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Verstärker und Vorverstärker Alles über Geräte, die elektronisch Signale verstärken

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  #1  
Alt 20.09.2018, 13:34
Ostwestfale Ostwestfale ist gerade online
 
Registriert seit: 28.10.2013
Beiträge: 447
Standard Vorverstärker plus DAC oder DAC mit eingebauter Vorstufe?

Ein Thema beschäftigt mich seit einiger Zeit: wozu könnte ich noch eine Vorstufe benötigen, ausser, ich möchte einige/mehrere Geräte gleichzeitig an einer Endstufe betreiben.
Auch sehe ich keine klanglich zwingenden Vorteile einer Vorstufe wenn z.B. der DAC ein sorgfältig aufgebautes Regelwerk vorhält und für meine Zwecke genügend Ausgangsspannung zur Verfügung stellt.
Theoretisch kann ein VV dem Klang des DACs nur seine Signatur aufdrücken und als Verstärker dienen. Also, es klingt anders als pur aus dem DAC - und das wäre für mich Geschmacksache. Oder habe ich hier einen Dankfehler?

Grüße, Volker

-> letzte, über lange Jahre gern gehörte VV, waren ML 380S und Gryphon Athena. DACs mit internem, analogen Lautstärkeregler ein Lampizator Lite7 Sym. und aktuell der Linnenberg Telemann
__________________
Wichtig ist was hinten rauskommt!
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  #2  
Alt 20.09.2018, 13:47
söckle söckle ist offline
 
Registriert seit: 14.07.2018
Beiträge: 367
Standard

Zitat:
Zitat von Ostwestfale Beitrag anzeigen
...Auch sehe ich keine klanglich zwingenden Vorteile einer Vorstufe...
Meine Meinung dazu ist mittlerweile pragmatisch. Es hilft nur, die in Frage kommenden Geräte tatsächlich zu testen*. Theoretische Überlegungen was warum wie besser oder schlechter sein könnte haben mich noch nicht so recht weitergebracht. Z.B. gingen schon zwei DAC- Vorstufen (NAD M12 und Nubert NuControl 1) wegen Nichtgefallen zurück, obwohl die Papierperformance was anderes gesagt hatte...


*P.S.: Etwas anders ist das vermutlich bei ganz krassen Vorteilen einer bestimmten Technik. Kommt aber nicht häufig vor....
__________________
Gruß
söckle
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  #3  
Alt 20.09.2018, 16:49
FlachZange FlachZange ist offline
 
Registriert seit: 23.04.2017
Beiträge: 480
Standard

Hallo Volker,

ich bin immer der Meinung, weniger ist mehr!
Ich halte meine Kette bewusst klein, denn eine Kette ist nur so stark, wie sein schwächstes Glied.

ABER: Wenn der VV seinen eigenes Klangbild mit einbringt, und es einem (Geschmackssache) besser gefällt, dann würde ich ihn dran lassen. Ansonsten weg damit.

Für mich sind messtechnische Sachen eher uninteressant, denn für mich zählt nur der Klang.

Gruß Christian
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  #4  
Alt 20.09.2018, 18:12
shakti shakti ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 1.357
Standard

ein guter Vorverstaerker drückt dem Klang nicht seine Signatur auf, sonder ist vielmehr in der Lage den Klang der Signalquelle so weiterzuleiten, dass dieser unverfälscht die Endstufe betreibt.

Robert Koda hat einmal die Anforderungen an einen guten Vorverstärkers wie folgt beschrieben:



- jede Signalquelle kann nur so gut spielen, wie die abschliessende Vorstufe es zulaesst. Dh die Last, die eine Signalquelle sieht muss den guten Klang unterstuetzen

- die meisten Signalquellen haben heutzutage einen recht hohen Pegel, so dass die meisten Vor“verstaerker“ im Alltag eher als Signalabschwaecher arbeiten.

Dies sollte beruecksichtigt werden:
- die Lautstaerkeregelung ist existentiell fuer einen guten Klang
- optimal Massefuehrung
- optimale Signalquellenanwahl
- Der pre Ausgang ist so zu gestalten, dass unterschiedliche Endstufenlasten perfekt betrieben werden koennen, auch lange Kabel duerfen nicht zu einem Einbruch des Klanges fuehren

- alles weglassen, was nicht dem obengenannten dient

An meiner Koda Vorstufe hoeren sich die meisten DACs besser an, als an manch anderer Vorstufe. Die Last, die der DAC sieht, scheint gut zu den ueblichen Ausgangsstufen vieler DACs zu passen.

Ich habe schon einige im Vol regelbare DACs gehabt, diese waren fast nie in der Lage ein Endstufe optimal anzutreiben.

Insofern ist fuer mich ein in der LS regelbarer DAC ein Kompromiss, den man eingehen kann, wenn man vorhat irgendwann eine gute Vorstufe dazu zu kaufen. Ansonsten geht einem definitiv was vom Klang verloren.

Auf der anderen Seite habe ich noch keinen wirklich guten DAC gehoert, der in einer Vorstufe verbaut war.

Plädiere dh klar fuer getrennte Komponenten.
(diese sollten aber auch in einer "passenden" Preisklasse sein. Schliesse ich an einen Telemann eine "billig" Vorstufe zu 1000,-eur an, darf ich mich nicht wundern, dass der Klang eher schlechter wird.)

Gruss
Juergen
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  #5  
Alt 20.09.2018, 19:00
Höhlenmaler Höhlenmaler ist gerade online
 
Registriert seit: 29.11.2007
Beiträge: 3.625
Standard

Was hält man hier von Trinnov Geräten?

https://www.cm-audio.net/trinnov

https://www.connect.de/ratgeber/proz...i-1091148.html
__________________
Gruß Ingo . . . . . . . . . . .. . . meine letzten gestreamten Tracks
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  #6  
Alt 20.09.2018, 19:08
söckle söckle ist offline
 
Registriert seit: 14.07.2018
Beiträge: 367
Standard

...hab ich noch nicht gehört, soll aber angeblich die beste verfügbare Raumkorrektur sein. Könnte ich mir aufgrund des Konzepts auch durchaus vorstellen...

Mein Bauchgefuehl sagt mir, hier wird es vermutlich eher weniger Fans solcher Loesungen geben.



P.S.: Ein Hersteller setzt ja komplett auf Trinnov, nämlich Bohne Audio. Die größeren Modelle nutzen die Weichenfunktion und sind gar nicht anders zu haben. Die kleineren "begnügen" sich mit Dirac......
__________________
Gruß
söckle
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  #7  
Alt 20.09.2018, 19:33
AM5 AM5 ist offline
 
Registriert seit: 13.11.2016
Beiträge: 227
Standard

Hi,


es ist durchaus ein offenes Geheimnis, ds man Trinnovs mittels DAC Beine machen kann. Also leider ist es da schon mal nichts mit All-In-One.
Meine Erfahrung ist, dass man außer bei rein digialten Quellen ohne Digital- Analog-Wandlung man in den wenigsten Fällen auf einen Vorstufe verzichten kann. Leider, denn gute Vorstufen sind sehr teuer.


Grüsse Jürgen
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  #8  
Alt 20.09.2018, 19:49
FlachZange FlachZange ist offline
 
Registriert seit: 23.04.2017
Beiträge: 480
Standard

Zitat:
Zitat von shakti Beitrag anzeigen
An meiner Koda Vorstufe hoeren sich die meisten DACs besser an, als an manch anderer Vorstufe. Die Last, die der DAC sieht, scheint gut zu den ueblichen Ausgangsstufen vieler DACs zu passen.

Ich habe schon einige im Vol regelbare DACs gehabt, diese waren fast nie in der Lage ein Endstufe optimal anzutreiben.

Insofern ist fuer mich ein in der LS regelbarer DAC ein Kompromiss, den man eingehen kann, wenn man vorhat irgendwann eine gute Vorstufe dazu zu kaufen. Ansonsten geht einem definitiv was vom Klang verloren.

Auf der anderen Seite habe ich noch keinen wirklich guten DAC gehoert, der in einer Vorstufe verbaut war.

Plädiere dh klar fuer getrennte Komponenten.

Schön geschrieben, hätte ich so auch nicht gedacht.
Ich hatte vor langer Zeit die Möglichkeit in meiner Kette (an meinem alten CD-Player Sony X777ES) 3 Monate lang, über den variablen Ausgang die großen Restek Extent Monoblöcke zu hören. Dabei hat sich jeder gehörter VV als klanglicher Nachteil herausgestellt.

Bei meinen nächsten Versuchen werde ich deine Erfahrungen berücksichtigen.

Gruß Christian
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  #9  
Alt 20.09.2018, 20:14
TJE TJE ist offline
 
Registriert seit: 27.03.2013
Beiträge: 114
Standard

im Grunde treibt mich aktuell eine ähnliche Fragestellung um, nur aus einer anderen Perspektive: Vollverstärker oder Endstufe?

Hintergrund: Nach einem Umzug hat mein Röhrenvollverstärker mit dem neuen Hörraum (deutlich größer) seine Herausforderung. Daher halte ich die Augen nach einer neuen Verstärkerlösung auf. Mein DAC (Resolution Audio Cantata MC - den ich sehr schätze) hat eine ein integrierte Lautstärkeregelung. Von Resolution Audio gibt es auch zwei Monoendstufen, aber keinen Vorverstärker, d.h. die Monoblöcke werden direkt an das Cantata MC angeschlossen. Daher frage ich mich, ob ich nicht auch mit Endstufen andere Hersteller auf einen Vorverstärker (bzw. auf einen Vollverstärker) verzichten kann. Als potentielle Kandidaten habe ich Brinkmann, Gryphon oder Pass im Auge.

Sicher, am Ende des Tages muss ich es ausprobieren, aber eine gewisse "Vorselektion" basierend auf Erfahrungen wäre dennoch hilfreich.

Gruß
Tom
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  #10  
Alt 20.09.2018, 23:41
Revolutioner Revolutioner ist offline
 
Registriert seit: 14.10.2012
Beiträge: 149
Standard

Hallo Volker,

habe hier schonmal etwas dazu geschrieben...

http://www.open-end-music.de/vb3/showthread.php?t=8679

Grundsätzlich bin ich auch heute noch der Meinung, dass ein hochwertiger D/A-Wandler mit Lautstärkeregelung in Kombination mit der passenden Kette auch ohne zusätzliche Vorstufe auskommen kann. Aus klanglichen Gründen gab und gibt es für mich jedenfalls kein Argument für eine separate Vorstufe.

Dass ich nun trotzdem mit einer Röhrenvorstufe höre, ist eher dem Spieltrieb geschuldet als aus klanglicher Überzeugung so gekommen. Außerdem ist es kein Fehler, wenn Alternativen zur Verfügung stehen, falls mal etwas kaputt geht.

Müsste ich einige der möglichen Kombinationen meiner Komponenten beschreiben, könnte ich jedenfalls trotz klanglicher Unterschiede keinen Favoriten benennen, ganz egal, ob mit oder ohne Vorstufe.

Grüüüße aus Hannover

Frank
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