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Ungesichertes Audio-Wissen Hier versuchen wir, Wissen zu schaffen

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  #1  
Alt 09.05.2012, 00:20
matze81479 matze81479 ist offline
 
Registriert seit: 05.12.2009
Beiträge: 348
Standard Kalibrierung der Soundkarte für Messung (z.B. mit REW)

Hallo zusammen,

ich würde gerne meine Soundkarte wie im REW Handbuch beschrieben kalibrieren, bräuchte hierbei jedoch eure Hilfe. Folgendes Equipment ist im Einsatz:

- Room EQ Wizard 5.0
- EMU 0404 USB (externe Soundkarte)
- Antelope Zodiac Gold DAC

Das Messsignal wird über die EMU per S/PDIF an den Zodiac gegeben. Im REW Manual ist die Loopback Schleife für die Kalibrierung der Soundkarte so beschrieben, als würde der interne Wandler verwendet. Bedeutet das in meinem Falle, dass ich folgende Loopback Kette verwenden muss?

EMU --> (S/PDIF) -> Zodiac -> (XLR Analog Out) -> EMU

Wenn ich es richtig verstanden habe, hat man in REW wohl anschließend die Wahl, entweder einen Kanal permanent in dieser Loopback-Schleife zu lassen und über den anderen zu messen, oder aber einmalig ein Kalibrierungs-File zu erstellen und dieses dann beim Messen zu verwenden?!

Kann ich auch mit meiner o.g. erweiterten Loopback-Schleife beide Varianten einsetzen?

Vielen Dank für eure Unterstützung.

Gruß
Matthias

PS: Ach so, und noch eine Frage zum Kalibrieren, diesmal des Messmicros (Beyerdynamic MM1): Hat jemand Erfahrung mit der Kalibrierung durch http://lasip.hifi-selbstbau.de/index...mart&Itemid=64
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  #2  
Alt 10.05.2012, 07:56
cay-uwe cay-uwe ist offline
Sonus Natura
 
Registriert seit: 03.12.2008
Beiträge: 2.563
Standard

Die Kalibrierungen sind bei den meisten Softwarepaketen sehr ähnlich und basieren darauf, das "Fehler" im Frequenzgang der Soundkarte korrigiert werden.

Ich habe mit dem REW keine Erfahrung, aber mit ARTA. Prinzipiell ist deine Vorgehweise korrekt, aber unter der Annahme, dass Dein Zodiac sehr linear arbeitet ( davon kann man bei diesen Geräten ausgehen ), kannst Du die Kalibrierung nur mit der Soundkarte durchführen.

So wie es ausschaut, bietet REW die möglcihkeit einer Zwei-Kanal Messung. Dabei wird ein Kanal für die Signalübertragung benutzt und ein zweiter wie Du sagst für ein Feedback. In den Fall müsste man keine Kalibrierung-Files generieren ( so ist es zumindestens bei ARTA ), da die Kalibrierung in Echtzeit über den zweiten Kanal läuft.

Die andere Methode ist die Ein-Kanal Messung, für die nach der Kalibrierung Korrektur-Files abgespeichert werden.

So habe ich das mit ARTA gemacht und es reicht vollkommen für den privaten Bereich aus.

Nichts desto trotz, eine Kalibrierung vom Mikrofon ist durchaus relevant, wie Dein Link zeigt und ist auch empfehlenswert.
__________________
Happy listening, Cay-Uwe

http://www.sonus-natura.com/
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  #3  
Alt 10.05.2012, 10:25
matze81479 matze81479 ist offline
 
Registriert seit: 05.12.2009
Beiträge: 348
Standard

Hallo Cay-Uwe,

vielen Dank für deine Antwort. Die EMU 0404 USB habe ich gestern mal (ohne DAC) ausgemessen. Die zeigt einen sehr linearen FG.

Mir ist ehrlich gesagt nicht klar, was du mit Ein- oder Zweikanalmessung meinst. Wenn ich an einen Kanal ne Loopback-Schleife anschließe, muss ich dann die LS nacheinander getrennt messen und mal den einen und mal den anderen LS anschließen? Oder misst man nur beide Kanäle gleichzeitig mit nem Y-Adapter (also Mono)? Wenn ich das richtig sehe, kann ich das Kalibrierungsfile angeben und dann beide Kanäle von der EMU über den DAC bis zu den LS gleichzeitig anschließen und messen?!

Wie geht das richtig? Ach so, ich möchte nur die Raumakustik messen, nicht die LS!

Gruß
Matthias
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  #4  
Alt 10.05.2012, 12:20
cay-uwe cay-uwe ist offline
Sonus Natura
 
Registriert seit: 03.12.2008
Beiträge: 2.563
Standard

Wie gesagt, ich kann nur von ARTA berichten und da ist es wie folgt definiert.



Die 1-Kanal Messung besitzt keine Rückkopplung / Feedback vom Messsignal und daher braucht man zwingend, auch wenn die Linearität gut ausschaut, eine Kalibrierung.

Wie aus der 2-Kanalmessung zu sehen ist, wird am Ausgang des AMPs das Signal zurück gekoppelt, womit in Echtzeit eine kontinuierliche "Kalibrierung" durchgeführt wird.

Kann man das Signal nicht vom AMP aus rückkoppeln, z.B. bei Aktivboxen, dann kann man auf die Semi 2-Kanal Messung gehen, die zu mindestens eine Rückkopplung vom Ausgang der Soundkarte benutzt.
__________________
Happy listening, Cay-Uwe

http://www.sonus-natura.com/
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  #5  
Alt 10.05.2012, 12:27
matze81479 matze81479 ist offline
 
Registriert seit: 05.12.2009
Beiträge: 348
Standard

Ok, ich muss aber zur Sicherheit nochmal nachhaken, weil ich's noch immer nicht richtig verstanden habe: Wird der Raum bei jeder Messung nur von genau 1 LS angeregt (den anderen Ausgang der Soundkarte braucht man ja für die Loopback-Schleife)? Und muss man somit zwangsläufig den LS umstöpseln, um die Anregung des Raumes durch beide LS messen zu können?

Oder macht es bei raumakustischen Messungen gar keinen Sinn, jeden Kanal einzeln zu messen, sondern nur beide LS gleichzeitig mit Mono-Signal?

Andererseits misst z.B. Acourate aber auch (wie in REW einstellbar) beide LS nacheinander mit separaten Sweeps ... Ich blick einfach nicht durch ...

Gruß
Matthias
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  #6  
Alt 10.05.2012, 13:54
cay-uwe cay-uwe ist offline
Sonus Natura
 
Registriert seit: 03.12.2008
Beiträge: 2.563
Standard

Matthias,

wenn ich raumakustische Messungen mache, dann einmal über die rechte Box und anschließend der Linken.

Aus den Messungen mache ich dann die Evaluierung.
__________________
Happy listening, Cay-Uwe

http://www.sonus-natura.com/

Geändert von cay-uwe (10.05.2012 um 14:05 Uhr).
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  #7  
Alt 11.05.2012, 09:43
uli brueggemann uli brueggemann ist offline
 
Registriert seit: 13.12.2009
Beiträge: 115
Standard

Es kommt, wie immer im Leben darauf an, was man machen will.
Will ich nur den Lautsprecher selbst messen, dann ist die 2-Kanal-Messung gemäß ARTA sinnvoll. Das Verhalten des Verstärkers (und der Soundkarte) soll ja nicht ins Ergebnis des LS einfliessen.

Bei einer Raumkorrektur macht es aber gleich Sinn, das Verhalten des Systems, also auch den Verstärker, mitzumessen und zu mitzukorrigieren. In diesem Sinn wäre die Semi-2-Kanal-Messung durchzuführen.

Nun kann man aber auch die Messung der Soundkarte ohne Verstärker und LS durchführen und damit ein Korrekturfilter für die Soundkarte erstellen. Dann braucht es letztendlich nur die Ein-Kanal-Messung und man rechnet eben die Korrektur der Soundkarte mit rein. Was dann z.B. Stereo-Messungen einfacher macht, es wird dabei ja nichts rückgekoppelt.

Generell haben LS und Raum den größten Einfluss. Gut, das soll ja ermittelt werden. Für das Mikro ist unbedingt eine individuelle Kalibrierung erforderlich, es liegt zumeist um Größenordnungen über der "Nichtlinearität" des Soundkartenfrequenzgangs. Der selbst gering mit einfliesst, aber eben durch ein einfaches Loopback ermittelt und dann kompensiert werden kann. Wenn man es denn unbedingt meint.

Zuletzt dann aber noch was für Erbsenzähler: Es könnte ja sein, dass bei einer späteren Wiedergabe die Soundkarte mit in der Kette drin ist. Dann aber nur der DA-Wandler. Was wäre, wenn nun dieser nichtlinear ist, aber wiederum durch ein entgegengesetztes Verhalten der AD-Wandlung kmpensiert wird? Was zur Frage führt: wie kalibriert man denn die Soundkarte wirklich? Ganz sicher nicht durch die Rückkopplung. Es geht dann nur durch eine externe Referenz. Aber wir sind ja nun auch nicht beim Eichamt ...
__________________
Viele Grüsse,
Uli Brüggemann
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