Bei unstabilisilierten "weichen" Netzteilen bricht die Spannung ab einer bestimmten Stromabgabe zusammen (das Produkt Strom mal Spannung ist konstant bzw. durch die Gesamt-VA-Leistung des Netzteils begrenzt).

Bei stabilisierten Netzteilen muß, um diesen Spannungseinbruch bei hoher Stromabgabe zu vermeiden, ein gewisser Regelhub vorgehalten werden.
Diese Regelspannung steht für impulsartige Spannungsspitzen (wie bei ungeregelten Netzteilen gleicher VA-Leistung) nicht zur Verfügung.

Bei Endstufen mit stabilisierten Netzteilen gibt es daher wie bei Endstufen mit weichen Netzteilen keinen Unterschied zwischen Impulsleistung und Sinusleistung. Die Sinusleistung ist hier gleich der Impulsleistung.

Das liest sich im Prospekt zwar nicht so gut, aber klangmäßig macht sich ein stabilisiertes Netzteil m.E. schon sehr positiv bemerkbar, vor allem, wenn es um die Durchhörbarkeit komplexer Passagen geht.
Die Spannung bleibt stabil, auch wenn hohe Ströme fließen.
Voraussetzung ist aber eine sehr großzügige Auslegung, um dem Crestfaktor (Verhältnis von Spitzenwert zu Effektivwert) moderner Aufnahmen gerecht zu werden.
Das bedeutet wiederum, daß der momentan nicht benötigte Spannungshub verheizt werden muß, das kostet Kühlfläche und Stromverbrauch, bzw. allgemein ein "dickeres" Netzteil.

Been there, done that...
Alle von uns (TMR) produzierten Verstärker (z.B. hier) (sowie m.W. auch z.B. alle dicken ML- und Krell-Endstufen) hatten selbstverständlich ein vollstabilisiertes Netzteil.
Das Ziel und Ergebnis war "batterieähnlich", aber ohne die vielen Nachteile einer Batterieversorgung.


Gruss

Thomas
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Geändert von tmr (13.06.2018 um 16:55 Uhr).
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  #3  
Alt 13.06.2018, 17:43
kuno kuno ist offline
 
Registriert seit: 11.05.2010
Beiträge: 87
Standard

Danke Thomas,

dann sind doch Schaltnetzteile,ich sage mal die besseren(Ella) immer stabilisiert-oder?
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  #4  
Alt 13.06.2018, 18:02
tmr tmr ist offline
 
Registriert seit: 02.01.2009
Beiträge: 1.798
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Hallo Uwe,
Zitat:
Zitat von kuno Beitrag anzeigen
Danke Thomas,
dann sind doch Schaltnetzteile,ich sage mal die besseren(Ella) immer stabilisiert-oder?
Ja schon (sozusagen meist von Hause aus), dafür muß aber noch zusätzlicher Aufwand getrieben werden, um EMV-gerecht bzw. mit vergleichbar niedrigem Fremdspannungsabstand zu arbeiten - technisch aber kein unlösbares Problem.


Gruss

Thomas
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  #5  
Alt 13.06.2018, 22:28
wgh52 wgh52 ist offline
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Beiträge: 905
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Hallo Thomas,

danke für die Erklärungen! Eine Frage stellt sich mir noch:

Inwieweit kann eine harte, stabilisierte Versorgung klanglich vorteilhaft durch eine überdimensionierte weiche Versorgung "ersetzt" werden?

Danke und Grüße,
Winfried
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  #6  
Alt 13.06.2018, 23:01
tmr tmr ist offline
 
Registriert seit: 02.01.2009
Beiträge: 1.798
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Hallo Winfried,
Zitat:
Zitat von wgh52 Beitrag anzeigen
danke für die Erklärungen! Eine Frage stellt sich mir noch:
Inwieweit kann eine harte, stabilisierte Versorgung klanglich vorteilhaft durch eine überdimensionierte weiche Versorgung "ersetzt" werden?
Nach meiner Ansicht: garnicht.
Man kann zwar z.B. durch Wahl eines Trafos mit hohem VA-Wert und einer demgegenüber verhältnismäßig niedrigen (Sekundär-)Betriebsspannung die Stromabgabe für niederohmige Lasten bzw. hohe Ströme optimieren, aber der niedrige Fremdspannungsabstand, d.h. die Reinheit der Gleichspannung, die ja letzendlich vom Signal moduliert werden soll, läßt sich m.E. nur durch eine entsprechende Regelung sicherstellen.


Gruss

Thomas
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  #7  
Alt 14.06.2018, 10:05
kuno kuno ist offline
 
Registriert seit: 11.05.2010
Beiträge: 87
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Danke dir Thomas.

Dann werde ich mal verschieden ,,Stabi's" testen,gibt bei eBay und Konsortien genug zum Spielen.
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  #8  
Alt 14.06.2018, 10:06
KSTR KSTR ist offline
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 1.682
Standard

Zitat:
Zitat von kuno Beitrag anzeigen
Und zwar,warum gibt es kaum Endstufen,bei denen es ein Stab. NT gibt?

Heutzutage ist es doch problemlos möglich,so hohe Leistungen zu stabilisieren.
Es ist ebenso problemlos möglich und eigentlich auch zu fordern, dass der Verstärkerkern absolut immun ist gegen Spannungsschankungen, da hat sich einiges getan in der modernen Schaltungstechnik. Dort ist der Mehrwaufwand besser aufgehoben als im Netzteil, weil es ist Bekämpfung der Problemursache, während ein geregeltes Netzteil nur Symptombehandlung ist.
__________________
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  #9  
Alt 14.06.2018, 11:18
tmr tmr ist offline
 
Registriert seit: 02.01.2009
Beiträge: 1.798
Standard

Hallo,
Zitat:
Zitat von KSTR Beitrag anzeigen
Es ist ebenso problemlos möglich und eigentlich auch zu fordern, dass der Verstärkerkern absolut immun ist gegen Spannungsschankungen, da hat sich einiges getan in der modernen Schaltungstechnik. Dort ist der Mehrwaufwand besser aufgehoben als im Netzteil, weil es ist Bekämpfung der Problemursache, während ein geregeltes Netzteil nur Symptombehandlung ist.
Es ist nie ein Fehler, zunächst einmal eine stabile Stromversorgung für den Verstärker bereit zustellen.

Spannungsschwankungen sind ja auch nicht das Problem, sondern eher Lastschwankungen, bzw. das dadurch ausgelöste nichtlineare Verhalten zwischen Strom und Spannung in Grenzbereichen.

Aber das Thema ist inzwischen sowieso einigermaßen obsolet (wg. Energieeffizienz) und die Zukunft gehört den geregelten SNTs.


Gruss

Thomas
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Geändert von tmr (14.06.2018 um 11:27 Uhr).
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