open-end-music-professional  

Zurück   open-end-music-professional > Forum für emotionales Hören > Was emotionale Hörer bewegt
Startseite Registrieren Hilfe Benutzerliste Kalender Alle Foren als gelesen markieren

Was emotionale Hörer bewegt Hier gehört alles hin, was empfunden und nicht gemessen wird

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #31  
Alt 14.01.2018, 18:18
tom539 tom539 ist offline
 
Registriert seit: 26.09.2013
Beiträge: 648
Standard

Zitat:
Zitat von Andreas1205 Beitrag anzeigen
Schade, ist hier schon wieder Schluß mit dem Thread?
Hallo Andreas,

Wie wäre es mit diesem schon etwas älterem Album der niederländischen Ausnahmekünstlerin Candy Dulfer:




Bereits im zarten Alter von sechs Jahren began Candy, angeleitet von Ihrem Vater Hans Dulfer, mit dem Saxophon. Der Weg schien vorbestimmt, da auch Vater Hans ein exzellenter Saxophoniest war. Inspiriert wurde Candy durch Größen wie Sonny Rollins und David Sanborn. Die erste Plattenaufnahme folgte im Alter von 11 Jahren, mit 14 gründete Candy schließlich die erste Band - Funky Material.

Neben den eigenen Longplayern ist Candy vor allen eine sehr gefragte Begleitmusikerin und hat schon mit vielen Grüßen des Musikbusiness zusammengearbeitet. Dazu zählen Prince, Pink Flyd, Maceo Parker, Blondie, Van Morrison und Markus Miller.

Den "Durchbruch" erreichte sie 1989 mit der Single Lilly was here, an dem Eurythmics-Mastermind Dave Stewart beteiligt war - der Song machte sie quasi berühmt.

Das Album "Live in Amsterdam" stammt aus dem Jahr 2000 und zeigt das ganze Können von Candy Dulfer. Prominiente Gäste sind ebenfalls dabei, neben Angie Stone beim Titel For the love of you auch Dave Stewart, mit dem gleich zwei Songs performt wurden - Synchrodestiny und natürlich Lilly was here.

Neben den musikalischen Qualitäten kann "Live in Amsterdam" auch klanglich voll überzeugen. Das Line-Up umfasst 9 Tracks incl. der Zugabe Dance `Till U bop und beinhaltet auch die bekannten Titel Sax-A-Go-Go und Pick up the pieces.
Bis auf die Zugabe, die mit ihrem Disco-Beat nicht so recht zum Rest der Songs passen will, eine sehr gelunge Mischung aus schnellen Funk-Stücken und gefühlvollen Balladen.
Highlights sind das Duett mit Angie Stone sowie der Überhit Lilly was here, obwohl es Candy hier meiner Meinung nach etwas mit dem Saxophonspiel übertreibt. So werden die Pausen zwischen Dave´s Gitarrenspiel und ihrem Einsatz auch noch von Ihr bespielt - so geht ein wenig von der "Magie" des Songs verloren.
Das sich Fr. Dulfler auch zurücknehmen kann, zeigt sie wiederum auf Nikki´s Dream, wo sie nach anfänglichem Spiel die Bühne komplett den ebenfalls exzellent spielenden Musikern überlässt.

Candy Dulfer darf wohl zurecht als eine der herausragendsten Saxophonspielerinen im Musikgeschäfft gezählt werden - wie sagte schon Prince damals: "when I wan`t Sax - I call Candy". So überrascht es nicht, dass sie nach langer Pause seit 2010 auf den Alben "Musicology" und "3121" von Prince wieder dabei ist.

Und ich könnte mich immer noch in den Hintern beißen, dass ich sie 2013 bei den Dürener Jazztagen verpasst habe - dort war Candy Dulfer zu Gast und hat ein kostenloses Konzert gespielt...

Oder dieses aus dem letztem Jahr - das dritte Studio-Album von Kai Strauss:




Auf 11 Titeln mit knappen 55 Minuten Spielzeit liefert der dreifache Gewinner des deutschen Blues Awards (2014, 2015 & 2016) aus Lengerich ein Blues-Rock-Album, wie man es meiner Meinung nach in diesem Genre nicht besser machen kann.
Unterstützung enthält er dabei von Sax Gordon, Tony Vega sowie Big Daddy Wilson - letzterer steuert bei I can´t wait den Gesangpart bei.
Im instrumentalen Titelsong Getting personal kommen Fans der B3-Orgel voll auf ihre Kosten, während bei den übrigen Songs das klasse Gitarrenspiel von Kai ganz klar im Vordergung steht.

Mit Platz 1 der „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ Bestenliste 03/2017, Kategorie „Blues“ konnte das Album bereits punkten.
Dabei ist Kai Strauss ein sehr netter und total unkomplizierter Typ - konnte ihn 2015 bei seinen "Plattenladenkonzert" im lokalen Vinyl-Store kennenlernen, wo er vor ca. 50 Besuchern mit der lokalen Band ein tolles Konzert spielte.
Vorher gab es für die bereits früh anwesenden Besucher Pizza gratis, um gestärkt ins Konzert zu gehen - Top [top]

Anspietipps wären:
- Did you wrong, das einfach smooth und sehr relaxed rüberkommt
- Getting personal, wegen der B3...
- Blues for Anne, tolles instrumentales Gitarren-Duo mit Tony Vega über 9 Minuten Spielzeit

Das Album gibt es bei Bandcamp für sehr faire 9€ und ist auch bei Qobuz im Stream verfügbar - wünsch Euch viel Spaß beim Reinhören...
__________________
Gruß, Tom
... enjoy your music
Mit Zitat antworten
  #32  
Alt 14.01.2018, 19:43
Andreas1205 Andreas1205 ist offline
 
Registriert seit: 10.04.2013
Beiträge: 109
Standard

TOM 539:
Hallo Andreas,
Und ich könnte mich immer noch in den Hintern beißen, dass ich sie 2013 bei den Dürener Jazztagen verpasst habe - dort war Candy Dulfer zu Gast und hat ein kostenloses Konzert gespielt...[/indent]

Von Candy steht "alles" bei mir im CD Schrank.
Tom, wärest Du doch mal 2016 in das Kulturzelt Kassel gekommen

http://www.kulturzelt-kassel.de/archives/4397

Bei dem anderen Tip werde ich mal reinhören. Danke!
Mit Zitat antworten
  #33  
Alt 14.01.2018, 20:52
tom539 tom539 ist offline
 
Registriert seit: 26.09.2013
Beiträge: 648
Standard

Zitat:
Zitat von Andreas1205 Beitrag anzeigen
Tom, wärest Du doch mal 2016 in das Kulturzelt Kassel gekommen

http://www.kulturzelt-kassel.de/archives/4397

Bei dem anderen Tip werde ich mal reinhören. Danke!
Hy Andreas,

2016 war ich hier und konnte Candy trotz strömenden Regen live erleben:

http://www.emf-eschweiler.de/assets/...020.8.2016.jpg
__________________
Gruß, Tom
... enjoy your music
Mit Zitat antworten
  #34  
Alt 14.01.2018, 22:19
Rudi Rudi ist offline
 
Registriert seit: 12.01.2011
Beiträge: 419
Standard Guter Jazz

Heute Abend habe ich mich u. a. hiermit vergnügt.

Wie so häufig von ACT, gute Aufnahme, gute Musik...

VG
Rüdiger
Miniaturansicht angehängter Grafiken
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Tord.jpg
Hits:	18
Größe:	9,6 KB
ID:	17250  
__________________
Werne (zwischen Ruhrpott und Münsterland)
Mit Zitat antworten
  #35  
Alt 16.01.2018, 08:34
tom539 tom539 ist offline
 
Registriert seit: 26.09.2013
Beiträge: 648
Standard Vinyl-Empfehlungen

Hallo zusammen,

Ist das noch Soul? Oder doch R&B? Vielleicht schon Jazz? Mmmh - Trip-Hop? Blues wäre sicher auch nicht verkehrt?










Keine Ahnung, wie man die Musik von José James einordnen soll.
Jedenfalls schafft er es, aus den o.g. Musikrichtungen seinen ganz eigenen Stil zu kreieren - der einen unweigerlich "gefangen" nimmt.

Auf "no beginning, no end" von 2013 sind zahlreiche Gäste vertreten, darunter (wieder mal) Pino Palladino als Songschreiber und Co-Produzent, Emily King und Hindi Zahra, welche beide gesanglich unterstützen sowie Kris Bowers am Piano.

Aus das schon recht hohe Level kann José mit "While You Were Sleeping" musikalisch und auch klanglich noch mal zulegen und wird dabei durch Einsatz von Gitarren und Wurlitzer noch abwechslungsreicher. Als Gast ist hier Becca Stevens gesanglich vertreten.


Ich habe beide Alben als Doppel-Vinyl mit 180gr. Platten (in 33 RPM), wobei pro Seite 2-max. 3 Songs platzgefunden haben. Ob es da jetzt wirklich jeweils vier Seiten sein mussten, sei mal dahingestellt...






Es handelt sich dabei um die beiden Original-Alben Toni und Lady Lonely, welche 2013 remasterd wurden und nun beim Label Vinyl Paison veröffentlicht werden.

Beide Alben wurden in den 1950er-Jahren (1955/56 und 1959) aufgenommen, klingen aber absolut zeitlos. Während Toni mit einer absoluten Traumbesetzung aufwartet - Oscar Peterson/Piano, Herb Ellis/Guitar, Ray Brown/Bass, Alvin Stoller/Drums - und in bester "Ella-Manier" daherkommt, ist Lady Lonely mit einem kompletten Orchester eingespielt, die überwiegend langsameren Stücke dienten vermutlich zum größten Teil als Grundlage der beiden ersten Alben von Melody Gardot - genauso klingen sie nämlich. Dabei wechseln sich Streicher und Trompete gekonnt ab und es gibt sogar Ausflüge in den Blues.

Die Stimme von Fr. Harper ist der von Ella Fitzgerald sehr ähnlich, kommt aber an deren Klasse und Umfang nicht ganz ran.

Klanglich ist das Remasteer einwandfrei und die beiden 180gr. Scheiben sind exzellent verarbeitet, das DMM-Verfahren trägt sicherlich zum sehr guten Klang bei.
Aus dieser Sicht eine absolute Empfehlung - es gibt das Vinyl für 22,50€ und wird dort mit Note 1-2 für den Klang sowie 2 für die Pressung eingestuft.


Wie komme ich nun auf Toni Harper, werdet Ihr Euch sicher fragen?

Nun, durch eine ganz tolle und sehr empfehlenswerte Radiosendung auf WDR3!
Dort läuft Samstags von 13-15 Uhr "WDR3 persönlich" mit dem allseits bekannten Götz Alsmann - mit einem Jazz-Programm vom Feinsten und dem Schwerpunkt 1950-1960er Jahre.
Leute - da gibt es unglaublich viel gute Musik zu entdecken, hier habe ich auch zwei Stücke von Toni gehört und "musste" das Album umgehend bestellen.
Ein Fehlkauf war das definitiv nicht...






Lothar Brand schreibt im MINT-Magazin, Ausgabe 07 (Seite 92):
"Bei Jazz-Platten mit solchen Titeln befürchtet man sofort verschnarchtes Bar-Geklimper. In diesem Fall können wir Entwarnung geben.
Die angesichts des Titels aufkeimende vor langweiligem Jazz verfliegt, denn Pianist Mehldau nimmt sich mit Bassist Larry Grenadier und Schlagzeuger Jeff Ballard die Vorlagen von Künstlern wie Charlie Parker, Cole Porter oder Paul McCartney (My Valentin) recht ernsthaft zu Herzen.
Vor allem Mehldaus perlende Kaskaden scheiben recht energisch den Vorhang von dumpfer Hintergrundmucke beiseite. Parkers Cheryl macht als Jazz-Blues-Standard sowieso vor keiner krummen Kurve halt.
Großartig dabei der Bass, der Mehldaus Ausflüge abwechslungsreich grundiert. Dagegen wirkt das Drumsolo nicht ganz inspiriert.
Beim Beatles-Cover And I love her denkt man zunächst: hätte nicht auch noch sein müssen. Doch dann entwickeln Melhdau und Co. in neuneinhalb Minuten eine ganze Menge aus dem Song heraus. Einzig das folgende Little person (John Brison) kommt nicht richtig aus dem Quark.
Das Tracklisting unterscheidet sich von der CD, die auch mit These foolish things einen Titel mehr bietet. Doch die LP überzeugt mit feinem, sehr transparentem und räumlichen Klang, der mit noch etwas mehr Schlagzeug-Dynamik sogar echte High-End-Weihen erlangt hätte.
Auf jeden Fall darf man sich an der sehr ordendlichen Pressung ohne 180-Gramm-Gewese freuen."

Ich finde die Aufnahme ebenfalls ganz hervorragend und klanglich sehr gut. Das angesprochene Schlagzeugsolo gefällt mir aufgrund seiner etwas "zaghaften" und eher ruhigen Weise eben auch sehr gut, das Beatles-Cover sowieso.

Konnte das Trio letztes Jahr im Rahmen des Bonner Jazz-Fest live erleben...

Die Vinylausgabe enthält 6 Tracks mit 49:37 min Spielzeit, die CD / der Download 7 Tracks mit 55:40 min Spielzeit.

Label: Nonesuch
__________________
Gruß, Tom
... enjoy your music
Mit Zitat antworten
  #36  
Alt 22.05.2018, 23:46
remue remue ist gerade online
 
Registriert seit: 05.10.2010
Beiträge: 543
Standard David Gilmour

David Gilmour_ Rattle that Lock

tolle letzte Scheibe des Altmeisters.

live auch bei Gilmour in Pompeii zu hören


https://www.youtube.com/watch?v=1ZaEMzJv7_w
Miniaturansicht angehängter Grafiken
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	91FJ-faBG3L._SL1500_.jpg
Hits:	0
Größe:	218,3 KB
ID:	18527  Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	71eoXmu5LoL._SX342_.jpg
Hits:	0
Größe:	33,9 KB
ID:	18528  
__________________
Equịpment: M2 Tech Young, PC Win 10, Jplay, Fidelizer 8.0, Silberkabel in eigener Herstellung. Modifikation mit Biophotone.

https://www.remue-audio.de/
Mit Zitat antworten
Antwort


Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Gehe zu



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 18:40 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.6.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Powered by vBCMS® 1.2.1 ©2002 - 2018 vbdesigns.de